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Mario + Rabbids: Kingdom Battle

Kurztest: Mario + Rabbids: Kingdom Battle - Donkey Kong Adventure (DLC)

Tjark Michael Wewetzer, 08.08.2018

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Wenn Mario und seine Freunde schon auf kuriose Kreaturen wie die Brüllhasen von Ubisoft stoßen, darf eigentlich doch auch nicht der erste Gegenspieler des Klempners fehlen: Donkey Kong! Während im Hauptspiel nur dessen Rabbid-Gegenstück anwesend war, machte das Entwicklerteam den Primaten nun zum Star seiner ganz eigenen Nebenhandlung mit dem treffenden Titel Donkey Kong Adventure. Was die Bezahl-Erweiterung für Mario + Rabbids: Kingdom Battle bietet und ob sich der Kauf lohnt, verrate ich euch in diesem Test.

In den Tropen gestrandet
Um überhaupt auf die neue Kampagne zugreifen zu können, müsst ihr die erste Welt des Hauptspiels abgeschlossen haben. Der Grund dafür: Die neue Geschichte setzt genau dort an. Rabbid Kong pfuscht an der transdimensionalen Waschmaschine der Rabbids herum und landet im Reich von Donkey Kong. Dank der Fusionsstrahlen von Spawny wuseln hier nun auch allerlei Rabbid-Hybridwesen herum und Rabbid Kong selbst ist dank eines verschluckten Teils der nun zerstörten Waschmaschine auch noch übermäßig stark geworden. Donkey Kong lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und macht sich gemeinsam mit einer Rabbid-Version von Großvater Cranky Kong sowie der zufälligerweise ebenfalls mit durch Zeit und Raum geschleuderten Rabbid Peach auf, um den Möchtegern-Dschungelkönig vom Platz zu verweisen.

Ähnlich wie in der Hauptgeschichte ist das neue Areal in vier Bereiche unterteilt, die ihr weitestgehend linear erkundet. Die Lagunen, Strände und Dschungel bieten dabei reichlich Details fürs Auge und laden dank des unterhaltsamen Unfugs, den Ubisofts Langohren hier treiben, stets zu ausführlichen Erkundungen ein. Hin und wieder gilt es natürlich auch, einfache Schiebe- und Schalterrätsel zu lösen, die in der Regel zu Bonus-Truhen mit Galerie-Gegenständen führen. Hier und da ist ein Puzzle Pflichtprogramm oder wird auch mal mit den als Skillpunkte dienenden Fähigkeitsrunen prämiert, der Großteil darf jedoch guten Gewissens als optional eingestuft werden. Und auch wenn die Knobeleien durch die Bank weg simpel aufgemacht sind, lockert die Lösung dieser Aufgaben doch immer wieder gut die Erkundungen und Kämpfe auf.

Der große Wurf
Womit wir bei einem guten Stichwort sind: Die rund zehn Stunden umfassende Kampagne bietet natürlich auch wieder allerlei rundenbasierte Taktik-Schlachten. Euer Team ist dabei stets fest vorgegeben, ihr müsst also mit dem Gespann bestehend aus Rabbid Peach, Rabbid Cranky und Donkey Kong bis zum bitteren Ende auskommen. Die selfieverrückte Hasendame unterscheidet sich praktisch kaum von ihrem Hauptspiel-Pendant und stellt dabei eine gute Unterstützerin dar. Rabbid Cranky wiederum erweist sich als überraschend mächtiger Angreifer, der mit seinem Schrotflinten-Stock und Granatwerfer weitflächig für Schaden sorgen kann. Außerdem quasselt er mit seinen Geschichten Feinde in den Schlaf – es könnte nicht schöner sein! Richtig Würze kommt aber erst durch Donkey Kong ins Spiel. Allein in den ersten paar Gefechten stellt er bereits sein wichtigstes Merkmal bestens zur Schau: Er ist unglaublich mobil und vielseitig. Dank seiner exklusiven DK-Plattformen kann er sich, nicht unähnlich den Transportröhren, quer über das Schlachtfeld befördern und sogar Terrain-Erhöhungen sind für den Kletteraffen kein Hindernis. Sein Greif-Kommando bringt ebenfalls ein neues, taktisches Element ins Spiel. Hiermit kann er Gegner, Verbündete oder gar Kisten und Blöcke herumschleppen und herumschleudern. Somit werden Kameraden noch vor ihrer eigenen Bewegungsaktion bereits in Position gebracht oder unliebsame Feinde einfach auf andere Gegner oder gleich ganz aus der Arena geschleudert – letzteres leider nicht dauerhaft, dafür aber mit einer saftigen Kraftpunkt-Strafe für das Opfer.

Wie man sich denken kann, ist der richtige Einsatz von Donkey Kongs Talenten mitunter spielentscheidend. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe zieht aber insgesamt eher locker an. Zwar sind die Missionen durchaus abwechslungsreich und erfordern gerne mal das Erbeuten von Waschmaschinen-Teilen, Zerstören von Kraftbananen-Vorräten oder Aufhalten von Transport-Einheiten, wirklich ins Schwitzen kommt man aber höchstens im letzten Teil des DLCs. Oder bei den Bossen, deren Härtegrad generell ziemlich heraussticht. Teilweise liegt das natürlich daran, dass sie kleine Rätsel-Elemente mit hineinbringen, die es erst zu lösen gilt. Doch speziell der Endgegner der zweiten Welt hat mich mit seiner Reichweite und dem enormen Schadenspotenzial praktisch in den Wahnsinn getrieben. Mit Geduld und Spucke (und vielleicht einer KP-Spritze als Hilfsoption) lässt sich aber jedes Hindernis überwinden. Außerdem kann man jederzeit seine Fertigkeitsrunen zurücksetzen und notfalls andere Skills hochleveln, ganz wie im Hauptspiel. Wer übrigens noch eine zusätzliche Herausforderung sucht, kann sich nach Abschluss der DLC-Geschichte an Herausforderungsmissionen versuchen, die noch mal eine gute Schippe mehr Finesse erfordern.

Fazit:
Was für eine Erweiterung! Als notorische Taktikniete, die ohne Überleveln von Einheiten eigentlich keinen grünen Zweig sieht, habe ich mich nur zaghaft an Donkey Kong Adventure rangewagt. Aber kaum wagte ich den Sprung, saß ich wie gebannt vor dem Switch-Screen. Donkey Kongs schiere Mobilität ist ein Traum und macht den Primaten zu einem vielseitig einsetzbaren Charakter, während Rabbid Cranky mit seinem Schrot-Stock für Verwüstung sorgt und Rabbid Peach die bunte Truppe am Leben hält oder nervige Gegner mit Honig-Schüssen einseift. Klar vermisst man aufgrund des starren Teams ein wenig die Vielfalt in der Aufstellung, doch dafür bietet die DLC-Kampagne ausgetüftelte und spaßige Missionen, die perfekt auf die Gang zugeschnitten sind. An Humor wird natürlich auch wieder nicht gespart, gerade die Endsequenzen der Welten haben es mir angetan. Alles in allem sollte eigentlich auf der Hand liegen: Wer auch nur ein Fünkchen Spielspaß bei Mario + Rabbids: Kingdom Battle empfand, sollte sich unbedingt die Zusatzsgeschichte um den König des Dschungels auf die SD-Karte holen. Es sind zwar „nur“ zehn Stunden, die ihr mit ihm verbringt, doch es sind mitunter die schönsten zehn Stunden, die das wahnwitzige Rundentaktik-Spiel zu bieten hat.

Ooooh, Banana: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

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Die schönste Dschungeltour, die man sich als Taktiker wünschen könnte: Pflichtprogramm für alle Kingdom Battle-Veteranen!

Wertung

Abwechslungsreiche Missionen

Neue taktische Möglichkeiten dank Donkey Kong

Detailverliebte Umgebungen

Schwierigkeitsgrad mit unschönen Sprüngen

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Spielname:
Mario + Rabbids: Kingdom Battle

Typ:
Switch-Spiel

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Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Strategie

Release:
29.08.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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