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Sushi Striker: The Way of Sushido

Review: Sushi Striker: The Way of Sushido

Denis Wewetzer, 07.06.2018

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Action-Puzzle-Spiele sind nicht gerade die häufigsten da draußen – obwohl es so unfassbar namhafte Vertreter gibt. Tetris zum Beispiel! Aber auch die Puyo Puyo-Spiele gehören dazu. Nun kam Nintendo mit einer neuen Idee daher, die auch noch eine ziemlich abgedrehte Prämisse hat: Sushi Striker: The Way of Sushido. Tetris und Co. haben gezeigt, dass solche Spielprinzipien unfassbar fesselnd sein können. Doch kann Sushi Striker da mithalten oder geht es bei den Klassikern als Konkurrenz unter? Ich habe mir ordentlich Teller um die Ohren hauen lassen, um das herauszufinden.

Wo Sushi heilig ist
In der Welt von Sushi Striker sind die Meere unbewohnt – es existiert nicht ein Fisch mehr im Wasser. Als solches wurden Speisen mit Meeresfrüchten natürlich unfassbar rar. Doch eine existiert weiterhin dank entsprechender Geister: Sushi. Sushi wurde deshalb allerdings dermaßen groß gehandelt, das ein Krieg darüber ausgebrochen ist und die Bevölkerung teilte. Am Ende des Krieges stand das Imperium siegreich dar, dessen Plan es war, alles Sushi für immer für sich zu behalten. Am anderen Ende steht nun die winzige Republik mit nur einem kleinen Fleckchen Land, deren einziger Traum es war, das legendäre Sushi an die gesamte Bevölkerung zu verteilen. Ein Bewohner der Republik ist der kleine Musashi (bei dem es sich wahlweise um Männlein oder Weiblein handeln kann, zur besseren Lesbarkeit werde ich allerdings lediglich die männliche Form verwenden). Dieser kam durch Zufall an den Sushi-Geist Jinrai, mit dem er es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Imperium zu besiegen und jeden Mensch der Welt mit Sushi zu beschenken. Das Imperium gibt jedoch alles andere als kampflos auf. Die Story ist, der Prämisse angepasst, insgesamt ziemlich humorvoll aufgezogen und ich konnte mir während des Spielens diverse Schmunzler nicht verkneifen. Sie ist zudem komplett auf Deutsch, mal abgesehen von der Sprachausgabe.

Lasst die Teller fliegen!
Musashi muss zum Bekämpfen des Imperiums allerdings glücklicherweise nicht tatsächlich mit richtigen Waffen kämpfen – obwohl diese sehr wohl existieren. Kämpfe werden in dieser Welt mit Sushi ausgetragen. Oder besser gesagt: Mit den Tellern, auf denen das Sushi daherkommt. Im Gefecht laufen sowohl auf der eigenen, wie auf der gegnerischen Spielseite drei Bänder, auf denen jede Menge Sushi auf einen zukommt. Außerdem gibt es in der Mitte ein weiteres Band, das von beiden Spielseiten verwendet werden kann. Um dem Gegner Schaden zuzufügen, gilt es möglichst viel Sushi, das auf Tellern der gleichen Farbe steht, zu essen. Daraufhin geht der Stapel Teller zur eigenen Seite über und ist wurfbereit. Insgesamt lassen sich fünf Stapel auf der eigenen Seite sammeln, bevor sie automatisch geworfen werden. Es lohnt sich allerdings die Stapel manuell zu werfen, da hiermit Kombos ausgelöst werden können, die erhöhten Schaden verursachen.

Das ist jedoch lediglich die Basis des Kampfes. Die Strategie kommt in vielen weitere Aspekten zum Vorschein. Ein kleiner Aspekt hängt damit zusammen, wie man überhaupt mehrere Teller ansammeln kann. Dies ist nämlich nicht einfach über das gesamte Feld möglich, sondern zwischen den Farben auf dem selben Band dürfen keine weiteren Sushi sein und wenn man das Band wechseln möchte, müssen die Sushi-Teller auf der gleichen Höhe sein. Viel wichtiger ist es allerdings, die richtigen Sushi-Geistern zu wählen, die zum eigenen Spielstil passen. Jeder Geist kommt nämlich mit einer eigenen Fähigkeit daher, die nach einer bestimmten Anzahl gesammelter Teller aktiviert werden kann. Jinrai zum Beispiel färbt alle Teller auf der eigenen Seite in die gleich Farbe, sodass alle sofort in einem Rutsch aufgesammelt werden können, wodurch sich entsprechend viel Schaden anrichten lässt. Andere Geister können den eigenen Schaden verringern, die eigenen Trefferpunkte heilen, Geister-Zauber verhindern und so weiter. Die Auswahl ist hierbei schon sehr beachtlich, sodass jeder seine eigene Strategie entwickeln kann. Dazu kommt noch die Auswahl eines Lieblingssushi, wobei auch jedes einzelne andere Effekte vorweißt. Nicht zuletzt gibt es noch unterschiedliche Laufrädchen für die Sushi-Bänder, wodurch diese unterschiedliche Geschwindigkeiten annehmen können. Wenn einem das Spielgeschehen etwa zu schnell sein sollte, empfiehlt es sich eines zu nehmen, das die Bänder langsamer macht und umgekehrt. Für die Kämpfe möchte ich außerdem erwähnen, dass man das Spiel sowohl mit dem Touchscreen, als auch mit den Knöpfen spielen kann. Hierbei zeigt sich allerdings eindeutig, dass Sushi Striker ursprünglich nur für den 3DS entwickelt wurde, denn die Touch-Steuerung ist um einiges komfortabler als das Nutzen der Aktionstasten. Das liegt allerdings auch an dem generell hohen Spieltempo, ein langsameres Laufrädchen könnte hier dementsprechend gut zu Geltung kommen.

