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Kolumne: Fremdgespielt - Fire Emblem Heroes

PG-Team, am 11.02.2017, Seite 1 von 2

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Zwar ist PortableGaming derzeit eher auf richtige Handheld-Spielsysteme á la Nintendo 3DS und PlayStation Vita spezialisiert, doch gab es auch schon Zeiten, in denen „Mobile Games“ auf Telefonen sogar ihren eigenen Webauftritt in unserem Netzwerk hatten (*hust* N-Gage). Heutzutage sind die Smartphones gefühlt um den Faktor 1.000.000 leistungsfähiger, darum lassen wir es uns hin und wieder nicht nehmen, auch mal über den Tellerrand zu schauen und uns eine App für Android oder iOS vorzuknöpfen – vor allem wenn diese erneut von Nintendo stammt. So taten wir es schließlich schon mit Miitomo sowie Pokémon Go und so tun wir dies auch mit dem jüngst erschienenen Fire Emblem Heroes. Dabei gehen wir auf die verschieden Aspekte wie Gameplay, Nähe zum Original und das Bezahlmodell ein. Am Ende zieht jeder Redakteur, der schon ein paar Eindrücke im Spiel gesammelt hat sein ganz persönliches Fazit. Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen!

Kein Einheitsbrei, sondern das „Gütesiegel Nintendo“
In der letzten Nintendo Direct-Ausgabe ging es ausschließlich um das beliebte Strategie-Franchise Fire Emblem. Neben einem neuen Ableger für den Nintendo 3DS und dem Musou-Spinoff Fire Emblem Warriors war auch ein neuer Titel für Smartphones und Tablets dabei. Im Gegensatz zu Super Mario Run erschien Fire Emblem Heroes am 2. Februar 2017 jedoch zeitgleich für Android und Apple iOS. Zu beachten ist dabei, dass es sich um ein eigens für den Smartphone-Markt konzipiertes Spiel handelt. Das bedeutet, dass man keineswegs eine Spieltiefe wie auf einer richtigen Konsole erwarten sollte, um später nicht enttäuscht zu werden. Schuld daran sind die derzeit Unmengen an, nun ja, nennen wir sie mal „Schundtitel“ in den beliebten Appstores. Deren einziges Ziel es ist, den Spieler erst zu locken, dann zu bestrafen und zur Kasse zu beten. Nintendo und Intelligent Systems haben es allerdings auf die Reihe gebracht, einen ziemlich passablen Spagat zwischen „Handyspiel“ und Konsolen- oder Handheldspiel abzuliefern.

Zu allererst müssen wir der App einen gewissen „Nintendo-Bonus“ zusprechen, schließlich sind wir von den Japanern stets qualitativ hochwertige Titel gewohnt. Genau diese Qualität findet sich glücklicherweise auch in Fire Emblem Heroes wieder. Damit meinen wir wohlgemerkt alle technischen Aspekte des Spiels. Der Soundtrack ist grandios wie immer und die zahlreichen Sprachsamples gehen ins Ohr. Hinzu kommt die optische Seite. Zwar gehen die Entwickler mit der App im Vergleich zum letzten Hauptteil der Serie wieder einen kleinen Schritt zurück, für Smartphones ergibt diese zweckmäßigere Optik aber mehr als Sinn. So deckt Nintendo nämlich eine weitaus größere Spanne an Endgeräten ab und schließt all jene mit ein, die möglicherweise nicht mehr die aktuellste Hardware zu bieten haben. Davon ab sieht das Spiel aber trotzdem grandios aus. Die Animationen im Kampf, die unzähligen hübschen Sprites und Grafiken, ja selbst die Menüs lassen einen fast vergessen, dass man es hier mit einem Handyspiel zu tun hat. Das soll aber nun zum Drumherum reichen. Womit am Ende alles steht oder fällt, ist doch aber das Gameplay. Darum werfen wir als nächstes einen kritischen Blick darauf und verknüpfen zudem die Auswirkungen des Free-2-Play-Modells auf das Spielgeschehen.


Gameplay-Offenbarung oder Free-2-Play-Horror?
Nun, ehrlich gesagt wäre eher ein „weder noch“ zutreffend. Das bedeutet sowohl Gutes, als auch Schlechtes. Vorab kann man aber schon mal sagen, dass das freiwillige Bezahlmodell hier nicht so auf das Gemüt drückt wie in anderen Spielen. Immerhin haben wir hier im Gegensatz zu Super Mario Run - wo man erst für etwa 10 Euro das gesamte Spiel bekommt – das Potenzial, das komplette Spiel zu erleben ohne auch nur einen Cent dafür auszugeben. Dabei bleibt Nintendo aber zumindest bis jetzt relativ fair und man fühlt sich nicht genötigt, sofort Geld auszugeben. Das gewohnte rundenbasierte Strategiesystem wurde weitestgehend aus der Vorlage übernommen. Dennoch gibt es ein paar nennenswerte Änderungen, zum Beispiel beim Spielfeld. Bekam man in den Hauptteilen noch große, scrollbare Gebiete präsentiert, so hat man in Fire Emblem Heroes nur noch kleine, überschaubare Gebiete. Das nimmt zwar ordentlich Taktik und Tiefe aus dem Spielgeschehen, scheint aber nach einigen Spielstunden die richtige Designentscheidung gewesen zu sein, da man hochkant auf einem Smartphone oder Tablet spielt und auch auf kleineren Screens die Figuren ohne Fehleingaben manövrieren können muss.

Das ist Nintendo und Intelligent Systems mit diesem Titel sehr gut gelungen. Das Terrain spielt weitestgehend die übliche Rolle. Berittene Einheiten können keine Wälder passieren, Wälder im Allgemeinen bremsen die Reichweite aus und Wände können teilweise zerstört werden. Eine Änderung haben aber die Distanzeinheiten wie etwa Magier erfahren. Konnten sie in bisherigen Ablegern noch sowohl direkt als auch auf große Distanz angreifen, sind sie nun auf den Fernkampf beschränkt. Ebenso geht es den Assassinenkämpfern. Diese können nun ebenfalls nur noch auf die Distanz angreifen. Dadurch wird das Kampfsystem wieder ein Stückchen simplifiziert, was Veteranen womöglich nicht gefallen mag. Bedenkt man aber, dass Mobile Games eher zwischendurch für ein paar Minuten gespielt werden, ist es erstaunlich, wie komplex und doch simpel das Gameplay letztlich ausfällt. Ist man nicht exzessiv am Suchten, geht einem auch so schnell nicht die für den Missionsstart notwendige Energie aus. Die regeneriert sich übrigens alle paar Minuten.



Das war euch bisher alles zu allgemein und ihr wollt etwas über die Geschichte des Spiels und die Meinungen der Redakteure erfahren? Dann werdet ihr hier fündig!


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1 Kommentar

profil 32 comments
[11.02.2017 - 15:46 Uhr]
Unknowneth:
Noch nie zuvor habe ich ein Fire Emblem Spiel wirklich intensiv gespielt. Klar habe ich mir das mal auf einem Emulator angesehen, aber wirklich gefesselt war ich nie.
Mit diesem Smartphone-Ableger von FE bin ich aber doch sehr zufrieden. Es ist fair und macht Spaß! Vor allem aber hat es mir den Mund wässrig gemacht... auf mehr Fire Emblem. Werde mir wohl bald einen 3DS-Teil zulegen. :)
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