PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

-

Kolumne: Auf der Suche nach virtuellen Osternestern - Unsere liebsten Easter Eggs

PortableGaming-Redaktion, am 13.04.2020, Seite 1 von 1

Artikel mögen: Weitersagen:


Dass Spieleschmieden ihre Fans am liebsten den gesamten Inhalt eines Titels erleben lassen möchten, ist keine besondere Erkenntnis. Schließlich soll sich die lange, harte Arbeit auch auszahlen und gewürdigt werden! Doch für einige versteckte Scherze oder Boni ist häufig auch noch platz. Manchmal sind sie vergleichsweise einfach aufzuspüren, in anderen Fällen müssen interessierte Zocker einiges an Aufwand aufbringen, um die verborgenen Geheimnisse aufzudecken. Wie bei einem gut versteckten Osterei eben. Und weil das Osterfest mit dem heutigen Montag langsam wieder ausklingt, wollen wir euch in diesem Artikel einige unserer persönlichen Lieblings-Easter-Eggs der Videospielwelt vorstellen. Außerdem sind wir gespannt, welche Secrets ihr besonders eindrucksvoll, lustig oder einfach nur interessant zu erreichen fandet - teils uns doch auch eure Favoriten in den Kommentaren mit!


Andy Dück [awieandy] erzählt was über Haustiere von Fremden:
Super Smash Bros. Brawl



Masahiro Sakurai ist der Game Director aller Super Smash Bros.-Spiele. Viel mehr als das ist er ein großer Kenner von Videospielen an sich, was ihm gerade auch bei den Smash-Titeln gut in die Karten spielt. Was man aber nicht zwingend von ihm weiß, ist dass der scheinbar rückwärts alternde Japaner auch ein großer Katzenliebhaber ist. Das zeigt sich nicht nur auf Twitter (Link), sondern auch hin und wieder in seinen mittlerweile 600 Kolumnen des Japanischen Videospielmagazins Famitsu, wo er hin und wieder Fotos seiner Katze Fukura teilt. Selbst auf der Titelseite seines Buchs „Think About Making the Video Games“ (Link) hat Fukura einen Cameo-Auftritt. Es sollte also kein Wunder sein, dass sich auch mit Super Smash Bros. Brawl ein kleines Katzen-Easter-Egg eingeschlichen hat. Spielt man nämlich auf der Stage Pokémon Stadium 2 und erreicht die Eis-Transformation, steht im Hintergrund eine Holzhütte. Im Kamera-Modus kann man einen genauen Blick ins Innere des Häuschens werfen und was man dort finden wird, ist ein Poster mit einer Katze drauf! Die Pokémon Stadium 2-Stage ist seit Brawl in jedem Nachfolger, abgesehen vom 3DS-Ableger mitgezogen und so auch das Easter-Egg mit der Katze (dort sogar in HD). Fun Fact: Sakurai mag zwar gerne Bilder von seiner Fukura zeigen, aber die Katze in dem Easter-Egg ist gar nicht seine (Link)! Woher das Bild stammt, weiß nämlich keiner so richtig.


Andy erzählt auch etwas über Geister:
Ridge Racer 64



Dieses Easter Egg habe ich mir ausgesucht, weil es zu den ersten Dingen gehört, wenn ich an Easter Eggs denken muss. Es geht um das gute alte Ridge Racer 64, das einzige N64-Spiel meiner Kindheit, bei dem es annähernd realistische Autos gab. Der Realismus hörte an der Stelle aber auch auf, aber das Gameplay macht heute noch Spaß, selbst mit meinen ausgeleierten N64-Controllern. Die Sache mit den Autos kann man jedoch ebenso vergessen, wenn man auf die Easter Eggs des Spiels stößt. Das Spiel ist ohnehin schon mit Namco-Refenzen befüllt, die von Pooka-Decals auf den Autos bis zu Pac-Man-Musik reichen. Fährt man aber im freien Modus mindestens 99 Runden einer Strecke am Stück, schaltet man Blinky frei, also der blaue Geist von Pacman. Und nein, damit ist nicht ein blaues Auto mit Blinky-Design gemeint, sondern ein richtiges 3D-Modell von dem blauen Geist, welcher über der Strecke schwebt. Denn Räder hat dieser Flitzer auch nicht. Obendrauf sind alle Fahrzeugwerte wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder ironischer weise auch Grip auf 100 Prozent. Blinky ist also das beste Auto, das keins ist. Im Spiel gibt es neben Blinky auch noch weitere versteckte Fahrzeuge wie ein Galaga-Raumschiff oder ein Golfcaddy, dennoch ist mir gerade Blinky nicht aus dem Kopf gegangen.


Nicola Hahn [501.legion] begeht großen Autodiebstahl:
Grand Theft Auto: San Andreas



Tja, irgendwer muss es ja machen: „Hier oben gibt es keine Ostereier/Easter Eggs. Geh weg!“ steht in großen Lettern geschrieben auf dem südlichen der beiden großen Brückenpfeilern der großen roten Brücke, die der Golden Gate Bridge nachempfunden ist, und sich im Spiel GTA: San Andreas aus dem Jahre 2004 in der Nähe der Stadt San Fierro befindet. Allein dass dieses Easter Egg seiner eigenen Existenz widerspricht, hat es inzwischen auf Kultstatus gehoben. Auf normalen Weg ist besagte Stelle übrigens nicht erreichbar: Auch wenn es einige Motorradkünstler in diesem Spiel gibt, die auch glatt auf dem Brückenkabel bis zu dem einem Pfeiler balancieren können, befindet sich die oberste Plattform mit der Tafel viel zu weit oben und daher fällt die Qual der Wahl auf ein Jetpack, auf einen der zahlreichen Helikopter, auf den Senkrechtstarter Hydra oder einen gewagten Fallschirmsprung um die Spitze der Brücke zu erreichen. Nun braucht man sich nur noch Gedanken darüber machen, wie man heil unten ankommt. Ach ja, der fünfte Hauptteil der GTA-Serie hält noch eine unglaublich große Menge an weiteren Easter Eggs und kleinen Secrets bereit, die aber jegliche Form von Artikel sprengen würden.



Und natürlich verfüttert Nicola auch polygonarme Archäologinnen an urzeitliche Monster:
Tomb Raider II



Gleich im ersten Level „Die große Mauer“ von Tomb Raider II haben die Entwickler von Core Design eine Überraschung für neugierige Spieler versteckt. Wer die kantige Lara Croft durch eine adrenalingeladene Flucht vor zahlreichen Fallen steuern kann und kurz vor Ende an einer riesigen Schlucht, die sich eigentlich relativ angenehm mithilfe einer Seilbahn überqueren lässt, vom Forscherdrang packen lässt, nimmt wahrscheinlich noch einen Abstieg in besagte Tiefen vor bevor es in Richtung Levelende geht. Unten angekommen begrüßen den neugierigen Spieler in Form der Abenteurerin allerdings nur ein paar Knochen. Doch wenige Schritte weiter beginnt der Boden zu beben und der altbekannte T-Rex, der bereits im ersten Ableger vertreten war, stampft auf die kleine Lara zu. Nun gilt es den vollen Raum der Schlucht auszunutzen um durch Ausweichsprünge und Dauerfeuer dem Wesen aus der Kreidezeit endgültig den Garaus zu machen. Ist dies geschafft, wartet am Ende des Tals einer der drei versteckten Jadedrachen-Figuren. Doch kaum dreht man sich um und will den Schlund wieder in Richtung Seilbahn verlassen, steht auch schon der Partner des toten T-Rex’ bereit und lechzt nach Rache.



Tjark Michael Wewetzer [Alanar] hat ein Herz für Trommeln:
Taiko no Tatsujin: Drum 'n' Fun



Marken-Crossover sind immer wieder eine spannende Sache. Sie können sich auf die simpelsten Elemente beschränken und lediglich Charaktere oder andere eher oberflächlichen Merkmale in andere Medien importieren oder sie werden etwas involvierter. Dass ausgerechnet auch die farbenfrohe Trommelei Taiko no Tatsujin in ihrer Switch-Inkarnation sich für einen Crossover-DLC etwas mehr reinhängt, überrascht dann allerdings schon ein wenig. Klar, die lizenzierten Songs gehören bei dem Musikspiel praktisch zum guten Ton und überraschen wenig – egal ob man nun auf Nintendo-Spiele, Bandai Namcos Klassiker-Katalog, Anime oder japanische Pop-Songs steht: Tracks mit Wiederkennungswert gibt es zuhauf und zumeist ohne große Besonderheiten. Bei dem Undertale-DLC verhält sich die Sache jedoch ein wenig anders. Kenner des Spiels wissen: Es gibt im Prinzip zwei große „Hauptpfade“ durch das Rollenspiel – und einer davon setzt voraus, dass man keiner Fliege was zuleide tut. Was passiert also, wenn man die Trommelstöcke beim DLC-Song „Hopes and Dreams“ ruhen lässt? Nun, man schaltet im zweiten Teil des Songs eine komplett neue Notenserie frei! Die ist zudem nicht zufällig gewählt: Übersetzt man die Trommelanweisungen in Binärzahlen, erhält man in 7-Bit-ASCII verschlüsselte Buchstaben, die zusammengesetzt Kernzitate aus Undertale ergeben. Jeder Schwierigkeitsgrad des Spiels verfügt dabei über eine komplett eigene Phrase. Ein rundum passender Extra für einen Ausnahmetitel, das sowohl auf die originalen Spielmechaniken Bezug nimmt als auch den Hut vor der stets auf versteckte Nachrichten und Details versessenen Community zieht.



Außerdem spielt Tjark Fußball wie ein Gentleman:
Inazuma Eleven



Und wo ich schon bei Crossovern bin: Auch das Team von Level-5 ist bestens mit der Praxis vertraut. Dabei muss es sogar nicht einmal eine Partnerschaft mit einem firmenfremden Spiel sein, mit der man Fans überrascht. Immerhin hat das Entwicklerstudio über Zeit ein beachtliches Portfolio an bekannten Marken aufgebaut, die man durchaus auch mal ein wenig mischen kann. Beispielsweise mit geheimen Fußballer-Teams im DS-Rollenspiel Inazuma Eleven. Im Inazuma-Trainingszentrum, wo man in prozedural generierten Labyrinthen gegen zufällige Teams antreten kann, treibt sich nämlich nach Spielabschluss auch gerne mal der sonst eher auf Kopfarbeit ausgerichtete Archäologieprofessor Hershel Layton samt Assistent Luke Triton, Ermittler Chelmey und weiteren Figuren aus seiner Heimatserie herum. Ein cooles Extra… das uns aber leider in der ursprünglichen europäischen DS-Version durch die Lappen gegangen ist, weil diese auf der Technik von Inazuma Eleven 2 fußt. Erst mit der lokalisierten 3DS-Version von Inazuma Eleven 1, die ausschließlich im eShop erschien und dann auch nicht einmal ins Deutsche übersetzt wurde, kamen auch Fußballfreunde außerhalb Japans in den Genuss des kickenden Professors. Immerhin wiederholten Nintendo und Level-5 den Fehler nicht, als es um die Lokalisierung von Inazuma Eleven Go: Chrono Stone ging: Das Post-Game-Team L5-Legenden ist nämlich auch in unserer Spielversion mit dabei und bringt unter anderem Hershel, Luke und Emmy mit auf den Platz. Ende gut, alles gut!



ANZEIGE:
Kommentare verstecken

- Kommentare


- Noch keine Kommentare vorhanden -

Um Kommentare zu schreiben, bitte oben einloggen oder jetzt Registrieren!