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Hardware: Nintendo Switch im trauten Heim - Unsere Ersteindrücke

Sebastian Mauch, am 24.02.2017, Seite 1 von 1

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Hussa - es ist soweit! Unser Testexemplar ist endlich in der Redaktion eingetroffen und ich konnte endlich in aller Ruhe Hand an Nintendos neues System anlegen. Beim Öffnen des Versandkartons sprang mir direkt die knallbunte Verpackung ins Auge. Bis auf ein paar Werbebildchen soll uns das aber nicht interessieren. Also schnell die Verpackung aufgemacht und ab dafür! Über den Inhalt könnt ihr euch in unserem Unboxing-Video einen Überblick verschaffen. Gehen wir doch stattdessen direkt weiter zum eigentlichen Hauptbestandteil, welcher natürlich die Nintendo Switch ist!

Klick!
In der Verpackung lag zu Lieferzwecken natürlich alles in Einzelteilen sorgsam verpackt. Als erstes wanderte mein Blick zum eigentlich Tablet-Part. Das Tablet wirkt ohne die Seitenteile etwas verloren, ist aber angenehm leicht und punktet mit einem großen Bildschirm. Damit die Switch Form annimmt, steckte ich also kurzerhand die beiden Joy-Cons an, was hervorragend und bequem funktionierte. Dabei kam bei ausgeschalteter Konsole ein angenehmes mechanisches Einrastgeräusch zur Geltung. Das bedeutet, dass die Controllereinheiten fest anliegen - nichts knarzt, nichts wackelt, zumindest nicht so, dass es einen minderwertigen Eindruck machen würde. Als fertig gebauter Handheld wirkt das Konstrukt schon etwas breiter, liegt aber zunächst sehr bequem in der Hand.

Auch den Tabletop-Modus musste ich natürlich ausprobieren. Dafür galt es praktisch nur, die Joy-Cons wieder per Löseknopf auf der Rückseite der Cons vom Tablet zu befreien, und den Standfuß auszuklappen. Anfangs dachte ich, dass der Fuß kaputtgeht, man muss aber tatsächlich etwas mehr Kraft aufwenden, damit sich die Klappe öffnet. Der Fuß rastet anschließend ein und gibt einen Blick auf den verborgenen microSD-Slot frei. Aufgestellt steht das ganze dank Gummistreifen am Standfuß auch recht stabil, der Untergrund sollte aber doch eher fest und eben sein. So weit so gut, doch was wenn man den Standfuß mal versehentlich abreißt? Nun, dann kann man ihn ganz einfach wieder einsetzen und in Zukunft sicher auch günstig nachkaufen, sollte doch mal der Extremfall eintreten.


Als Nächstes standen die Joy-Cons, welche im normalen Konsolenbundle ja bekanntlich die einzigen Eingabemöglichkeiten sind, auf der Agenda. Für große Hände könnten die filigranen Controllerchen tatsächlich etwas zu klein sein, man kann die Hälften aber komplett umgreifen, was gar nicht mal so unbequem ist wie erwartet. Die bessere Wahl scheint dann aber doch der mitgelieferte Joy-Con-Grip zu sein. Einmal eingesteckt hat man so quasi eine Kompaktversion des Pro Controllers und das Gespann erinnert aufgrund der Form sogar ein wenig an den allerersten Xbox-Controller, liegt aber wohlgemerkt tausend Mal besser in der Hand. Der Grip scheint übrigens keine eigenen LEDs oder Kontakte zu haben, ist also komplett passiv. Stattdessen meine ich im Bereich der Schienen kleine Spiegel ausfindig gemacht zu haben, die das Licht der Joy-Con-LEDs durch den Grip hindurchleiten. So kann man dann trotz verdeckter LEDs noch erkennen, welcher Spieler man ist. Der Akkustand wird entgegen vieler öffentlicher Vermutungen nicht direkt am Controller angezeigt.

