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Kurztest: Overcooked! 2

Nicola Hahn, 10.08.2018

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Es ist gar nicht so lange her, dass ich mit Kollege Andy bei Nintendo in Frankfurt leckeres Sushi in Overcooked! 2 zubereitete. Inzwischen ist das Spiel vom britischen Entwickler Ghost Town Games und dem ebenfalls britischen Publisher Team17 erschienen und ich konnte mir in der Vollversion die verkochten Gerichte genauer anschauen.

Der Zwiebelkönig und sein Hund Kevin
Die Story des Spiels setzt genau dort an, wo der Vorgänger endete: Der Zwiebelkönig sitzt mit seinem treuen Hund Kevin und seinen besten Köchen im Schloss und bewundert das Grimorium Gastronomicon. In der Hoffnung, das Geheimnis zu ewig währender kulinarischer Herrlichkeit zu erlangen, belebt er totes Scheibenbrot wieder. Tja, und wie sollte es anders sein: Die „Unbroten“ greifen an! Da hilft nur geschmackvoll angerichteter Salat, den ich jetzt den Zombies kredenzen soll. Dafür steuere ich einen der beiden Köche durch eine skurrile Küche mitten auf dem Friedhof vor dem Schloss und nehme die Zutaten nacheinander aus der Vorratsbox. Mit dem Salatkopf geht's dann zum Schneidebrett, auf dem ich das Grünzeug in Form bringe. Das verfrachte ich anschließend auf einen Teller und gebe noch geschnittene Tomaten und Gurken hinzu. Fertig ist der gesunde Snack für Zwischendurch und die Unbroten geben sich damit zufrieden.

Eigentlich ist das komplette Spiel für bis zu vier Spieler ausgelegt, die in der Küche herumwuseln und sich um die Zubereitung der Bestellungen kümmern, die am oberen linken Bildschirmrand hereinkommen. Doch auch im Einzelspieler kann ich Chefkoch spielen und jederzeit zwischen zwei Köchen hin- und herwechseln. An besonderen Reiz gewinnt das Spiel, sobald verschiedene neue Rezepte hinzukommen und auch mal Nudeln gekocht, Gemüse gedünstet oder Fleisch angebraten werden muss. Da ist dann nämlich nicht nur das Zeitlimit pro Level wichtig, sondern auch die Zubereitungszeit im Kochtopf/Dampfkorb/Pfanne. Ab einer bestimmten Zeit ist die Zubereitung erledigt und das Gericht beginnt langsam zu verbrennen. Wer jetzt nicht schnell reagiert, dem steht bald die ganze Küche in Flammen und dessen letzter Ausweg ist dann nur noch der rettende Feuerlöscher.

Ordinäre Küchen und Köche aus aller Welt!
Ebenfalls einen Blick wert sind die verschiedenen Küchen, die jedes Level bietet: Einmal bereite ich Salat auf besagtem Friedhof zu, ein anderes Mal gibt's Sushi mitten in einem japanischen Garten, durch den natürlich viele Touristen laufen und auf diese Weise so manchen Durchgang kurz blockieren. Wahnwitzig wird es mit der Zubereitung von Pommes auf zwei schwimmenden Flößen oder von Fleisch auf einem Heißluftballon, der mit viel Pech bald in Flammen steht und in ein asiatisches Restaurant stürzt, in welchem gleich weiter Sushi zubereitet wird. Auf den genannten Flößen gilt es übrigens sich die Zutaten zur Zubereitung gegenseitig hin und her zu werfen, ein neues Feature des zweiten Teils. Eine weitere Neuerung ist der Multiplayer über Internet: Hier gibt es gleich im Hauptmenü die Möglichkeiten, Freunde zu einer Online-Session einzuladen oder drahtlos mit einer anderen Switch zu spielen. Entgegen des Couch-Coops lässt sich hier allerdings nicht die Story miteinander spielen, sondern nur die Modi Arcade und Versus, die auch online verfügbar sind.

Der Online-Multiplayer funktioniert an sich sogar im WLAN ganz gut, hin und wieder wird die eigene Figur aber ein paar Schritte zurückteleportiert, da die Synchronisation dann doch nicht mehr passte. So passiert es gerne mal, dass ich eigentlich etwas auf dem Schneidebrett vorbereiten will, aber beim Host komplett woanders stehe und somit nicht die Zutaten schneiden kann. Scheinbar gibt es auch keine eigene Lobbys pro Kontinent, sodass in meiner Party auch mal zwei Asiaten waren, die natürlich ein wenig mit Lags zu kämpfen aber trotzdem viel Spaß bei der Sache hatten. Denn natürlich kann man auch während des Spiels und in der Lobby verschiedene Emotes auswählen, um mit seinen Kompagnons zu kommunizieren. Erst als ein Vierter der Gruppe beigetreten ist und wir uns der Zubereitung verschiedener Burger widmen mussten, wurde es recht unübersichtlich und durch häufige Feuerausbrüche ziemlich chaotisch. Am Ende gab es für den Abschluss des Levels nur noch zwei von drei Sternen, die übrigens von den erledigten und von den gescheiterten Bestellungen abhängig sind. Mehr Spaß macht es dann doch mit Freunden und am meisten nebeneinander auf der Couch!



Fazit:
Overcooked! 2 setzt die chaotische Kochtradition fort und trumpft mit sinnvollen neuen Features und abwechslungsreichen Levels auf. Natürlich dürfen neue Rezepte und eine abgedrehte, aber doch eher belanglose Story nicht fehlen. Vor allem der Online-Multiplayer ist ein Argument die Fortsetzung des Spiels für 24,99 Euro zu kaufen. Wer das aber nicht braucht und auch nicht den Vorgänger besitzt, kriegt für 19,99 Euro den immer noch brillianten ersten Teil der Serie. Wer sich allerdings bereits schon Besitzer von Overcooked! nennen kann, muss selbst entscheiden ob der Preis für die erwähnten Neuerungen den Kauf wert sind.

Traut sich viel zu selten an den realen Herd: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Team17 für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
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-
Astreine Fortsetzung der Küchenschlacht zum Mitnehmen!

Wertung

Endlich mit Online-Multiplayer!

Sinnvolle Gameplay-Neuerungen wie Werfen und neue Rezepte

Zahlreiche grundverschiedene Level mit spaßigen Besonderheiten

Belanglose Story

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Spielname:
Overcooked! 2

Typ:
Switch-Spiel

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Publisher:
Team17

Developer:
Ghost Town Games Ltd.

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.08.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Screenshots: