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Event: Jahresabschlussartikel 2020 – Das lockere Leben in digitalen Welten

PortableGaming-Redaktion, am 31.12.2020, Seite 1 von 1

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Dass 2020 ein ungewöhnliches Jahr war, brauchen wir euch nicht zu erzählen. Aufgrund der grassierenden COVID-19-Pandemie änderte sich unser aller Alltag enorm und ein Ende scheint derzeit leider nicht in Sichtweite zu sein. Doch genau in diesen Momenten weiß unser liebstes Hobby uns aufzuheitern. Denn wenn wir schon nicht in der Realität unseren Freundeskreis aufsuchen oder in ferne Länder verreisen können, dann bieten uns die Videospiele noch immer die Möglichkeit, Kontakte aufrecht zu erhalten oder uns in Fantasy-Welten einzuleben. Speziell zu Beginn der ersten verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie versüßte nicht wenigen Animal Crossing: New Horizons die Isolation. Aber auch andere Multiplayer-Hits wie Fall Guys und Among Us avancierten sich zu Hits, ganz zu schweigen von den nach wie vor hereinprasselnden Titeln für Solo-Zocker. Ob man das Jahr damit verbracht hat, am angestauten Backlog zu arbeiten oder doch Neuerscheinungen abzufeiern: Langweilig wurde einem jedenfalls nicht. Und das wollen wir natürlich auch wieder in unserer redaktionellen Runde mit persönlichen Jahresrückblicken quittieren. In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf dass 2021 weitere Lichtblicke bieten mag!


Stapel abgebaut, Stapel wieder aufgebaut:
Tjark Michael Wewetzer [Alanar]

Mein guter Vorsatz für 2020 war, weniger Spiele zu kaufen und dafür mehr tatsächlich zu spielen. Und das klappte auch – die ersten sechs Monate lang. Wie ihr aus dem Titelbild dieses Artikels wahrscheinlich wieder problemlos erkennen könnt (nach wie vor seht ihr dort nämlich meine Sammlung), ist schlussendlich doch wieder massenhaft neue Switch-Software in mein Regal gewandert. Dennoch möchte ich nicht auf diesem Vorsatzbruch herumreiten, sondern stattdessen das feiern, was ich wirklich geschafft habe: Weniger Grütze spielen, mehr großartige Spiele nachholen und erleben!

Denn ich habe mir 2020 einige lange herumliegende Software-Brummer vorgenommen und tatsächlich beendet. Nier: Automata für die PS4 gehört dabei noch zu den kürzeren Exemplaren, doch auch Persona 5 (witzigerweise kurz vor dem Release der Royal-Neuauflage), Trails of Cold Steel I und II, Utawarerumono: Mask of Deception, Disgaea 4: A Promise Revisited und Mario + Rabbids: Kingdom Battle beendete ich endlich in diesem Jahr. Hinzu kommen andere kürzere Titel wie 2064: Read Only Memories – Integral und Va-11 Hall-A. Eine zweifelsfreie Liste von Hochkarätern, auch wenn sie mir persönlich unterm Strich nicht so sehr gefallen haben mögen, wie sie vom allgemeinen Publikum abgefeiert werden. So fühlte sich Persona 5 für mich zu langgestreckt an, Nier nahm mich nicht so recht mit und beim Trails of Cold Steel-Duo schwächelte die zweite Hälfte enorm. Nichtsdestotrotz bin ich froh, endlich einen Haken hinter diese und andere Altlasten setzen zu können.


Tja, und was tut jeder vernünftige Mensch in so einem Fall? Natürlich wieder reichlich neue Titel reinholen, die man entweder spielen oder dekorativ im Regal platzieren könnte! Idealerweise sogar beides! Mit Trials of Mana und Sakura Wars boten sich im Frühling bereits meine ersten zwei Vorfreude-Highlights, während mir später Neuauflagen wie The Wonderful 101 Remastered, Tony Hawk's Pro Skater 1+2 und Pikmin 3 Deluxe die zweite Jahreshälfte versüßten. Darüber hinaus wurden mit Titeln wie Collection of SaGa: Final Fantasy Legend (eine Reihe, mit der ich mich wirklich mal irgendwann tiefgründiger beschäftigen muss) und Puyo Puyo Tetris 2 sogar noch einige waschechte Überraschungen abgeliefert. Und dann wären da noch all die schönen Spiele, die ich mir irgendwann noch einmal vornehmen möchte, es bislang aber noch nicht so richtig konnte. Aber hey, bis dahin sehen Kingdom Hearts: Melody of Memory, Café Echante, Sakuna: Of Rice and Ruin, Atelier Dusk Trilogy Deluxe und Mega Man Zero/ZX Legacy Collection schon mal schmuck im Regal aus.

Insofern hoffe ich, den Durchspiel-Schwung weiter aufrecht erhalten zu können und auch im Jahre 2021 weniger Gurken und mehr Perlen zu zocken. Denn auch wenn ich nichts gegen Mittelklasse-Software oder auch den ein oder anderen auf eigene Weise unterhaltsamen Totalausfall habe, hin und wieder muss man sich doch etwas Qualitätsware gönnen.


Spiel des Jahres: Trials of Mana
Wenn Puyo Puyo Tetris 2 sich nicht wie eine minimale Erweiterung seines Vorgängers anfühlen würde, stünde es vermutlich hier. So darf sich Square Enix die Krone von mir krallen, denn mit dem Remake von Trials of Mana zauberte sich die farbenfrohe Mana-Welt wieder direkt in mein Herz. Und das soll was heißen, kann ich mich heutzutage doch einfach nicht mehr mit dem gefeierten Klassiker Secret of Mana anfreunden – egal ob SNES-Original oder Vita-/PS4-Remake! Dabei ist Trials of Mana selbst keineswegs fehlerfrei. Man fühlt sich teilweise durch die dem Original verschuldete Struktur ein wenig durch ein Nadelöhr geführt, wenn man beispielsweise drei komplett zufällig wirkende Passanten anzusprechen hat, bevor es weitergeht. Und bei aller Liebe zu amüsanten Sprachausgabe-Aussetzern ist das hier Gebotene leider auf die falsche Art peinlich.

Doch dies ändert nichts daran, dass mich die Spielwelt bereits vom Start der Demoversion an verzauberte. Dass mich das Schicksal meiner auserkorenen Heldengruppe mitnahm und ich Resi, Angela und Kevin bei ihren jeweiligen Problemen helfen wollte. Und die schnellen, actionreichen Gefechte, so einfach sie in der Launch-Fassung auf normaler Schwierigkeitsstufe gewesen sein mögen, machten schlichtweg Laune. Jedes kurze Gefecht war für mich pure Spielfreude, weil sich – anders als bei Secret of Mana oder dem SNES-Trials – alles bedeutend eingängiger und schneller spielt. Daher tat mir das extrem schlauchige Zusatzkapitel der Geschichte, welches extra für das Remake zusammengezimmert wurde, auch nicht ganz so weh. Nicht zuletzt soll der famose Soundtrack nicht unerwähnt bleiben, der – wieder einmal anders als beim Secret of Mana-Remake – großartig geworden ist.

Mittlerweile hat Square Enix Trials of Mana durch kleinere Updates noch einmal verbessert und beispielsweise neue Schwierigkeitsstufen hinzugefügt. Mit diesen sollte ich auch unbedingt noch einmal eine Runde wagen, einfach aus Spaß an der Freude wegen. Ich für meinen Teil hatte jedenfalls in diesem Jahr das größte Vergnügen an diesem eigentlich auf Sparflamme produzierten Remake.


Gurke des Jahres: Heroland
Weil ich 2020 mehr gute als schlechte Spiele gezockt habe, fiel mir dieses Jahr die Wahl meines größten Fehltritts bedeutend schwieriger. Klar, Deadly Premonition 2 ist eine spielerische Katastophe, konnte mich aber eben storytechnisch mitreißen. Fairy Tail war schmerzhaft mittelmäßig, aber eben auch nicht wirklich mies. Doch kurz vor knapp fiel mir noch ein Spiel ein, wegen dem ich jetzt final um einen bestimmten Softwarevertrieb einen großen Bogen machen werde, obwohl deren Titel eigentlich zumindest interessante Prämissen bieten: Heroland von FuRyu. Egal ob The Legend of Legacy, The Caligula Effect oder Lost Dimension - die spannenden Grundideen haben mich nicht davor bewahrt, die jeweiligen Spiele nach wenigen Stunden frustriert in die Ecke zu pfeffern. Und Heroland erging es leider nicht anders.

Eigentlich habe ich das Spiel maßgeblich wegen seiner humorvollen Dialoge gekauft. Was ich da vorab las, gefiel mir sogar so sehr, dass ich direkt beim lokalen Spielehändler meines Vertrauens ein US-Exemplar erwarb, bevor Marvelous Europe endlich mit Details zur hiesigen Veröffentlichung rausrückte. Außerdem: Man leitet einen Erlebnispark für Möchtegern-RPG-Helden! Das klingt super spannend! Leider bleibt es beim interessanten Konzept, denn auf spielerischer Ebene blieb Heroland eher langatmig und einschläfernd. Man schlägt sich in weitestgehend automatisierten Kämpfen durch diverse Monster, kann einfach nicht genau oder häufig genug Befehle erteilen, um sich auch als Teil der Tour zu fühlen, und wiederholt nach Schema F die immer selben Aufgaben. Wären die wirklich witzigen Texte nicht, hätte ich vermutlich bedeutend früher aufgegeben. Trotz der schönen Modulauflage mitsamt niedlicher Extras wie einer Karte des Parks im Broschüren-Format so ziemlich das einzige Spiel in diesem Jahr, das ich als absoluten Fehlkauf betrachte.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: Tony Hawk's Pro Skater 1+2 (PS4)
Drittliebstes Spiel des Jahres: Puyo Puyo Tetris 2 (Switch)
Größte Überraschung: PUYO PUYO TETRIS 2?!?
Größte Enttäuschung: Mein fehlender Hype über Ankündigungen wie Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung und Neo: The World Ends with You. Was ist bloß los mit mir?
Ereignis des Jahres: Endlich mal an meinem Backlog zu arbeiten und bspw. Persona 5 und Nier Automata durchzuspielen.
Freut sich auf: Persona 5 Strikers (Switch)
Album des Jahres: Trials of Mana Original Soundtrack
Serie des Jahres: Keep your Hands off Eizouken!
Gute Vorsätze für 2021: Nie wieder sechs Videoreihen gleichzeitig führen wollen.


Querbeet durch die Spielelandschaft ging es mit:
Nicola Hahn [501.legion]

Dank Coronapandemie war 2020 prädestiniert für das Jahr des Gamings, schließlich hängen wir (fast) alle seit März im Homeoffice fest und haben super viel Freizeit! Oder? Tatsächlich haben es recht viele Titel auf meine Liste geschafft, allerdings hing an gut der Hälfte der Spiele noch ein Test und/oder ein Stream, was dann doch nochmal ein anderes Spielerlebnis bietet als wenn ich entspannt im Bett Switch zocke oder am PC ein Game anwerfe. Nichtsdestotrotz hat sich eine ordentliche Sammlung an Titeln aufgestaut und den Anfang macht Agent A: Rätsel in Verkleidung im Februar, das ich mir auf der Switch gekauft und für eine Folge Durchgeswitcht näher angeschaut habe. Das Rätselgame möchte ich euch später noch einmal genauer präsentieren, aber zum Port von Two Point Hospital gibt es schon einen fertigen Testbericht, der das Krankenhaus-Tycoongame auf das hohe Level hebt, auf das es gehört! Im März folgte Good Job!, das wie SnipperClips und The Stretchers von Nintendo gepublished wurde, und wieder ein ausgefeiltes Spielprinzip bietet.

Ihr müsst wissen, ich spiele vor allem ältere Games am liebsten in ihrer Releasereihenfolge, daher startete ich im März endlich die BioShock-Reihe mit dem Remaster zum ersten Teil und wurde gleich in die düstere Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture eingesogen. Selbst auf Geschäftsreisen konnte ich dank GeForce Now-Cloudgaming weiter an meinem Spielstand arbeiten, durchgespielt habe ich es aber bis heute nicht. Stattdessen wartete der Test zu Railway Empire im April auf mich, das kurzerhand durch Transport Fever 2 auf dem PC abgelöst wurde. Diesen Titel habe ich über Wochen gespielt und die Kampagne abgehakt, eine dringende Kaufempfehlung an Liebhaber von Transporttycoons! Ein etwas kürzerer Titel war dagegen Late Shift, das als interaktiver Film eine spannende Geschichte erzählt und mehrmals durchgespielt werden sollte. Im gleichen Monat startete auch XCOM: Chimera Squad durch, das ich mir zwar gleich kaufte, aber erst wieder mit XCOM 2 begann um in die richtige Stimmung zu kommen. Natürlich habe ich das Spin-Off bis heute nicht angerührt, stattdessen war ich dank Star Wars-Mod zum Teil 2 derart in Sci-Fi-Stimmung, sodass das alte Strategiespiel Star Wars Galactic Battlegrounds im Mai herhalten musste. Auch die PC-Umsetzung des Brettspiels Ticket to Ride blieb nicht verschont, sie ist schließlich auch ein grandioser Zeitvertreib mit fernen Freunden während dem ersten Lockdown. Im Juni half mir das überaus grandiose Ring Fit Adventure die fehlende Bewegung auszugleichen.


