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Event: Jahresabschlussartikel 2019 - Grüße vom Spieleberg

PortableGaming-Redaktion, am 31.12.2019, Seite 1 von 1

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Unsere Spieledatenbank auf PlanetSwitch zählt mittlerweile über 3000 Titel. Damit hat sie bereits das kombinierte Portfolio unserer Spielelisten auf PlanetGameboy, PlanetDS und Planet3DS überflügelt - und das obwohl wir vermutlich noch immer mehr als genug Spiele noch gar nicht aufgeführt haben! Es ist gewissermaßen der Wahnsinn, wie stark das Software-Sortiment auf der nicht einmal volle drei Jahre alten Switch geworden ist. Aber da die Zeit nur in endlichen Mengen verfügbar ist und unsere Redaktion leider auch außerhalb des Spielekosmos' Prioritäten zu setzen hat, müssen wir uns alle Tricks einfallen lassen, mit denen wir diesen stetig wachsenden Spieleberg bewältigen können. Im Folgenden blicken wir dementsprechend auf die vergangenen zwölf Monate zurück und prämieren wieder einmal sowohl unseren liebsten Titel des Jahres sowie das Spiel, welches uns am meisten enttäuscht hat. Wir wünschen euch jedoch in jedem Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein großartiges 2020!


Unterm Spieleberg verschüttet:
Tjark Michael Wewetzer [Alanar]

Wenn ich eine Lehre aus diesem Jahr gezogen habe, dann diese: Ich sollte in Zukunft unbedingt wählerischer bei meinen Games-Einkäufen werden. Im Angesicht der stetig erdrückender werdenden Software-Flut für die Switch komme ich nämlich so gar nicht mehr hinterher und kaufte im 2019 deutlich mehr, als ich reell gezockt habe. Allein für Nintendos Maschinchen sind in den letzten zwölf Monaten 87 in meine Sammlung gewandert – zwei Free-to-Play-Spiele ausgenommen, dafür aber fairerweise auch das gelegentliche Review-Material sowie ein paar verpasste Titel aus Vorjahren mit eingerechnet. Abgerundet sind das nichtsdestotrotz sieben Spiele im Monat! Und da ich dann auch noch zu der Sorte Mensch gehört, die unter dermaßen starken Entscheidungsschwierigkeiten leidet, dass ich selbst bei der an sich einfachen Wahl meines Abendessens schon mal eine gute Stunde durch die Supermarktgänge schlendere und grüble, resultierte das in einem großen Stapel weitestegehend ungespielter Spiele. Und ganz ehrlich, auch wenn in mir schon das Herz eines Sammlers pocht, wirkt der kleine Klarplastik-Turm irgendwie erschlagend auf mich. Zumal man jetzt noch bedenken muss, dass ich mir parallel auch eine Hand voll Titel für meine immer noch regelmäßig im Betrieb befindliche PS4 geholt habe. Von den zwei letzten 3DS-Modulspielen des Jahres, zu denen ich überhaupt nicht gekommen bin, mal ganz zu schweigen.

Doch dafür müssen die Spiele, die ich tatsächlich gezockt habe, sicherlich großartig sein, oder? Sonst wäre ich schließlich nicht über das kurze Anspielen hinweg an ihnen hängengeblieben! Leider setzt sich hier ein persönlicher Trend vom letzten Jahr fort, denn einen Großteil meiner Zeit habe ich abermals mit Mittelklasse- bis Schundtiteln verbracht. Zuletzt beispielsweise Conception Plus auf der PS4, das ich mir aufgrund meiner relativ positiven Erinnerungen an den Nachfolger auf dem 3DS ins Haus geholt habe. Knapp 60 Stunden und eine Menge Monsterschlachten und Beziehungsaufbauen später muss ich jedoch feststellen, dass der Dungeon Crawler extrem eintönig ist und im Prinzip nur von seinen humorvollen Texten gerettet wird. Doch selbst da erreicht die Kinderkrieg-Sim nicht die kuriosen Höhenflüge, wegen derer ich beispielsweise Gal Gun: Double Peace so gefeiert habe. Apropos „kurios“: Als vermutlich bereits berüchtigter Flipper-Freund unserer Website habe ich mich auch auf das Senran Kagura-Spinoff Peach Ball gefreut, nur um dann von der verkorksten Physik, den beschämend simplen Tischen und den allgemein mageren Inhalten enttäuscht worden zu sein. Immerhin war dafür das auf der PS4 beheimatete Burst-Remake Senran Kagura Burst Re:Newal deutlich besser, wenn auch serientypisch selbstverständlich kein Überflieger. Außerdem durfte ich direkt noch eine andere Lektion lernen: Manchmal sollte man die Vergangenheit besser ruhen lassen. Weder Asterix & Obelix XXL 2, das ich durchgespielt habe, noch Sphinx und die verfluchte Mumie, welches ich nach wenigen Stunden aufgab, sind gut gealtert und vermiesen durch nach heutigem Standpunkt merkwürdige Design-Entscheidungen und teils schlecht aufbereitete Aufgaben oder Level komplett den Spielspaß. Ich werde mir in Zukunft jedenfalls nun zweimal überlegen, ob ich mir ein Remaster eines alten Titels, von dem ich damals viel Gutes gehört zu haben glaube, tatsächlich ins Haus hole. Schade dann natürlich um Ghostbusters und SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom


Aber genug der negativen Gedanken, denn es gibt auch diverse schönere Erfahrungen, die ich in diesem Jahr machen durfte. So habe ich gleich zu Jahresbeginn – ja, eigentlich schon seit Weihnachten 2018 – einen großen Kingdom Hearts-Marathon auf der PS4 begonnen, um alle Teile bis einschließlich Kingdom Hearts III in einem Rutsch durchzuspielen und die Xehanort-Saga abzuschließen. Und auch wenn gewisse Story-Entscheidungen, die hoffentlich durch den kommenden Re:Mind-DLC geradegebügelt werden, für einen sauren Nachgeschmack sorgten, hatte ich durch und durch Freude mit dem heiß ersehnten Nicht-ganz-so-dritten Teil der square-enixschen Disney-Geschichte. Danach ging es für mich direkt an ein weiteres Langzeitprojekt mit den verbleibenden Yakuza-Teilen in meiner Sammlung – also die letzten zehn Stunden von 5 gefolgt von Zero, Kiwami, Kiwami 2, 6 und nach einer kurzen Pause dann Judgment als Abschluss. Auch diese Serie hat ihre Höhen und Tiefen, doch sie hat mich praktisch jederzeit emotional mitgerissen. So sehr sogar, dass ich den eigentlich vergleichsweise schwachen Abschluss von Kazuma Kiryus Geschichte gar nicht mal so übel fand. Das Spinoff Judgment setzt da noch einmal einen drauf, doch dazu komme ich später zurück.

Denn die Switch möchte ich hier auch nicht unerwähnt lassen. So schlauchte mich Fire Emblem: Three Houses zwar mit seiner langgezogenen Schul-Stuktur, begeisterte dafür aber umso mehr mit der vielschichtigen Story und den einmaligen Charakteren. Crash Team Racing: Nitro-Fueled sorgte trotz technischer Zugeständnisse und elendig langer Ladezeiten dafür, dass mich meine Enttäuschung bezüglich Team Sonic Racing nicht allzu lang bedrückte, und mit AI: The Somnium Files bewies der Schöpfer der Zero Escape-Reihe mal wieder einmalig, wie spannende Mystery-Thriller funktionieren. Was mich unter meinen gezockten Titeln jedoch am meisten überraschte, war meine Reaktion bezüglich Pokémon Schwert und Schild. Plötzlich fand ich mich fast am anderen Ende der Diskussion, die ich damals zu Zeiten von Pokémon X und Y mit unserem damaligen Taschenmonster-Experten Alex geführt habe – alle hacken auf der ersten richtigen Switch-Pokémon-Generation herum und nehmen es fast schon erbsenzählerisch auseinander, während ich meine helle Freude an der Reise durch die Galar-Region hatte. Klar hätte das Editionspaar definitiv besser sein und vielleicht noch das ein oder andere Jahr zusätzliche Entwicklungszeit vertragen können, weswegen auch in meinem Testbericht jetzt keine Überhammerwertung zustandekam (Link). Doch fände ich es trotzdem unfair, die Optik und technische Performance des Naturzone als Grundmaßstab für das gesamte Spiel zu nehmen und zudem die erstaunlich vielschichtigen Charaktere, verspielten Pokémon-Designs und malerische Spielwelt komplett unter den Tisch zu kehren. Und spätestens bei den Arenakämpfen mit der einmaligen Hintergrundmusik fiebere ich wieder direkt ausgiebig mit. Ich wünsche mir innig, dass Game Freak mit einer überarbeiteten Version, wie sie für beinahe jedes Pokémon-Editionspaar erschienen ist, an den diversen Baustellen - darunter auch beispielsweise die schecklich unintuitiven Online-Funktionen - arbeitet und so für ein wirklich rundum gelungenes Pokémon-RPG nach klassischem Muster sorgen kann. Aber selbst so war ich für mich gesehen zufrieden mit Pokémon Schwert und Schild und würde es persönlich sogar relativ hoch unter meinen Lieblingseditionen einsortieren - X und Y bleiben nach wie vor die meiner Ansicht nach schwächten Titel der Reihe.

Das nunmehr dritte volle Jahr mit der Switch neigt sich nun fast dem Ende zu. Es war ein bewegtes Jahr, in dem ich vieles eingekauft und zu wenig auch wirklich ausgiebig gespielt habe. Zu gerne würde ich über die Feiertage oder die Januarwochen mal meinen Backlog bearbeiten und mich beispielsweise Nelke & the Legendary Alchemists, The Alliance Alive HD, Chocobo's Mystery Dungeon, Ace Attorney Trilogy, Dragon Quest Builders 2, Wargroove, God Eater 3 oder Tales of Vesperia widmen, doch da bereits unter anderem Tokyo Mirage Sessions ♯FE Encore, Mega Man Z/ZX Legacy Collection, One Piece: Pirate Warriors 4 und Trials of Mana mit den Hufen scharren, bezweifle ich dezent, dass ich tatsächlich die Zeit dafür finden werde. Aber hey, wenn ich meinen hyperaktiven Kaufimpuls endlich unter Kontrolle kriege, sollte das ja machbar sein… oder? Wünscht mir Glück!


Spiel des Jahres: Judgment (PS4)
Wie bereits oben angemerkt, widmete ich mich in diesem Jahr dem Berg an Yakuza-Spielen, der sich in meinem PS4-Regal angestaut hatte. Nachdem ich für Yakuza 5 bereits gute zwei Jahre brauchte, um mich zum endgültigen Durchspielen aufzuraffen, dachte ich eigentlich, mir würde die Formel auf Dauer öde werden. Tja, und dann lebte ich mich in der Zeit vom März bis Juni regelrecht im bunten Kamurocho ein, bis ich dann nach einer zweiwöchigen Verschnaufspause zwischen dem Abschluss von Yakuza 6 und dem Europa-Release von Judgment den Höhepunkt des klassischen Brawler-Gameplays vom Entwickler Ryu Ga Gotoku Studios erleben durfte. Das Spinoff mit einer komplett eigenständigen Geschichte faszinierte mich bereits sehr früh nach der Ankündigung, denn die Kombination aus klassischem Yakuza-Gekloppe mit Ace Attorney-mäßigen Ermittler- und Gerichtsdramen war genau mein Ding. Tatsächlich wurde ich dann auch vom fertigen Produkt fast nicht enttäuscht!

Meine Probleme mit Judgment kann ich an einer Hand abzählen. Das erste Kapitel, welches als allgemeine Einführung aller Kern-Spielmechaniken und Charaktere dient, zieht sich leider enorm und lässt den Schwung vermissen, den der Rest des Spiels aufweist. Außerdem bin ich nach wie vor kein Freund von Verfolgungsmissionen, weil sie mir schlichtweg allgemein unspannend vorkommen. Dafür gibt es in Kamurocho so viel zu entdecken wie eh und je, teils enorm abgedrehte Nebengeschichten zu erleben und nach dem eher simpleren Kampfsystem von Yakuza 6 und Kiwami 2 war es wieder eine Freude, mit mehreren Kampfstilen zu jonglieren und spektakuläre Kombos aufs Parkett zu legen. Auch die Geschichten haben mich vollkommen mitgerissen. Seien es nun die Nebenhandlungen, die teils bewegende Momente bieten, mich lauthals zum Lachen bringen oder mich in einem speziellen Fall (berechtigt!) wie ein absolutes Arschloch fühlen ließen, oder eben die Hauptgeschichten um einen mysteriösen Serienmord, bei dem den Opfern seltsamerweise stets die Augen entnommen werden – langweilig wurde mir praktisch nie!

