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Sonstiges: Entwicklertagebuch - Der Weg zum eigenen 3DS/Switch-Spiel

Michael Grönert, am 26.12.2016, Seite 13 von 20

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Teil 13: Begleiter-Haustier
Heute wollen wir dafür sorgen, dass sich unser Spieler nicht so einsam fühlt. Um dies zu bewerkstelligen, schaffen wir etwas Retro-Gesellschaft. Der Jugend von heute mag es vielleicht gar kein Begriff mehr sein, aber wir implementieren eine Variante des virtuellen Haustieres Tamagotchi, welches 1996 von Bandai auf den Markt gebracht wurde.

Umsetzung eines „Tamagotchis“
Zunächst brauchen wir ein neues Item für unser Inventar. Wenn man dieses Tamagotchi-Item anklickt, soll eine größere Variante davon erscheinen. Der besondere Clou: Solange die große Ansicht des Tamagotchis nicht geöffnet ist, ist das Display des virtuellen Gerätes sogar komplett im Inventar einsehbar - die geringe Pixelanzahl reicht hierfür tatsächlich aus. Um es besser einsehen und vor allem bedienen zu können, ist die größere Ansicht allerdings unerlässlich.


Die Tamagotchi-GUI

Wie das Original verfügt unsere Variante über drei Knöpfe. Diese können direkt auf dem Bildschirm, je nach Plattform mit dem Finger, Stylus oder der Maus, angeklickt werden. Wie auf obigem Screenshot zu sehen, sind den Knöpfen ebenfalls Gamepad-Buttons zugeordnet. In diesem Fall sind es X, A und B, wie sie der Anordnung auf einem Xbox Controller entsprechen würden, welcher der am häufigsten genutzte Controller am PC ist. Wird das Spiel auf einem 3DS oder der Nintendo Switch ausgeführt, würden hier die Buchstaben Y, B und A angezeigt werden. Die Funktionen der Knöpfe entsprechen ebenfalls denen des Originals - der linke zum Auswählen der verschiedenen Optionen, der mittlere zum Bestätigen der Auswahl und der rechte zum Abbrechen eines Vorgangs, bzw. um einen Menüpunkt zurück zu springen.

Die Bedürfnisse eines Haustieres
Wie ein echtes Haustier, hat so ein virtueller Begleiter Bedürfnisse. Er benötigt Nahrung, Schlaf und Fürsorge in Form von gemeinsamen Spielen, ab und zu medizinische Hilfe und es muss hinter ihm sauber gemacht werden. Auf dem folgenden Screenshot sind die verfügbaren Menüpunkte und die verschiedenen Interaktionen zu sehen.


Die unterschiedlichen Interaktionen

Von links nach rechts und von oben nach unten ist folgendes zu sehen: Das Statusmenü, in dem das Alter, die Hungrigkeit und Fröhlichkeit abgelesen werden können. Das Nahrungsmenü über welches das Tamagotchi gefüttert werden kann. Das Reinigungssymbol, mit dem ein Häufchen beseitigt werden kann. Ein Gamepad-Symbol, mit dem ein Minispiel gestartet werden kann. Ein Lichtschalter, mit dem das Licht an- und ausgeschaltet werden kann. Medizin, mit der man ein erkranktes Tamagotchi wieder fit bekommt. Ein glückliches Tamagotchi, nachdem es ein Spiel gewonnen hat. Ein trauriges Tamagotchi, nachdem es ein Spiel verloren hat. Ein verstorbenes Tamagotchi.

Sie werden so schnell erwachsen
Ganz im Sinne des Entwicklungsprinzips von GameMaster, entwickeln sich auch virtuelle Haustiere weiter. So bietet das Original eine Art Stamm- oder Entscheidungsbaum - je nachdem wie man sein Haustier behandelt, entwickelt es sich in eine bestimmte Richtung weiter. Füttert man es zu viel, wird es vielleicht dick und träge. Manche Tamagotchi-Umsetzungen bieten auch das Disziplinieren an. Dies sollte genutzt werden, wenn sich der Kleine nicht angemessen verhält, etwa gesundes Essen verweigert. Lässt man ihm zu viel durchgehen, wirkt sich das negativ auf seine „Persönlichkeit“ aus - auch wenn diese hauptsächlich oder nur im Aussehen zu erkennen ist. So kann es beispielsweise so weit kommen, dass unser Schützling eine Teufelsgestalt annimmt.

Eine solche Haustier-Entwicklung habe ich trotzdem zunächst zurückgestellt und noch nicht umgesetzt. Theoretisch wäre der Aufwand im Vergleich zur restlichen Implementierung relativ gering, wenn es fast nur darum geht neue Grafiken einzufügen. Es müssten außerdem die entsprechenden Entscheidungswege umgesetzt werden, wodurch, wann und wie es sich weiterentwickelt. Ich halte es für besser, diese Entscheidung später zu treffen, denn je nach Voranschreiten des gesamten Spiels bieten sich vielleicht abweichende Konzepte besser an. Beispielsweise könnte man auch das Tamagotchi-Gerät upgraden müssen um es weiterzuentwickeln. Oder man kann es so weit treiben, dass es das Gehäuse verlassen kann und seinem Herrchen zu Fuß folgt.

Das genügt fürs erste, um der Einsamkeit in dieser virtuellen Welt entgegen zu wirken. Das nächste Mal widmen wir uns neuen Steuerungsmöglichkeiten. Wir wollen beispielsweise dafür sorgen, dass unser Spiel auch auf Geräten bedient werden kann, die nur eine Touch-Steuerung anbieten. Bis die Tage!

Ihr möchtet die Auszüge aus dem Leben eines Entwicklers lieber in englischer Sprache lesen? Unter diesem Link findet ihr die englische Version dieses Tagebucheintrags!


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