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Kolumne: Der erste Monat Nintendo Switch Online

PortableGaming-Redaktion, am 20.10.2018, Seite 1 von 1

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Vorbei sind die Zeiten des kostenlosen Online-Spiels, denn auch Nintendo verlangt seit dem 19. September 2018 Gebühren für den Spaß – von ein paar wenigen Ausnahmen, die sich maßgeblich im Free-to-Play-Bereich aufhalten, mal abgesehen. Mit der Preisgestaltung von rund 20 Euro pro Jahr und einem Jahresplan für bis zu acht Nutzer, der humane 35 Euro kostet, mag Nintendo hier zwar deutlich preiswerter aufgestellt sein als die Konkurrenz von Sony und Microsoft, doch natürlich möchte man für sein Geld immer noch etwas sehen. Ist es mit einer langsam wachsenden Bibliothek an NES-Klassikern, der Möglichkeit zur Spielstand-Sicherung via Cloud-Backup und ominösen exklusiven Angeboten wirklich getan? Mittlerweile ist ein Monat ins Land gezogen, in dem wir uns ein ausgiebiges Bild von der schönen, neuen Online-Ökonomie machen konnten. Unsere Gedanken verraten wir euch im Folgenden.


„Es sind bloß 20 Euro“
Andy Dück [awieandy]
Wann immer ich Leute über Nintendos Online-Bezahlprogramm nörgeln höre, denke ich mir sofort „Es sind bloß 20 Euro“ - als Switchbesitzer sollte man auch Geld genug haben, nicht wahr?


Onlinespiele auf Nintendokonsolen waren für mich in der Vergangenheit nicht das all zu geschmeidigste Erlebnis; Verbindungsabbrüche und spürbarer Lag waren immer wieder Teil der Erfahrung. Realistisch gesehen trägt Nintendo nicht die alleinige Schuld daran, denn das Internet im eigenen Heim war bisher auch höchstens bescheiden. In der Hinsicht denke ich mir eher dass sich die Leute mit dem Service falsche Hoffnungen machen. Dafür, dass man 20 Euro zahlt, wird der WLAN-Empfang der Konsole auch nicht besser. Wirkliche Abhilfe sollen ja dedizierte Spielserver bieten, denn die häufig verwendete Peer-to-Peer-Methode ist nicht extrem modern. Ob hauseigene Server wirklich die Lösung aller Probleme sind, sei mal in den Raum gestellt. Onlinespiele wie Splatoon 2 und Mario Kart 8 Deluxe würden von ihnen profitieren, da besteht kein Zweifel, aber bei Titeln die primär Eins-gegen-Eins gespielt werden und präzise Inputs beanspruchen wie Mario Tennis Aces, Arms, Pokémon Tekken DX oder in Zukunft auch Smash Bros. Ultimate kann solch eine Zwischenstation in der Datenleitung auch Gift sein. Entsprechende Erfahrungen machte ich in dem für Steam und bald auch für Switch erhältlichen Spiel Brawlhalla. Dieses verwendet dedizierte Server anstelle von Peer-to-Peer. Wenn ich dort Kämpfe mit einer schlechten Internetverbindung ausgetragen habe, war zwar das Gameplay zugegeben ruckelfrei, dafür aber bewegte sich mein Charakter quer über das Spielfeld im Versuch, sich zu Synchronisieren. Ganz gleich also welche Methode man verwendet, leidet das Gameplay sobald nur ein Teilnehmer Verbindungsprobleme erleidet, daher ist eine kleine Inputverzögerung mir lieber als inakkurates Gameplay. Onlinespielen wird sich wohl kaum von vorher unterscheiden, allerdings sind es auch bloß 20 Euro und das war auch noch nicht alles: Das Cloud-Backup wurde von Anfang an gewünscht, unterstützt aber nicht alle Spiele, aus dem NES-Katalog von 20 Spielen spiele ich nur Super Mario Bros. 3 und die Smartphone-App ist nicht besonders überzeugend.