Ich bin daher gespannt, wie sich der siebte Teil der Yakuza-Hauptreihe schlägt, wo er doch die bewährten Echtzeitkämpfe gegen rundenbasierte Scharmützel nach JRPG-Manier austauscht. Doch offen gestanden würde mich das selbst bei Nichtgefallen wenig kratzen, wenn parallel dazu die Geschichte von Privatdetektiv Yagami in Judgment mit dem klassischen Spielsystem fortgeführt würde. Denn die Truppe rund um den verschrobenen Kämpfer für die Gerechtigkeit habe ich nach rund 44 Stunden Spielzeit regelrecht ans Herz geschlossen.


Gurke des Jahres: Travis Strikes Again: No More Heroes (Switch)
Da ich auch in diesem Jahr reichlich Softwareerzeugnisse zweifelhafter Qualität gespielt habe, bot sich mir wieder einmal Auswahl. Da hätten wir etwa die halbgare, klischeebeladene Visual Novel Kotodama, das einschläfernd-eintönige Rollenspiel Conception Plus oder das leicht verbesserte aber immer noch extrem dürftige The Caligula Effect: Overdose. My Time at Portias Switch-Port hätte sich beinahe diese fragwürdige Krone hier geschnappt, wenn nicht die letzten Updates das Spiel in einen tatsächlich empfehlenswerten Zustand gepatcht hätten. Doch wie so oft bei dem persönlichen Flop des Jahres spielt die eigene Erwartungshaltung mit, weswegen mir Travis Strikes Again: No More Heroes so richtig wehtat.

Mir war klar, dass es ein kleines Spinoff sein sollte und kein vollwertiger Nachfolger der Kult-Action-Reihe aus Wii-Zeiten. Es war daher sogar gewissermaßen überraschend, dass Nintendo dafür einen Modulrelease springen ließ. Doch ein dermaßen eintöniges Action-Geschnetzel hat No More Heroes nicht verdient. Die Kämpfe sind öde, der Humor ist eher bemüht und die Szenarien beginnen cool, bevor sie ihre Ideen bis zum Erbrechen wiederholen und man einfach nur das Ende der Stage erreichen möchte. Die an sich witzige Idee mit den Text-Adventure-Abschnitten ertrinkt in unsinnigen Anspielungen auf Titel aus eigenem Hause, die den wenigen mit tieferen Sinn ihren jeweiligen Wert nehmen. Sagen wir es mal so: Zunächst fand ich es noch cool, dass sich das Nachholen von The Silver Case und dessen Nachfolger The 25th Ward - beides übrigens lohnenswerte, bizarre Adventures! - 2018 noch ausgezahlt hat, eben wegen gewisser Anspielungen. Doch im weiteren Spielverlauf wurde schnell klar, dass das Text-Adventure mehr eine zweckdienliche Cameo-Parade ist und kaum mehr. Was bleibt ist ein Titel, für den ich nicht mal meinen Bruder für längere Koop-Runden begeistern konnte. Bleibt nur zu hoffen, dass No More Heroes III wieder an alte Erfolge anknüpft. Eine gewisse Skepsis kann ich hierbei allerdings nicht verbergen…

Zweitliebstes Spiel des Jahres: AI: The Somnium Files (Switch)
Drittliebstes Spiel des Jahres: Crash Team Racing: Nitro-Fueled (Switch)
Größte Überraschung: Square Enix lokalisierte allen Ernstes die Collection of Mana. Mit deutschen Texten für Seiken Densetsu 3 und einer (etwas verspäteten) Modulversion!
Größte Enttäuschung: Meine zunehmende Anzahl an Asia-Importen, weil diverse Switch-Titel hier nicht auf Modul erscheinen.
Ereignis des Jahres: 2019 war leider (oder zum Glück?) ein weiteres recht ereignisloses Jahr für mich…
Freut sich auf: Rune Factory 4 Special!
Album des Jahres: Nelke & the Legendary Alchemists Original Soundtrack
Film/Serie des Jahres: The Quintessential Quintuplets
Gute Vorsätze für 2020: Weniger Spiele kaufen, mehr tatsächlich spielen. Ernsthaft.


