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Shinji Mikami: Japanische Videospiele müssen sich mehr an Hollywood orientieren

Laut dem Resident-Evil-Schöpfer können Japan-Produktionen nicht mehr mit den USA mithalten

Wenn es nach den Resident-Evil- und Metal-Gear-Schöpfern Shinji Mikami und Hideo Kojima ginge, dann würden japanische Videospiel-Produktionen bereits wesentlich prunkvoller und aufwendiger ausschauen. Seit längerem werden Stimmen von einigen japanischen Entwicklern laut, der Westen, insbesondere die USA, mausere sich immer mehr zur absoluten Königsklasse was Videospiele anbelangt. Die Japaner kritisieren sich teilweise selber und werfen sich gegenseitig mangelhafte Kreativität vor.

Die Generation High Definition scheint dabei eine harte Aufgabe für japanische Entwickler und Designer darzustellen. Besonders bei JRPG-Titeln bemerkt man, die Entwickler können anscheinend keine anspruchsvolle Grafik und ein ausgefeiltes Gameplay gleichzeitig bieten.

Was genau Shinji Mikami eigentlich möchte, erfahrt ihr in diesem Auszug aus einem längeren Interview. Wie immer übersetzt aus der englischen Sprache.

„Japan dominierte einst die Videospielindustrie. Aber nun tun das ganz klar die Amerikaner.
Hollywood steckt teilweise um die 200 Millionen Dollar in einen Film, und mit solch einer Summe kannst du einfach unglaubliches verrichten. Japanische Filmstudios würden nicht einmal im Traum an so etwas denken. Bei Videospielen verhält sich das mit den Budgets nicht anders. Japan muss solche Spiele produzieren, wie Hollywood es bei Filmen tut. Ich denke, Capcom und das Team von Hideo Kojima tun einiges, um diese Qualität zu erreichen. Ich hoffe, japanische Entwickler werden einmal dieses Niveau erreichen und werden in der Lage dazu sein, der Welt wieder etwas spezielles zu präsentieren.“


Könnt ihr Mikami zustimmen? Oder glaubt ihr eher, solch eine Einstellung könnte die japanische Videospielkunst ruinieren? Lasst uns eure Meinung wissen.


Quelle:  Go Nintendo
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14 Kommentare

profil 67 comments
[11.07.2012 - 16:57 Uhr]
IKAY:
Mich hatte es bei Resi 4 und 5 nicht gestört, dass diese Spiele Actionreicher geworden sind. Aber bei 6 soll ja ziemlich mit der Action übertrieben werden... Ich persönlich finde nicht, dass ein Spiel unbedingt mit Bombastischer Grafik aufwarten. Solange bei JRPGs der inhalt Stimmt muss das nicht Fotorealistisch dargestellt werden.
profil 3159 comments
[11.07.2012 - 17:05 Uhr]
Iwazaru:
Der... Natürlich...

Wenn ich Castlevania spiele, dann muss ich mich mit Hollywood-Szenen auseinandersetzen (der Klassiker: Pferd über Kippe) oder Gegenden, die wie HdR aussehen - typische Fantasy-Kost, wie man sie mittlerweile an jeder Ecke bekommt. Das Gleiche trifft auf Survival Horror zu, der eher nur noch auf Ballern oder unnötiges Blut abzielt. Wo sind die Videospiele als eigenes Medium?

Und das meiste Geld geht doch eh für überzogene Gagen an die "Stars" drauf. Das schreit für mich nur nach plumper Ausrede im Sinne von "wir haben zu wenig Geld um tolle Dinge zu machen". Dann hast einfach den falschen Job, Junge. Sorry, aber man kann aus wenigen Mitteln VIEL machen. Wieso haben sonst so viele Casual-Spielchen einen Megaerfolg? Nicht weil sie "Hollywood" sind!
profil 489 comments
[11.07.2012 - 17:12 Uhr]
Spike_V1:
Mir wäre es lieber, wenn sich die Japaner treu bleiben würden, statt diesem KrachBumm-Trend hinterher zu laufen.
profil 527 comments
[11.07.2012 - 17:21 Uhr]
CeSp-oNe:
Ich finde es sehr traurig das Japaner sagen die Japanische Videospielindustrie soll mehr wie die Amerikanische werden...

