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Event: Eventbericht Teil 2: Die Switch-Veranstaltungen in München und Berlin

PG-Team, am 27.01.2017, Seite 1 von 1

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Ein Teil unserer Redaktion – oder genauer Tjark und Alex – haben in diesem Artikel schon ihre Eindrücke zur Switch und dem Preview-Event in Frankfurt am Main für euch aufbereitet. Nun, ein paar Tage später, waren auch unsere Redakteure Nicola und Sebastian auf den restlichen Events. Wie es der Zufall will, fanden diese auch in geographischer Nähe der Redakteure statt. Somit machte sich Nicola am 17. Januar in Richtung München auf und Sebastian nahm sich das Event in Berlin am 24. Januar vor. Im Folgenden berichten wir für euch über die Veranstaltungen an sich und anschließend ziehen wir jeweils ein persönliches Fazit zur aktuellen Situation der Nintendo Switch. Viel Spaß beim Stöbern!

Schwingt das Tanzbein in den heiligen Hallen Münchens:
Nicola Paul Hahn [501.legion]
Nachdem mein Kollege Tjark schon die Switch in Frankfurt anspielen durfte, war es nun auch für mich in München soweit. Schon um 15 Uhr wurden Journalisten aus ganz Deutschland in das Kesselhaus in Freimann gelassen, allerdings gestaltete sich die Wartezeit beim Check-In doch etwas länger als gedacht. Nach der Anmeldung ließ ich Zelda, Mario Kart und Co. links liegen und begab mich auf direkten Weg in das Nebengebäude, in der Hoffnung, der Menschenmenge zu entkommen. Tatsächlich war diese zweite Halle nur von Nintendo-Mitarbeitern gefüllt, die geduldig auf die Gäste warteten. Das erste Video des Tages wurde also Snipperclips: Zusammen schneidet man am besten ab!, wobei sich ein Mitarbeiter freundlicherweise als Kameramann in der ohnehin leeren Halle bereiterklärte. Dank des innovativem Spielprinzips und dem Koop-Gameplay in einer bunten Rätselumgebung gestaltete sich das Spiel als wunderbarer Start des Events. Da hier jeweils mit nur einem Joy-Con in beiden Händen gespielt wurde, musste ich auch feststellen wie unglaublich klein dieser eigenständige Controller ist, die Bedienung aber recht präzise und direkt funktioniert. Im Nachhinein kann ich schon jetzt eine Kaufempfehlung dafür aussprechen, vorausgesetzt der Preis bleibt im Rahmen. Weiter ging es mit Fast RMX, das ich selbst bisher nur aus YouTube-Videos kannte. Visuell unterschied sich das Spiel nicht groß vom Vorgänger, allerdings war das Gameplay schön flüssig und die Grafik weiterhin zeitgemäß. Auch hier bleibt abzuwarten, ob sich das Spiel im Preis lohnt. Drittes Spiel des Tages wurde Has-Been Heroes und gleich danach Skylanders Imaginators, die mir im Nachhinein leider nicht lange im Kopf blieben. Besonders erwähnenswert bei Skylanders war hier der Charaktereditor sowie die Tatsache, dass man zum Übertragen der Figuren kein Portal mehr braucht, sondern das Spiel die NFC-Funktion des rechten Joy-Cons nutzt. Als nächstes stand Just Dance 2017 auf dem Plan, das seit jeher für mich persönlich wie SingStar zu dem grausamsten Spielen des Partygame-Genres zählt. Trotz allem gab ich mein bestes, die Nintendo Mitarbeiterin - die augenscheinlich unglaublichen Spaß an ihrem Job hatte - zu schlagen, während ein anderer Mitarbeiter die Szenerie von allen Seiten filmte. Am Ende musste ich eine böse Niederlage einstecken, wurde aber trotzdem von einer Kellnerin für den Einsatz mit kühlem Wasser belohnt.