Im gleichen Monat kam aber auch gleich die Spieleflut: Endlich erschienen die Remaster/Remakes zu Command & Conquer und SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom auf die ich wirklich lange gewartet habe. Mit der GameStar zusammen trainierte ich in Valorant um die Rocket Beans zu schlagen und Among Us ging auch an mir nicht spurlos vorüber. Für die Redaktion folgte auch noch ein Testbericht zu The Outer Worlds, das nicht ganz mit seinem Fallout-Charme glänzen konnte. Im Juli schaute ich mir den Truck and Logistics Simulator an und war etwas ernüchtert, denn eigentlich hatte ich wieder richtig Lust auf Simulatoren, was in einem eigenen Livestream zu verschiedenen Vertretern des Genres mündete. Später im Monat durfte sich auch Rock of Ages 3, dessen beiden Vorgänger ich bis heute noch gern spiele. Leider fühlte sich der dritte Ableger doch extrem überflüssig an. Im August konnte ich mir einen neuen Gaming-PC zusammenstellen und gleich den frisch veröffentlichten Microsoft Flight Simulator ausprobieren. Mit Super Mario 3D All-Stars ging es im September zurück in die ersten 3D-Abenteuer von Mario, die ich sträflicherweise nie sonderlich weit gespielt habe und selbst heute stecke ich noch im Nintendo 64-Launchtitel fest. Besser erging es mir dagegen in RollerCoaster Tycoon 3, das ich bereits auf dem PC schon gut kannte und das auf Nintendo Switch eine außerordentlich gute Figur macht. Zusammen mit einem guten Freund wagte ich mich an die Anfänge der Hitman-Reihe, dessen erster und zweiter Titel selbst heute zu überzeugen wissen. Dank dem Streamingprogramm Parsec konnten wir beide wie damals gemeinsam die Titel erleben und die Steuerung nach jedem Game Over brav abgeben. Im gleichen Monat durfte ich auch die Bekanntschaft mit der Age of Empires III: Definitive Edition machen, die im Multiplayer überraschend viel Spaß macht. Asterix & Obelix XXL war in meinen Erinnerungen doch deutlich schöner und spaßiger, das „Romaster“ konnte definitiv nicht überzeugen.

Im November begann ich mit besagten Freunden einen kleinen Streamingkanal zu starten (Link) um auch abseits der Nintendo Switch Abenteuer wie die Streifzüge durch Hitman aufzuzeichnen. Die Premiere machte Half-Life 1 mit den Erweiterungen Blue Shift, Opposing Force und Decay. Selbst Teil 2 haben wir im Coop begonnen und wollen diesen noch dieses Jahr abschließen. Der Adventure-Kreis von Anfang des Jahres schließt sich auch mit Broken Sword 1 oder im Deutschen auch Baphomets Fluch 1, das ebenfalls regelmäßig im Stream gezockt wird. Abseits davon machte die Serious Sam Collection die Runde, aber auch dieser Titel kam über eine Durchschnittswertung nicht hinaus. Im Dezember stieg die Spielezahl wieder an: Borderlands 1 habe ich dank der stark reduzierten Legendary Collection endlich selbst erlebt, sodass Teil 2 und das Pre-Sequel im Anschluss auf der Switch und Teil 3 auf dem PC angehen kann. They Breathe wurde mir dagegen vom Podcast The Pod empfohlen und ist ein etwas bizarrer, aber dafür kurzweiliger Titel. Im Stream ging es zuletzt wild durch die Videospielhistorie und -genres: Erst Emergency 4-Multiplayer mit Mods in Los Angeles und dem erdachten Bieberfelde, dann Portal 1 besuchen, das mein Gamingkollege bisher nur angespielt hat. Auch bei Metal Gear Solid 1 fehlten meinem Streamingpartner bisher die Berührungspunkte, sodass das gemeinsame (Wieder-)Erleben der Story unglaublichen Spaß macht. Zuletzt veröffentlichte Rockstar Games für den Onlinemodus von GTA V einen neuen Heist samt Insel, also musste auch dieser durchgespielt werden. Leider hinterließ dieser mich eher enttäuscht, sodass die letzten Tage im Jahr durch schleichende Schlangen, einer Revolte in einer Dystopie und rätselnde Amerikaner in den unterschiedlichsten Ländern geprägt ist. Ach ja, Die Siedler-Reihe hat sich zwischendurch auch wieder mit Teil 1, 2 und 3 in mein Herz gekämpft und wird nebenbei fleißig durchgespielt!


