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Victor Vran: Overkill Edition

Hands-On: Victor Vran: Overkill Edition

Tjark Michael Wewetzer, 23.08.2018

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Titan Quest ist euch zu langsam und das Warten auf die Switch-Version von Diablo III bereitet euch Höllenqualen? Kein Problem, für diesen Fall landet bereits nächste Woche der Dämonenjäger Victor Vran auf Nintendos aktueller Konsole! Und auch er fährt gleich schwere Geschütze auf, denn die Victor Vran: Overkill Edition kommt mitsamt der zwei großen Erweiterungen daher. Auf der gamescom hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Publisher Wired Productions zu unterhalten und die fertige Switch-Version des Action-RPGs ein wenig anzocken.

Flink muss man sein
Was den Dämonenjäger mit dem schnittigen Hut direkt von seinen Genrekollegen abhebt, ist seine Mobilität. Per A-Taste wird gesprungen, um so über Gegnerhorden zu segeln und die Kontrolle über den Kampf zu gewinnen oder um einfache Abgrenzungen hinter sich zu bringen. Natürlich gibt es auch dabei Grenzen und die von mir gespielten Abschnitte verfügten über feste Grenzen, dennoch kann Victors akrobatisches Talent sich schnell als Lebensretter erweisen. Ferner erweist er sich als äußerst vielseitig: Tatsächliche „Charakterklassen“ im traditionellen Sinne gibt es hier nicht, stattdessen könnt ihr eure Werte mit der Grund-Garderobe des Helden leicht neu ausrichten und im Spiel selbst auf ein mannigfaltiges Arsenal zurückgreifen.

Dies erwies sich schon in meiner Probesession als lebensrettend. Jede Waffe verfügt nämlich über eigene Skill-Sets, die gegen bestimmte Gegner besonders hilfreich sind. Die häufig in großer Zahl auftretenden Spinnenkreaturen lassen sich deutlich komfortabler mit einer Klingenwaffe im Nahkampf niedermähen als mit langsameren Schusswaffen, während es sich beim fiesen Rachegeist umgekehrt verhält. Der flitzt nämlich nur zu gerne quer durch das Areal und schlägt euch eine mächtige Delle in die Gesundheitsanzeige, wenn ihr dabei im Weg stehen solltet. Da ist ein sicherer Abstand mit der Flinte wichtiger. Damit man auf solche Situationen schneller reagieren kann, lassen sich im fortwährenden Spielverlauf zwei Waffensets ausrüsten, zwischen denen ein fliegender Wechsel möglich ist. In meiner Proberunde war der Spielstand jedoch noch nicht so weit, trotzdem spielen sich die Gefechte geschmeidig und spaßig. Ebenfalls interessant: Durch Schicksalskarten und Werkzeuge könnt ihr Victor weiter an euren Spielstil anpassen. Die Karten, welche passive Boni verleihen, gibt es sogar bei jedem Levelaufstieg. Überhaupt finden sich beim Beutesystem einige spannende Ideen. So lassen sich mehrere Objekte derselben niedrigen Seltenheitsstufe zu einem höherwertigeren Objekt verschmelzen. Das soll gerade bei den richtig raren Sachen den Frust senken, da man auf diese Weise nicht komplett dem Zufallsgenerator ausgeliefert ist – auch wenn man trotzdem nicht um Fleißarbeit herumkommt.

Laut meines Gesprächspartners von Wired Productions sei Victor Vran allem voran ein Projekt, das aus der Leidenschaft des Teams geboren wurde. Haemimont Games, die sich mehr durch die Tropico-Teile 3 bis 5 einen Namen gemacht haben, entwickelte den Action-Titel auf Basis eigener Vorlieben. Dies kulminiert schlussendlich in einer der Extra-Kampagnen namens Motorhead: Through the Ages, die sich ganz der titelgebenden Band widmet und schlichtweg daraus entstand, dass ein Team-Mitglied bei der Arbeit gerne Motorhead-Lieder hörte und feststellte, dass diese unglaublich gut zum Spielfluss passen. Ein paar Verhandlungsgespräche später war die ursprünglich als DLC verfügbare Kampagne in trockenen Tüchern. Die läuft übrigens komplett separat vom Hauptspiel, ihr könnt euren Victor allerdings aus ebendiesem importieren und weiterentwickeln. Umgekehrt geht dies natürlich auch, falls ihr die einzigartigen Gitarren-Waffen in das Hauptszenario nehmen möchtet, um den Geschöpfen der Finsternis das Geschenk des Metals näherzubringen.

In technischer Hinsicht macht die Switch-Umsetzung einen weitestgehend ordentlichen Eindruck. Die Joy-Con-Steuerung ist eingängig, der düstere Grafikstil sorgt für eine stimmige Atmosphäre und die Charakterdesigns können sich sehen lassen. Leider ist mir in einem von Skeletten überrannten Dungeon der ein oder andere deutliche Ruckler ins Auge gesprungen – wohl weil die auf einen Wanderpfad herunter ausgerichtete Kamera mehr einfing als normal. Laut Wired Productions sei aber schon ein Patch für diverse Wehwehchen der Launch-Version in Vorbereitung. Mal schauen, ob der es auch richtet!

Prognose:
Das ist doch schon eher meine Kragenweite! Nachdem mich, wie bereits im Anspielbericht von Diablo III erwähnt (Link), Titan Quest durch das niedrige Spieltempo eher enttäuschte, brilliert Victor Vran: Overkill Edition durch seinen agilen Helden und die flexiblen Move-Sets. Statt mehrere Klassen hochzuziehen, legt ihr einfach eine neue Waffe in die Hand und stellt euch so auf die vielfältigen Gegner ein, die gerne mal unterschiedliche Vorgehensweisen voraussetzen. Dadurch setzt sich der Titel auch gekonnt von Blizzards Platzhirsch ab und schafft sich seine eigene Nische. Das Beute-System mit der Möglichkeit, höherstufige Items auch einfach durch Verschmelzen häufigerer Stücke zu erhalten, klingt ebenfalls vielversprechend. Nachdem ich ihn auf anderen Konsolen verschlafen habe, bin ich daher nun sehr gespannt auf den Switch-Auftritt von Victor Vran – und ob sich die potenzielle Vielfalt wirklich bewahrheiten. Nächste Woche, am 28. August, geht die Dämonenjagd los!

Muss noch einen passenden Hut für die Jagd einkaufen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

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Kracht, rockt und macht Laune: Der grimmige Dämonenjäger mit dem mannigfaltigen Arsenal macht auch auf der Switch eine gute Figur.

Prognose
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Spielname:
Victor Vran: Overkill Edition

Typ:
Switch-Spiel

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Publisher:
Wired Productions

Developer:
Haemimond Games

Genre:
Rollenspiel

Release:
28.08.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-4, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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