Nach und nach füllte sich die Halle mit Menschen und ich steuerte zum ersten Mal am Abend die Haupthalle an, in der Nintendos Flagschiffe untergebracht waren. In einer Ecke war ein kleiner Sitzkreis aufgebaut, in dessen Mitte ein runder Tisch mit acht Switches stand. Die Joy-Cons waren an der Konsole befestigt und Mario Kart 8 Deluxe lief auf den Geräten. Zusammen mit sieben Presse-Kollegen spielte ich so zum ersten Mal das neue und gleichzeitig alte Mario Kart im Versus-Modus mit vier Bot-Gegner in einer Auswahl aus vier Karten. Da ich auch den Vorgänger auf der Wii U noch nie spielen konnte, war ich überrascht, wie eng die Kurven genommen werden konnten, was zuvor im siebten Teil auf dem 3DS nicht wirklich gut funktioniert hat. Außerdem bemerkte ich erstmals, wie zerbrechlich die Switch im Handheld-Modus wirkte und wie stark sie doch einem handelsüblichen Tablet ähnelte. Gleich nebenan konnte auch der neue Battle-Modus angespielt werden, der in den normalen Battle-Modus und einem Bob-omb-Modus, der nur mit besagten Bomben als Items gespielt wird, unterteilt war. Schnell sind die stapelbaren Items hervorgestochen, der im Bomben-only-Modus unzählige Items speichern kann. Im Rennen und im normalen Battle gibt es nur ein primäres und ein sekundäres Item, die nach Aufnahmereihenfolge abgeschossen werden. Außerdem gibt es im Battle-Modus neue Maps zu bestaunen und neue Charaktere und Karts zu fahren. Weiter ging es mit dem neuen Splatoon 2, dessen Vorgänger ich aufgrund einer fehlenden Wii U nie selbst gespielt habe. Etwas irritiert wurde ich durch die geteilte Bewegungssteuerung, die an sich ganz gut funktionierte, aber keine Bewegungen nach unten und oben wahrgenommen hat. Hier musste ich dann mit dem Pad nachjustieren, was im Feuergefecht zu hektischen Situationen sorgte. Dank einiger Profis im Team, wurde trotzdem ein Sieg der „Guten“ eingefahren und es wurde Zeit für das Highlight des Abends: The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Extra für meinen Anspieltermin habe ich meine Capture Card und einen HDMI-Splitter mitgebracht, die allerdings nicht ohne weiteres an die abgeschirmte Konsole angeschlossen werden konnte. Dank der Hilfe einiger hilfsbereiter Mitarbeiter konnte ich meinen Kabelsalat an eine Konsole anschließen und 20 Minuten aufnehmen. Kurz danach schaute auch Eiji Aonuma persönlich vorbei, der einen Übersetzer und einen eingespielten Mitarbeiter im Gepäck hatte, um ein paar Tricks im Spiel zu präsentieren. Leider behielt sich Nintendo das Recht vor, diese Session selbst aufzunehmen und uns das Videomaterial später zuzusenden.


Gleich danach nahm ich einen Abstecher zum 1-2-Switch-Bereich, in dem ein Cowboy auf würdige Herausforderer wartete. Wer rechtzeitig hier den Colt zieht und abdrückt, hat gewonnen. Ziemlich simpel, aber um einiges schwerer einen eingespielten Mitarbeiter zu besiegen. Nebenan wartete auch schon der nächste auf eine Herausforderung: Im Modus Copy Dance galt es, entweder Bewegungen vorzumachen oder die des Gegenspielers so exakt und zeitgenau wie möglich nachzustellen. Als Abschluss des Abends schaute ich noch bei Arms vorbei, das mich durch die Genauigkeit der Steuerung extrem überraschen konnte. Während die Boxspiele auf der Wii noch sehr rudimentär wirkten, ist Arms ein unglaublich gutes Kampfspiel. Mit verschiedenen Bewegungen der Joy-Cons waren die unterschiedlichsten Bewegungen und Angriffe möglich, die den Titel sehr taktisch und kompetetiv machen. Wie das spannende Match gegen die Dame am Stand ausging, könnt ihr ja hier im Video sehen:



Schnippelt in Berlins Motorwerk an fremden Menschen herum:
Sebastian Mauch [Paneka]
23. Januar: Ich liege abends gemütlich im Bett - bereit einzuschlafen, um Energie für das morgige Event zu tanken. Wie immer sagte der Kopf aber nein… Somit lag ich noch einige Stunden wach und malte mir aus, was mich wohl morgen im Motorwerk in Berlin-Weißensee erwartet. Zuletzt habe ich dieses „Phänomen“ als kleines Kind vor jedem 24. Dezember beobachten können. Nintendo hat es also mal wieder geschafft, die Vorfreunde (zumindest bei mir persönlich) auf ein beachtliches Niveau anzuheben. 24. Januar: 5 Uhr, raus aus den Federn! Auf zur Arbeit und noch ein wenig produktiv sein, um dann anschließend entspannt zum Event zu dackeln und endlich(!) Hand an Nintendos neues Spielgerät zu legen. Schon auf dem Weg dorthin sah man einige bekannte Gesichter aus der Szene. Kristin von GIGA und der Youtuber vom Kanal „Die Rumpelkiste“ leisteten mir – wenn auch unbewusst – im Bus Gesellschaft und vor der Halle war sogar der Nintendo-Missionar und Let’s Player lookslikeLink anwesend. Das gute an solchen Events: Es ist vornehmlich die Presse oder anderes medienwirksames Publikum vor Ort, so können auch mal die „Berühmten“ in Ruhe die neuen Eindrücke aufnehmen.


Wie dem auch sei, nach einer relativen langen Anmeldung durfte man die langgezogene Halle des Motorwerks endlich betreten. Zur Begrüßung erhielt man übrigens ein schickes Nintendo Switch-Lanyard mit zwei angehängten Gewinnspielkarten. Hat man einige ausgestellte Titel angezockt und ein kleines Splatoon 2-Rätsel gelöst, gab es als kleinen Bonus sogar die Chance eine Nintendo Switch zum Launch zu gewinnen. Bei letzterem waren übrigens einige Kolben und Gefäße aus einem Chemielabor aufgebaut und mit verschieden Mengen an gefärbter Flüssigkeit befüllt. Dort musste man dann Erkennen, welche Reihenfolgen die Flüssigkeiten von der Menge her bildeten. Gar nicht mal so einfach, sag ich euch! Ansonsten kann ich nur noch berichten, was ich an Nintendo-Events schon immer geschätzt und geliebt habe: das vorzügliche Catering. Für das leibliche Wohl war sehr gut gesorgt und auch das Klima war in der weitläufigen aber doch sehr gedrungenen Halle in Ordnung. Das Line-Up war im Prinzip dasselbe wie auch bei dem von Tjark besuchten Event. Daher spare ich mir mal die große Aufzählung und erzähle euch im Fazit, was mich in Hinsicht auf Hard- und Software am meisten unterhalten hat.