Für Nintendo ist es der erste Versuch eines Online-Bezahlmodells und man kann nach einem knappen Monat nicht behaupten alles davon gesehen zu haben. Der Cloudspeicher ist immernoch besser als kein Backup zu haben, es kommen immer weitere NES-Spiele dazu, vielleicht folgen ja irgendwann auch noch SNES-Titel. Auch wenn ein Voice-Chat auf der Konsole vorhanden wäre, würden meine Freunde und ich weiter Discord verwenden - selbst über das Smartphone. Splatnet 2 und die Mario Maker-Website sind Beispiele wie die Nintendo Switch Online-App anderweitig mit Inhalt gefüllt werden kann. Man darf einfach nicht vergessen, dass Features immer noch erweitert und verbessert werden können und am Ende muss man auch bedenken: Es sind bloß 20 Euro, wenn nicht sogar weniger.


Fragt sich, wer bei Nintendo solche fragwürdigen Entscheidungen trifft:
Sebastian Mauch [Paneka]

Möglicherweise kennt ihr das beliebte eSport-Spiel Rocket League, wo man mit Raketenautos Fußball, Hockey oder Basketball spielt. Dieses Spiel daddel ich mit einem gutem Kumpel nun schon seit über 500 Stunden und so langsam hat sich bei diesem Titel der Begriff „Hassliebe“ etabliert. Einerseits sind Siege und das Gameplay an sich ungemein motivierend. Bugs im Ranking und die salzige Community lehrten uns das Spiel aber auch in gewissen Aspekten zu hassen. Nun geht es hier aber bekanntermaßen um Nintendo Switch Online, Nintendos tolles, neues Online-Abo für die aktuell ziemlich erfolgreiche Hybridkonsole Switch. Wer bis hierhin aufmerksam meinem Text gefolgt ist, wird sicher schon ahnen wohin die Reise geht – und auch eine gewisse sarkastische Note ist mit von der Partie.

„Nintendo kann kein Online!“, so lautete traurigerweise über viele Jahre hinweg der Grundtenor im Netz und in der Fachpresse. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. So waren etwa die Systeme an sich schon etwas langsamer, addiert man dazu dann noch die mäßige Infrastruktur des alten Nintendo Networks, dann konnte man während des Ladevorgangs des 3DS-eShops auch locker einen Kaffee kochen gehen. Die Wii U und der New 3DS machten das zwar etwas besser, doch wirklich rund fühlte sich das ganze nie an. Wirklich schmerzlich bewusst wurde mir das bei einigen meiner Lieblingsgames. In Monster Hunter 3 Ultimate wurden Gruppen etwa nicht selten aufgrund von Verbindungsabbrüchen auseinandergerissen. In Super Smash Bros. for Wii U und 3DS gab es wiederum die nervigen Stotterer und teils heftige Slowdowns. Als alter Nintendo-Fanboy schiele ich darum seit jeher neidisch zur Konkurrenz, auch wenn beispielsweise das PSN von Sony definitiv auch so seine Tücken hat.


Neue Hoffnung keimte auf, als Nintendo mit der Switch ums Eck kam. Ein einzigartiges Konzept, das trotz mangelhafter Grafikleistung vollauf zu überzeugen weiß. „Bestimmt haut Nintendo jetzt onlinetechnisch voll auf die Kacke!“, dachte ich vor dem Launch des Hybriden in meiner naiven Vorfreude. Nach und nach stellte sich aber auch dieses Gefühl ein und Fans aus aller Welt prallten in der harten Realität auf. Die Switch war veröffentlicht und das Betriebssystem bot hart gesagt: Nichts! Keine Ordner, keine Streaming-Apps, kein Browser, keine Designs, kein Sprach-Chat, kein (richtiger) Aktivitätslog, um mal die offensichtlichen Beispiele zu nennen. Aus offiziellen Statements von Nintendo hörte man dann stets nur Ausflüchte wie: „Wir wollen, dass sich die Spieler auf der Switch vollends auf das Spielen konzentrieren können“, statt dem Nutzer die Wahl zwischen Gaming und Entertainment selbst zu überlassen. Wohlgemerkt waren alle oben genannte Features auf den Vorgängern Wii U und 3DS vorhanden und von Fans liebgewonnen. Aber ich schweife ab.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: den Online-Services. Auch diese waren, gelinde gesagt zum Launch nicht fertig. Stolze anderthalb Jahre später schaffte es der Großkonzern aus Japan dann doch mal. Juhuu, endlich Geld ausgeben um online spielen zu dürfen! Da waren die Spieler dieser Welt schon zum Start von Xbox Live Gold und PS Plus vor Euphorie kaum zu halten. Doch war die Konkurrenz etwas schlauer und bot den Spielern auch einen Mehrwert. Das ist bei Nintendo Switch Online meiner bescheidenen Meinung nach nicht(!) gegeben. Wir haben dieselbe mäßige Infrastruktur wie vorher, dürfen nun aber immerhin unsere kostbaren Savegames in die Cloud hochladen. Halt stopp, ganz so ist das ja nun auch nicht. So wird in Spielen wie Splatoon 2 und den neuen Pokémon Let’s Go-Ablegern ebendiese Funktion unterbunden. Könntet ihr euch vorstellen, sagen wir mal 300 Stunden darin zu investieren, alle möglich Pokémon aufzuspüren und zu fangen? Was aber, wenn der kleine Bruder dann die Switch in die Badewanne wirft oder der Hund drauf pinkelt? Nun, dann wäre alles unwiderruflich weg. Kein Backup auf der SD-Karte, keines in der Cloud, keines auf dem Modul – im Jahr 2018. Da werde gerade ich als Informatiker tief traurig. Bei der Konkurrenz ist es seit Ewigkeiten Pflicht (!), dass jeder Titel seine Savegames hochladen kann. Da argumentiert seltsamerweise niemand mit: „Wir tun dies, um das Ercheaten von Inhalten zu unterbinden“. Stattdessen beraubt man den Endkunden um ein Gefühl der Sicherheit. Wenn ich dran denke, wie viele DS- und 3DS-Geräte bei mir in der Familie aufgrund von Schanierbrüchen unbrauchbar wurden, wird mir bei der Switch ganz übel. Schon jetzt sitzt mein rechter Joy-Con schief und die untere rechte Ecke des Bildschirms kriecht nach oben, weil der Kleber darunter nicht hält. Geht mein Handheld kaputt, ist für alljene „cloudkastrierte“ Spiele Ende im Gelände. Ein anderer Aspekt ist, dass Nintendo viele, oft auch unerfahrene Spieler dazu treibt, sich die Switch zu modifizieren, um manuell Backups anlegen zu können, wodurch aber wieder Garantieansprüche flöten gehen und Softbans in eShop und Online-Services drohen.

Da das hier kein Roman werden soll, schnell weiter zum nächsten Punkt: Die NES-Spiele… Ich zähle dazu mal kurz auf, wo ich überall schon Super Mario Bros. 3 besitze und gespielt habe: Auf dem originalen NES, dem Game Boy Advance (SP), der Wii und dem 3DS. Bis zur Wii habe ich das ganze sogar freiwillig getan. Spätestens mit dem holprigen Launch des 3DS begann Nintendo aber, dem Spieler alte NES-Kost regelrecht aufzudrücken. Kostete der 3DS zum Launch noch ein kleines Vermögen, reduzierte Nintendo den Preis schon wenige Zeit danach um eine ganze Ecke. Kurzerhand erklärte man empörte Erstkäufer zu „Ambassadoren“, also Botschaftern. Als Entschädigung bekamen diese 10 Game Boy Advance-Titel und 10 NES-Titel geschenkt. Wuhu… Nun dürfen wir monatlich Gebühren abdrücken und erhalten was? Genau, NES-Spiele, von denen die meisten scheußlich gealtert sind und durch das heutige Angebot kaum mehr wen zum Spielen animieren. Immerhin darf man diese nun auch lokal oder online ohne Link-Kabel zusammenspielen! Doch wer tut das schon? Ich weiß zumindest für mich ganz genau: Ich werde Super Mario Bros. 1 und 3 ein weiteres Mal durchspielen und danach den Emulator links liegen lassen.