Man erntet, was man sät
Der Kampf geht so lange, bis vorzugsweise die gegnerischen Trefferpunkte auf Null gesunken sind. Sollte man allerdings mal den Kampf mal verlieren, ist das auch kein Weltuntergang, denn man kann sich direkt danach ein weiteres Mal dran versuchen. In beiden Fällen erhalten sowohl Musashi, als auch alle eingesetzten Sushi-Geistern Erfahrungspunkte. Im Fall von Musashi erhöhen sich dadurch die Grund-HP sowie die eigene Angriffskraft. Bei den Sushi-Geistern erhöhen sich ebenfalls die HP, allerdings haben diese keine eigene Angriffskraft. Dafür wird das Sushi, das durch sie im Kampf produziert wird, aufgewertet. Die Farbe der Teller bestimmt nämlich auch ihre Angriffskraft. Zudem wird man am Ende des Kampfes bewertet, je nachdem was für Kombos man ausgelöst und wie viel Zeit man gebraucht hat. Der Rang bestimmt hierbei, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, im Nachhinein einen der gegnerischen Sushi-Geister für sich zu gewinnen. Nicht zuletzt können in jedem Kampf Bonus-Herausforderungen abgeschloßen werden, die einem einmalig einen Erfahrungsbonus geben. Mein Problem mit diesen ist allerdings, dass sie in vielen Fällen nicht unbedingt unfassbar schwer sind, die Erfüllung sich vor Kampfende jedoch als ziemlich nervig erweist. Das Essen einer bestimmten Anzahl an Sushi zum Beispiel ist verdammt schwer wenn der Gegner sich immer selbst fertig macht. Es fühlt sich einfach komisch an, sich unfassbar zurückhalten zu müssen, um bestimmte Herausforderungen abzuschließen.

Jetzt erstmal eine Pause
Abseits der Hauptstory erwarten einen, sobald man genug Bonus-Herausforderungen abgeschloßen hat, weitere Kämpfe, die mit einem höheren Schwierigkeitsgrad daherkommen. Sollte einem das Spiel nichtsdestotrotz zu einfach sein, kann ein Item ausgerüstet werden, mit dem die eigene Energie halbiert wird. Dieses hilft auch beim Erreichen einer besseren Wertung für die Kämpfe, da dieses Item die Punktzahl am Ende des Kampfes mit 1,5 multipliziert. Weiterhin ist es möglich Knobel-Kämpfe auszutragen, bei denen innerhalb kürzester Zeit und mit nur fünf Zügen alle Teller vom Tisch geräumt werden müssen. Letztlich können außerdem Multiplayer-Kämpfe sowohl offline als auch online ausgetragen werden – und sogar mit nur einem Gerät.



Fazit:
Die schräge Prämisse hat mich ziemlich schnell in ihren Bann gezogen und obwohl ich mit Puzzle-Spielen bisher nie so richtig warm geworden bin, kann ich nicht leugnen, mit Sushi Striker: The Way of Sushido ziemlich viel Spaß gehabt zu haben. Die Kämpfe sind flott, die Strategiemöglichkeiten immens und der Humor passt wunderbar in das Setting. Trotzdem fesselt mich das repetetive Gameplay nicht so ganz wie es sollte. Vermutlich liegt es an dem recht niedrig gehaltenen Schwierigkeitsgrad (Kleine Anmerkung: Seit dem Erhalt des Gegenstandes, der meine Trefferpunkte halbiert, habe ich ihn nicht mehr abgelegt und trotzdem keine Probleme gehabt) oder der Tatsache, dass man durch Grinden einen viel zu hohen Kraftunterschied erhalten kann. Für Zwischendurch und in kleinen Dosen ist es perfekt und ich werde mich vermutlich noch einige weitere Stunden an den Bonus-Herausforderungen versuchen, aber trotzdem klebe ich nie für wirklich lange Zeit in einem Zug am Spiel. Nichtsdestotrotz: Wer mal wieder Bock auf ein wenig Puzzle-Action hat und eine humorvolle Story liebschätzt kann mit Sushi Striker absolut nichts falsch machen. Erwartet nur nicht das System nicht mehr aus der Hand legen zu können.

One-Hit-Kill Sushi Striker: Denis Wewetzer [Azure] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spaßiges Action-Puzzle Spiel mit humorvoller Story, das allerdings recht schnell repetetiv wird.

Wertung

GAMEPLAY:

9.0

STORY:

7.0

SUSHI-QUALITÄT:

10
76
von 100

Gute Herausforderungsmöglichkeiten…

Humorvolle Story

Große Strategievielfalt

…die durch das Level-System negiert werden

Recht schnell repetetiv

Könnte fesselnder sein

Wie werten wir?

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Spielname:
Sushi Striker: The Way of Sushido

Typ:
Switch-Spiel

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Publisher:
Nintendo

Developer:
indieszero

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
08.06.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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