Die Amerikanische ist teilweise viel zu viel einheitsbrei.

Was gebraucht wird ist Kreativität.. nicht die Grafik sollte an erster stelle stehen, sondern der Spielspaß.

Japaner sollen Japanische spiele machen, dass sind die Titel mit denen Japan auf der ganzen Welt bekannt wurde.. nicht mit mittelmäßigen Gaijin abklatsch.
profil 182 comments
[11.07.2012 - 17:21 Uhr]
Zeltan:
Ich sag nur Xenoblade: Rollenspiel allererster Gütequalität! Eingeflogen direkt aus Japan! Ich pfeif auf Hollywood was Games anbelangt! Spiele sind schließlich keine Filme!
profil 10 comments
[11.07.2012 - 18:17 Uhr]
Suiumuounu:
Ich mag gerade diese japanische Einfachheit und die Chraktere ;)
profil 550 comments
[11.07.2012 - 18:52 Uhr]
Dirki:
Die sehen nur das Geld und dann denken die, das müssen wir auch machen und dabei kritisieren sie sich sogar noch selber. Die sehen nur noch Zahlen. Japaner seien nicht kreativ genug O.o HHHHAAALLLLOOOO????!!! Ich kann da nur mit den Kopf schütteln. Anstatt mal wie Iwarzaru schon erwähnte, ihre eigenständige Titel rauszubringen, Ideen freien Lauf lassen, wie es damals auch so war. Tja, da konnte sich noch keiner so richtig an den Zahlen orientieren :D

Dann weiss ich ja bescheid was die Zukunft so bringen wird. KRIEG, BLUT, KRIEG, BLUT. Aber eins sage ich euch, nicht bei mir. Dieser Bericht hier gibt mir nur noch die Bestätigung, ich habe es geahnt und es lag nicht an mir und da bin ich nicht der einzige. Sehr sehr viele berichten dies von meinem Freundeskreis. Schaut euch mal Final Fantasy an. Die Musik macht dort schon allein das ganze Spiel aus, durch die emotionen die dort ausgelöst werden und verdammt nochmal es braucht nicht unbedingt abgefuckte HDR, Bloom, Shader, Antiliasing Grafikhurre zu sein. Der Kern macht das doch aus?

Heutzutage ist es soweiso ganz schlimm geworden. Jede kleine scheisse wird irgendwie am Mann gebracht, egal wie. Die sind so einstudiert. Er würde über Leichen gehen dem Kunden es so schmackhaft wie nur möglich zu machen. Die Welt ist mehr als kaputt. Bei diesem Bericht kommt mir (entschuldige für die Ausdrucksweise) die Galle hoch.
profil 378 comments
[11.07.2012 - 19:01 Uhr]
RGodless Marcel Eifert
Man muss aber auch sagen, dass sowohl Mikami als auch Kojima immer den Westen als Maßstab genutzt haben. Resident Evil lehnte sich an alte B Movie Zombiefilme an. Meta Gear an alte Spionagefilme. Ihr Stil ist also grundsätzlich schon westlich geprägt. Dennoch aber mit einer Philosophie versehen, wie es nur die Japaner drauf haben.

Bei einem Handheld Game brauche ich den Prunk natürlich nicht. Aber klar, matschige Texturen oder veraltete Technik an sich, das sieht auf einer HD Konsole einfach nicht schön aus. Und, so schwer es dem ein oder anderen auch fallen wird, dies einzusehen, da haben westliche Entwickler einfach die Nase vorn momentan.

Mikami will einfach, dass die Spiele optisch mehr bieten. Und bis auf Capcom oder Konami hat es bisher noch kein japanisches Studio geschafft, da ordentlich was im HD Bereich abzuliefern. An sich teile ich seine Philosophie nicht wirklich. Das hier ist auch nicht das einzige Interview wo er so etwas erwähnt. Denn Mikami möchte sich auch von der Art her an westliche Spiele orientieren. Dafür bin ich natürlich nicht. Eine schöne Präsentation, dass ist aber schon wieder eine ganz andere Geschichte.
profil 103 comments
[11.07.2012 - 20:09 Uhr]
iPhil:
Er sagt doch überhaupt gar nicht, dass er sich an Hollywood orientieren möchte respektive Japan sich an Hollywood orientieren soll.
Zumindest nach diesem Zitat.

Er sagt nur, dass Hollywood sehr viel Geld für die Produktionen zur Verfügung hat, die Entwicklerstudios in Japan allerdings nicht.
Er wünscht sich, dass die Japaner irgendwann mehr Geld in die Entwicklung der Spiele stecken kann, damit sie besser aussehen werden.
Spielspaß hin oder her, bei aktuellen Spielen ist die Grafik wichtig, egal wie gut die Story sein mag.
Das Auge isst mit.

Natürlich kommen jetzt Kommentare, die versuchen, dagegen zu sprechen.
Ich mag auch alte Spiele, liebe zum Beispiel die Final Fantasy Reihe auf NES und SNES.
Aber das sind Spiele von früher. Sie sahen damals gut aus und heute sollte schon mit der aktuellen Technik mitgegangen werden.
Obwohl... eigentlich ist das jetzt gerade OT. :D

Mit mehr Geld kann man mehr machen.
Und das wünscht er sich.
Wahrscheinlich kann seine Aussage sein:
Was Hollywood für die Filmindustrie ist, soll Japan für die Videospielindustrie sein.

:3
profil 84 comments
[11.07.2012 - 21:04 Uhr]
smoki :
recht hat der mann. die japaner waren mal spitze jetzt leider nicht mehr ..und die Titel sind zu sehr nischenhaft. japaner müssen ja nicht ihre Identität aufgeben nur die Spiele sollten im westen auch ankommen..gutes bsp war Onimusha
profil 1 comments
[12.07.2012 - 00:54 Uhr]
Deimos:
Mal langsam, in Spielen wie Kingdom Hearts steckt sooooo viel Herz... da kenn ich kaum ne amerikanische Produktion, die da mithält.
@Marcel: Kleine Berichtigung, Kojima sollte ein Actionspiel produzieren, aber der MSX2 konnte nich mehr als drei Gegner darstellen, da ist er auf die Idee von einem Stealth- Actionspiel gekommen.
Ps: Ja, ich weiß, bei den Ports auf der HD und Subsistence Edition kommen (zumindest bei Metal Gear 2 -Solid Snake-) kommen mehr Gegner ^^
profil 9 comments
[12.07.2012 - 07:17 Uhr]
Lord_Onion:
Es ist auch klar dass der grafische Aspekt schon sehr vielen wichtig geworden ist und man sollte auch entsprechend erträgliche Optik bieten. Andererseits wirkt sich dieser Grafik-Fetisch/Wahn auch auf das Gameplay aus, wie sich immer wieder herausstellt. Man solle einen guten Mittelweg finden. Ein Diamant hat auch mit Schmierflecken noch seinen Wert. Anders betrachtet, bei beispielsweise der Harvest Moon Serie, muss man sich schon fast fragen, ob es nicht langsam mal Zeit wird, die Game-Cube Gen hinter sich sein zu lassen?
profil 378 comments
[12.07.2012 - 15:51 Uhr]
RGodless Marcel Eifert
Man kann immer noch was dazu lernen, Deimos. Das wusste ich selber nicht. Aber, die Auslegung ist dennoch ganz klar an alte Filme gerichtet. Bei alten Snake Artworks benutzt man als Vorlage sogar Michael Biehn. Und später orientierte man sich noch an Kurt Russell.

Was die Inszenierung der Metal Gear Games angeht, und das gilt für alle Teile ab dem Playstation Ableger, ist die Serie einfach jedem Videospiel in diesem Punkt Dimensionen voraus. Was Kojima damals zauberte, war halt ganz großes Kino. Ist es Heute immer noch. Kino in Form eines Videospiels.
profil 11 comments
[12.07.2012 - 16:40 Uhr]
HSync:
Hideo Kojima ist ja nun auch nicht gerade das Paradebeispiel für Japano-Spiele, würde ich behaupten.. wie schon hier anderweitig gesagt, fast alles was er gemacht hat hat massivste westliche Einflüsse. Aber natürlich mit gewissen japanischen Einschlag, was es ja so symphatisch macht..

Leider kann man Kojima selber nicht klonen, solche Leute bräuchten die Japaner wohl mehr.

Insgesamt hat wohl die HD-Ära den Japanern ein bißchen das Genick gebrochen. Kurios, ausgerechnet die Nation, die den technischen Fortschritt bei den Konsolen mit angetrieben hat, "leidet" etwas am stärksten darunter...

Im Prinzip haben die doch das folgende Problem: Um einen ordentlichen, zeitgemäßen "Look" hinzubekommen, muss man richtig Kohle in die Hand nehmen.. das war früher nicht in dem Maße notwendig. Diese Art von Investitionen können aber wohl viele Studios in Japan nicht mehr bringen.

Wer es dann doch schafft, muss die Riesen-Investitionen erstmal wieder hereinholen. Ein Japan-Only Release kommt demnach nicht mehr in Frage, der Titel muss weltweit ein Hit werden, sonst kippt das Projekt in die Miesen.
Ergo: Anpassung an einen Massengeschmack, und schwupps sehen die Spiele genau so aus wie aus Amerika/Kanada/Europa auch. Nur.. wer soll das dann noch kaufen wenn die eigene Identität flöten geht und der Rest der Welt den Mainstream eigentlich schon perfekt abdeckt und auch das Geld dazu hat bei der Präsentation und der Vermarktung entsprechende Geschütze aufzufahren?

Bleibt man grafisch schlichter, vielleicht sogar etwas "retro" und setzt mehr auf Inhalte, haben einen zwar einige Hardcore - Fans totaaal lieb, weil man sich selbst treu bleibt, aber das ist wohl nur ein Nischenmarkt. Früher konnte man damit noch eine größere Gemeinde beglücken, da dies halt nunmal der grafische Standard war, nun erreicht man nur noch einen Bruchteil der Leute... bei mindest gleichen Kosten. Ergo: Eigentlich Uninteressant... Das Geld kann man lieber in das x-te Browser- oder Smartphone Spiel stecken, das ist zumindest das, was die Investoren hinter den Studios leider sagen werden..

Die Japaner stecken halt echt in einem Dilemma. Das ist aber nicht nur auf die Spielebranche bezogen. Ähnliche Probleme wurden auch in ganz anderen Wirtschaftsbereichen ausgemacht.... die Japaner haben auch in anderen Bereichen Probleme, ihre Produkte ausserhalb Japans zu vermarkten. Warum kam sowas wie das iPhone nicht von Sony? Warum entwickelt Hyundai gezielt Autos für den europäischen Markt mit deutschen Ingenieuren und Designern und nicht Totyota?

Eine Entwicklung primär für den japanischen Heimatmarkt und Vermarktung einiger halbwegs geeigneter Produkte für den Rest der Welt war bisher immer gut genug, doch was passiert, wenn die meisten Menschen auf der Welt einen anderen Geschmack haben als der einheimische, japanische Käufer, aber die japanischen Unternehmen nicht aus ihrer japanischen "Denke" herauskönnen?

Auf die Spiele bezogen sieht das natürlich düster aus.. viele lieben die Japano-Titel aufgrund ihres eigenen Charmes... wenn die nun mainstreamiger werden "müssen", um genug Geld einzuspielen, könnte es zappenduster werden was das angeht...
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Autor: Marcel Eifert

Datum: 11.07.2012, 16:22 Uhr

Typ: Allgemein

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Nintendo Switch, Shinji Mikami, Hideo Kojima, Hollywood, Capcom, Konami

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