Simpel und eingängig
Soviel zur Hardware, denn bis auf ein Netzteil und HDMI-Kabel war es das im Grunde auch schon. Also flott die Switch eingeschaltet und einen ersten Blick auf das namenlose Betriebssystem geworfen. Zunächst möchte die Konsole typischerweise erst einmal eingerichtet werden. Dazu gibt man wie gewohnt seine Zeitzone und weitere Daten an und verbindet sich mit dem lokalen WLAN-Netzwerk. Das klappte alles wunderbar reibungslos, so soll es sein. Angekommen im Home-Menü wird man nicht direkt erschlagen, denn noch sieht alles sehr kahl aus, was aber in der Pre-Launch-Phase mehr als normal ist. Vom Aufbau her hat man ähnlich wie beim aktuellen PS4-Dashboard eine waagerechte Liste, in der die installierte oder verwendete Software der Aktualität nach geordnet wird. Darunter findet man einige Einstellungsmöglichkeiten und ein paar vorinstallierte Anwendungen wie das Album. Dort hat man in übersichtlicher Form alle mit der Screenshot-Taste geschossenen Fotos abgelegt. Die Bedienung läuft bis hierhin übrigens sehr flott und ohne jedwede Ladezeiten. Screenshots können auch bequem auf die eingesteckte SD-Karte übertragen werden.

Weiterhin hat man unten in der Leiste einen Punkt namens „Controller“, mit welchem man Zugriff auf den Ladestand und die Pairing-Optionen bekommt. Das Verbinden der Controller mit der Switch klappte bei mir ohne besondere Hindernisse. Direkt daneben befindet sich das Icon für die Systemeinstellungen, in denen man Zugriff auf allerlei Funktionen bekommt. Ein Teil, wie etwa der Bildschirmschoner, gilt nur für den TV-Mode, wohingegen Einstellungen wie der Flugzeugmodus nur im „abgedockten“ Modus funktionieren. Ab Werk gibt es außerdem ein helles, weißes, sowie ein dunkles Systemdesign. Zu guter Letzt findet man oben links noch ein kleines Icon für den aktuellen Nutzer. Dieses kann man mit einem Bildchen, etwa von Zero Suit Samus in meinem Fall, sowie mit einem Nickname personalisieren. Auch Miis können wieder erstellt und verwendet werden. Damit ist die Switch nun wohl die erste wirklich Multiuser-taugliche Konsole.


Ein paar letzte Worte möchte ich noch zu dem allgemeinen Handling des Systems verlieren. Sonst war es ja so, dass man bei der Wii U eine DVD-„App“ und beim 3DS eine Cartridge-„App“ hatte. Dort wurde dann immer das jeweilige eingelegte Spiel angezeigt. Nun erhält aber wie auch bei anderen modernen Konsolen jedes bisher eingelegte Spiel einen Eintrag. In unserem Fall also einen Eintrag für The Legend of Zelda: Breath of the Wild und einen für Just Dance 2017. Stattdessen wird nun mit einem kleinen Modulsymbol angezeigt, ob das entsprechende Spiel im Modulschacht steckt oder nicht. So kann man etwa auch Updates oder Informationen zu Spielen beziehen, ohne extra das Modul rauskramen zu müssen. Befindet man sich im Spiel, kann man außerdem jederzeit nahtlos ins Home-Menü wechseln oder bei länger gedrückter Home-Taste die Schnelleinstellungen aufrufen, um etwa den Standby-Modus einzuschalten oder unterwegs zum Energiesparen alle Funkverbindungen auszuschalten, was im Handheldmodus wohl sehr wichtig werden wird. Soviel zum Vorabeindruck, alle tiefgreifenderen Details könnt ihr am 1. März in unserem Switch-Hardwaretest nachlesen. Bis dahin!

Freut sich auf die strahlende Zukunft der Switch: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

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4 Kommentare

profil 59 comments
[25.02.2017 - 15:20 Uhr]
MaDxyron:
Das Home Menü ist bestimmt deswegen so kahl, weil Nintendo bald (kostenpflichtige) Skins veröffentlichen wird. Halt wie beim 3ds.
profil 189 comments
[25.02.2017 - 19:32 Uhr]
Kagenoryu:
Kann man denn nicht mehr benötigte Einträge auch wieder löschen?
Z.B. wenn dann in der Zukunft mal ein Kollege ein Modul zum Antesten ausleiht und man sich entscheidet "das Spiel ist nichts für mich" hätte man ja sonst auf ewig eine Eintragleiche (das hasse ich grundsätzlich an den Trophäen von Sony, so viele Leichen von Spielen, damals noch durch den Videoverleih ausprobiert).
profil 148 comments
[25.02.2017 - 22:26 Uhr]
Paneka Sebastian Mauch
@Kagenoryu: Jap das geht glücklicherweise, habs gerade getestet. Man kann die "Software" löschen, auch wenn sie eigentlich auf ner Cartridge liegt. Die Speicherdaten bleiben davon unberührt :)
profil 189 comments
[26.02.2017 - 08:42 Uhr]
Kagenoryu:
@Paneka: Schick, da wird mir die Switch gleich noch ein bisschen sympathischer.
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