Mein persönliches Fazit zur Switch und den Spielen:
Nun, dass ich ein kleines bisschen im Vorfeld gehypt war, ist ja kein Geheimnis. Aufgrund diverser Berichte und Erfahrungen war ich aber dann doch etwas skeptisch. Am Ende bestätigte sich diese Skepsis aber zum Glück nur zum Teil, weshalb ich im Großen und Ganzen überwiegend von der Nintendo Switch überzeugt war. Zuerst zockte ich Splatoon 2 und das Rennspiel Fast RMX mit dem Pro-Controller. Der liegt echt super in der Hand und auch ein Gyro-Sensor ist dieses Mal mit an Bord. Ich weiß schon jetzt, dass der Pro-Controller die Steuerungsmöglichkeit meiner Wahl wird, zumindest auf der Switch. Schade und ärgerlich ist nur, dass Nintendo es wieder einmal nicht geschafft hat, dem Teil analoge Trigger zu verpassen – ein echter Rückschritt seit der Einführung des GameCubes! Die Joy-Cons haben mich auch auf voller Linie überzeugt. Einzeln, ob mit oder ohne Schlaufenschiene liegen sie gut in der Hand, sind sehr leicht und punkten durch einzigartige Features. HD Rumble funktioniert echt gut und wurde in den gezeigten Titel bewusst dezent eingesetzt. Etwas unhandlich fand ich jedoch das Setup mit den Joy-Cons im Grip. Das ist dann wohl doch eher was kleinere Hände. Ans Tablet angesteckt fühlte sich alles zunächst etwas ungewohnt und schwer an, das ist aber sicher nur Gewohnheitssache und auch die Sicherheitsvorrichtungen an den Mustergeräten trübten etwas den Eindruck.


Auf Seite der Software war es ähnlich spannend. Leider kann man nicht behaupten, dass für jeden etwas dabei war, was wohl am generell etwas schwachen Start-Line-Up lag. Trotzdem hatte ich dort meinen Spaß. Breath of the Wild war auch auf der Switch ein Segen, wenngleich ich die Demo nun schon zum x-ten Mal sehe und auch einige Ruckler im hohen Gras auffielen. Für mein 144Hz-verwöhntes Auge definitiv ein Manko, aber als Nintendo-Fan noch verkraftbar. Splatoon 2 hingegen wirkte erneut wie ein spaßiger Multiplayer-Hit, dennoch fehlte mir persönlich etwas das „Neue“, worauf die „2“ im Titel schließen lässt. Auch die Steuerung ist nicht wirklich meins, aber was nicht ist kann ja noch werden, nicht wahr? Überraschend spaßig waren 1-2-Switch und Arms. Wo ersteres mit simplen, aber witzig-genialen Minispielen punktet, kommt Arms mit einem doch recht komplexen Kampfsystem daher. Unsere Tests müssen aber später noch aufzeigen, wieviel Substanz diese Spiele dann aber letztlich haben. Mein Hit der Veranstaltung war jedoch eher ein kleinerer Titel, nämlich das unscheinbare Snipperclips. Ich muss zugeben, ich war selten so erstaunt über ein Spiel wie bei diesem hier. Das Gamedesign und Gameplay ist einfach genial und protzt nur so vor kreativer Energie. Mit einem wildfremden Kollegen fragt man sich zunächst noch, was man nun eigentlich tun muss, um dann etwas später das große „Klick“ zu hören. Der Titel wird perfekt für zwischendurch und lässt sich super spontan im Tabletop-Modus spielen. Für etwa 20 Euro wird der künftige eShop-Titel definitiv ein Pflichtkauf.


Abschließend möchte ich mich im Namen der gesamten Redaktion natürlich herzlich bei Nintendo und vor allem 4Players bedanken, dass wir erneut an diesen Events teilnehmen durften. Zur Switch kann ich nur sagen: geiles Teil! Wenn erstmal die großen Spiele (und hoffentlich Metroid!) auf dem Markt sind, dann bin ich sehr optimistisch, dass Nintendo hier erneut die Art, Spiele zu erleben, verändern wird, was schon zu Zeiten der Wii eine fantastische Erfahrung war. An alle Skeptiker möchte ich folgende Worte richten: Bitte gebt der Konsole Schrägstrich dem Handheld eine Chance! Auch ich hatte trotz aller Vorfreude von der ersten Stunde an meine Bedenken, wurde aber zumindest bisher positiv überrascht. Wer dennoch lieber abwartet, kann sich schon mal unseren großen Hardwaretest und die kommenden Reviews zu den Starttiteln vormerken.

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