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Kurztest: Stern Pinball Arcade

Tjark Michael Wewetzer, 01.01.2018

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Fantasievolle Flipper, die dank des Videospielmediums weit über die Möglichkeiten realer Tische hinausgehen, sind ja schön und gut, doch die richtigen Maschinen haben auch noch ihren Reiz. Immerhin gehört zum Bau eines Pinball-Automaten einiges an Feingefühl, wenn er denn auch Freude bereiten soll. Und es kann manchmal ziemlich eindrucksvoll sein, was sich alles so in der Realität umsetzen lässt. Einen entscheidenden Nachteil gibt es jedoch: Egal ob nun als Komplettkauf fürs Eigenheim oder nach klassischer Münzschlucker-Methode in einer der leider immer selteneren Spielhallen, wirklich günstig ist so ein Flipper nie. Und da kommt Stern Pinball Arcade ins Spiel, das ich ausgiebig für euch getestet habe.

Der neue, alte Stern am Flipper-Himmel
Die Sammlung versteht sich als spezielle Auskopplung von The Pinball Arcade aus dem Hause FarSight und umfasst insgesamt elf Tische des Herstellers Stern Pinball, die von 1990 bis 2016 reichen. Die im eShop herunterladbare, kostenlose Basisversion lässt euch davon allerdings nur Mary Shelley's Frankenstein spielen, der Rest muss separat oder in Bundles im eShop beziehungsweise als Modul-Komplettpaket im Einzelhandel erworben werden – und speziell die Solo-Varianten sind mit rund fünf bis neun Euro ziemlich happig im Preis. Dafür bekommt ihr immerhin originalgetreue Nachbauten realer, lizenzierter Tische, die auch nur wenig von ihren Vorbildern vermissen lassen. Der AC/DC-Tisch kommt beispielsweise mitsamt seines Soundtracks, also den Musikstücken der Band, daher und beschallt euch genau so, wie er sollte.

Die gebotenen Spielflächen fallen zudem auch ziemlich abwechslungsreich aus, wenngleich sie qualitativ natürlich schwanken. So ist The Phantom of the Opera recht simpel gestrickt, während euch Ghostbusters mit allerlei beweglichen Zielen und sogar einem holographischen Geist verwöhnt. Waschechte Totalausfälle bietet das Paket allerdings nicht: Selbst die am unspannendsten wirkenden Flipper wie Harley Davidson und Mustang bieten einige nette Kleinigkeiten, um immer mal wieder zu einer schnellen Runde anzustacheln. Dabei helfen auch die diversen Tisch-Ziele, die nicht unähnlich einem Achievement-System das Erfüllen bestimmter Leistungen vermerken. Wer sich die Lösung nicht selbst erarbeiten möchte, findet sogar ausführliche Erklärungen zum Erreichen dieser Ziele.

Solide Basis-Ausstattung
Leider lässt Stern Pinball Arcade darüber hinaus ein wenig an Extras vermissen. Zwar könnt ihr die Raumbeleuchtung runterdrehen und so die Blinklichter der Tische besser zur Geltung kommen lassen, darüber hinaus werden euch jedoch keine großen Einstellungsmöglichkeiten geboten. Auch bleiben Online-Ranglisten aus, lediglich je eine lokale Tabelle pro Flipper wird geführt. Habt ihr alle Tische oder gar die Modulversion erworben, steht euch zudem der Challenge-Modus offen, bei dem ihr bestimmte Punktewerte pro Spielfläche zu knacken habt. An sich eine nette Idee, um euch auch mit allen Flippern vertraut zu machen, nur fehlt es dem Modus leider ein wenig an Biss für geübte Pinball-Künstler.

Macht dies die Sammlung nun zu einem schlechten Spiel? Mitnichten. Andere Punkte, auf die es eher ankommt, wurden nämlich umso besser umgesetzt. Die Physik wirkt akkurat und wird den Vorlagen gerecht. Man bekommt recht schnell ein Gefühl für das Gewicht der Kugel und lernt, dieses für sich zu nutzen. Auch mag Stern Pinball Arcade optisch eher einfach wirken, doch das Tisch-Design wurde gut eingefangen – auch wenn dies leider beträchtliche Ladezeiten beim Spielflächenwechsel nach sich zieht. Und nicht zuletzt kommmt beim Sound richtiges Automaten-Feeling auf. Wenn es jetzt nur vielleicht ein paar übersichtlichere Kamerawinkel oder gar einen Hochkant-Modus für den Handheld-Betrieb gäbe, wäre ich beinahe rundum glücklich.



Fazit:
Ich kann nicht bestreiten, dass Flipper auf mich einen enormen Reiz ausüben. Es steckt einfach eine Art simpler Charme hinter dem klassischen Highscore-Spielprinzip, bei dem man eine Kugel quer über die Spielfläche jagt und versucht, mal mehr, mal weniger einfallsreiche Ziele zu erfüllen. Und auch wenn komplett von der Realität gelöste Pinball-Spiele mehr hermachen können, so faszinieren mich die echten Maschinen (und Simulationen ebendieser) immer noch. Stern Pinball Arcade wird diesen Vorbildern definitiv gerecht und bietet eine kleine und doch schöne Auswahl an Flipper-Automaten, von denen manche sogar überraschend neu sind. Zwar vermisse ich einen für mich wirklich optimalen Blickwinkel, die Ladezeiten fallen etwas lang aus und Online-Bestenlisten wären nett gewesen, doch auch so verliere ich mich noch immer für eine gute Stunde an den abwechslungsreichen Tischen der Sammlung – egal ob nun auf Geisterjagd mit den Ghostbusters oder beim Versuch, Frankensteins Monster zum Leben zu erwecken. Wer sich an einer simplen Highscore-Jagd mit gut simulierten Tischen erfreuen kann, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Angst vorm TILT: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an FarSight Studios für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Schöne Ansammlung realer Flipper-Tische, die allerdings ohne großartige Extras daherkommt.

Wertung

Abwechslungsreiche Lizenz-Tische

Schönes Automaten-Feeling

Gute Kugel-Physik

Keine Online-Ranglisten

Lange Ladezeiten

Wenig Extras

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Spielname:
Stern Pinball Arcade

Typ:
Switch-Spiel

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Zum Shop
Publisher:
System 3

Developer:
FarSight Studios, Inc.

Genre:
Simulation

Release:
07.12.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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