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Kolumne: 1. Advent: Unsere Wunschzettel-Empfehlungen 2018

PortableGaming-Redaktion, am 02.12.2018, Seite 1 von 1

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Der Dezember ist frisch angebrochen und Weihnachten naht… Es wird also höchste Zeit, den alljährlichen Wunschzettel auszufüllen und vielleicht auch das ein oder andere Spiel darin unterzubringen. Nur ist in diesem Jahr fast schon absurd viel auf der Switch gelandet, weswegen die Entscheidung hier ziemlich schwer fallen dürfte. Und genau für diesen Zweck haben wir uns mal wieder zusammengesetzt, um euch ein wenig Inspiration zu liefern. Es sind immerhin einige interessante Titel im Laufe des Jahres 2018 erschienen, die ihr eventuell in der wöchentlichen Releaseflut übersehen haben könntet – auch wenn das wohl in vielen unten genannten Fällen eher unwahrscheinlich sein dürfte, sind doch auch diverse große Namen am Start. Widmen wir uns also direkt unseren Wunschzettel-Vorschlägen für das Weihnachten 2018!


Andy Dück [awieandy] bereitet zum Fest etwas Leckeres zu:
Overcooked! 2



Ich bin ein miserabler Koch. Selten kommt mein Essen mal nicht verbrannt auf den Teller und praktisch immer kocht der Topf über. Witzigerweise gibt es auch ein passendes Spiel dazu und das nennt sich Overcooked! 2, denn da kann ich nämlich auch in der virtuellen Küche mein Essen verbrennen lassen! Immerhin stehe ich nicht allein in der Küche, denn in diesem Geschicklichkeitsspiel stehen gleich bis zu vier Köche am Herd. Die Zielvorgabe ist einfach: Man ist als Koch unterwegs und arbeitet in verschiedenen Küchen seine Bestellungen ab. Diese bestehen logischerweise aus Zutaten, die meist von ihrem rohen Zustand in etwas Essbares verarbeitet werden. Je mehr Bestellungen rausgehen, desto mehr Trinkgeld kommt dabei rum und desto höher fällt die Wertung am Ende aus. Das mag sich auf dem Papier vielleicht nicht so spektakulär anhören, es ist jedoch nicht allein die Aufmachung, die das Spiel zu meiner Empfehlung macht, sondern das Gameplay während der Level. Denn das kann, wie auch in echten Restaurantküchen, voller Chaos und Hektik sein. Nur weil es hier glücklicherweise nichts zu verlieren gibt, ist das Getümmel in Overcooked! 2 einfach nur aberwitzig. Die Layouts der Küchen sind meist so angefertigt, dass man fast nie im Alleingang arbeitet. Bei der großen Menge an simultanen Aufgaben ist Zusammenarbeit das A und O. So schneidet mein Kollege die Rohzutaten zu und wirft sie buchstäblich in meine Hälfte der Küche, damit ich diese anbraten kann. Während das Essen in der Pfanne brutzelt, kann ich schon einmal die dreckigen Teller waschen, während der Mitspieler die restlichen Zutaten bereitstellt. Nur darf dabei nicht getrödelt werden, weil sonst alles anbrennt und der Feuerlöscher zum Einsatz kommen muss. Sobald dieser Zeitpunkt eintritt, ist man bereits schon dabei sich voller Panik gegenseitig anzuschreien, gibt falsche Bestellungen ab, lässt Zutaten auf den Boden fallen und stürzt sich von der Küche runter, weil diese nämlich an einem Heißluftballon gebunden am Himmel schwebt. Die Koordination mit dem Partner zu finden ist Teil des Spaßes und dieser hört auch nicht auf, wenn bereits alles superglatt läuft. Wer gerne seine Freude an der Switch mit anderen teilt, sollte diesen Koop-Hit auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Ihr wollt einen genauen Blick auf die Speisekarte werfen? Mehr zu Overcooked! 2 findet ihr in unserem Test (Link)!


