PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

Kurztest: Flipping Death

Denis Wewetzer, 02.09.2018

0

Test mögen: Weitersagen:

Eine traurige Wahrheit, die die Menschheit weiß, aber immer wieder verdrängt: Ein jeder stirbt. Am Ende der Reise des Lebens wartet der Tod auf einen – und daran ist auch nichts auszusetzen. Doch was kommt danach? Es gibt viele Theorien und keiner kann sagen, was wirklich stimmt. Eine etwas obskure Möglichkeit durchlebt man in Zoink Games' Flipping Death, das nun seit geraumer Zeit schon für die Switch erhältlich ist. Nachdem wir mit Stick it to the Man (zum Test) bereits so einige Lacher bekommen haben, versucht sich dieser Titel an einem ähnlichen Konzept und möchte noch mehr Gesichter zum Lächeln bringen. Doch klappt das Ganze auch ein zweites Mal oder muss etwas ganz neues her? Ich habe so einige merkwürdige Situationen durchleben dürfen, um darauf eine Antwort zu finden.

Teilzeitarbeit im Nachleben
Der Tod ist es leid: Seid tausenden Jahren muss er sich mit den kürzlich Verstorbenen herumplagen – und die würdigen seine Arbeit natürlich nicht. Alles was er sich wünscht, ist Urlaub. Und da kommt ihm das Missgeschick von Protagonistin Penny ganz gelegen. Nachdem sie wieder einmal gefeuert worden ist, möchte sie nichts anderes als mit ihrem Freund wieder nach Hause. Die glorreiche Idee eine Abkürzung über den örtlichen Friedhof zu nehmen verläuft allerdings sehr unglücklich und Penny stirbt. Ganz frisch verstorben hält der Tod sie dann allerdings nicht für einen Neuankömmling im Nachleben – sondern für eine Teilzeitarbeiterin, nach der er schon so lange gefragt hat. Prompt bekommt Penny Sense und Umhang in die Hände gedrückt und darf sich nun mit den Toten herumschlagen. Glücklicherweise ist sie recht spontan und alles andere als auf den Mund gefallen, sodass sie recht schnell damit klarkommt und den humoristischen Aspekt der Geschichte gut zur Geltung bringen kann. Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass ich Stick it to the Man insgesamt wesentlich unterhaltsamer fand und diverse Witze wesentlich besser angekommen sind, als sie es hier tun. Das macht Flipping Death keineswegs zu einem unlustigen Spiel, nach der Vorlage habe ich aber irgendwie etwas mehr erwartet.

Die Story wird vollständig in englischer Sprachausgabe wiedergegeben, die Texte sind allerdings auf deutsch übersetzt worden - leider an einigen Stellen nicht ganz optimal. So haben sich diverse Fehler in den deutschen Texten eingeschlichen und wesentlich schlimmer geht es da so manchen Untertiteln, die nur für Bruchteile von Sekunden zu sehen sind, bevor sie verschwinden. Wer auf diese angewiesen ist, bekommt demnach hin und wieder mehrere Zeilen Text vorgesetzt, die sich so schnell gar nicht lesen lassen. Gleichermaßen habe ich eine Unterhaltung gefunden, für die gar keine Untertitel vorhanden waren – schon schade, wenn man die Leistung des geistigen Vorgängers bedenkt.

