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Kurztest: SteamWorld Dig

Nicola Hahn, 13.02.2018

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Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis: St … eamWorld! Doch bevor die Charaktere in SteamWorld Heist in den unendlichen Weltraum aufbrechen, erzählt SteamWorld Dig erst noch die Geschichte von Rusty, der die Mine seines Onkels übernimmt und irgendwie entwickelt sich dann aus diesem harmlosen Setting in SteamWorld Dig 2 etwas abgehobeneres, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ein einsamer Cowboy
Das Spiel beginnt mit dem Roboter-Protagonisten Rusty, der das kleine Western-Städtchen Tumbleton erreicht. Doch bevor er einen Schritt in das Örtchen setzen kann, bricht unter ihm der Boden weg und er stürzt in die Tiefe. Unten angekommen und wieder einigermaßen berappelt, kann ich Rusty zum ersten Mal übernehmen und lerne mithilfe der netten Roboterdame Dorothy, die sich zufälligerweise in der Mine befand und nun wegen der eingestürzten Decke ebenfalls festsitzt, die Steuerung kennen. Bei den ersten Trainingseinheiten stoße ich auf die rostigen Überreste meines Onkels, der mich zu dieser Mine geschickt hat um sie zu übernehmen. Glücklicherweise brachte er seine Spitzhacke auf seinen letzten Minengang mit, die ich mir nun aneigne um damit den Weg freibuddeln zu können. Kaum ist der Ausgang wieder freigelegt, stürze ich zusammen mit Dorothy in die Freiheit und bekomme gleich einen Rundgang durch die Stadt: Die Begleiterin selbst kauft alle Arten von Rohstoffen in ihrem Shop an und gleich nebenan bei Cranky kann ich für den Verkaufserlös meine Werkzeuge verbessern. Mit Lola, die eine Wild West-typische Bar betreibt, wird die Drei-Seelen-Stadt komplettiert. Also stürze ich mich gleich ohne Umwege zurück in die Mine, um der Stadt durch meine Grabungen wieder auf Vordermann zu bekommen und gleichzeitig die Vergangenheit meines Onkels und seiner Mine zu erkunden.

Auf meinem Weg nach unten stellt sich mir gleich die erste Frage: Einfach so schnell wie möglich geradlinig in Richtung Erdmitte buddeln oder doch lieber Ebene für Ebene aushöhlen? Eins steht aber fest: Ein abgebauter Erdblock bleibt weg und ich kann nur wenige Blöcke weit um mich herum graben, begrenzt weit springen und nur an einer geraden Erdwand wieder nach oben klettern. Schlage ich hier gleich am Anfang die falsche Strategie ein, könnte es mir später mitunter schwer fallen an gewisse Stellen der Mine zu kommen beziehungsweise überhaupt aus dieser herauszukommen. Doch mit der Zeit stellt mir Cranky in seinem Shop Leitern gegen Geld zur Verfügung, damit ich die Decke über mir besser erreiche, und eine Selbstzerstörungsfunktion kann mich ebenfalls aus misslichen Lagen bringen. Letztere Möglichkeit kostet aber mein komplettes Inventar, da nach meiner zeitweiligen Zerstörung alles von mir gesammelte in ein kleines Täschchen verfrachtet und an dem Platz meiner Dekonstruktion abgelegt wird. Ich selbst tauche frisch zusammengeschraubt wieder an der Oberfläche auf und kann mich gleich an die Rückbeschaffung des Inventars machen. Dieses Prozedere wiederholt sich auch bei unfreiwilligen Zerstörungen durch Gegner und Steinblöcke, die mir bei ungeschickter Bauweise auf den metallischen Kopf fallen.

Down, down, down!
Doch eigentlich dreht sich das Spiel nur ums eins: Buddeln und Ressourcen sammeln bis die Mine einstürzt! Um einen Mineneinsturz brauche ich mir erstmal keine Sorgen machen, allerdings gilt es immer ein Auge auf dem Lichtpegel zu haben, das den Stand meiner internen Lichtquelle angibt, ohne die es mir schwerfällt im dunklen Untergrund weiter zu graben. Zum Glück füllt sich das Licht an der Oberfläche wieder voll und ich kann einen neuen Minengang antreten. Im gigantischen Erdreich gibt es zahlreiche verschiedene Materialien auszugraben, die ja sich bei Dorothy in glitzerndes Geld umwandeln lassen. Habe ich genug Geld bei meiner neuen Robotorfreundin erwirtschaftet, werden neue Werkzeuge und Upgrades bei Cranky und sogar neue Stadtbewohner freigeschaltet, die ebenfalls frische Tools und Verbesserungen zum Verkauf anbieten. Angenehmer wird es durch die Investitionen alle Male, so verschnellert ein Spitzhacken-Upgrade die Abbaugeschwindigkeit und ein anderes Produkt verlängert meinen Lebensbalken. Zwingend nötig sind sie allerdings nicht, denn sobald das Tutorial absolviert ist, kann ich mich bis zum Levelende durchgraben. Ob ich nun daran Spaß habe stundenlang die immer resistenter werdenden Blöcke abzubauen sei dabei mal dahingestellt, theoretisch befinden sich alle nötigen Verbesserungen und neuen Werkzeugen in kleinen Höhlen auf dem Weg nach unten, welche stets per Pfeil markiert werden. Diese ermöglichen mir beispielsweise das Sprinten, mit dem ich größere Abgründe überwinden und bröckeligen Untergrund schnell überwinden kann.

Langweilig wird es je tiefer ich komme auch nicht, denn die Erde durchläuft verschiedene Abschnitte: So bin ich erst in einer erdigen Umgebung unterwegs und wechsle dann per Tunnel in eine unterirdische Basis der Menschen, die sich nach einem verheerenden Krieg dorthin zurückgezogen haben. Diese Umgebung ist allerdings ziemlich unwirklich und bietet neue Gegner wie betrunkene Menschen und aggressive Tiere. Außerdem tropft überall giftige Säure aus dem Erdboden und sammelt sich an gewissen Stellen. Weiter unten warten noch einige weitere Überraschungen, aber das können sich künftige Minenforscher selbst anschauen. Natürlich werden mit dem Fortschritt in der Tiefe auch die Aufstiege immer länger, da die gesammelten Ressourcen schnellstmöglich verkauft und meine Lampe wieder aufgefüllt werden will. Glücklicherweise hat Cranky schnell Portale im Angebot, die ich tief unter der Erde aufbauen und mit ihnen in Windeseile an die Erdoberfläche zurückkehren kann. Ach ja, Wasser gibt es dank dem Steam-Punk-Setting auch noch, das für die Verwendung mancher Tools gebraucht wird und in der Höhle an kleinen unterirdischen Pfützen aufgefüllt werden kann.

Fazit:
Mit SteamWorld Dig hat es Image & Form erstmals an die breite Öffentlichkeit geschafft. Dieser Klassiker, der auf dem 3DS seine Premiere feierte, hat nichts von seinem damaligen Glanz verloren, auch wenn einige sinnvolle Features der direkten Fortsetzung natürlich hier noch fehlen und auch die Spiellänge leider etwas kurz ist. Auch die Steuerung ist noch nicht ganz ausgereift, das Hinaufspringen an der Wand gestaltet sich so noch etwas mühsamer als in SteamWorld Dig 2. Zusammengefasst kann ich diesen Titel allen SteamWorld-Fans empfehlen und auch die, die erst mit Dig 2 eingestiegen sind, sollten einen Blick auf den Vorgänger werfen. Bei einem Preis von 9,99 Euro kann sich auch jeder andere diesen Titel kaufen, der Lust auf ein bisschen entspanntes Erkunden aber auch kleine actionreiche Passagen hat.

Buddelt sich weiter durchs Erdreich: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

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-
Ein Klassiker zum Mitnehmen. Genre-Fans werden ihren Spaß daran haben!

Wertung

Neuartiges Gameplay

Zahlreiche Upgrademöglichkeiten

Eine große Höhle, die es zu erkunden gilt

Leicht repetitiv mit der Zeit

Etwas kurz

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Spielname:
SteamWorld Dig

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Image & Form

Developer:
Image & Form

Genre:
Action

Release:
01.02.2018 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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