Nun ist der Dienst da und bringt alte Software mit. Haben wir nun bessere Bedingungen bei Online-Games? Nein. Haben wir nun eine Backupmöglichkeit für jeden Titel? Wieder nein. Gibt es ein Achievement-System? Nein. Hat die Konsole nun native Unterstützung für Text- und Sprachchat? Nein, aber die dazugehörige App kann das, was alles andere als praktikabel ist und nur für unterstützte Spiele gilt. Wer in Gottes Namen trifft bitte solch hanebüchene Entscheidungen? Ihr merkt schon, ich könnte stundenlang so weitermachen und ziehe daher also nun endlich mein Fazit. Der Dienst Nintendo Switch Online ist nun da, mehr aber auch nicht. Er kostet mit seinen 20 Euro im Jahr auch verhältnismäßig wenig, bietet aber auch keine monatlichen Blockbuster- und Indiegames für lau. Stattdessen wird mal wieder am Kunden vorbei gewirtschaftet. Ich sage für mich, und so denkt scheinbar der Großteil des Internets: Nintendo Switch Online bietet mir keinen Mehrwert, zieht mir aber die Kohle aus der Tasche. Addiert man dazu die Unzulänglichkeiten des Switch-Betriebssystems, bin ich als Kunde, langjähriger Fanboy und sogar Journalist im Nintendo-Bereich einfach nur maßlos enttäuscht und traurig. Traurig deswegen, weil die Switch so unglaublich viele Möglichkeiten bietet und Nintendo NICHTS daraus macht. So, ich fertig.

PS: Ach ja, der eShop ruckelt auch.


Findet das alles ganz fantastisch:
Nicola Hahn [501.legion]

Ich bin wohl einer der wenigen, die zuvor noch nie einen bezahlten Online-Service wie Xbox Gold oder PlayStation Plus genutzt haben, bin dementsprechend ohne Erwartungen an Nintendos Angebot herangetreten und nun ein völlig zufriedener Nutzer des Angebots. Zwar ist es natürlich etwas ärgerlich, dass ich jetzt für den gleichen Online-Dienst Geld zahle, der bisher kostenfrei war, da aber das ja schon länger Tradition auf Konsolen ist, kann ich den Schritt durchaus nachvollziehen. Die Boni, die mit der Mitgliedschaft einhergehen, sind ganz nett, auch wenn mir natürlich SNES- oder sogar N64-Emulationen anstelle von den immergleichen NES-Titeln deutlich lieber gewesen wären, aber dahingehend habe ich noch Hoffnung auf die Zukunft. Aktuell freue ich mich jedenfalls Super Mario Bros. 3 endlich mal spielen zu können, da ich in meiner Kindheit nur den ersten Teil hoch und runter zocken konnte (und es trotzdem nie bis zum Ende geschafft habe). Ansonsten kann gern noch das ein oder andere NES-Spiel hinzukommen (Metal Gear!) und auch weitere Online-Apps wie Netflix oder YouTube dazustoßen, wobei meine Beispiele nicht gerade Nintendo-Produkte sind und entsprechende Verhandlungen benötigen würden.


Abschließend stimmt mich die aktuelle Entwicklung recht positiv und ich freue mich auf die neuen Möglichkeiten für Nintendo das gewonnene Geld sinnvoll weiter in Richtung World Wide Web zu investieren um bessere Serverstrukturen, Dienste und vielleicht auch mal ein ausgebautes Freunde- und Achievementsystem anbieten zu können.


Ist eh nicht so der Online-Zocker:
Tjark Michael Wewetzer [Alanar]

Da ist dann wohl die letzte Bastion der kostenfreien Online-Partien gefallen. Schade eigentlich, denn ich bin mir auf jeden Fall noch arg unsicher, ob ich meine Mitgliedschaft über das erste Jahr hinaus aufrecht erhalten werde. Das liegt jedoch viel weniger an irgendwelchen Problemen, die ich mit Nintendos Online-Dienst habe. Tatsächlich empfand ich Runden über das World Wide Web in der Regel als relativ stabil, wobei mir womöglich schlichtweg das Auge und der Skill für die Wahrnehmung von kleinsten Eingabeverzögerungen in einem Kampfspiel – mal so als zufällig herausgepicktes Beispiel – fehlt. Oder ich bin dieses Leid mit meinem eher mittelprächtigen Internet, das jeden anderen Menschen in den Wahnsinn treiben würde, schon so sehr gewohnt, dass ich es als solches gar nicht mehr registriere. Was auch immer es ist, ich war bislang mit Online-Matches bei Mario Kart 8 Deluxe, Splatoon 2, Paladins und Fortnite rundum zufrieden. Nur bringt mir das dummerweise nichts, weil ich in der Regel eher selten online zocke. Klar logge ich mich derzeit gerne in Arena of Valor ein, doch dafür bräuchte ich keine Mitgliedschaft. Und auf die Splatoon 2-Splatfeste, die ich sowieso des öfteren verschlafe, könnte ich ebenfalls verzichten. Ich bin nun mal primär ein Solo-Zocker und habe als solcher vom Online-Angebot recht wenig.

