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Hardware: Der Nintendo Switch-Akku im Ausdauertest

Sebastian Mauch, am 13.03.2017, Seite 1 von 1

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Nun ist die Nintendo Switch schon gut eine Woche frei im Handel erhältlich, zumindest sollte es so sein. Nach wie vor verkauft sich das Gerät nämlich wie warme Semmeln, dementsprechend ist das Lager bei den meisten Retail- und Onlinehändlern auch leergekauft. So langsam legt sich der Hype aber, drum wird es also höchste Zeit für ein paar knallharte Messwerte. Bei einem Handheld ist nämlich vor allem eines besonders wichtig: Der Akku! Diesen haben wir uns mal in aller Ruhe angeschaut, wobei teils sogar verblüffende, wenn auch nicht unbedingt hervorragende Ergebnisse ans Licht kamen. Wer die Switch bereits zuhause hat, wird sicher schon selbst einschätzen können, was der eingebaute Akku hergibt - für alle Unentschlossenen und Faktenjunkies dürfte das Folgende aber durchaus interessant sein, darum wie immer viel Spaß beim Stöbern!

Szenario A: Maximaler Energieentzug!
“A” wie in “Alles an was geht”. Das dürfte wohl so ziemlich der interessanteste Test sein, da sich so am besten ausloten lässt, wie lange die Nintendo Switch unter Vollbelastung zum Zocken bereitsteht. Als Testobjekt diente das aktuell wohl leistungshungrigste Spiel The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Gespielt wurde im Tisch-Modus, sodass der Bildschirm der Switch an ist und die Joy-Cons kabellos kommunizieren. Die Helligkeit und der Sound wurden natürlich bis zum Anschlag aufgedreht. WLAN und Controllervibration waren selbstverständlich an, wobei Letztere natürlich eher auf den Akku der Joy-Cons drückt. Hier die Testergebnisse zu Szenario A in der Übersicht:


Szenario B: Der Normalomodus
Unser zweiter Testfall stellt die in unseren Augen wohl am meisten vorkommende Nutzungsart dar. Gespielt wurde im Handheld-Modus und die (voll aufgeladenen) Joy-Cons steckten seitlich an der Switch, sodass sie mit Energie versorgt werden. Die Helligkeitsregelung überließen wir dem Gerät und wählten daher die automatische Helligkeitseinstellung. Der Ton wurde auf etwa 70 Prozent eingestellt, um nicht zu laut zu werden, aber dennoch den Spielsound genießen zu können. Die Wireless-Funktionen waren in diesem Fall auch eingeschaltet, ebenso die Controllervibration. Getestet wurde wieder mit Breath of the Wild. Hier sehen die Ergebnisse schon etwas anders aus:


Szenario C: Sparsamer geht es nicht…
In diesem letzten Testfall lautete die Devise: “Alles aus, was in irgendeiner Form den Akku belasten könnte”. Natürlich alles bis auf die Nintendo Switch selbst, denn gezockt werden musste ja trotzdem! Dieses Szenario stellte zudem den unangenehmsten Teil dieses Experiments dar, denn einen so grandiosen Titel wie das neue Zelda ohne Sound zu spielen, hat schon etwas von einer Strafe… Doch was tut man nicht alles für die “Wissenschaft”, nicht wahr? Gezockt wurde wieder im Handheld-Modus, Helligkeit und Sound standen auf Minimum. Alle Wireless-Funktionen wurden durch den Flugzeugmodus unterbunden und die Controllervibration war auf “Aus”. Vor allem im Vergleich zu Szenario B verblüfften uns die Testergebnisse des ultimativen Sparmodus' besonders:


Bonus: Einmal vollmachen bitte!
In diesem Bonusszenario steckten wir die vollständig entladene Switch nach geleisteter Arbeit wieder zurück in ihr heimisches Dock und stoppten dabei die Zeit. Gemessen wurde also die Zeitspanne von einem komplett leeren Akku bis hin zu vollen 100 Prozent. Im Vergleich zu den offiziellen Angaben von Nintendo kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen:


Fazit:
Nun, dass die neue Nintendo Switch kein Akkuwunder auf den Tisch oder in die Zockerhände zaubert, das war im Vorfeld bereits zu erwarten. Eines muss man klar sagen, die Laufzeit ist für den mobilen Einsatz und vor allem für längere Reisen eher so “meh”. Beachten sollte man aber, dass man wie im Falle des Testobjektes Breath of the Wild ein Spiel in allerfeinster Konsolenqualität bekommt. Von solchen grafischen Dimensionen konnte oder besser kann man auf dem Nintendo 3DS nur träumen. Dieses kleine Powerhouse holt also aus dem schwachbrüstigen Akku wenigstens das Beste heraus und wird dabei nicht mal sonderlich warm. Loben sollte man aber die vorbildliche Ausdauer der beiden Joy-Cons, denn diese verloren während der Testintervalle so gut wie keine Ladung, was durchaus für sich spricht. Ebenso positiv fiel die vergleichsweise schnelle Ladezeit im Standby-Modus auf. Nintendos offizielle Angabe konnten wir im Test mal locker unterbieten, so muss das sein! Erstaunlich ist hingegen, dass die Differenz zwischen Szenario B und C geradezu marginal ausfällt, ergo kann man auch getrost ganz normal daddeln. Für längere Sessions unterwegs empfehlen wir aber dringlichst eine Powerbank mit mindestens 10.000 mAh Kapazität, um zwischendurch auch mal wieder etwas auftanken zu können.

Ist zufrieden mit der Laufzeit, packt aber zur Sicherheit lieber eine Powerbank ein: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testexemplares.

Ihr wünscht euch weitere Testszenarien, wie etwa mit einem minimalistischeren 2D-Spiel? Euch interessiert die komplette Laufzeit der Joy-Cons oder des neuen Pro Controllers? Dann lasst es uns im Kommentarbereich wissen! Sollte der Bedarf eurerseits bestehen, könnte man also durchaus mal eine Testreihe starten.

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1 Kommentar

profil 38 comments
[13.03.2017 - 19:27 Uhr]
Kaipirinha:
Ich habe mich mal als einer der ersten hier registriert.
Gerne würde ich hier einen Test mit weniger aufwendigen Spielen sehen. :)

Euer Kai
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