Spiel des Jahres: Ring Fit Adventure
Aus Mangel an guten Spielen im Jahre 2020 und von diversen Remastern zu alten Spielen einmal abgesehen muss ich einen Titel aus 2019 zum Spiel des Jahres küren, der wohl als einer der Gewinner der Pandemie gezählt werden kann: Ring Fit Adventure! Vielen hat Animal Crossing: New Leaf durch die anstrengende Zeit geholfen, bei mir war es die tägliche Portion Sport, die mir als untrainiertes Pummelchen zu ordentlich Kondition verholfen hat. Natürlich gehört zu diesem Wandel nicht nur das Herumhopsen mit dem Ring, auch gesunde Ernährung und zusätzlicher Ausdauersport waren und sind wichtig. Das Sportspiel schafft es aber wie früher schon Wii Fit mit spaßigem und motivierendem Gameplay einen bei der Stange zu halten. Seit vielen Monaten ackere ich jeden Morgen an der Kampagne und auch wenn langsam ein Ende in Sicht ist, geht es mit dem New Game+ und New Game++ auch gleich in die nächste Runde! Dank eines kostenlosen Updates gibt es seit März auch Nachschub in den Spielmodi, in denen Rhythmusspiele mit bekannter Nintendomusik und viele andere Minispiele gezockt werden können. Aber auch abseits davon kann in vorgegebenen Workouts trainiert werden bis der Ring den Geist aufgibt (und selbst dafür bietet Nintendo etwas überteuert ein Ersatzgerät an).

Mein Abenteuer in Ring Fit Adventure ist damit noch lange nicht zu Ende, sodass ich mich auch in den Lockdowns weiter in Form halten kann und den Spaß am Sport nicht so schnell verliere. Dieser Titel war wohl meine beste Investition in diesem Jahr und ist mein Geheimtitel, denn natürlich müsste hier eigentlich SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom Rehydrated oder die Command & Conquer Remastered Collection stehen, die beide unfassbar tolle Titel sind, aber sich dann doch beide auf bereits vor Jahren veröffentlichte Spiele stützen.


Gurke des Jahres: Asterix & Obelix XXL: Romastered
Was einst als eine spaßige Kindheitserinnerung begann, hat sich mit Asterix & Obelix XXL: Romastered zu einem Monster entwickelt. Leider nicht im guten Sinne, denn die technischen Unzulänglichkeiten wie eine unterirdische Framerate und neue Bugs sind leider nicht vertretbar. Nur in der Originalgrafik lässt sich das Spiel weitestgehend flüssig erleben, aber dadurch wird ja das Remaster im Namen fast obsolet. Neuerungen wie der Speedrun-Timer oder die lieblos gestalteten Herausforderungen sind wenn überhaupt nette Dreingaben und rechtfertigen einen Originalpreis von 40 Euro für die Switchversion bei weitem nicht. Macht es lieber wie unser Leser Regnat und kauft euch später die Asterix & Obelix XXL Collection oder bleibt bei der Steamfassung, die zwar auch nicht sonderlich besser ist, aber zumindest laut Bewertungen flüssiger läuft.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom Rehydrated (Switch)
Drittliebstes Spiel des Jahres: Command & Conquer Remastered Collection (PC)
Größte Überraschung: RollerCoaster Tycoon 3 endlich zum Mitnehmen und damit ein gutes RollerCoaster auf dem Hybriden!
Größte Enttäuschung: Wie unglaublich langweilig ist Half-Life 2 nachdem man Half-Life 1 gespielt hat?
Ereignis des Jahres: Valorant-Battle gegen die Rocket Beans! Spoiler: Sonderlich erfolgreich waren wir nicht ...
Freut sich auf: LEGO Star Wars: The Skywalker Saga (PC, Switch)
Album des Jahres: Rammstein
Serie des Jahres: Bodyguard
Gute Vorsätze für 2021: Die Spielebibliothek weiter leeren und weiter füllen, vielleicht auch mit den eigenen Spielideen?


Hat sich im Spiel des Lebens hochgelevelt:
Andy Dück [awieandy]

Auch wenn die allgemeine Öffentlichkeit dieses Jahr stark gebremst wurde, ging es bei mir dieses Jahr doch recht gut voran. Allerdings, wie auch im letzten Jahr, mehr im echten Leben als im Virtuellen. Noch vor März konnte ich mir wieder eine eigene Wohnung finden und dort einziehen. Nur wenige Wochen danach war auch schon "Lockdown". Als nächstes machte ich mich daran meine Bachelorarbeit fertig zu schreiben und damit endlich das Studium zu beenden. Die Zeiten, in denen ich die "armer Student"-Nummer abziehen kann, sind damit nun vorbei und dank meiner Arbeitssituation musste ich mir um meinen Job glücklicherweise keine Sorgen machen. Ich habe meine Ernährung geändert und im Sommer war sogar ein kurzer Urlaub in der Schweiz drin.


