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Heroes of the Monkey Tavern

Kurztest: Heroes of the Monkey Tavern

Nicola Hahn, 19.11.2017

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Zusammen mit drei Helden schreite ich durch die dunklen Verliese. Um mich herum kreucht und fleucht Ungeziefer über den Boden, aber auch der Tod und das Verderben sind immer präsent. Vor einigen Stunden saß ich noch mit meinen Weggefährten in der belebten Taverne und wir schlürften ein Bier nach dem anderen. Wie hat es uns, die Heroes of the Monkey Tavern, in solch tiefe und finstere Dungeons verschlagen?

Ein feuchtfröhlicher Abend
Während wir uns also gerade in besagter Kneipe betrinken und sich die Reichtümer der letzten Heldentaten mit jedem tiefen Schluck verringern, spricht mich ein fremder Mann an: „Hey, ihr seid doch die großen Helden? Ich kenne da einen interessanten Ort, an dem es unglaubliche Schätze zu finden gibt. Aber ich muss euch warnen…“ Mehr konnten meine Kollegen und ich nicht mehr hören, denn kaum hatte der Fremde das Wort „Schätze“ in den Mund genommen, da waren wir schon unterwegs zu diesem geheimnisvollen Ort. Ein riesiger Turm erhebt sich vor uns, unser Ziel. Doch bevor wir durch die Eingangstor spazieren, muss ich erst meine Mitstreiter beschreiben. Wie sie am Ende aussehen und zu welcher Rasse sie gehören, tut nichts zur Sache. Wichtig ist nämlich nur die Klasse und die auf die vier Grundwerte Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz und Vitalität verteilten Fähigkeitenpunkte. Begleitet werde ich als ausgeglichener Krieger von einem Barbaren, der besonders gut zuschlagen, aber wenig einstecken kann. Dazu kommt eine Priesterin, die uns mit heilenden Kräften zur Seite steht, aber von Kämpfen keine Ahnung hat. Komplettiert wird unser Vierergespann von einem Dieb, der besonders geschickt ist und gut mit zwei Dolchen umgehen kann.

Doch da haben wir auch schon unser erstes Problem: Kaum sind wir durch den monströsen Eingang geschritten, wird uns bewusst, dass wir in der Taverne sämtliche Waffen und Ausrüstung gegen Alkohol getauscht haben. Also dienen gefundene Schätze gleich als Waffe und schützende Rüstung, aber bis dahin müssen wir uns mit Fäusten durchschlagen. Hätten wir mal lieber einen Mönch mitgenommen, der nimmt als Einziger von Attacken mit der Faust nicht selbst Schaden… Wir bewegen uns gemeinsam Schritt für Schritt durch das Labyrinth, für Außenstehende könnte es aussehen, als würden wir in perfekter Einheit marschieren. Allerdings bewegen wir uns nicht fließend, sondern ganz nach dem Vorbild unserer Retro-Vorfahren immer nur ein Feld vorwärts und drehen uns auch immer nur um 90° mit den Schultertasten L und R. Das führt anfangs noch zu Problemen, denn mit ZL und ZR wird auch noch der ausgewählte Held durchgewechselt und die Bewegung, die eigentlich mit dem Steuerkreuz ausgeführt wird, könnte man leicht mit dem linken Joystick verwechseln, der aber für den aktuellen Helden einen ausgerüsteten Zaubertrank einsetzt. Nicht dass das mir je passiert wäre, aber sollte dieser Fall eintreten und das auch noch öfters, dann wäre das doch ziemlich ärgerlich.

Ab in den Kampf!
Zum Glück gewöhnt man sich dann doch schnell an die traditionelle Fortbewegung. Habe ich schon gesagt, dass mir derartige Missgeschicke nie passieren? Zurück zum Thema: Wir bewegen uns also durch die erste Ebene des Dungeons und siehe da, ein Kerzenhalter an der Wand hängt schief! Wer um alles in der Welt würde da nicht der Versuchung erliegen, diesen zurechtzurücken? Und siehe da: Kaum geschehen, rührt sich auch schon die Wand links von mir und ein frisch poliertes Kurzschwert liegt hinter der geheimen Steinmauer. Jetzt gilt es nur noch das Hindernis der Inventarführung zu überwinden um auch ja den richtigen Helden (und zwar ich!) mit dieser scharfen Schönheit auszustatten. Zwar lässt sich beim Aufnehmen von Items gleich der Held auswählen, aber mit der nächstbesseren Waffe/Rüstung wird dieser nur bestückt, wenn er noch gar nichts dieser Art trägt. Zugeschlagen wird übrigens immer mit dem gerade ausgewählten Helden und der passenden Taste: A lässt die Haupthand und B die Zweithand hervorschnellen. Je nachdem ob sich in dieser gerade eine Waffe, ein Schild oder ein Zauberstab befindet, kommt dieser zum Einsatz, muss aber kurz darauf wieder aufgeladen werden. Einhandwaffen, wie eine große Axt oder ein Langschwert, können natürlich nur einmal zuschlagen. Zauberstäbe können dagegen Angriffszauber wie Feuer und Eis oder Heilung beim eigenen Trupp bewirken, was Mana verbraucht und ebenfalls eine Wiederaufladung benötigt.

Wir verbringen unsere Zeit also in den finsteren Kerkern, klopfen jede verdächtige Wand ab, hauen jedem Monster den Schädel ein und lösen hier und da kleine Rätsel, wie die Suche nach verschiedenen Schlüsseln oder das Drücken von Knöpfen in der richtigen Reihenfolge. Bleibt uns irgendwann mal nach Kämpfen die Puste weg, können wir uns jederzeit auf den Boden legen und schlafen - vorausgesetzt es ist gerade kein garstiges Ungeheuer in unserer Nähe. Dabei wird auch gleich ein Auto-Save angelegt und wir können, falls unsere Truppe mal wieder einen Gegner unterschätzt, an dieser Stelle wieder einsteigen. Das ist auch keine dumme Idee, denn verstirbt mal ein Held, bleibt er ziemlich lange tot. Wiederbelebung ist hier nur selten möglich. Haben wir mal einen ganz schlechten Tag, dann gibt es auch die Möglichkeit, außerhalb von Kämpfen manuell zu speichern und zu laden (wenn das auch mal außerhalb solcher Orte möglich wäre…). Ach ja, eine Karte gibt's auch: Sie zeichnet sich auf unseren Wegen automatisch und obwohl wir uns diese vor die Nase halten, können wir ungestört laufen. Jedoch nur bis wir in einer Falle oder in dem Rachen eines Monsters landen, versteht sich. Leider lohnt das Abenteuer im finsteren Turm nur selten noch einmal, denn außer einen höheren Schwierigkeitsgrad gibt es keine neuen Überraschungen auf dem erneuten Weg durch die Verliese. Die Level, die Gegner und die Beute sind leider fest vorgegeben und damit allesamt vorhersehbar.

Fazit:
Anfangs vermag die alte Vorwärts-Rückwärts-Seitwärts-Steuerung von Heroes of the Monkey Tavern verwirren und zu der ein oder anderen ärgerlichen Situation führen, denn wer versehentlich einen Trank benutzt anstatt einem Gegner aus dem Weg zu gehen, der wird gleich mit automatischem Schaden bestraft. Aber mit der Zeit geht die Steuerung leicht von der Hand und auch die widerspenstige Menüführung fügt sich meinem Willen. Eine Touchscreen-Unterstützung wäre für letztere eigentlich ganz sinnvoll gewesen, aber da bleibt der Port eher spartanisch. Wer die PC-Version ausprobiert hat, weiß auch, dass dort die Bedienung deutlich intuitiver und das Gameplay flüssiger ist. Ich lege jedem, den das Spiel optisch und auch vom Genre her anspricht, die im eShop und auf Steam verfügbare Demo ans Herz, mit der sich die komplette erste Ebene spielen lässt. Das reicht um selbst einen Eindruck vom Spiel zu bekommen, denn für Jedermann ist dieses Spiel definitiv nicht geeignet.

Ist der einzige unerschrockene und unfehlbare Held auf Erden: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Monkey Stories für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Als Rogue-like hätte das Spiel noch ein wenig mehr rausholen können. Jetzt ist es nur ein kurzes Einweg-Abenteuer, aber dafür ein netter Spaß für Zwischendurch.

Wertung

Atmosphärische Sound- und Grafikkulisse, die auch zu kleinen Erschreckern führen kann

Reichlich versteckte und vielfältige Beute

Hektische Kämpfe dank Heldenwechselzwang

Sehr gewöhnungsbedürftige Steuerung

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Spielname:
Heroes of the Monkey Tavern

Typ:
eShop Spiel

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Publisher:
Monkey Stories

Developer:
Monkey Stories

Genre:
Action Adventure

Release:
07.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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