Sebastian Mauch [Paneka] hat sie endlich wieder alle…
Pokémon: Let’s Go Pikachu/Evoli



Für meinen Einstieg in die Welt der Videospiele sind wohl vor allem zwei Instanzen verantwortlich: Nintendo und mein lieber Vater. Noch bevor ich lesen konnte bekam ich den guten alten Game Boy in grau vorgesetzt, und das erste Spiel sollte Pokémon: Blaue Edition sein. Obwohl ich so gut wie kein Wort verstand, zog mich gerade dieses Rollenspiel in seinen Bann, da mir mein (damals noch nicht so) alter Herr alles vorlas oder zumindest inhaltlich wiedergab. Zur Einschulung ging es dann mit dem Game Boy Color und Pokémon: Gelbe Edition weiter. Rückblickend betrachtet ein schlauer Schachtzug mir gerade so etwas zu schenken, da dies auch den ultimativen Anreiz schaffte, schnell Lesen zu lernen um die Kanto-Region nun auch endlich ganz eigenständig erkunden zu können. Ihr merkt schon, ich habe zu Pokémon, und besonders zur Gelben Edition einen besonderen Draht. Die Startregion Kanto und das Vorzeige-Taschenmonster Pikachu sind daher noch bis heute meine absoluten Favoriten.

Leider versiegte die Leidenschaft für die Serie Jahr für Jahr und Ableger für Ableger immer mehr. Sollten mich die zweite (Gold/Silber/Kristall), die dritte (Rubin/Saphir/Smaragd) und die vierte (Diamant/Perl/Platin) Generation noch durch die Schulzeit begleiten, brach spätestens zur Abi-Zeit der Kontakt zur Reihe fast komplett ab. Das lag merkwürdigerweise nicht mal am akuten Zeitmangel, denn gezockt wurde trotzdem bis der Arzt kam, sondern viel eher an der Entwicklung der Spiele. Jedes Jahr wurde die eigentliche Aufgabe – den Pokédex zu vervollständigen - dank etlicher Neuzugänge und widriger Beschaffungsbedingungen immer mehr zu einem Ding der Unmöglichkeit. Hinzu kommt, dass Ableger wie Schwarz/Weiß und Sonne/Mond sogar noch „erweitert“ beziehungsweise neu aufgewärmt wurden. Dann noch diese Features, die (fast) niemand braucht, von denen es irgendwann mehr gab als Orden. Achja, und die Arenen mitsamt Orden schaffte man dann mit Sonne/Mond schließlich ganz ab - ohne mich.

Gott sei Dank wurden dann dieses Jahr Pokémon: Let’s Go Pikachu/Evoli angekündigt. Anfänglich obsiegte dank des Titels noch die Skepsis, doch packte mich schließlich die Neugier und zog mich mitten in der Nacht in den nächsten Media Markt um es einfach mal auszuprobieren. Und siehe da, wenige Tage später sind die Top 4 Geschichte und über 25 Spielstunden auf dem Tacho. Die Anleihen vom Mobile-Game Pokémon Go integrieren sich clever, aber im Kern ist das Spiel die Gelbe Edition von damals, nur eben in hübscher und moderner. Viele 90er-Kinder fühlen da laut sozialen Netzwerken ganz ähnlich – ein einziger Nostalgietrip. Zwar war mir persönlich der Schwierigkeitsgrad etwas zu gering, allerdings finden so auch die heutigen Grundschüler leicht einen Einstieg in die grandiose Welt der Pocket Monster, so wie es bei mir damals mit meinem Vater der Fall war und was mich letztlich in den Spielejournalismus und die Informatik lenkte. Wer also immer noch denkt „Let’s Go“ wäre gleichzusetzen mit „Go“, dem sei an dieser Stelle versichert, dass dem nicht so ist! Stattdessen verstehen sich die beiden Switch-Debütanten als Neuauflagen der Ursprungsspiele, mit Einflüssen von Niantics Massenphänomen Pokémon Go, die aber in den Augen vieler Medien mehr als in Ordnung gehen. Das kann ich persönlich nur unterschreiben und kann eines der beiden Spiele daher nur jedem ans Herz legen, der auch nur den geringsten Hauch von Neugier in sich spürt.


Nicola Hahn [501.legion] feiert im Pilzkönigreich mit…
Super Mario Party



Partyspiele sind im Pilzkönigreich schon seit dem N64 Tradition und auf der Nintendo Switch wird diese fortgesetzt. Deshalb habe ich gespannt auf die neuste Super Mario Party gewartet, die passenderweise bereits ihre Wertung im Namen trägt. Denn dieses Spiel erfüllt gänzlich meine Erwartungen an einen neuen Ableger der Reihe. Von vielen neuen Minispielen über tolle Bretter (von denen es gern mehr hätte geben können) bis zu durchdachten Items, die im Partymodus ihren Einsatz finden. Endlich hat Entwickler Nd Cube auf die Wünsche der Fans reagiert, die alten Gameplaymechaniken von Hudson Soft wiederverwendet und dabei eigene Ideen sowie erfolgreiche Konzepte untergebracht. So sind die Partner aus der Toad Tour jetzt im Party-Modus untergekommen und helfen durch zusätzliche Würfel und in speziellen Minispielen aus. Hinzukommen noch weitere Modi, die die Mechaniken der Switch voll ausschöpfen und ebenfalls sehr viel Spaß machen - perfekt also für eine Familienpartie unter dem Weihnachtsbaum!

Und falls euch das noch nicht als Denkanstoß für die nächste Feier reicht, sei euch ein Blick in unseren Test ans Herz gelegt (Link)!


Dazu empfiehlt Nicola eine Reise mit der rosa Knutschkugel in…
Kirby Star Allies



Auch in der Kirby-Reihe geht es wieder in Richtung Tradition, wobei die rosa Kugel dieses Mal Freunde rekrutieren kann. Zuerst gilt es König Dedede wieder zur Vernunft zu bringen, anschließend ganz Dream Land zu retten und warum nicht auch gleich den kompletten Planet Popstar? Ach ja, da hört es nicht auf: Natürlich muss Kirby auch in der Galaxie herumzureisen, um wieder den Frieden herzustellen und am Ende natürlich noch gegen den Endboss anzutreten. Bei dieser Abstrusität bittet man am besten bis zu drei Mitspieler um Hilfe, die die Rolle der CPU-Helfer übernehmen um gemeinsam verschiedene Rätsel zu lösen. Dabei bleibt der Titel stets kinderfreundlich und einfach, perfekt für die gesamte Familie aber eher nichts für Serienveteranen. Wenn das noch nicht genug ist, gibt's auch hier noch den ein oder anderen spaßigen Modus abseits der Story. Außerdem erscheinen noch einige neue Helferlein kostenlos seit dem Release, die man bestimmt aus älteren Spielen der Reihe wiedererkennt! Mehr knuddeliger Spielspaß geht nicht!

Einen genauen Reisebericht unserer Erlebnisse im Traumland gibt es im ausführlichen Test Link).


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] haut hunderte Moblins um in…
Hyrule Warriors: Definitive Edition



Aller guten Dinge sind drei und das gilt auch für Veröffentlichungen des knalligen Action-Krachers Hyrule Warriors! Extra für die Switch hat das Team von Omega-Force den einstigen Wii-U-Titel noch einmal auf Hochglanz poliert und dabei sämtliche Extras der 3DS-Version integriert, damit die neuen, von Zelda: The Wind Waker inspirierten Stages nun auch in feinstem HD genossen werden können. Das Ergebnis ist ein Spiel, welches praktisch aus allen Nähten platzt und euch locker über die nächsten Monate hinweg beschäftigt – vorausgesetzt natürlich, ihr bekommt angesichts des klassischen Haudrauf-Gameplays der Marke Dynasty Warriors keinen Hautausschlag.