Gamingtechnisch gab es bei mir keine besondere Vielfalt, auf der Switch hatte ich beispielsweise auch nur insgesamt 100 Stunden verbuchen können. Ich habe mir allerdings im kostenlosen Testzeitraum Google Stadia angeschaut. Mit der neuen Wohnung war nämlich auch brauchbares Internet dabei. Tatsächlich war ich mit der technischen Seite des Services positiv überrascht. Gespielt hatte ich GRID und Superhot, letzteres habe ich sogar auf Stadia durchgezockt. Die Latenz war beim Spielen tatsächlich nicht bemerkbar, allerdings sprang das Bild gelegentlich hin und her, doch das ließ sich einfach verkraften. Am Ende wollte ich das Premium-Abo aber nicht behalten, weil mir die Bibliothek nicht besonders zugesagt hat.

Als Steam mal wieder Sale hatte, habe ich bei Just Cause 4 zugegriffen, weil ich den vorgänger sehr genossen hatte. Zumindest im Zusammenhang mit den richtigen Mods. Leider konnten aber auch Mods den vierten Teil nicht für mich schmackhaft machen, weshalb nach vier Stunden Spielzeit das Spiel seit fast einem halben Jahr nichts als Platz auf meiner Festplatte belegt. Meine restlichen Gaming-Erfahrungen des Jahres fasse ich in den nächsten Abschnitten zusammen.


Spiel des Jahres: F1 2020 (PC)
Ich verfolge bereits seit mitte letzten Jahres die Formel 1, doch dieses Jahr konnte ich auch eine ganze Saison von Anfang an miterleben. Wie praktisch, dass es von Codemasters die offiziellen Spiele zum Sport gibt und dass diese sogar etwas taugen. Also habe ich parallel zur echten Saison, im Simulator meine eigenen Saisons abspielen lassen. Zuerst in F1 2019 und später im Jahr im aktuellen F1 2020. In letzterem ist es nun sogar möglich sein eigenes Team zu besitzen bei dem man nun nicht nur das eigene Fahrzeug sondern auch einiges drum herum managen muss. Die Spiele sind aber nicht wegen dem virtuellen Papierkram so gut, dafür gibt es schließlich nochmal eigene Spiele, sondern wegen des Gameplays auf der Rennstrecke. Die Steuerung der Über-1000-PS-Autos ist nämlich grandios und lässt sich sehr flexibel anpassen. So kann man eher Arcade mäßig mit einem klassischen Controller spielen oder alles auf Simulation stellen und ein entsprechendes Lenkrad mit Pedalerie anschließen wie es auch die Profis und echten Formel 1-Fahrer während der virtuellen Grand Prix zu Anfang der Lockdowns machten. Es ist kein Wunder, dass zu dem Spiel eine lebendige Community und offizielle E-Sports-Serie existiert.


Gurke des Jahres: Genshin Impact (PC/Android)
Dieses verfluchte Spiel, welches von mir mehr Stunden bekommen hat als jedes andere dieses Jahr. Weil ich mir wünschte es nicht entdeckt zu haben (und um den Kollegen Michael zu ärgern): Genshin Impact. Eigentlich müsste dieses Spiel da oben stehen anstelle von F1 2020, aber stattdessen nutze ich die Gelegenheit mich über das Spiel auszulassen. Zuerst einmal hat man ein sehr starkes Argument für das Spiel wenn es viel mit Breath of the Wild verglichen wird. Denn tatsächlich ist es dieser Aspekt des Gameplays warum ich Genshin Impact immer noch so viel spiele. Das spricht nämlich stark dafür wie gut das „neueste“ Zelda eigentlich ist, denn davon abgesehen gibt es nicht viel womit der „Zelda-Klon“ mich begeistern kann. Da wäre höchstens das System mit den verschiedenen Elementen die miteinander reagieren, was letztendlich die Strategie im Kampf ausmacht. Aber damit wars das auch. Zuvor hatte ich keine großartige Erfahrung mit Gacha-Spielen. Ich habe was das angeht höchstens mal Mario Kart Tour und Dragon Ball Z Dokkan Battle am Smartphone angespielt. Erst mit Genshin Impact bekam ich den Teufelspakt des Gachas wirklich zu spüren. Der Gacha-Kram ist allerdings nicht mein größtes Manko mit dem Titel, sondern das Visuelle. Während die Szenerie noch stark in Ordnung ist, finde ich die Charakterdesigns absolut furchtbar. Der Anime-Art-Style bei dem die Charaktere auf niedlich getrimmt, freizügig und sehr jung sind passt wie ich finde überhaupt nicht in das Gesamtpaket und macht für mich den kompletten Eindruck kaputt. Man stelle sich vor in Apex Legends spielte man kunterbunte Tierchen. Obwohl, in Fortnite hat man ja scheinbar auch kein Problem damit … Dazu kommen die unübersichtlich vielen Werte die alle Items haben können und eine dicke Prise Zufälligkeiten. Ich bin froh, nach wie vor das meiste aus dem Free-to-Play rausgeholt zu haben. Wenn ich für ein Breath of the Wild-inspiriertes Adventure Geld ausgeben wollte, hätte ich auf Immortals: Fenyx Rising gewartet.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: Trackmania (PC)
Drittliebstes Spiel des Jahres: Minesweeper (Elektrische Zahnbürste)
Größte Überraschung: Stadia ist spielbar
Größte Enttäuschung: Just Cause 4 (PC)
Ereignis des Jahres: Absolviertes Studium
Freut sich auf: Mick Schumacher in der Formel 1
Album des Jahres: After Hours - The Weeknd
Film/Serie des Jahres: Tenet / The Mandalorian
Gute Vorsätze für 2021: Weiter so gut es geht auf Fleisch und Zucker verzichten