Schafft endlich etwas Übersicht im Chaos:
Nicola Hahn [501.legion]

2019 ist das Jahr, in dem ich meine Spielebibliothek endlich in den Griff bekommen habe! Bei diesem Unterfangen geholfen hat mir unter anderem die Zeit zwischen dem Austritt aus der Uni und den Eintritt in die neue Arbeit, die GOG 2.0-Beta und ein kleines Hobby-Programmierprojekt! Zuerst habe ich begonnen meine 1712-starke Steam-Bibliothek mit Markierungen zu versehen: Jedes Spiel, das halbwegs interessant aussah bekam einen „ToDo“-Tag verpasst, was der Client von Valve zum Glück von Haus aus anbietet. Damit waren gut 900 Spiele, also etwas mehr als die Hälfte meiner Sammlung auf Steam ausgewählt, die dann wiederum in die Kategorien „Durchgespielt“ und „Current“ aufgeteilt wurde. Das Kriterium „Durchgespielt“ darf natürlich nur jenes Spiel überreicht bekommen, das das Kriterium der „alle Achievements erreicht“ erfüllt. Bei Spielen ohne Errungenschaften bestimmten die internen Freischaltungen den Status. Natürlich waren darunter auch Spiele, in denen ich nur die Story komplettiert hatte und in welchen es noch zahlreiche Nebenaufgaben gab. Somit war eine neue Einordnung namens „Done“ geboren, die seitdem alle Spiele enthält, von denen ich erstmal genug habe. Doch zwei Mängel konnte die Ordnung in der Steam-Bibliothek nicht ausräumen: Spiele auf anderen Plattformen werden nicht gezählt und auch die Spielereihen sind nicht zusammengelegt.


Ich für meine Person habe den besonderen Tick, dass ich zu unterschiedlichsten Zeiten Spaß auf ganze Spielereihen bekomme. So kam es sogar noch im November und Dezember 2018 dazu, dass ich mir alle möglichen SpongeBob-Videospiele eingekauft habe. Man könnte meinen, dass ich einfach nur gerne alle Spiele einer Reihe sammle, doch ich hatte auch richtig Lust jedes einzelne dieser Games zumindest anzuzocken und hab nebenbei das ein oder andere durchgespielt. Im Juli dieses Jahres waren es dann urplötzlich die Videospielumsetzungen der Alarm für Cobra 11-Serie und so spielte ich den wirklich schlechten 3DS-Teil der Serie durch, den ich schon auf der gamescom 2011 anzocken durfte und für das der Publisher damals einfach Videomaterial von den Vorgängerspielen auf dem PC verwendet hat (die Webseite mit besagtem Trailer ist sogar noch online). Im gleichen Monat kam dann die Lust auf die Ratchet & Clank-Reihe, die ich aufgrund fehlender PS4 nicht komplett einkaufen aber dafür den ersten Teil durchzocken konnte. Seit November 2018 hatte ich übrigens ein Google Docs-Dokument im Einsatz, das alle Spiele mit der jeweiligen Plattform enthielt, geordnet nach Spielereihe und mit Anmerkungen wie weit ich in dem jeweiligen Spiel bin, wann es gegebenenfalls noch erscheint und ob ich es überhaupt besitze. Denn da ich so ein Spielereihen-Komplettist bin, muss natürlich auch die komplette Reihe auf der ToDo-Liste vertreten sein. Über das Jahr verteilt gesellten sich auch die überaus umfangreichen Assassin’s Creed-Spiele dazu. Während ich Teil 1 noch 2017 und Teil 2 sowie dessen Nachfolger Brotherhood 2018 beendete, kamen 2019 Revelations, Teil 3 und Teil 4 namens Black Flag hinzu. Aber auch die XCOM-Reihe musste sich warm anziehen, denn den ersten Teil von meinem Geburtsjahr 1994 konnte ich noch überraschend gut bewältigen, bei dessen Nachfolger Terror from the Deep wurde ich dann doch etwas ungeduldig und habe hier und da ein paar Einstellungen am Speicherstand gedreht um den Endscreen zu sehen und bei Apocalypse, Interceptor und Enforcer war es nur noch sporadisches Anspielen. Richtig gepackt hat mich dann wieder der Neustart der Reihe mit Enemy Unknown und das Shooter-Spinoff The Bureau: XCOM Declassified. Letzteres hat sich irgendwann mitten im Spiel einen Speicherbug eingefangen, wodurch ich aber endlich nochmal das großartige XCOM 2 spielen konnte, worauf ich mich schon lange freute. Zuletzt habe ich auch noch die ebenfalls ausufernde Far Cry-Reihe beackert. Während ich noch 2018 die ersten beiden Teile noch kurz angespielt habe ging es in Teil 3 richtig zur Sache und so konnte ich noch im letzten Jahr diesen Giganten abhaken. Mit Blood Dragon durfte ich flotte Abwechslung genießen bevor es mit Teil 4 mit dem nächsten Epos weiterging. Nach einigen Monaten war dann Primal an der Reihe, das mich leider wieder relativ schnell verloren hat. Stattdessen war die Gier auf den neuen fünften Teil größer und so kam es, dass ich mit einem guten Freund gemeinsam diesen Titel in Angriff nahm. Kurz vor Ende ging aber meinem Koop-Partner die Puste aus und so quälte ich mich allein durch das Finale. Beim aktuellsten Titel und Spinoff New Dawn hängen wir nun und selbst mir ist die Motivation bis auf weiteres vergangen.

Aber zurück zu den erwähnten Mangel an Features im Steam-Client und der etwas nervigen Google Docs-Liste: Im April konnte der Hardware-Hersteller Corsair mit einer Software-Ankündigung punkten, das alle Spiele in einem Launcher vereinen soll. Natürlich war das Ganze nur ein Aprilscherz, doch CD Projekt Red hat mit dem GOG Galaxy 2.0-Client tatsächlich ähnliches im Sinn gehabt und im September (fast pünktlich zu meinem 25. Geburtstag) bekam ich endlich den lang ersehnten Zugang zur Beta und darf seitdem meine Spielesammlung damit automatisiert verwalten. Tatsächlich funktioniert das Programm so gut, dass ich damit nochmal alle Spiele neu getaggt und die Konsolen- beziehungsweise Retailspiele nachgetragen habe. Besagte Automatisierung funktioniert hinsichtlich Steam schon ganz gut, bei hoch frequentierten Plattformen wie dem Microsoft Store (Xbox Game Pass sei Dank) und Nintendo Switch (eShop-Angebote sei Dank) komme ich aber selbst nicht ganz hinter dem Eintragen hinterher. Und das Problem mit den losen Spielereihen existiert immer noch, was mir die Releases von Age of Empires 2: Definitive Edition sowie Transport Fever 2 nochmal verdeutlichten. Und so kam ich vor zwei Wochen auf die verrückte Idee, meine Gamessammlung in einer eigenen Software zu kuratieren. Schnell war eine unansehnliche, aber dafür eine umso funktionellere Webseite aufgebaut, die Spiele mit einem Python-Script in die Datenbank importiert und den wichtigen Button zum Abhaken der jeweiligen Spiele implementiert. Neben einer privaten digitalen Rezeptesammlung, die ich nach verfügbaren Küchengeräte und Kochzeit aufgedröselt habe sowie einer Aufgabenliste ganz nach dem Scrum-Prinzip liegt jetzt auf meinem Server auch besagte Spieleauflistung, die ich allerdings wieder manuell befüllen muss. Vielleicht zapfe ich noch die APIs von Steam, Xbox und Nintendo an…


Spiel des Jahres: Luigi’s Mansion 3 (Switch)
Eine wichtige Spielereihe habe ich im Text oben glatt vergessen: Luigi’s Mansion! Das liegt aber auch daran, dass ich die vorherigen Teile noch nicht gespielt habe und mit Luigi’s Mansion 3 auch gleich den neusten Ableger vorgesetzt bekam. Die Liebe auf den ersten Blick begann auf dem Post E3-Event von Nintendo in Frankfurt, als ich Luigi durch das Mittelalter-Level navigieren, den ein oder anderen Geist einsaugen und zahlreiche Rätsel lösen durfte. Während der Testzeit verbrachte ich gut 20 Stunden in dem Spiel und bin immer noch nicht mit dem Einsammeln aller Sammelobjekte fertig. Der Titel hätte meiner Meinung nach für seine herzallerliebsten Details und Animationen sowie die verspielten Rätsel und Leveldesigns noch so einige Auszeichnungen verdient und habe ich schon die tolle Musik erwähnt? Wie schon beim Schreiben des Tests habe ich plötzlich den Drang, die Vorgänger für 3DS nachzukaufen…


