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Kurztest: Enter the Gungeon

Denis Wewetzer, 02.01.2018

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Nachdem das Roguelike-Genre inzwischen recht beliebt geworden ist, bleibt es nicht aus, dass auch die Switch mit diversen Titeln bestückt wird. Und nachdem es bereits auf so ziemlich jeder anderen erdenklichen Konsole veröffentlicht wurde, ist vor Weihnachten Enter the Gungeon auch auf Nintendos Hybriden rausgekommen. Die Frage, ob das Spiel auf dem System auch etwas taugt, bleibt aber natürlich noch aus. Doch dafür bin ich ja da und kann euch näherbringen, worum es sich bei dem Titel handelt und ob er sich auf der Switch auch lohnt.

Schuss auf die Vergangenheit
Wie bei vielen Roguelikes zeigt sich die Story von Enter the Gungeon auch eher schlicht. So befindet man sich im Vorraum des so genannten Gungeons, in dem eine sagenumwobene Waffe sein soll. Mit dieser sei es möglich, die Vergangenheit abzuschießen und dementsprechend auszulöschen. Als einer der tapferen Abenteurer, die allesamt unterschiedliche Anfangsfähigkeiten und Waffen besitzen, versucht man anschließend, die Wunderwumme in die Finger zu kriegen. Jeder Charakter bekommt dabei ein wenig Story spendiert, sollte man es bis zur Waffe geschafft haben. Doch der Weg dorthin ist tückisch und nur so mit Gegner und Fallen gespickt.

Bang bang. Badau badau badau. Bang.
Hat man erstmal den Gungeon betreten, geht die Action auch schon los. In üblicher Twin-Stick-Shooter-Manier bewegt man sich mit dem einem Analogstick und zielt mit dem Anderen. In fast jedem Raum wird man dabei von Gegner angegriffen, die es auszuschalten gilt, bevor man sich weiter in den zufallsgenerierten Kerkern bewegen darf. Die Feuergefechte sind dabei bei normalen Gegner meist recht schlicht und lassen sich ohne großartige Fähigkeiten beherrschen, wobei man sich bereits hier mit der Ausweichrolle vertraut machen sollte. Diese verschafft einem kurzzeitige Unverwundbarkeit, wodurch man einer unglücklichen Kugel vielleicht doch noch ausweichen kann. Bei den Bossen, die einem am Ende einer jeden Ebene erwarten, ist jedoch kein leichtes Spiel zu erwarten.

Da diese schwerere Geschütze auffahren, sollte man sich vielleicht vorher noch ein wenig auf der Ebene umsehen, um entweder neue Gegenstände - wie Molotov-Cocktails, Herzcontainer oder ähnlichem - oder aber neue Schusswaffen zu finden. Jede Waffe kommt dabei mit einem anderem Schussverhalten, unterschiedlich großen Magazinen und vielen weiteren möglichen Eigenheiten daher. Die Auswahl der eigenen Bewaffnung ist zudem ziemlich groß, sodass jeder Spieler eigentlich etwas für sich finden müsste. Die Entwickler hatten offensichtlich allerdings auch ein wenig Spaß mit den Schießeisen, was in einigen eher lustigen Waffen resultiert. Hier möchte ich lediglich die Schrothülse erwähnen, die Shotguns verschießt. Den Rest solltet ihr besser selbst entdecken, ich konnte mir aber häufiger ein blödes Grinsen nicht verkneifen. Falls neue Waffen auch nicht ausreichen, hat man aber auch noch den „Notfallknopf“, wodurch eine Platzpatrone verschossen wird. Diese bewirkt, dass sämtliche Kugeln auf dem Bildschirm aufgeräumt werden und Gegner können für eine kurze Zeit keine neuen verschießen. Ideal also für spätere Bosskämpfe, die nicht selten zu guten Bullet-Hell-Partien werden.

Was ist besser als Schusswaffen? NOCH MEHR SCHUSSWAFFEN!
Über Zeit (und durch das Aufsammeln der Ingame-Währung) wird es einem möglich, weitere Gegenstände und Waffen freizuschalten und das ohnehin bereits große Arsenal noch weiter auszubauen. Allerdings erwarten einem noch diverse andere Kleinigkeiten im Gungeon, deren Freischaltbedingungen allerdings leider absolut undurchsichtig ist. Natürlich macht es manchmal auch den Charme eines Spiels aus, doch lediglich wieder und wieder mit den Charaktere durch die Gefilde zu laufen und auf neue Waffen zu hoffen, kann teilweise und gerade auf Dauer vielleicht etwas frustrieren. Da wäre es doch ganz schön, ein Ziel vor Augen zu haben. Das muss man in der Switch-Version auch nicht einmal alleine, denn ein Koop-Modus ist ebenfalls mit an Bord. Dieser lässt sich sogar mit den einzelnen Joy-Cons spielen, sodass man nicht einmal einen Extra-Controller braucht. Wer sich jetzt fragt, wie ein Twin-Stick-Shooter mit nur einer Analog-Steuereinheit funktioniert, dem darf gesagt werden: Nicht so wirklich. Gezielt wird so nämlich anhand der Bewegungssteuerung, was zwar irgendwie funktioniert, dies aber eher schlecht als recht. Ganz nett ist es trotzdem.

Technik
Enter the Gungeon präsentiert sich in netter Retro-Optik, die allerdings mit diversen Details auffällt. Wirft man etwa einen Tisch um, auf dem sich noch etwas befindet, wird der entsprechende Gegenstand durch die Gegend geschleudert. Überall sind kleine Details versteckt und die Animationen sind flüssig wie warme Butter. Hier läuft alles wie geschmiert. Ähnlich sieht es da mit dem Soundtrack aus, der für kurze Partien auf jeden Fall eine gute Abwechslung bietet. Wenn man dann allerdings mal längere Runden spielt, ist man auch ganz froh, dass die Musik nur etwas im Hintergrund dudelt, denn auf Dauer wirkt sie leider etwas zu repetetiv, als dass ich sie mir immer weiter mit wachsender Begeisterung anhören müsste.

Fazit:
Enter the Gungeon war bereits auf den anderen Systemen, auf denen es erschienen ist, ein gutes Spiel. Und bei der Switch-Version ist das auch nicht anders. Die Steuerung funktioniert super, es läuft flüssig und es noch immer so fordernd wie eh und je. Insbesondere möchte ich hervorheben, dass dieses Roguelike sehr auf die eigenen Fähigkeiten aufbaut. Unabhängig davon, wie viel man freispielt und was für Waffen man in einem Run sammelt, kommt es immer auf das eigene Geschick an, ob man weiterkommt oder nicht. Natürlich machen manche, stärkere Waffen das ganze etwas leichter, allerdings spricht absolut nichts dagegen, mit der Anfangswaffe durch die gesamte Partie zu laufen. Wer mit Twin-Stick-Shootern bewandert und dem allgemeinen Spielprinzip von Roguelikes nicht abgeneigt ist, kommt an Enter the Gungeon nicht vorbei. Wer noch zögert, kann sich vorher zumindest mal ein wenig was dazu anschauen, genug Material hat das Internet inzwischen allemal.

Kann mit echten Waffen besser umgehen, als mit Virtuellen: Denis Wewetzer [Azure] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Devolver Digital für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spaßiger und fordernder Twin-Stick-Shooter im Roguelike-Gewand, das perfekt für unterwegs geeignet ist.

Wertung

Große Waffenauswahl

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Charmante Retro-Optik

Freischaltbedingungen nicht immer einsehbar

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Spielname:
Enter the Gungeon

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Devolver Digital

Developer:
Dodge Roll

Genre:
Action

Release:
18.12.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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