Früher war alles besser:
Sebastian Mauch [Paneka]

2020, ein Jahr das ich gerne sofort zum Jahrespeng vergessen würde. Dabei ist die Zahl so schön und sollte ein neues, glorreiches Jahrzehnt einläuten. Tja, das war dann wohl nichts. Corona hat bis auf die Arbeit so gut wie alles versaut dieses Jahr, zumindest für mich persönlich. Zwar hatte ich ohnehin schon immer den Einsiedler-Lifestyle intus und somit mit der eigentlichen Isolation wenige Probleme, doch vor allem meine geplanten Ausflüge mit dem Bike und mit Freunden und Familie fielen flach. Naja sei’s drum, mehr zum Nachholen wenn der ganze Schmarrn endlich mal vorbei ist.


Dafür war 2020 technologisch ein mehr als großartiges Jahr. Neben den ersten richtig ausgereiften Raytracing-Grafikkarten von Nvidia, schloss auch AMD endlich mal wieder ein bisschen zur Konkurrenz auf. Aber auch abseits vom PC-Markt erschienen die neuen Xboxen und die PS5, was beide großartige Konsolen sind. Die Series X durfte ich direkt zum Launch durch einen glücklichen Umstand mein Eigen nennen, wohingegen weder eine neue RTX-Grafikkarte noch eine PlayStation zu ergattern waren. Der Fakt, dass der Gamepass existiert macht das alles aber irgendwie weniger schlimm. Da die Series X meine erste (eigene) Xbox ist, gibt es schließlich viel Neues zu entdecken.

Also hab ich mich gegen Ende des Jahres neben der Switch hauptsächlich mit Assassin’s Creed: Valhalla, Gods and Monsters Immortals: Fenyx Rising und dem Gamepass beschäftigt. Die ersten beiden Titel sind jeweils auf ihre Art großartig, aufgrund der Openworld-Natur für mich aber eher nur Nebenbeschäftigung. Der wahre Gewinner ist für mich ganz klar der Gamepass! Neben Superhot: Mind Control Delete und Peggle habe ich mich nun endlich mal dazu durchringen können, Ori and the Blind Forest durchzuspielen. Meine Herren, ist das ein schönes Spiel … Nur selten schafft ein Spiel es, mich so mitzureißen und eintauchen lassen, und das fast komplett ohne Text. Nach dem Abspann stieg ich also, wie soll es auch anders sein, in den zweiten Teil Ori and the Will of the Wisps ein. Hier ist mir kurz wirklich mal die Kinnlade runtergeklappt. Der Vorgänger war für ein 2D-Spiel schon abartig schön, aber im Nachfolger haben die Entwickler und Künstler den Vogel echt abgeschossen. Auf der Series X wird das Spektakel in Supersampling 6K(!)-Auflösung dargestellt, oder wahlweise in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde, sofern man den neumodischen TV dafür hat. Aber auch in herkömmlichen 60FPS sieht das Spiel auf meinem OLED mit Ambilight einfach abgöttisch gut aus. Selten ist HDR so gut zum Einsatz gekommen. Und der Soundtrack, das Gameplay … Ich höre lieber mal an der Stelle auf.


Spiel des Jahres: Apex Legends
Dieses Jahr hatte sicher viele tolle Spiele, die meisten davon habe ich aber gezockt und dann relativ schnell wieder vergessen. Die große Konstante seit Release ist neben Asphalt 9 auf der Switch vor allem Apex Legends. Zwar bin ich schon seit dem überraschenden Release im Februar 2019 dabei, doch habe ich mittlerweile eine regelrechte Obsession entwickelt und nun schon fast meine 1000 Stunden zusammen. Man kann von Battle Royale ja halten was man will, aber für mich hat es einfach reguläre Deathmatch-Shooter abgelöst. Jede Runde ist einzigartig und immer wieder spannend oder auch frustrierend, was leider zu dem Subgenre dazugehört.