Gurke des Jahres: Mutant Year Zero: Road to Eden (Switch)
Es tut mir sehr weh gerade einem tollen Strategiespiel wie Mutant Year Zero: Road to Eden diese Position zu geben, doch die Portierung auf die Switch hat so einiges am Spiel ruiniert. Was auf dem PC oder den anderen Konsolen viel Spaß macht, ist auf der Switch nicht wirklich schön. Dabei ist die Atmosphäre der Kernpunkt des Spiels und genau die kann die Umsetzung für den Handheld nicht übermitteln. Ein Jammer wenn man bedenkt, dass genau dieser Titel ein großartiges Standing bei der Steam-Community hat und auch bei Strategiefans hohes Ansehen genießt.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: Age of Empires 2: Definitive Edition (Steam)
Drittliebstes Spiel des Jahres: Transport Fever 2 (Steam)
Größte Überraschung: Der Game Pass ist eine absolute Bombe!
Größte Enttäuschung: Die restliche E3 war etwas mau.
Ereignis des Jahres: Ich habe einen festen Job, wuhu! Und in der Spielewelt ist endlich das Schlacht um Bikini Bottom-Remake angekündigt worden, yes!
Freut sich auf: SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom - Rehydrated!
Podcast des Jahres: Das Podcast UFO! Das läuft bei mir auf und ab!
Film/Serie des Jahres: Als Film natürlich Star Wars 9 und als Serie selbstredend Game of Thrones Staffel 8. Auch wenn sie nicht allzu gut waren, haben sie dennoch jeweils den Schlussstrich gesetzt.
Gute Vorsätze für 2020: Die Spieleliste weiter ausbauen und vielleicht auch Open Source machen!


Hat sich anderen Bossgegnern gestellt:
Andy Dück [awieandy]

Das vergangene Jahr 2019 habe ich etwas gemacht, das vermutlich kein Mensch vor mir geschafft hat: Die Neujahrsvorsätze einhalten (siehe letzten Jahresabschlussartikel). Diese lauteten bei mir, im Studium voranzukommen und die letzten Prüfungen zu bestehen. Dabei waren diese letzten Klausuren solche, die ich mir bis zum Schluss aufgeschoben habe, sprich die schwersten überhaupt. Und auch wenn es gegen Ende eine knappe Geschichte wurde, bestanden heißt bestanden. Kehrseite dieses Erfolgs ist, dass so enorm viel Zeit für das Lernen aufgebracht wurde und zum zocken dann kaum etwas übrig blieb. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich mir nicht das ein oder andere Spiel zugelegt habe.


Begonnen mit Break The Targets auf Steam. Dies ist ein eigenstehendes Spiel, welches vom Namensgleichen Modus aus Super Smash Bros. inspiriert wurde. Den Titel hatte ich zuvor bereits auf meinem Smartphone gespielt, jedoch steuert es sich mit Controllerunterstützung am PC natürlich deutlich besser. Wenig später durfte ich Katana Zero für die Switch ausprobieren und kann es jedem nur empfehlen. Mich hat es ehrlich gesagt verblüfft, dass die Indies bei den Game Awards mit nur einem Preis abgehakt wurden. Aber immerhin wurde dieser von Reggie persönlich präsentiert. Zur Mitte des Jahres habe ich mir Team Sonic Racing vorgenommen. Nachdem ich aber den Story-Modus mit seiner rudimentären Story durchgespielt und den katastrophalen Online-Modus erlebt habe, wurde das Spiel nicht mehr angefasst. Öfter angefasst habe ich dafür Super Mario Maker 2. Ich gehöre bei dem Titel zu den Leuten die lieber Level bauen als sie zu spielen, aus dem Grund habe ich selbst die Kampagne noch nicht durchgespielt, aber dafür eine Hand voll Level hochgeladen. Für eine schnelle Runde zwischendurch habe ich mir Downwell im eShop-Sale gekauft. Für diesen Zweck ist dieses Spiel jeden seiner wenigen Cent wert. Die meiste Spielzeit hatte bei mir dieses Jahr ganz unüberraschend Smash Bros. Ultimate. Dort habe ich mir, nachdem Banjo und Kazooie erschienen sind, auch endlich mal den Fighters Pass gekauft und ich hätte erwartet, dass bis zum Ende des Jahres der fünfte und letzte DLC-Kämpfer angekündigt wird.

