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The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Review: The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Sebastian Mauch, 02.03.2017

5

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„Wach auf, Link.“ Eine Stimme auf dem Off, während unser Held Link in der aus der Demo bekannten Szene in einer merkwürdigen Höhle aufwacht. Natürlich folge ich der Stimme und mache mich schleunigst auf den Weg nach draußen, wo etwas Startausrüstung und ein alter Eremit auf mich wartet. Bis hierhin dürfte es zumindest denjenigen unter euch bekannt sein, die sich im Vorfeld schon etwas informiert haben. Links bisher größtes Abenteuer startet dabei in einem kleinen Areal der enorm riesigen Oberwelt - die „Ebene des Vergessens“. Aus diesem Areal kommt man zu Beginn auch nicht wirklich heraus, da es von einem tiefen Abgrund und riesigen, eiskalten Bergen umzäunt wird. Zumindest der Abgrund wäre machbar, hätte man so etwas wie einen Gleiter. Zunächst soll man aber auf einen Turm klettern. Oben angekommen, setzt man zuvor erhaltene Shiekah-Tablet dort ein, woraufhin man quasi einen „Download“ startet, welcher das Kartenmaterial für das aktuelle Areal auf dem Shiekah-Stein ablegt. Der Weg nach unten ist denkbar mühsam, erneut muss ich nämlich wieder klettern. Wie aber kommt man nun aus dem Startgebiet weg? Ach ja, ein Gleiter… Wie es der Zufall so will, hat der alte Mann vom Beginn eine solche Gerätschaft. Der Kauz verlangt jedoch etwas von mir, und zwar soll ich ihm einen Schatz bringen, der in einem sogenannten Schrein versteckt ist. Also nicht wie auf zu diesem Schrein!

Doch nur hinlaufen und freuen ist nicht. Auf dem Weg dahin stößt man nämlich schon auf einige Ablenkungen - etwa ein Moblin-Lager. Also vorsichtig angepirscht und die Gegner von hinten mit einer gefundenen Holzfälleraxt attackiert. Sind alle Schergen beseitigt, ertönt ein Gong und eine Belohnungstruhe öffnet sich für uns. Glücklicherweise ist dort eine etwas geeignetere Waffe drin. Dank Schnellmenü ist diese auch flugs ausgerüstet und weiter geht es. Zunächst aber noch kurz einen vom Eremiten geklauten Apfel auffuttern, um den eingesteckten Schaden zu heilen. So funktioniert das nämlich in The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Man schneidet von nun an kein Gras mehr oder schluckt Elixiere, sondern sammelt Essen und verfeinern es, doch dazu später mehr. Endlich beim Schrein angekommen. Hm, sieht irgendwie seltsam aus, fast schon wie ein Hut oder so etwas in der Art. Auch dort legen wir den Shiekah-Stein ein und schon öffnet sich in einer hübschen Animation die Pforte, dahinter ein magischer Fahrstuhl, der Link nach unten befördert. Nun kommt der spannende Teil, der Schrein ist nämlich so etwas wie ein Mini-Dungeon. Löst man das Rätsel im Innern - der Titel gibt stets einen vagen Lösungshinweis - so entlohnt uns der Schrein mit einem bestimmten Item. Was dieses Item bewirkt, sollt ihr aber schön selbst herausfinden, denn das ist es letztlich, was das neue Zelda-Spiel ausmacht. Von den Schreinen gibt es im Laufe des Spiels jedenfalls unzählige, doch die Aufgaben könnten abwechslungsreicher nicht sein.

So viel Freiheit, dass man sich fast schon verloren vorkommt…
Nachdem wir den Wunsch des Alten erfüllt haben, darf sich Link stolzer Besitzer eines Gleitschirms nennen. Also nicht lang gefackelt und schnell den Abhang herunter, hinaus in die große, weite Welt von Hyrule. Wohlgemerkt nicht das Hyrule, wie wir es aus anderen Teilen der Reihe kennen. (Achtung, nun folgen viele Adjektive!) Dieses Hyrule ist nämlich größer, schöner, detailverliebter, schöner, größer und so weiter! Obwohl das Spiel so viel hergibt, fällt es mir schwer, es euch in diesem Test zu beschreiben. Denn jede Info könnte schon zu viel sein und wieder ein wenig den Reiz aus den ersten Spielstunden nehmen, was euch und dem Spiel gegenüber unfair wäre. Was einem in The Wind Waker durch den weiten Ozean schon groß vorkam, ist hier nur eine kleiner Bruchteil. Die Insel vom Orni-Horst in Wind Waker? Nur ein kleiner Berg in einem von vielen Gebirgen von Breath of the Wild. Dieser Titel lebt einfach die Superlative.

Während man so durch die Ebenen stapft, kommt man sich vor allem zu Beginn ziemlich verlassen vor. Man hat so viele Möglichkeiten: Die Hauptquest nach eigenem Gutdünken angehen, Nebenquests erledigen, eine der vielen äußerst kreativ versteckten Krogs aufspüren, Essen und Ausrüstung sammeln, neue Gebiete erschließen und viele, viele andere Aktivitäten. Das Nahrungssystem sprach ich ja schon im Hands-On an, daher soll das jetzt nicht nochmal breitgetreten werden. Es ist jedenfalls ein gelungener Ersatz für das plumpe Herzchensammeln. Generell bricht Nintendo hier mit etlichen altbewährten Konventionen. Skeptiker kann ich aber beruhigen, denn es stimmt einfach. Schlichtweg alles in diesem Spiel fühlt sich richtig an. Auch wurde oft vermutet, Nintendo kriege es nicht hin, diese unglaublich weitläufige Welt mit Leben zu füllen. Dazu mein Kommentar: Oh, doch! Fauna an jeder Ecke. Gefahren an jeder Ecke. Man ist einfach immer beschäftigt und kann machen was immer man will.

Oh du Wetter, lass’ mich doch einfach klettern!
Eine der großen Neuerungen ist keineswegs der Tag-Nacht-Wechsel, denn diesen gab es schon zuvor im Franchise. Wohl aber ein Novum ist das grandiose Wettersystem. Vorab sei gesagt, dass ich schon einige richtig gute Wettersysteme in Open World-Spielen gesehen habe, doch Breath of the Wild toppt alles. Wo fange ich nur an? Stellt euch einfach vor es scheint die Sonne, ihr steht als Link weit oben in Eldin auf einem Gipfel und schaut in die Ferne. Nun bewegt ihr die Kamera so, dass ihr Link von vorne seht und wieder zurück. Dabei fällt auf, wie schön die Sonne wirkt und wie gut die Weitsicht ist. Andere Szene: Das Wetter schlägt in Gewitter um und ihr steht noch immer auf dem Berg. Also nichts wie runter und Schutz gesucht, doch Obacht! Während des Heruntergleitens schlagen links und rechts Blitze neben euch ein und euer Schwert oder Schild beginnen, sich elektrisch aufzuladen. Wenige Momente später: Game Over…

In Breath of the Wild ist die Natur euer größter Feind. Unzählige Male wollte ich im Test irgendwo hinaufklettern, doch mittendrin fängt es an wie aus Kübeln zu schütten. Das viele Wasser macht Oberflächen rutschig, dort wo kein Regen hingelangt, kann man aber wie gehabt weiterklettern. Details, wo das Auge hinschaut. Schiebt man einen Stein die Klippe hinunter, scheppert dieser zudem physikalisch korrekt an der Felswand herab. Das Gewitter hat es mir jedoch am meisten angetan. Einmal war ein guter Freund zu Besuch und schaute beim Spielen zu. Jedes Mal, wenn ein Blitz in der Nähe einschlug und der Subwoofer auf dem Boden losbrüllte, ging das durch Mark und Beine, so wie auch der Rest des Spiels. Halten wir uns daher nicht länger mit Fakten auf und ziehen ein Fazit!

Fazit:
The Legend of Zelda: Breath of the Wild, ein furchtbar langer Titel. Auch ein furchtbar umfangreicher Titel. Nintendo folgte dem Ruf der Wildnis und gestaltete das Thema „Zelda“ komplett um. Nie war ein Spiel der Reihe so groß, so emotional, so vielseitig und doch nie langweilig. Die Story habe ich bewusst nicht im Test angesprochen, da diese immer nur so schnell erzählt wird, wie der Spieler es für richtig hält. Unzählige Stunden verbrachte ich damit, neues Rezepte zu entwickeln, irgendwo hochzuklettern und sogar einfach nur damit über weite Wiesen zu laufen und die Natur zu bestaunen. Gefühlt 100 Dinge habe ich im Test nicht erwähnt, und glaubt mir, das ist nur zu eurem Besten. Denn dieses Spiel macht am meisten Spaß, wenn man es gänzlich selbst entdeckt. Das Unwirkliche an der Sache ist zudem, dass wir es hier mit einem Spiel zu tun haben, das locker mal einem The Witcher 3 ebenbürtig, wenn nicht sogar noch besser ist. Dafür braucht man aber keinen 2k-Monitor und einen Gaming-PC mit einer GTX 980, sondern das alles bekommt man immer und überall auf einem kleinen ARM-basierten Tablet namens Nintendo Switch. Spiele der allerfeinsten Sorte wie Breath of the Wild auf einem Handheld zu haben - wow. Nun haben wir es hier mit einem Launchtitel zu tun. Dementsprechend ruckelt es doch mal hier und da. Aber jetzt stellt euch mal vor, was es in drei, vier Jahren für atemberaubende Spiele auf der Switch geben wird! Und lasst euch trotzdem gesagt sein: Breath of the Wild wird ohne jeden Zweifel in die Videospielgeschichte eingehen. Dieses über jeden Zweifel erhabene Spielerlebnis dürft ihr euch einfach nicht entgehen lassen!

