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Kurztest: Death Road to Canada

Nicola Hahn, 08.05.2018

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Ab nach Kanada! So lautet das große Ziel in Death Road to Canada. Ich befinde mich nämlich inmitten einer Zombieapokalypse in der Nähe von Florida und Kanada scheint der einzige sichere Hafen in diesem Weltuntergangssetting zu sein. Doch um dorthin zu gelangen, muss ich mein Gefährt, mich selbst und meine Mitkämpfer in Schuss halten und einige Abenteuer überstehen…

Looten und überleben
Um zu überleben, gilt es für mich folgende Ressourcen hoch zu halten: Einerseits materielle Dinge wie Nahrung, Treibstoff, Medizin und drei verschiedene Arten von Munition, andererseits aber auch die Moral der Mitreisenden. Doch zu Beginn starte ich mit einem zufälligen Partner, 100 Treibstoff und acht Einheiten Nahrung. Um die Vorräte auf ein vernünftiges Niveau aufzufüllen, geht es gleich auf Rohstoffsuche. Dazu kann ich zwischen drei Orten wählen, beispielsweise einem ruhigen Hotel, einem Supermarkt oder einer Fabrik. Je nach Auswahl ändert sich die „Zombie-Vorhersage“, die sich aus der Schwarmgröße, Aggression und der aktuellen Uhrzeit zusammensetzt und damit den Schwierigkeitsgrad ergibt. Doch bevor es wirklich losgeht, erhalten mein Kollege und ich ein wenig Ausrüstung aus dem Kofferraum, da jeder von uns beiden drei Items gleichzeitig tragen kann. In der Vorbereitung kann ich auch einen anderen Charakter zum Anführer machen und angeschlagene Mitstreiter zum Ausruhen im Wagen lassen.

Sind alle Vorbereitungen getroffen, geht es auf Beutezug: Der Wagen erreicht den ausgewählten Ort und alle Insassen verlassen das Gefährt. In klassischer Top-Down-Perspektive kann ich den Anführer durch die Gegend steuern, während ihm das restliche Team folgt. Je nach Einstellung in den Teamoptionen bleiben die Teamkollegen mit den Zombies auf Abstand oder greifen sie mit Nah- oder wahlweise Fernangriffe an. Kleine herumstehende Objekte wie einen Einkaufswagen kann ich per Knopfdruck aufheben und als Wurfobjekt verwenden, um mich über meine Hauptwaffe hinaus weiter wehren zu können. Allerdings kosten Nicht-Schusswaffen beim Einsatz ordentlich Energie, irgendwann bricht mein Charakter in Schweiß aus und muss sich erholen, bevor er weiter Zombies kloppen kann. Per Knopfdruck kann ich allerdings zwischen den drei Waffen wechseln, die ich im Inventar habe. Jedes gefundene Beutestück wird übrigens automatisch eingesammelt, Waffen muss ich dagegen manuell aufnehmen und notfalls eine andere Waffe fallen lassen, falls die drei Slots besetzt sind. Eine Lebensanzeige für mich und meine Freunde gibt es übrigens nur im Pausemenü, es kann also ziemlich flott passieren, dass ich mitten in einem Ansturm an Zombies versterbe. Dann übernimmt ein anderer meiner Mitstreiter die Führung und ich kann weiter versuchen mich freizukämpfen.