Rätsel lösen – Tod-Style
Um in der Geschichte voran zu kommen, bewegt man sich in gewohnter zweidimensionaler Plattformer-Manier. Am Anfang eines jeden Kapitels bekommt man es mit einer Hauptaufgabe zu tun, die es dann zu lösen gilt. Um das zu bewerkstelligen, bewegt man sich allerdings nicht nur in der Welt der Toten herum – als Tod hat Penny nämlich die Fähigkeit, von Menschen Besitz zu ergreifen und sie somit zu kontrollieren. Dadurch ist sie außerdem in der Lage, deren Gedanken zu lesen und sogar Konversationen mit den Personen zu halten. Des Rätsels Lösung ist dabei nicht immer einfach und man muss schon häufiger quer denken, um ans Ziel zu kommen. Zum Beispiel muss man zu einem Zeitpunkt das Boot eines verstorbenen Fischers streichen – allerdings hat keine Person, die man kontrollieren kann, so etwas wie einen Pinsel. Die Lösung: Mit der Zunge eines Probanden kann die Farbe aufgenommen und auf das Boot aufgetragen werden. Wer Probleme damit haben sollte, kann sich aber auch jederzeit Hinweise im Startmenü ansehen, die einem zeigen, mit welchen Charakteren was gemacht werden muss. Abseits der Hauptaufgabe besitzt jedes Kapitel auch noch zusätzliche Herausforderungen, für die es keine Hinweise gibt und die man lediglich anhand des Titels lösen muss. Schafft man dies, wird man mit Charakterkarten belohnt, die einem weitere Hintergrundinformationen zu den getroffenen Personen geben – und meiner Meinung nach Heimat der besten Witze des Spiels sind.

Das Gute und Schlechte geeint
Genau wie Stick it to the Man vorher schon hat auch der Nachfolger einen sehr eigenen Grafikstil – was aber nichts schlechtes ist. Der Stil passt hervorragend zur schrägen Story und sieht auch alles andere als schlecht aus. Was jedoch Probleme macht, ist der Aufbau der Kapitel: Grundsätzlich spielt die gesamte Handlung nämlich nur an zwei Orten und in jedem Abschnitt werden einzig und allein die Charaktere hin- und hergeschoben, damit neue Aufgaben gelöst werden können. Zudem werden hin und wieder neue Teile dieser Orte freigeschaltet, was sie zum Ende hin recht groß macht. Grundsätzlich kein großes Problem, da sich Penny in Geisterform zu jeder entdeckten Person teleportieren kann. Als Mensch muss man die Wege aber trotzdem jedes Mal laufen, was so leider schnell repetitiv wird.



Fazit:
Nachdem ich Flipping Death bereits im letzten Jahr auf der gamescom anspielen konnte, war ich schon sehr begeistert von der humorvollen Aufmachung und der kurzen Sequenz, die ich zu dem Zeitpunkt spielen konnte. Insgesamt wurde das Spiel diesen Erwartungen nun auch gerecht, kann aber mit diesem starken anfänglichen Eindruck nicht mithalten. Die Witze fühlen sich sehr weit auseinander gestreckt an und wurden augenscheinlich größtenteils für die Charakterkarten verbraten. Die Tatsache, dass man ständig durch dieselbe Stadt mit noch weiteren Orten laufen muss, macht den Gesamteindruck da auch nicht viel besser und trägt vielleicht sogar noch zu genau diesem Gefühl bei. Ein weiteres Problem ist die Länge des Spiels: Nach gerade einmal fünf Stunden – und das ist wenn man sich Zeit lässt – hat man das Abenteuer hinter sich gebracht und abseits des Sammelns der restlichen Karten bleibt einem absolut nichts anderes mehr übrig. Nichtsdestotrotz: Wer mal wieder ein Abenteuer erleben möchte, das sich kaum ernst nimmt, und einfach nur mal ein wenig sinnlosen Spaß braucht, kann sich Flipping Death gerne zulegen – man sollte sich nur bewusst sein, dass an der humorvollen Kost nicht viel dran ist.

Würde auch gerne mal als Teilzeit-Tod arbeiten wollen: Denis Wewetzer [Azure] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Zoink Games für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Humorvolles und kurzweiliges Abenteuer mit zu viel Backtracking und mäßiger deutscher Lokalisation.

Wertung

Witziges Abenteuer mit schräger Story

Schöne und passende Präsentation

Sehr viel Backtracking

Äußerst kurz

Kein Wiederspielwert

Kommentare verstecken

0 Kommentare


- Noch keine Kommentare vorhanden -

Um Kommentare zu schreiben, bitte oben einloggen oder jetzt Registrieren!


Spielname:
Flipping Death

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Zoink Games

Developer:
Zoink Games

Genre:
Adventure

Release:
07.08.2018 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Spiel mögen:

Weitersagen:


Screenshots: