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Kurztest: Rocket League

Sebastian Mauch, 17.11.2017

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In Sachen eSports hielt sich Nintendo die letzten Jahre dezent zurück, während die Konkurrenz sich immer mehr Titel aus der Sparte, beispielsweise Overwatch, auf ihre Systeme holte. Immerhin setzten die Japaner mit dem herausragenden Splatoon 2 (zum Test) ein Startzeichen in diese Richtung. Eines der größten Dinger des elektronischen Sports der letzten Zeit war aber das allseits beliebte Rocket League aus dem Hause Psyonix. Der Nachfolger des PS3-Nischentitels Supersonic Acrobatic Rocket-Powered Battle-Cars, oder kurz „SARPBC“, ging förmlich durch die Decke und ist mittlerweile für den PC, die PS4, die Xbox One und nun endlich auch die Nintendo Switch verfügbar. Erstmals kann man Titel auch jederzeit unterwegs zocken, eine entsprechende Internetverbindung natürlich vorausgesetzt. Aber taugt der Kulthit auch in der portablen Version? Ich habe die Antwort darauf unten im Test versteckt, viel Spaß beim Lesen!

„Sorry!“ - „Ups…“ – „Meine Schuld.“
Bevor ich beginne, noch kurz eine Erklärung zum Spiel an sich, falls jemand noch gar nichts davon gehört haben sollte. Rocket League ist im Prinzip Fußball, das man mit Autos spielt – raketenbetriebene Autos! So war es zumindest am Anfang, denn im Laufe der Zeit wurde der Umfang des Spiels durch die sehr aktiven Entwickler massiv erweitert. So kamen etwa Modi wie „Körbe“ und „Schneefrei“ hinzu, in denen man Basketball und sogar mit einem Puck statt einem Fußball spielt. Auch die dezent anders gearteten Fun-Modi „Dropshot“ und „Rumble“ fanden so ihren Weg in das Spiel. In Dropshot spielt man in einer oktagonal geformten Arena und muss versuchen, durch präzises Spiel den Gegner im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen Rädern wegzureißen. In Rumble wiederum spielt man normalen Autofußball, bekommt jedoch alle zehn Sekunden ein fetziges Power-Up wie etwa einen Greifhaken zugesteckt.

Allein diese eigentlich eher nebensächlichen Spielmodi machen das Spiel schon zu einem Hit. Der eigentliche Hauptaspekt sind aber immer noch die regulären Modi, frei von jeglichen Power-Ups oder Störeinflüssen. Dort finden Partien entweder Spieler gegen Spieler, in Zweier-, Dreier, oder sogar in chaotischen Viererteams statt. Bis auf den Vierermodus „Chaos“ kann man alle Varianten auch mit Rangliste spielen. Nach zehn Platzierungsmatches sammelt man dort Punkte, um immer weiter Ligen aufzusteigen, wofür sogar am Ende einer jeden Saison Belohnungen ausgegeben werden. Bevor man sich an das (noch immer) nicht perfekte Ranglistensystem setzt, sollte man aber besser zunächst das Training ausprobieren.

Hier bietet Psyonix nicht nur einen freien Modus oder diverse Einheiten für Grundmanöver an, sondern fügte vor einer ganzen Weile auch ein System ein, in dem die Spieler selbst Trainingsmanöver erstellen und mit der Community teilen dürfen. Auch das ist auf der Switch, so wie ziemlich jeder andere Aspekt mit von der Partie. So hat man genug Möglichkeiten, ob gegen die KI im Saisonmodus oder gegen echte Spieler im Online-Modus, ordentlich an Erfahrung zu sammeln. Die Lernkurve ist dabei erfahrungsgemäß bei diesem Spiel extrem steil. Floddert man anfangs noch unzählige Male an dem am Boden rollenden Ball vorbei, flattert man schon nach etwa 100 Spielstunden halbwegs zielsicher durch die Lüfte.

„Guter Schuss!“ – „OMG!“ – „Wow!“
Soviel zum regulären Inhalt von Rocket League. Natürlich hat die Switch-Version aber auch ein paar Eigenheiten an sich. Neben dem gesamten Portfolio an schicken DLC-Flitzern gibt es für Nintendo-Spieler auch drei kostenlose Vehikel mit dazu. Zwei davon sind direkt zu Beginn verfügbar und orientieren sich an der Kleidung von Mario und Luigi. Das dritte ist ein eher futuristischer Wagen mit starker Anlehnung an Samus Arans Raumschiff und muss erst freigespielt werden. Die meisten Items lassen sich dabei ganz simpel nach gespielten Matches erhalten, egal ob Sieg oder Niederlage. Hin und wieder schmeißt das System aber auch Kisten aus, welche gegen Echtgeld mit Schlüsseln geöffnet werden können. Die Items daraus sind aber meistens recht gut, ob man dafür Geld lässt muss aber jeder für sich entscheiden.

Vor kurzem hielt Psyonix jedoch zum ersten Mal ein saisonales Halloween-Event ab, in dem man für Matches eine Unterwährung namens Candy Corn erhielt. Dafür konnte man sich mit bis zu fünf Spezialschlüsseln ausstatten, um so auch ohne Echtgeld die begehrten Lootboxen zu öffnen. Einziger Haken: Die so erhaltenen seltenen Gegenstände können nicht mit anderen Spielern gehandelt werden, was prinzipiell mit jedem anderen Item möglich ist. Da die Switch-Version jedoch direkt nach diesem Event erschien, müssen Nintendo-Spieler leider noch bis zum nächsten Event dieser Art warten. Zu Weihnachten könnte es aber mit etwas Glück bereits so weit sein.

Weiterhin hat man selbstverständlich auch Anpassungen bei der Grafik vornehmen müssen. In unserem unten angefügten Angezockt-Video habe ich fälschlicherweise noch von der Unity-Engine gefaselt. Tatsächlich basiert das Spiel aber noch auf der Unreal Engine 3 von Epic Games, welche noch nicht so wirklich auf die Switch ausgelegt war. Das macht sich bemerkbar. So wird das Spiel etwa im Handheld-Modus etwas verwaschen und weist recht auffällige Pixeltreppchen auf. Auch Gelegentliche Mikroruckler muss man in Kauf nehmen. Das heißt aber noch lange nicht, dass Rocket League auf der Switch unspielbar ist – mitnichten! Im TV-Modus sieht das Ganze dann schon wieder eine Schippe besser aus und läuft auch spürbar runder. Lediglich das Menü wirkt in beiden Einstellungen ein wenig zuckelig, was aber durchaus verkraftbar ist und möglicherweise sogar noch per Patch behoben wird.



Fazit:
Als Besitzer der nunmehr dritten Version von Rocket League und knapp 400 Spielstunden auf dem PC könnte ich noch stundenlang weitere Aspekte des Spiels aufzählen. Abseits der Spielmodi gibt es nämlich noch Weltmeisterschaften, erweiterte Flugtechniken wie das „Freestyling“, taktische Manöver und Verhaltensregeln im Teamspiel und, und, und. Der Punkt ist: Rocket League ist mit seinen 20 Euro nicht teuer und hat bisher so ziemlich jeden Zocker, den ich kenne, neugierig gemacht. Die meisten hatten sogar einen Heidenspaß damit, richtige Fans trainieren dann, um sich in höheren Ligen beweisen zu können. Die Abwechslung, der grandiose Soundtrack und das recht faire Lootbox- und Dropsystem sind an diesem Erfolg nicht ganz unschuldig. Bis auf ein paar optische Abstriche kann man dieses Spektakel nun auch jederzeit unterwegs erleben. Dank moderner Mobilfunktechnik wie LTE sind auch über das Handynetz mitunter geringe Latenzen von 50 Millisekunden möglich. Eine Partie über den Hotspot des Smartphones verbraucht dabei nicht mal viel Datenvolumen und kann sogar mit Spielern der Steam- und Xbox One-Version bestritten werden. Bei der gekauften Packung hört der Spaß aber nicht auf. Wie man es vom Entwickler Psyonix nicht anders kennt, darf man auch für die Zukunft weitere Events, Items und Spielmodi erwarten. Wer nun auch nur ansatzweise neugierig ist dem sei gesagt: Auch wenn es kompliziert aussieht, es lohnt sich!

Raketenfußball für unterwegs? Ein Traum wird wahr: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

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Das eSports-Phänomen nun auch für unterwegs. Mit diesem zugänglichen Autosportspiel kann kaum einer was falsch machen.

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Gleicher Funktionsumfang wie auf anderen Plattformen…

Zahlreiche Spielmodi und ein Rangsystem

Cross-Network-Play mit Steam und Xbox One

…bis auf die transparenten Torpfosten

Etwas verpixelt im Handheld-Modus

Menüs träger als auf anderen Plattformen

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Spielname:
Rocket League

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
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Publisher:
Psyonix

Developer:
Psyonix

Genre:
Sport

Release:
14.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler, lokal, online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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