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Snipperclips: Zusammen schneidet man am besten ab!

Kurztest: Snipperclips: Zusammen schneidet man am besten ab!

Sebastian Mauch, 17.03.2017

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Snipperclips: Zusammen schneidet man am besten ab!, so lautet der Titel in seiner vollen Pracht. Um euch und mir selbst etwas Gutes zu tun, belassen wir es im Folgenden aber besser bei Snipperclips. Die Rede ist natürlich von dem eShop-Überraschungshit, in dem man allein oder mit Freunden die Kontrolle über kleine Papierwesen übernimmt. In den Hauptrollen hören diese auf die Namen Snip und Clip. Was ich in der bunten Papierwelt alles erlebt habe und ob sich ein Kauf lohnt, das zeige ich im folgenden Kurztest. Viel Spaß beim Lesen!

Einer nimmt Snip, ein anderer nimmt Clip
Eigentlich kann man Snipperclips auch allein und mit bis zu drei Mitspielern daddeln. Am besten funktioniert das Spiel jedoch zu zweit, zumindest gilt das für den Hauptmodus. Dieser enthält drei thematisch abgegrenzte Welten mit je 15 Level. Der Einstieg ist denkbar einfach: Man selbst greift sich einen Joy-Con und überreicht einem Freund den anderen. Diese werden im Snipperclips ausschließlich quer gehalten, weshalb sich aus Gründen der Ergonomie die Anbringung der Schlaufenschiene lohnt. Der Pro Controller oder andere Griffweisen der Joy-Cons werden leider nicht unterstützt.

In den ersten paar Stufen wird man durch recht simple Rätsel und ein subtiles Tutorial behutsam in die Steuerung und Physik des Spiels eingewiesen. Das Spielprinzip ist dabei ebenso simpel wie der Einstieg in die Levelmechaniken. Im Grunde geht es nur darum, sich gegenseitig so auszuschneiden, dass die vom Level gefragte Lösung realisiert werden kann. Dazu kann man sich bewegen, springen und, ganz wichtig, mit SL und SR die Papierkumpels drehen. Die Beinchen bleiben dabei aber auf dem Boden, man dreht also praktisch nur den Papierkörper. Hat man sich mal verschnitten, ist das kein Problem, da man per praktischer Undo-Funktionen den Fehler schnell beheben kann. Hat man sich sogar komplett vertan, hält man die Undo-Taste einfach gedrückt und stellt sich so gänzlich wieder her. Um auch schön präzise schneiden zu können, kann man sich zudem mit dem Analogstick nach oben strecken oder hinhocken. Leider ist es recht schwer, eine bestimmte Höhe zu finden, da man die Höhe nicht fixieren kann - es ist also reichlich Feingefühl gefragt.

Scheiden, Tragen, Zustechen
Ein großer Pluspunkt des Spiels sind die teils extrem verspielten Rätsel. Zwar ist die Lösung meistens recht offensichtlich, doch an der Umsetzung hängt man gut und gerne auch mal ein paar Minuten. Teilweise kann man sogar vom optimalen Lösungsweg abweichen und einfach improvisieren. Das Sprichwort „Viele Wege führen nach Rom“ trifft auch auf Snipperclips zu! Die Aufgaben unterschieden sich in ein paar Kategorien. Mal muss man sich gegenseitig zurechtschneiden, mal etwas zum Zielort transportieren oder aber ein paar Luftballons zerstechen. Hier und da gibt es auch noch leicht abweichende Missionsarten, doch im Grund führt man immer dieselben Aufgaben aus, nur jedes Mal in etwas anderer Form. Das ist ein wenig schade, da wären etwas einzigartigere Level sehr wünschenswert gewesen. Zwar wiederholen sich die Thematiken irgendwann, das tut dem kooperativen Spielspaß jedoch keinen Abbruch.

Wie schon erwähnt, spielt man Snipperclips am besten mit einem Freund. Es ist aber mit gewissen Hürden auch komplett allein spielbar. Als Solist schaltet man dazu einfach zwischen Snip und Clip hin und her, die jeweils eingenommene Pose wird beim Wechsel natürlich beibehalten. Dann gibt es da noch den Partymodus, in welchem vier Papierlinge von der Partie sind. Auch hier kommt man zu zweit gut zurecht, es können aber bis zu vier Spieler teilnehmen. Der Hauptmodus gibt insgesamt 45 Level her, der Party-Modus - welcher nicht allein spielbar ist - kommt jedoch nur auf 21 Rätsel. Das ergibt eine etwas magere Gesamtmenge von nur 66 Rätseln, die sich noch dazu etwas zu sehr ähneln. Als Trost gibt es aber noch drei Blitzduell-Modi. Dort kann man sich wahlweise im Basketball, Hockey oder Dojo im Multiplayer mit bis zu vier Spielern messen. Im Dojo geht es übrigens darum, sich gegenseitig kaputt zu schneiden. Die Modi machen schon enorm Spaß, können allerdings auch nur für kurze Zeit motivieren.

Fazit:
Snipperclips ist einer der wenigen Launch-Titel für die Nintendo Switch, aber einer der Guten! Die kreativen Level kombiniert mit den innovativen Spielprinzip machen vor allem mit Freunden richtig viel Freude. Der Umfang des Spiels geht in Ordnung, es hätten aber ruhig ein paar Rätsel mehr sein dürfen, die sich vor allem nicht so oft wiederholen und nur Variationen zeigen. Der Artstyle und der Soundtrack wissen zu überzeugen und die Animationen regen oft zum Schmunzeln an. Seltsam ist nur, dass Snipperclips vor allem bei viel Physikberechnung - etwa bei Flüssigkeiten – merklich zu ruckeln anfängt. Das hätte ich von einem so minimalistischem 2D-Spiel nun nicht erwartet. Trotzdem kann ich Snipperclips jeden bedenkenlos ans Herz dem es nach einem unterhaltsamen Rätselspielchen sinnt. Das liegt nicht zuletzt am humanen Preis von 19,99 Euro.

Schneidet schneller als sein Schatten: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Charmante Koop-Knobelei, allerdings aufgrund des geringen Umfangs auch schnell wieder vorbei.

Wertung

Kreatives Denken ist gefragt

Extrem spaßig im Mehrspieler

Clevere Physikrätsel

Levelarten wiederholen sich oft

Geringer Umfang

Gelegentlich Ruckler

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Spielname:
Snipperclips: Zusammen schneidet man am besten ab!

Typ:
eShop Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo/SFB Games

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
03.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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