In Sachen Gaming war mein Jahr also eher lahm. Anstatt die übliche „zu viel Zeit aber kein Geld“-leier, habe ich nun eine „Geld, aber keine Zeit“-Situation. Meine tolle Wochenshow musste auch daran glauben und mittlerweile ist selbst Steam aus meinem Autostart geflogen. Dieses Jahr sind einige hingucker in der Spielewelt erschienen die ich gerne selbst erworben hätte. Da fallen mir auf anhieb Astral Chain und My Friend Pedro ein. Auch in Sachen Mobile Gaming ist die komplette Luft raus. Mario Kart Tour erwies sich für mich als Zeitverschwendung, der Picross ähnliche PixelPuzzle konnte mich vielleicht ein Wochenende lang halten, GTA San Andreas für Android wollte ich sofort wieder Deinstallieren nachdem ich die Mission „Wrong Side of the Tracks“ zum zigsten Mal nicht geschafft habe und selbst Minecraft Earth habe ich trotz Early Access nur kurz angespielt und bis jetzt nicht mehr angefasst.


Spiel des Jahres: Untitled Goose Game (Switch)
Das Spiel welches bei einer Nintendo Direct einfach mal ebenso angekündigt wurde und sofort alle Aufmerksamkeit der Welt ergattert hat. Die Verkaufszahlen sprechen mit mehr als 1.000.000 Downloads für sich. Ziemlich beeindruckend für ein Studio, dass angeblich nicht einmal wusste was es tut. Als der eigentliche Geizhals und Keine-Zeit-Haber konnte ich dem Spiel einfach nicht wiederstehen und habe fast sofort, so wie die Gans die ich spiele, zugeschnappt. Das Spielprinzip ist so herrlich simpel: Man steuert eine Gans und hat den Bewohnern eines kleinen Dorfes den Tag zu versauen. Mit dem schlichten Art-Style, den witzig animierten Charakteren und adaptiven Piano-Soundtrack hat man selbst als Zuschauer spaß an dem Titel. Das Gameplay scheint eher Stealth-Game mäßig aufgebaut zu sein, doch im Kontext von Missionen wie eine Harke in den Teich zu werfen, fühlt es sich doch frisch an. Die größte Schwäche des Titels mag die relativ kurze Spielzeit sein, aber durch ein gutes Maß an Post-Game-Content hat man wie ich finde dennoch viel Zeit herauszuschlagen. Äh, ich meine: Honk.


Gurke des Jahres: Team Sonic Racing (Switch)
Splitscreen-Multiplayer-Spiele auf der Switch nehme ich immer gerne an, da sollte Team Sonic Racing ja eigentlich dazugehören, trotzdem habe ich es bei Spieleabenden nie vorgeschlagen. Ich selbst brauchte eine gewisse Eingewöhnungszeit um so ins Spiel zu finden dass man damit Spaß finden kann, daher wollte ich gar nicht erst irgendwelche Gäste in dieses Wasser werfen. Mit Mario Kart 8 Deluxe in meiner Bibliothek hatte dieser Fun-Racer eigentlich auch von Anfang an keine Chance gehabt, obwohl Spiele wie Crash Team Racing: Nitro-Fueled beweisen, dass dem König der Kart-Racer sehr wohl das Wasser gereicht werden kann. Wirkliche Empfehlenswert ist das Spiel für mich nur wenn man großer Fan vom Sonic-Franchise ist oder man nach einem weniger teuren Kart-Racer mit Missions-Modi sucht.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: Katana Zero
Größte Überraschung: Sans ist in Smash Bros. Ultimate
Größte Enttäuschung: Grid Autosport auf der Switch hat immernoch keinen Splitscreen-Modus.
Ereignis des Jahres: Rest in Peace Etika :(
Freut sich auf: Hoffentlich eine eigene Bude nach Abschluss des Studiums.
Künstler des Jahres: Kero Kero Bonito
Film/Serie des Jahres: Avengers: Endgame und Preacher
Gute Vorsätze für 2020: Reinhauen.

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