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Kurztest: Fast RMX

Nicola Hahn, 14.03.2017

2

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Fast RMX auf der Switch ist der Nachfolger zu Fast Racing Neo von der Wii U, was wiederum der Nachfolger zu FAST Racing League für die Wii ist. Der Münchner Entwickler Shin’en hat allgemein schon viel Erfahrung mit Spielen für Nintendo-Plattformen und ist mit der Fast Racing-Reihe immer auf der Spur von F-Zero und verfolgt Höchstgeschwindigkeiten. Ob der Titel wieder wie die Vorgänger überzeugen und dem Renn-Urgestein das Wasser reichen kann, erzähle ich euch im Test.

Mit Karacho über futuristische Maps
Fangen wir einfach mal mit dem grundlegenden Gameplay des Spiels an: Ich fahre futuristische Rennen aus der Third-Person-Perspektive mit meinem über dem Boden gleitenden Wagen gegen neun CPU-Gegner. Auf der Strecke sind bunte Kugeln verteilt, die mir meine Turbo-Leiste auffüllen. Per Tastendruck rase ich dann meinen Gegnern davon und kann Boost-Streifen am Boden nutzen um auch das letzte Quäntchen Speed aus dem Fahrzeug zu quetschen. Aber aufgepasst: Hat der Streifen eine andere Farbe als meine Düsen, so gibt’s nur einen kurzen elektrischen Schlag und mein Raser wird extrem abgebremst. Ich muss also rechtzeitig zwischen Blau und Orange umschalten, um den Gratis-Turbo mitzunehmen. Auch vor größeren Sprüngen gilt es die richtige Farbe zu treffen, sonst endet die Fahrt schnell im Graben.

Es ist allerdings keine Seltenheit, dass ein Wagen mit Vollgas gegen ein Hindernis kracht oder an der Strecke vorbei im Untergrund landet. Zwar wird der Fahrer dann schnell respawnt, muss aber ein gutes Stück weiter hinten beginnen. Fehler werden also schnell und gern bestraft, sogar auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad, der Subsonic Liga. Schwieriger wird es in der Supersonic Liga und die Zähne kann man sich in der Hypersonic Liga ausbeißen. Diese Ligen bestehen aus zehn Cups, die dann jeweils drei Strecken beinhalten. Insgesamt kommt das Spiel also auf 30 Karten, die drei Ligen behandeln nämlich immer die gleichen Cups und Strecken. Wenn man bedenkt, dass der Vorgänger noch mit 24 Maps ausgestattet war, wobei einige teilweise noch per DLC nachgekauft werden mussten, geht das völlig in Ordnung. Zum Vergleich: Mario Kart 8 bot ohne DLC acht Cups mit vier Strecken, also 32 Kurse.

Da ich gerade Vergleiche zum Vorgänger ziehe, komme ich doch auch gleich zu weiteren Unterschieden: Endlich kann man den Turbo einzeln aktivieren. So war der Turbo im Vorgänger nur nutzbar, wenn die Anzeige voll aufgefüllt war. Dazu musste der Turbo dann auch noch voll ausgefahren werden und konnte nicht abgebrochen werden. In Fast RMX kann der Turbo nun jederzeit aktiviert werden, vorausgesetzt die Anzeige ist nicht leer. Außerdem leert sich der Turbo nur noch ein Stück und nicht mehr komplett. Ansonsten kommen fünf Fahrzeuge hinzu, die es zuvor nicht gab. Allerdings fällt nun der Zeitrennen-Modus weg, dafür wurde der Multiplayer etwas umgestaltet: Im Splitscreen sind es wieder vier Spieler, lokal mit mehreren Switches und online maximal acht Spieler.

Zeit für Helden und Mehrspieler!
Besonders bekannt wurde die Fast Racing-Reihe durch die wunderschöne Grafik, die die Entwickler auf wenig Speicherplatz pressten. So ist das Spiel auf der Switch sparsame 900 MB groß (auf der Wii U waren es nicht einmal 560 MB), wobei dort neben sämtlichen Texturen und restlichen Assets auch noch fast 50 Soundtracks untergebracht sind. Außerdem setzt der neuste Titel der Reihe die Tradition fort, stabil mit 60 Bilder pro Sekunde zu laufen. Auch im TV-Modus bei einer Auflösung mit 1080 Pixeln in der Breite bleibt die Framerate stabil und ist eine Augenweide für Spieler und Zuschauer. Besonders herausstechend ist auch der hohe Schwierigkeitsgrad, der die Spieler gleich auf der einfachsten Stufe fordert. Während ich mich mein Geschick in den Turnieren auf die Probe stellen kann, sind der Multiplayer und der sogenannte Hero Modus fast nur Training um meine Reaktionsgeschwindigkeit zu steigern und die Karten kennenzulernen. Dieser Hero Modus stellt den Spieler vor die Herausforderung die Karte als Erstes zu beenden und gleichzeitig unbeschadet durch den Parcours zu gelangen. Letzteres wird anhand der Turboleiste gemessen, die nun auch als Schildanzeige dient. Leere ich auf der Strecke nun den Turbo und brause in einen Gegner oder in ein Hindernis, so muss ich die gesamte Karte neustarten. Die Karten in dem Modus müssen übrigens nicht mehr über das Zeitfahren freigeschaltet werden, sondern alle Maps stehen von Beginn an zur Verfügung.

Zuletzt komme ich eben noch auf den Multiplayer zu sprechen: Wer die Switch in Tabletop-Position stellt und sich dann mit einem Kumpel im Splitscreen-Rennen um die Wette fährt, der muss sich auf einer veränderte Steuerung einstellen. Da man nun nur noch einen einzige Joy-Con zum spielen hat, liegt der Boost-Knopf auf dem Analogstick, was sich für den ein oder anderen auf Dauer etwas unangenehm anfühlen kann. Im Online-Multiplayer existiert aktuell auch nur ein Matchmaking-System, das die zufällig Spieler auf Lobbys verteilt - ein Freundes-Modus wie in Fast Racing Neo gibt es bisher noch nicht, wurde aber schon von den Entwicklern angekündigt. Dafür kann man nun eine von sechs Karten auswählen, die dann mit in den Map-Pool der Lobbyspieler geworfen und eine zufällige ausgewählt wird. Auf diesen Karten scheinen für den Mehrspielermodus mehr Turbo-Kugeln verteilt zu sein, damit man nicht wie im Einzelspieler der Erste den Mitspielern diese vor der Nase wegschnappen kann. Mit von der Partie sind auch die profilgebundenen Punkte, die nach Streckenende pro Platzierung an die Spieler verteilt werden.



Fazit:
Wer wie ich als Neuling in die Fast Racing-Reihe einsteigt, der wird für nur 20 Euro ziemlich viel Spaß haben, besonders wenn er an Rennspielen interessiert ist und noch gute Titel zum Launch der Switch sucht. Besitzer der Vorgänger sollten sich den Kauf noch einmal überlegen, da der Preis aktuell dem WiiU-Basisspiel inklusive DLC entspricht. Man sollte auch nicht vergessen, dass Fast RMX eines der ersten Online-Titel ist und die Onlinefunktion zwar aktuell noch kostenfrei ist, aber Ende des Jahres zusätzlich kostet. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass sich die Entwickler dem Feedback der Vorgänger angenommen und einiges nachgebessert haben. Insgesamt hoffe ich auf weiteren Support und Inhalte durch die Entwickler via Patches (Multiplayer mit Freunden und Zeitrennen sind bereits schon angekündigt) und DLCs für den durchaus gelungenen Remix!

Sein Revier ist die Racing-Bahn: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Fast RMX … äh fast perfekt! Ein wenig mehr Inhalt hätte dem Remix gut getan, vielleicht über einen DLC oder Patch?

Wertung

Mehr Maps, die wunderschön gestaltet sind

Online-Multiplayer in einem Launch-Titel, hat man auch nicht so oft!

Ordentlicher Schwierigkeitsgrad, der auch mit der Zeit anzieht

Zu wenig neues für Besitzer der Wii U-Version

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2 Kommentare

profil 261 comments
[15.03.2017 - 00:10 Uhr]
Roonex:
Ach Mist, hab mir das Spiel nun doch noch zugelegt :D
Der Zeitfahren-Modus kommt ja übrigens auch mit dem baldigen ersten Update.
profil 314 comments
[15.03.2017 - 00:34 Uhr]
501.legion Nicola Hahn
Danke, habs mal mit aufgenommen :D
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Spielname:
Fast RMX

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Shin'en

Developer:
Shin'en

Genre:
Racing

Release:
03.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler, online, Splitscreen

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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