Nach diversen Selbstfindungsphasen von Respawn ist das Spiel nun endlich auch fast™ perfekt für mich. Endlich habe ich 2020 nach gewissen Anpassungen den Adrenalinjunkie Octane für mich entdeckt. Dieser hat eigentlich den Ruf, nur für Tryhards und Killgeier gut zu sein und nichts zum Team beitragen zu können. Das Gegenteil zu beweisen, habe ich mir nun aber quasi auf die Fahne geschrieben. Durch seinen passiven Heal bleiben mehr Medikamente für Mates übrig, das Trampolin bringt einen selbst oder den ganzen Squad schnell in höhere Gefilde, in Sicherheit oder sonst wo hin, und die allgemeine Geschwindigkeit bietet sich hervorragend zum Flankieren und um Deckung zu suchen an. Nach einem nicht geringfügigen Geldeinsatz darf ich nun auch endlich mein erstes Erbstück, Octanes Klappmesser, mein Eigen nennen.

Noch dazu gab es dieses Jahr etliche spaßige Events, eine grandiose neue Map und endlich mal mit Horizon eine neue Legende, die würdig ist und tonnenweise Spaß macht. Apex wird sicher auch noch die nächsten Jahre mein absoluter Dauerbrenner bleiben, da ich nun auch endlich Freunde gefunden habe, die aktiv spielen. Allein was schon an neuem Content angeteasert oder geleakt wurde, stimmt mich vorfreudig. Der Battle Royale-Hype mag vorbei und der Ruf durch Fortnite und Warzone eher durchwachsen sein, doch für mich stellt gerade das Legenden-System mit den einzigartigen Fähigkeiten, dem erstklassigen Movement, der Lore und der belebten Competetive-Szene das Musterbeispiel für einen Battle Royale-Shooter dar – unbedingt mal ausprobieren!


Gurke des Jahres: Cyberpunk 2077
Eine richtige Gurke kommt auf meiner Jahresliste eigentlich nicht wirklich vor, da ich Spiele, die mir suspekt vorkommen oder die schlechte Bewertungen haben, eigentlich kategorisch links liegen lasse. Um auch solche Gurken zu zocken, fehlt mir schlicht und einfach die Freizeit. Ein Spiel existiert dann aber, das ich zu Recht als längliches Gemüse mit rauer Oberfläche definieren würde: Cyberpunk 2077 von CD Projekt RED. Ein Spiel, auf das ich mich eigentlich riesig gefreut habe, und mit dem ich auch schon recht viel Spaß hatte. Noch dazu von einem meiner Lieblingsentwickler/-publisher. Doch der Release des Spiels war scheinbar von Anfang an zum „Scheitern“ verurteilt. Chefs machten gegenüber Investoren, und damit auch gegenüber der Presse und dem Endkunden, falsche Versprechungen, das Erscheinungsdatum wurde mehrfach um einige Zeit verschoben und löste auf Twitter reihenweise Angstzustände vor gelben Bildern aus, und zu guter Letzt ist das augenscheinlich unfertige Endprodukt noch lange nicht in einem vorzeigbaren Zustand.

Zuletzt kann ich mich an so eine Katastrophe zum Release von Batman: Arkham Knight erinnern, welches auch für einige Zeit aus den Stores genommen wurde, um dann als richtig guter Abschluss einer grandiosen Reihe re-released zu werden. Aber hey, auch The Witcher 3 aus demselben Hause wie Zeiber Pank war zu Beginn eher ein zerkratzter, als ein geschliffener Diamant. Bis die Next-Gen-Version also erscheint, und etliche eklige Bugs beseitigt sind, lege ich mir das Spiel erstmal beiseite. Vielleicht, oder eher ganz bestimmt, wird dann aus der schrumpeligen Gurke auch bald eine feste, glänzende Zucchini.

Zweitliebstes Spiel des Jahres: Asphalt 9: Legends
Drittliebstes Spiel des Jahres: Monster Hunter Generations Ultimate (es lebt!)
Größte Überraschung: Die beiden Ori-Spiele (sagenhaft!)
Größte Enttäuschung: Covidiotie
Ereignis des Jahres: The Rise and Fall of CD Projekt RED
Freut sich auf: Monster Hunter Rise!!einself
Album des Jahres: Höre Musik nicht in Alben, aber der Cyberpunk-Soundtrack fetzt enorm
Film/Serie des Jahres: Der Schacht (Film), The Handmaid’s Tale: Der Report der Magd (Serie)
Gute Vorsätze für 2021: Wer braucht denn sowas?

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