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Airheart: Tales of broken Wings

Hands-On: Airheart: Tales of broken Wings

Tjark Michael Wewetzer, 26.08.2018

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Im Meer oder in Flüssen angeln kann jeder. Hoch oben in den Wolken Fische einsammeln? Das erfordert schon etwas mehr Talent. Oder einfach nur eine andere Welt, in der tatsächlich fliegende Fische existieren. Airheart: Tales of broken Wings bietet mit Granaria genau so eine Welt, die aus zahlreichen zersplitterten Gesteinsformationen hoch oben in den Wolken besteht. Und es ist ein Roguelite, weil das Genre schließlich momentan voll im Trend liegt. Was es hier zu tun gibt und ob es Spaß macht, konnte ich auf der gamescom mit der dort anspielbaren PS4-Version in Erfahrung bringen.

Mit Harpunen auf Goldfische schießen
Ein jeder Ausflug beginnt zunächst im Hangar, wo man den Flieger der Protagonistin Amelia mit allerlei Bauteilen ausstatten kann – zumindest wenn man denn welche hat. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich die Demo in die Finger bekam, war noch kein Zusatzstück freigeschaltet. Tja, dann muss eben die Standard-Ausrüstung ihren Dienst erfüllen! Auf Knopfdruck geht es in den Pilotensitz und anschließend direkt in die Lüfte, wo ich zunächst einmal das Spielprinzip zu verstehen hatte. Da Airheart nach einem Shoot 'em Up im Arena-Stil á la Geometry Wars aussieht, habe ich natürlich erst einmal alles aufs Korn genommen, was mir vor die Flinte flog. Kleine Kreaturen boten da praktisch keine Gegenwehr, andere Flieger erwiderten hingegen direkt das Feuer und putzten mich vom Himmel. Eine Absturz-Sequenz später, bei der Amelias Flieger mit ach und Krach in Richtung Landebahn navigiert werden muss, um zumindest nicht komplett den Fortschritt der aktuellen Partie zu verlieren, analysiere ich die Lage, werfe einen Blick auf die ausgehängte Steuerung und raffe langsam, worum es in dem Spiel tatsächlich geht.

Wisst ihr, Amelia verdingt sich nämlich als Anglerin. Das habt ihr sicherlich aus der obigen Einleitung schon erahnen können, doch dieses Detail übersieht man gerne, wenn man mit der Erwartung eines Shoot 'em Ups an den Indie-Titel herangeht. Um Geld für neues Equipment zu verdienen, müssen also Fische gefangen werden – und das möglichst ohne sie mit der Bordkanone zu zersieben! Zu diesem Zweck hat die Fischerfrau der Lüfte eine praktische Harpune an den Flieger geschnallt, mit der sich die fliegenden Delikatessen festhalten und einsammeln lassen. Theoretisch soll man das Harpunenseil auch wie eine Angelleine einfahren können, bei mir funktionierte dieses Feature in der Demo aber nicht. Vielleicht wird die Funktion ja noch eingebaut. Macht aber nichts, das Einsammeln der Beute geht auch so noch recht locker von der Hand, da sich Amelias Flugzeug sehr eingängig steuert.

Das ist auch gar nicht mal so unwichtig, da in höheren Wolkenbereichen – über verteilte Aufstiegsplattformen kann man aufsteigen und neue Fischgründe auskundschaften – noch mehr Widersacher herumstromern. Es stellt sich nämlich heraus, dass die flugzeuggestützte Angelei aufgrund der zahlreichen Luftpiraten zu einem wahrlich lebensgefährlichen Beruf geworden ist. Mit der Bordkanone lassen sich die Gegner natürlich vom Himmel fegen, nur verfügen die schon nach wenigen Schichten über bedeutend bessere Ausrüstung. Die bereits angesprochene Masse an Feindfliegern verschlimmert das Problem nur. Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, rechtzeitig den Rückzug zum Hangar anzutreten, um gefangene Fische zu verscheuern und eingesammelten Schrott im Crafting-Menü wiederzuverwerten. Letzteres erfordert leider einiges an Rumprobiererei, da ihr bei den Rezepten zunächst nur ganz grobe Anhaltspunkte über die notwendigen Objekte erhaltet. Immerhin: Richtige Schätzungen werden markiert und selbst bei Fehlschlägen verliert ihr keine Beute. Ist alles umgebaut, der Flieger mit eingekauften Bauteilen aufgerüstet und alles andere vorbereitet, geht es auch direkt wieder in die Lüfte auf der Suche nach noch mehr Fisch.

Prognose:
Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht so recht, was ich von Airheart: Tales of broken Wings halten soll. Auf dem Papier wirkt das Spielprinzip nämlich, mit Verlaub, irgendwie einschläfernd. Doch in diesem Sinne hat es eigentlich schon etwas vom Angelsport an sich, der ja auch gerne als schnarchig bezeichnet wird. Nachdem ich aber die ersten zweifelhaften Flugversuche absolviert und mich in das Spielsystem reingefuchst hatte, entfaltete sich so langsam der Reiz des Roguelites. Auch wenn gerade auf höheren Ebenen natürlich die Action nicht zu kurz kommt, fällt die Luftfischerei schlichtweg entspannend aus. Man jagt possierlich animierte Fische durch das Wolkenmeer, stopft den Flieger mit Meeresfrüchten zu und kehrt nach einem erfolgreichen Angelausflug zurück zum Hangar, wo man sich erst einmal mit neuen Teilen eindeckt und anschließend neue Fischgründe in luftigeren Höhen erkundet. Tatsächlich konnte ich mich am Ende meiner Anzock-Session kaum noch von dem Titel losreißen und wollte immer noch eine weitere Runde drehen. Insofern bin ich gewissermaßen schon optimistisch gestimmt, hoffe aber trotzdem, dass die Vollversion doch etwas mehr Substanz als diese simple Feedback-Schleife bietet.

Wusste genau, dass sich seine FFXIV-Angelkünste mal bezahlt machen würden: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

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Entspannte Mischung aus Angelei und Shoot 'em Up, die jedoch beim ersten Anzocken noch etwas zu seicht wirkt, als dass sie dauerhaft unterhalten kann.

Prognose
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Spielname:
Airheart: Tales of broken Wings

Typ:
eShop Spiel

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Publisher:
Blindflug Studios

Developer:
Blindflug Studios

Genre:
Shoot em up

Release:
2018

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Screenshots: