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Kurztest: Cat Quest

Denis Wewetzer, 20.11.2017

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Seid ihr auf der Suche nach felltastischer Action? Pfotasmagorischer Abenteuer? Dann haben die Gentlebros eventuell ein Spiel für euch gemacht: Cat Quest! Bereits damit beworben, nicht nur unmengen an Katzenwitzen zu enthalten, sondern auch eine Homage an Action-Rollenspiele alter Zeiten zu sein, ist das Abenteuer nun für die großen Systeme erschienen – damit natürlich auch für die Switch, wenn auch ausschließlich als Download. Das alleine sollte allerdings noch lange kein Ausschlußkriterium sein und deshalb habe ich meine innere Katze gezähmt, um Felingard vom Terror der Drachen zu befreien.

Das ist doch zum Aus-dem-Fell-Fahren!
Das Abenteuer startet so verhängnisvoll, wie es für Spiele dieser Art hin und wieder üblich ist: Während einer Bootsfahrt wird die Schwester des Helden vom teuflischen Drakoth gekatznappt, der kurz darauf auch noch das Boot selbst versenkt, wodurch das Kätzchen in der wundersamen Welt von Felingard strandet. Hier übernimmt man die Kontrolle und darf sich erstmal auf der Oberwelt orientieren. Allerdings dauert der Frieden nur sehr kurz an, denn der kratzbürstige Feind stellt den Helden vor die Aufgabe, stärker zu werden und so seine Schwester zu retten. Und damit beginnt auch schon das Abenteuer, das im übrigen vollständig auf Deutsch übersetzt worden ist. Mit dem Fokus auf der englischen Sprache und der Menge an Wortspielen mit Katzenbezug kann man sich denken, dass diese schwer zu retten sind. Das Lokalisations-Team hat hier jedoch recht gute Arbeit geleistet und nur selten auf Biegen und Brechen versucht, wirklich jeden Witz auch im Deutschen anzuwenden. Trotzdem gibt es hier und da ein paar Abschnitte, wo auffällt, wie sehr sie es trotzdem versucht haben (Wie etwa „Katzen-Kollegah“ für „Pawtner“). Diese stören allerdings im Spielverlauf eher weniger. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass die Hauptgeschichte nicht sonderlich lang ist. Bereits nach gut vier Stunden werden schnelle Spieler diese beenden können und selbst wenn man sich anschließend daran macht, alles zu 100% abzuschließen, steigt die Spielzeit höchstens auf etwa das doppelte, also rund acht Stunden.

Die Welt ist euer Kratzbaum
Während des Erkundens der Oberwelt wird man auf diverse Hindernisse treffen. Damit sind natürlich alle möglichen Feinde gemeint. Glücklicherweise ist der Held dieser Geschichte nicht wehrlos: Tatzsächlich ist er durchaus bewandt mit dem Umgang mit dem Schwert. Durch mehrfachen Tastendruck ist es so möglich, einfache Kombos auf die Gegner niederprasseln zu lassen. Zur Verteidigung gibt es allerdings keinen Schild, stattdessen muss man sich auf eine Ausweichrolle verlassen, die grundsätzlich auch ihren Zweck mehr als genug erfüllt. Hin und wieder trifft man allerdings noch auf Gegner, die eine Resistenz gegen physische Angriffe aufweisen und hier kommt die andere Art anzugreifen ins Spiel: Magie. Im Laufe des Abenteuers erlernt man diverse magische Angriffe, von denen sich zu jeder Zeit vier Stück ausrüsten lassen, die dann wiederum über die Schultertasten ausgeführt werden können. Dies verbraucht allerdings Mana, das sich ausschließlich durch normales Angreifen wieder auffüllen lässt.

Hat man genug Feinde besiegt und dementsprechend eine ausreichende Menge an Erfahrung eingesammelt, steigt man im Level auf – allerdings ist das Besiegen von Feinden nur in Ausnahmefällen der beste Weg, um im Level zu steigen. Hier kommen die Nebenquests ins Spiel, die in den unterschiedlichen Stätten angenommen werden können und sowohl Geld, als auch Erfahrung als Belohnung herausgeben. Die Nebenquests sind allerdings auch eine der großen Schwächen des Spiels, denn nicht selten wird man von diesen hin- und hergeschickt. Eine Questreihe verlangt einem sogar ab, mehrmals quer vom westlichsten Teil der Karte zum östlichsten zu laufen. Die Oberwelt ist nun nicht sonderlich groß, besonders viel Spaß macht diese Rennerei trotzdem nicht. Der Abschluss von Quests kann manchmal aber auch noch eine Belohnung herausgeben: Ausrüstung. Und hier kommen die Anpassungsmöglichkeiten, neben der Auswahl der Magie, mehr zu Geltung. Denn die Ausrüstung, die man während der Reise durch Felingard findet, ist recht vielfältigt, was viel Spielraum zum Einkleiden der persönlichen Heldenkatze lässt.

Technik
Die Präsentation des Spiel empfinde ich als äußerst gelungen. So bekommt man hier keine 3D-Modelle vorgesetzt, sondern alle Figuren und auch die komplette Umgebung werden mit 2D-Pappaufstellern dargestellt, was sich wunderbar zum Gesamtbild des Spiels zusammenfügt. Die Oberwelt zeigt diverse unterschiedliche Umgebungen (auch wenn sie, wie bereits erwähnt, recht klein ist). Ein wenig schade ist, dass die Menge an Charaktermodellen ziemlich gering ist, wodurch beispielsweise die meisten Bauern wie Klone wirken. Dafür wieder etwas besser gelungen ist die musikalische Untermalung, wobei das auch nur an der Kürze des Spiels liegen wird. Es gibt nicht besonders viele Tracks, die gespielt werden. Durch diverse Wechsel fällt dies allerdings nicht zu sehr auf und da sich die Gesamtspiellänge eben auch als recht kurz darstellt, ist man eigentlich schon fertig, bevor es zu nerven anfängt.

Fazit:
Seid ihr die Katzenwortspiele langsam satt? Nein? Okay, dann könnte Cat Quest noch ein Spiel für euch sein, denn was ich hier abgeliefert habe ist lediglich ein Burchteil von dem, was euch erwartet. Trotz der Menge an Witzen mit Katzenbezug nimmt sich das Spiel aber dennoch, vielleicht überraschenderweise, recht ernst, was allerdings absolut nicht schadet. Insgesamt ist die Story nämlich gelungen und verfügt sogar über ein paar nette Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Das Gameplay macht Spaß und fordert einen trotzdem. Die unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände helfen zudem dabei, ein wenig herumzuprobieren, um den eigenen Stil zum Bewältigen dieser Abenteuer zu finden. Die einzigen Mankos sind die etwas mäßigen Nebenquests mit nervigen Laufwegen und die geringe Anzahl an Charaktermodellen. Wer sich daran nicht stört und mal wieder ein kurz(weilig)es Action-Rollenspiel sucht, findet mit Cat Quest die richtige Sorte an Katzenminze.

Wusste schon länger, dass eine Katze in ihm steckt: Denis Wewetzer für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an PQube für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Kurzweiliges Action-Rollenspiel mit wenigen Mankos und vielen stimmigen Katzenwitzen.

Wertung

Eingängies Gameplay

Passende Story…

Diverse Anpassungsmöglichkeiten

Viel Herumgerenne für Sidequests

....wenn auch sehr kurz

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Spielname:
Cat Quest

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
PQube

Developer:
The Gentlebros

Genre:
Action Adventure

Release:
10.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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