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Kolumne: Fremdgespielt - Fire Emblem Heroes

PG-Team, am 11.02.2017, Seite 2 von 2

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Die Geschichte
In Fire Emblem Heroes ist alles ein wenig anders. Die Story dreht sich ein weiteres Mal um zwei verfeindete Königreiche und eine unabhängige Gruppe von Kämpfern, welcher wir uns eher unfreiwillig anschließen. Jedoch wurde dafür kein großer neuer Mikrokosmos entworfen, stattdessen spielen wir in einer Art Hubwelt. Dort gibt es das gute Königreich Askr – dem wir angehören – und natürlich auch das feindliche Imperium der Emblaner unter der Herrschaft einer launischen und noch recht jungen, impulsiven Königin. In der Spielwelt existieren zahlreiche Portale zu bereits bekannten Welten aus anderen Serienablegern. So gibt es zum Beispiel ein Tor in die Welt von Awakening, in der etwa Chrom und Lissa aus Fire Emblem Awakening für den Nintendo 3DS leben. Durch gewisse Artefakte oder Mächte kann man Charaktere aus solchen Welten beschwören und sie durch einen magischen Kontrakt an die jeweilige Fraktion binden. So kommt es, dass wir auch gegen sonst so gutmütige Helden wie Roy oder Marth antreten müssen, auch wenn diese nicht unbedingt unseren Tod wollen. Der Grund dafür: Unsere Widersacherin hat die Macht, die erwähnten Portale zu schließen, wohingegen unsere Seite diese nur Öffnen kann. Der Feind nutzt das also schamlos aus und greift sich jeden Helden, den er in die Finger bekommen kann.

Auf diese Art und Weise wurde übrigens auch unser Protagonist beschworen. Dazu verwendeten die Freiheitskämpfer eine Art legendäre Waffe. Zufälligerweise können genau wir auch dieses Artefakt unbegrenzt bedienen, um uns ebenfalls Heldenunterstützung an Land zu ziehen. Als eigener Kämpfer wie Daraen treten wir allerdings nicht auf, stattdessen agieren wir erneut nur als Taktiker und Manager der Gruppe. Zum Beschwören nutzt man sogenannte Orbs, die Bezahlwährung des Spiels. Diese erhalten wir durch Events und durch den Fortschritt in der sonst eher faden Story, welche sich über immerhin neun Kapitel erstreckt. Dabei lohnt es sich, stets erst einmal 20 Orbs anzuhäufen, denn je mehr man beschwört, desto billiger sind die Kosten dafür. So kostet die erste Beschwörung noch stolze fünf Orbs, die nächsten drei dann allerdings nur noch vier Orbs und der letzte Held wechselt sogar für schlappe drei Orbs auf unsere Seite. Welche Helden wir dabei ziehen, ist aber reiner Zufall. Zum Launch haben wir jedoch die Wahl zwischen zwei Sets, die sich in der Heldenauswahl und den „Dropchancen“ unterscheiden. Mit etwas Glück zieht man so also einen der legendären 5-Sterne-Helden wie Roy oder Lyn, es kann aber auch eine simple Lissa mit einem Stern werden.

Doch auch diese „Underdogs“ sind nicht zu unterschätzen. Man kann Charaktere nämlich auf drei Arten aufwerten. Zum einen gibt es da die normale Erfahrung. Diese gewinnt man wie immer durch normale Kämpfe. Jedoch ist dabei zu beachten, dass man ab einer bestimmten Leveldifferenz auch mal leer ausgehen kann und auf schwierigere Missionen wechseln muss. Als zweites gibt es das Verschmelzen von Einheiten. Haben wir etwa zwei Lissas, können wir diese verbinden um die Statuswerte ein wenig anzuheben. Zu guter Letzt kann man auch noch das Potenzial freischalten. Dies setzt die Einheit auf Level 1 zurück, dafür bekommt die Einheit aber eine höhere Sternebewertung und somit bessere Werte und Zugang zu stärkeren Fähigkeiten. Letztere spielt man durch sogenannte FP frei, die sich beim Hochleveln und Kämpfen anhäufen.


Und sonst so?
Abseits der Charakterentwicklung bietet Fire Emblem Heroes aber auch ein paar verschiedene Modi. Neben der Story wäre da der Übungsturm. Dort spielt man je nach Storyfortschritt neue Ebenen frei, in denen man sich dann in zufallsgenerierten Partien messen darf. Außerdem erhält man hier verschiedenfarbige Orden, die zur Freischaltung des Potenzials einer Einheit benötigt werden. Diese Farbe ändert sich dabei in einer täglichen Rotation. Weiterhin gibt es je nach Zeitpunkt diverse Spezialkarten. Dabei kann man ebenfalls in einer täglichen Rotation bestimmte Karten abschließen und so Helden freispielen ohne sie beschwören zu müssen. Diese Events ändern sich aber in Zukunft noch stetig. Ebenfalls als sehr spaßig entpuppten sich die Arenaduelle. Dort tritt man in wöchentlich neuen „Seasons“ gegen die Teams zufälliger fremder Spieler an. Dabei können wir uns entscheiden, ob wir einen leichten Gegner unterhalb unseren Levels nehmen, einen etwa gleichstarken oder aber einen stärkeren Gegner. Je nachdem, wie man sich entscheidet, bekommt man mehr Rangpunkte auf sein Konto, läuft aber Gefahr, die Gewinnserie zu unterbrechen. Schafft man nämlich sieben Siege in Folge, bekommt man einen fetten Punktebonus. Je nach Platzierung in der Season erhält man abschließend ein paar Heldenfedern, welche man ebenfalls benötigt, um das Potenzial seiner Helden zu erhöhen. Arenaduelle kosten übrigens jeweils ein Duellschwert, wovon man täglich drei zur Verfügung hat.

Fasst man das alles zusammen, gelangt man also zu dem Schluss, dass man in diesem „Gratisspiel“ doch einiges an Umfang geboten bekommt. Das hätten wir zunächst so nicht erwartet, es birgt aber durchaus das Potenzial, den Spieler auch über längere Zeit an das Smartphone oder das Tablet zu binden, ohne dabei aufgrund des Bezahlmodells zu frustrieren. Das liegt zu einem großen Teil an den zahlreichen Geschenken und Events, die über längere Zeit motivieren sollten. Auch über My Nintendo kann durch Fortschritte im Spiel Münzen freischalten und sich dafür Edelsteine zum Aufleveln, Duellschwerter, Wiederbelebungen und andere Booster kaufen. Zur Tasche gebeten werden also nur diejenigen, die wirklich non-stop spielen und möglichst hoch hinaus wollen. Genauso sollte ein faires Free-2-Play-Modell aussehen. Danke, Nintendo!


Will das Handy nicht mehr aus der Hand legen:
Sebastian Mauch [Paneka]

Puh, ich muss schon sagen, meine anfängliche Sorge bezüglich Nintendo im Smartphone-Markt ist wie weggefegt. App für App haben sich die Japaner des Herzens gesteigert – zumindest in meinen Augen. Miitomo war ganz nett, konnte mich aber keinen vollen Monat bei der Stange halten. Super Mario Run war super (wie der Name schon sagt), erzeugte bei der Kundschaft wegen der 10-Euro-Paywall aber allerorts Unverständnis. Fire Emblem Heroes legt nochmal einen drauf und so wie ich Nintendo kenne wird es irgendwann sogar noch besser. Vielleicht schafft es Big N sogar, dass ich den Einstieg in die Animal Crossing-Reihe finde, denn der nächste – und erst vor kurzem auf unbestimmte Zeit verschobene – Smart Device-Titel soll ja ein Animal Crossing werden.

Zu FE Heroes kann ich nur sagen, dass ich selten so an einer App geklebt habe. Anfangs noch super motivierend artet es zwar irgendwann in dezentes Grinden aus, trotzdem macht mir der simple und kurzweilige Titel extrem Spaß. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Spiel extrem hochwertig verarbeitet ist. Es glänzt an allen Ecken und Dinge wie Abstürze sind zumindest mir persönlich noch nie untergekommen. Wenn Nintendo es nun noch schafft, kommende Events belohnend und interessant zu halten und nicht wie in Pokémon Shuffle in immer dieselbe Rotation zu verfallen, dann könnte sich Fire Emblem Heroes auf meinem Smartphone echt zum Dauercamper mausern. Vielleicht ist es aber auch nur wieder die Anfangseuphorie, wer weiß…

Bekommt die Augen geöffnet:
Nicola Hahn [501.legion]

Ein Fire Emblem für Smartphones? Die Ankündigung hat mich doch ziemlich kalt erwischt zur Fire Emblem Direct. Aber da ich noch nie ein Fire Emblem selbst gespielt habe, obwohl Fire Emblem Fates im Regal verstaubt, lies mich die Neuankündigung ziemlich kalt. Bisher konnte ich mir unter der Spielereihe wenig vorstellen, auch wenn Fire Emblem als Strategiespiel zu meinen Lieblingsgenres zählt. Dennoch ging die Spielereihe gnadenlos an mir vorbei, was auch an mangelnden Gameplay-Screenshots liegen mag.

Da Nintendo Fire Emblem Heroes aber kostenlos für Smartphones veröffentlichte, war für mich keine große Überwindung mehr nötig, den Titel schnell herunterzuladen und ein wenig anzuspielen. Und tatsächlich, das für die Mobilgeräte abgespeckte Gameplay machte mir sofort Spaß und alte Advance Wars-Erinnerung kamen wieder auf. Das Spiel fühlt sich sehr ausgeklügelt an und auch an Missionen scheint es nicht zu fehlen. Die Story und die zahlreichen Charaktere, die ich gleich zu Beginn kennenlernen und mit ihnen kämpfen darf, treffen bei mir sofort einen Reiz. In der Bahn, im Wartezimmer oder kurz vorm Einschlafen noch eine Karte erledigen oder die einzelnen Charaktere aufleveln? Kein Problem! Über das Free-2-Play-Modell möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, das hat schon mein Kollege Basti getan. Allerdings beschäftigt mich auch die Frage, wie lange und wie gut die Entwickler das Spiel gebalanct haben. Für mich ist Heroes ein echter Strategietitel für Handys und gleichzeitig auch der Einstieg in die wunderbare Welt von Fire Emblem. Danke schon einmal dafür, so schnell wird mich die Reihe wohl nicht mehr loslassen!


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1 Kommentar

profil 32 comments
[11.02.2017 - 15:46 Uhr]
Unknowneth:
Noch nie zuvor habe ich ein Fire Emblem Spiel wirklich intensiv gespielt. Klar habe ich mir das mal auf einem Emulator angesehen, aber wirklich gefesselt war ich nie.
Mit diesem Smartphone-Ableger von FE bin ich aber doch sehr zufrieden. Es ist fair und macht Spaß! Vor allem aber hat es mir den Mund wässrig gemacht... auf mehr Fire Emblem. Werde mir wohl bald einen 3DS-Teil zulegen. :)
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