Dabei hat die Zelda-Geschmacksrichtung des Warriors-Rezepts auch nach dem letztjährigen Fire Emblem Warriors noch durchaus eine Daseinsberechtigung. Klar mag das modernere der beiden Spiele über kompetentere Gefährten verfügen, doch die Gegnerräumung in Hyrule besticht durch ihre abwechslungsreicheren Gegner-Designs sowie die schiere Vielfalt an spielbaren Charakteren. Wirklich keiner der Helden spielt sich wie ein anderer und unter den Kampfstilen finden sich teils abgefahrene Mittel. So mimt die Zauberin Lana mit ihrem Portal mal eben so das Pop-Idol, Midna in ihrer wahren Gestalt verdrischt Feinde mit Brückenteilen und Prinzessin Zelda höchstpersönlich nutzt den lachhaften Kopierstab aus Twilight Princess, um mit heraufbeschworenen Statuen so richtig durch die Feindeshorden zu mähen. Auf diese Weise wird der lange Trip durch die zahlreichen Abenteuer-Karten mit ihren vielfältigen Missionen definitiv nicht langweilig! Wer hier alles freilegen möchte, hat auf jeden Fall erst einmal etwas zu tun. Und in Anbetracht der schieren Masse an Zelda-Fanservice sollten Serienanhänge mit Faible für lockere Action spätestens mit der Switch-Version mal die wilden Schlachtfelder erkunden.

Und falls ihr mehr Details zum hylianischen Gehäcksel braucht, findet ihr diese natürlich in unserem Test Link)!


Außerdem will Tjark mit dem Kopf durch die Wand in…
Labyrinth of Refrain: Coven of Dusk



Klassische Dungeon Crawler aus der Ego-Perspektive mit Kachel-Karten gibt es mittlerweile wieder wie Sand am Meer. Speziell die Vita fristete ein fröhliches Nachleben mit massenweise derartiger Titel – gerade in Japan. Einer davon ist auch Labyrinth of Refrain, das für den West-Export mitunter auf der Switch landete und schnell zeigt, dass es alles andere als ein normaler Genre-Vertreter ist. Auf den ersten Blick spinnt das Team von Nippon Ichi Software hier ein relativ gewöhnliches Garn mit einer grantigen Hexe in der Hauptrolle und ihrem übermäßig energiegeladenen Lehrling als helfende Hand. Nach den ersten paar Ausflügen in den titelgebenden, unterirdischen Irrgarten merkt man jedoch langsam, wie der Hase hier läuft.

Dabei spielt man selbst ein verzaubertes Buch, das mit Hilfe einer Armee von Marionetten die verwinkelten Gänge unter dem Dorf Refrain auskundschaftet und hoffentlich ein paar Schätze dabei mitgehen lässt. Wenig später stellen die Macher jedoch das Dungeon-Crawler-Konzept auf den Kopf und drücken euch die Fähigkeit, einfach mal die Wände einzureißen, in die Hand. Klingt übermächtig, doch natürlich ist das gesamte Spiel durchaus um diese und weitere, später erlernte Skills gestrickt. Auch in Bezug auf die Umgebungen bietet Labyrinth of Refrain so einige Überraschungen, die ich euch an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte. Nur soviel: Es bleibt definitiv nicht bei schummrigen Abwasserkanälen! Der stetige Aufbau der absurd großen Truppe – bis zu fünf Truppen mit je drei aktiven Kämpfern können gleichzeitig auf Expedition mitgenommen werden! – motiviert zudem ungemein und auch wenn der Schwierigkeitsgrad aufgrund dieser und anderer Elemente größtenteils eher niedrig bleibt, fühlt sich der unterirdische Erkundungsausflug einfach nur klasse an. Viele Winkel bergen Geheimnisse, andere verraten euch mehr über die Welt, kaum eine Ecke wirkt überflüssig. Kurzum: Wer Lust auf einen erfrischenden Dungeon Crawler mit einer ziemlich bösen Haupthandlung und reichlich Anpassungsmöglichkeiten sucht, ist bei diesem Kleinod bestens aufgehoben!

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1 Kommentar

profil 77 comments
[03.12.2018 - 14:30 Uhr]
AsukaSeitou:
Kann Sebastian Mauch [Paneka] nur zustimmen. Bei mir war Perl eigentlich auch die letzte Edition die ich noch richtig gespielt habe und freue mich jetzt auf das Let'S Go. :D Nostalgiee~ <3
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