Die Menschheit hält zusammen!
Ist alles gelootet oder die Massen an Gegnern zu groß, dann gilt es zum Fahrzeug zurückzukehren und den Motor zu zünden. Blöderweise braucht dieser ein paar Anläufe bis er anspringt, was über Leben und Tod der Truppe entscheiden kann. Zurück auf der Straße werden die neuen Vorräte durchgezählt und zum bestehenden Inventar hinzugefügt. Unterwegs treten häufig kleine Ereignisse auf wie der Versuch, eine bestimmte Wunde zu versorgen oder Liedchen zu trällern. Dabei kommt es dann auf die restlichen Fähigkeiten des Charakters an: Jede der Figuren besitzt nämlich neben der Moral auch noch verschiedene Ausprägungen in den Bereichen Stärke, Fitness, Schießen, Humor, Gesinnung, Gelassenheit, Loyalität, Medizinkenntnisse und Mechanikkenntnisse sowie einen Trait (Charakterzug) und einen Perk (Vorteil). Ein Großteil der Skills ist dabei anfangs noch nicht aufgedeckt und wird erst durch Ausprobieren sichtbar. Durch bestimmte Aktionen verbessern oder verschlechtern sich je nach Erfolg oder Misserfolg die Eigenschaften. Bei einem schlechten Witz sinkt beispielsweise die Moral der einzelnen Gruppenteilnehmer. Ein schönes Lied hebt diese allerdings wieder. Natürlich verbrauchen die Mitreisenden jeden Tag Nahrung und erhalten Mali, falls sie hungern müssen. Geht irgendwann mal das Benzin aus, bleibt der Wagen liegen und es geht per Pedes weiter, was um einiges länger dauert. Allerdings kann in der nächsten Ortschaft auch schon wieder ein neues Auto fahrbereit sein.

Die Uhrzeit läuft übrigens unaufhaltsam weiter, sodass der Trupp irgendwann im Dunklen steht, wenn der Beutezug zu lange dauert. Hier überhaupt etwas zu erkennen, ist ziemlich anstrengend und eine Rückkehr zum Wagen quasi unumgänglich. Wieder auf Touren gelangt die Gruppe auch hin und wieder zu Händlern, die gegen Nahrung andere Dinge anbieten wie mehr Treibstoff, Munition oder Waffen. Außerdem bieten neue Mitstreiter ihre Dienste an, die einerseits zur Verteidigung der Truppe beitragen können, aber auch etwas zum Beißen benötigen. Neue Figuren kann man übrigens auch auf den Beutezügen treffen, die dann sofort mitkämpfen und sogar in Form von Hunden zu finden sind. Diese können allerdings nur eine Waffe tragen und haben weniger Eigenschaften. Feindliche Nicht-Zombies konnte ich übrigens nicht ausmachen, alle Menschen scheinen in dieser Welt zusammenzuhalten.



Fazit:
Death Road to Canada ist das erste Roadtrip-Spiel für Nintendo Switch. Allerdings weiß es selbst nicht, wie ernst es sich nehmen soll: Einerseits lassen sich Stühle durch die Gegend werfen und als Hund kann man sogar den Wagen steuern. Andererseits nimmt sich das Spiel dann doch sehr ernst und zieht das Ressourcenmanagement und die Beutezüge sehr ernst durch. Leider hat das Spiel Probleme mit der Standby-Funktion der Switch und hat ordentliche Performanceprobleme, die erst verschwinden wenn die komplette Switch neugestartet wird. Leider rutscht der Titel aufgrund dieses groben Portierungsfehlers auf eine 3 von 5. Ansonsten bietet der Titel nämlich alles, was ich mir als Stratege erhoffe und noch mehr: Denn ein lokaler Zwei-Spieler-Coop und eine freie Charakter-Erstellung sind eine nette Dreingabe für ein Roguelike. Auto- und Bahnfahrten (womöglich nach Kanada?) werden sicher unterhaltsam mit diesem Game, vorausgesetzt man hat die Zeit für einen Neustart der Konsole oder die Entwickler bekommen noch die Frameprobleme in den Griff.

Würde bei einer Zombieapokalypse lieber nach Norwegen flüchten: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Rocketcat Games für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

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Durch Performanceprobleme wandert dieser spannende Roadtrip leider schnell auf dem Holzweg

Wertung

Komplexes Charaktersystem

Düstere Pixelatmosphäre

Lokaler Zwei-Spieler-Modus

Unpraktisch für spontane Spielsessions, da die Switch für ein ruckelfreies Gameplay neugestartet werden muss

Stellenweise Humor, dann aber wenig Selbstironie

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Spielname:
Death Road to Canada

Typ:
eShop Spiel

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Publisher:
Ukiyo Publishing

Developer:
Rocketcat Games

Genre:
Action Adventure

Release:
08.03.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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