Auf 1000 weitere einzigartige Screenshot-Momente: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Dreht man die finale Wertung um 180 Grad, dann steht da „GG“ - Großartige Leistung, Nintendo!

Wertung

STORY:

10

SPIELWELT:

10

TECHNIK:

9.0
99
von 100

Wunderbare große Welt…

…voller Leben und Aufgaben…

…wo die Gefahr an jeder Ecke lauert

Atemberaubendes Wettersystem

Jeder NPC ist ein Unikat

Freie Wahl beim Storyablauf

Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad

Toller, aber auch dezenter Soundtrack

Emotionaler als jedes andere Zelda

Kreatives Kochsystem

Gelegentliche Ruckler (meist im TV-Modus)

Wie werten wir?

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5 Kommentare

profil 533 comments
[03.03.2017 - 13:33 Uhr]
SethSteiner:
99? Im ernst? Verwaschene Texturen, geringe Polygonanzahl, Ruckler, geringe Framerate, keine Full HD Auflösung, Objekte nehmen auf die Entfernung auch sehr schnell ab, wie kommt da eine 9.0 zu stande? Ich zweifle sicher nicht an, dass Breath of the Wild gut ist aber diese Makellos-Wertungen sind unseriös, insbesondere wenn man sich ansieht, wie mit anderen Titeln auch schon im Vorfeld umgegangen wird und wie das kontinuierlich dagegen bei Zelda aussieht. Gerade so ein Titel verdient einen ehrlicheren, ungeschönteren Umgang.
profil 136 comments
[03.03.2017 - 19:33 Uhr]
Paneka Sebastian Mauch
Sorry, aber da stimme ich dir leider nicht zu... Von verwaschenen Texturen hab ich nichts bemerkt. Klar ist es keine 4K-Ultrahighdefinition-Texture-Mod, aber verwaschen sieht anders aus. Teilweise hab ich in den entlegensten Ecken an einer Felsspalte gestanden, doch selbst da war die Welt noch gut ausmodelliert und keineswegs verwaschen, sondern eher stilistisch zum Artstyle passend. 30 FPS sind auf Nintendo-Konsolen ebenfalls kein Grund gleich abzuwerten, da es (wenn es nicht ruckelt, was meistens der Fall ist) nicht wirklich das Spielerlebnis beeinträchtigt. Und auch das Argument mit "keine 1080p" ist eher fehl am Platze. Die Switch konkurriert nicht mit PS4 und Xbox, geschweige denn PC, das sollte man stets beachten. Es ist eins der schönsten Spiele die ich auf einer Nintendo-Plattform je gesehen habe und, wie oben beschrieben, ist die Framerate das einzige was mich wirklich hin und wieder stört, aber auch nicht so sehr um gleich auf 90 runterzugehen. Klar liegt das immer im Auge des Betrachters, aber wenn mir nach 10min immer noch kein wirkliches Contra einfällt, dann soll das schon was heißen.

Hätte ich ein PC-Spiel getestet, hätte ich all deinen Punkten zugestimmt.
profil 64 comments
[08.03.2017 - 16:02 Uhr]
JoWe:
Guter Test, kurz, knackig auf den Punkt. Und ob da 99 oder 95 am Ende drunter steht ist doch eh egal, wenn man den Artikel nicht gelesen hat ...
Glaube bei Vergabe einer Höchstwertung ist man von natur aus kritischer, überlegt sich das zweimal und vergibt sie dann nur, wenn man sie auch guten Gewissens vertreten kann.
profil 181 comments
[08.03.2017 - 17:00 Uhr]
Zeltan:
Ich kann verstehen, dass das Spiel ordentlich Eindruck macht, aber bei einem Maximalwert von 100 sollte man beim ersten Spiel etwas zurückschrauben. Schließlich will man es auch als Vergleich zu späteren Titeln nutzen. Nehmen wir mal an, dass später ein Spiel getestet wird das besser ist als dieses, 100 zu vergeben wird jedem Tester schwer fallen. Ein Referenzwert von 95 wäre in diesem Fall besser.
profil 136 comments
[08.03.2017 - 19:40 Uhr]
Paneka Sebastian Mauch
Danke für das liebe Feedback, ich werd' das auf jeden Fall beherzigen für den nächsten großen Kracher auf der Switch :)
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Spielname:
The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Typ:
Switch-Spiel

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Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Action Adventure

Release:
03.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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