Aber hey, dafür gibt es ja andere Extras! Der Cloud-Speicher zum Beispiel, der mich einerseits positiv überrascht, andererseits aber auch ziemlich verwirrt hat. Der schlechte Teil: Die automatische Upload-Funktion behauptete bei mir zwar, dass all meine kompatiblen Spiele (also… so ziemlich meine komplette Sammlung, denn bis aus die Fortnite-Daten, die eh schon auf Epics Servern liegen, wurde nur Splatoon 2 blockiert) für den Vorgang eingereiht seien, doch nach zwei Nächten im Standby-Modus passierte rein gar nichts. Lediglich meine zwischenzeitlich gezockten Titel wurden pflichtbewusst abgesichert. Also bin ich die ganze Liste manuell durchgegangen, um den Vorgang so einzuleiten. Hier jetzt aber der positive Teil: Der Upload erfolgte verflixt schnell. Unheimlich schnell, um genau zu sein. Selbst Speicherdaten von Giganten wie Dragon Quest Builders und Portal Knights, die jeweils um die 700 bis 800MB einnehmen, waren binnen 10 Minuten hochgeladen. Zum Vergleich (und der Verdeutlichung meiner schlechten Leitung): Will ich eine vergleichbare Datenmenge über meinen PC irgendwo hochladen, dauert der Vorgang gut und gerne zwei bis drei Stunden. Der Download der Backups geht sogar noch eine ganze Ecke flotter. Bei der Datenkompression kann man Nintendo jedenfalls nichts vormachen. Löblich! Nur ob die Option zur Spielstand-Sicherung allein die 20 Euro pro Jahr rechtfertigt… Naja.


Und die NES-Bibliothek? Die habe ich, ganz offen gestanden, noch gar nicht angerührt. Wieso auch? So wirklich einzigartige Pflichttitel finde ich da noch nicht und meinen Bedarf an NES-Software habe ich vor zwei Jahren erst mit der Mini-Konsole gestillt. Klar ist es cool, absolute Klassiker wie Super Mario Bros. 3 oder The Legend of Zelda jederzeit abrufbar auf der Switch zu haben, doch auf der anderen Seite wurden diese Titel nun schon zigmal neu aufgewärmt. Sonderlich viel Tiefgang bieten zudem nur die wenigsten Spiele. Lieber wäre mir die Ausweitung des Dienstes auf andere Konsolen, doch das ist momentan noch Wunschdenken. Und natürlich bleibt offen, wie lange Nintendo überhaupt NESflix unterstützt. So sehr sich Fans eine Rückkehr des Virtual-Console-Systems wünschen, haben Nintendo und die immens wichtigen Dritthersteller die Plattformen notorisch sporadisch bedient – sogar damals zu Wii-Zeiten, als das ganze Brimborium überhaupt anfing.

Von daher lohnt sich Nintendo Switch Online für mich zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg nicht. Die exklusiven Angebote für Mitglieder, die sich bislang auf zwei Switch-Controller im NES-Stil für happige 60 Euro zuzüglich Versand beschränken, locken mich da auch nicht hinter dem Ofen vor. Wenn sich da also im Bonus-Abteil nichts tut, endet meine Mitgliedschaft im nächsten Jahr – und damit auch meine gelegentlichen Farbschlachten im knallbunten Splatoon 2.


Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr eher enttäuscht von dem, was Nintendo jetzt mit dem Bezahldienst aufgefahren hat? Oder seht ihr das beispielsweise im Angesicht des vergleichsweise günstigen Jahrespreises eher locker? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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