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Senran Kagura Reflexions

Kurztest: Senran Kagura Reflexions

Tjark Michael Wewetzer, 13.09.2018

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Die Crux bei kurzen Spielen: Man kann schon aus Anspiel-Eindrücken manchmal die gesamte Spielerfahrung mitnehmen. Von daher werde ich in diesem Kurztest nicht drumherum kommen, diverse Punkte aus Denis' gamescom-Anspielbericht von Senran Kagura Reflexions (zum Hands-On) zu wiederholen. Auf der anderen Seite kann ich euch natürlich jetzt verraten, ob sich der 10 Euro kostende Download-Titel – und, sofern der Tenor dabei derselbe bleiben sollte, die bis zu 40 Euro an geplanten DLC-Szenarios – jetzt nun tatsächlich lohnt oder ob hier mehr billiger Fanservice mit der Senran Kagura-Lizenz auf der Switch verramscht wird. Ach, machen wir uns nichts vor, ihr habt doch eh schon das Wertungsbarometer auf der Startseite gelesen… Tauchen wir also direkt in die Welt der Massage ein!

Das Loch in meinem Herzen
Zumindest eine Sache muss ich aus dem oben erwähnten Hands-On geradebiegen: Senran Kagura Reflexions dreht sich nicht um verlorene Erinnerungen. Nein, die Ninja-Schülerin Asuka weiß durchaus, wer sie ist und was sie macht. Sie fühlt sich jedoch in einem bestimmten Bereich noch unsicher und weiß gerade nicht, ob sie sich wirklich kennt. Hier kommt ihr ins Spiel: Durch entspannende Massagen sollt ihr der Dame bei ihrem Selbstfindungstrip helfen und feststellen, was ihr auf dem Herzen liegt. Dazu sammelt ihr Fragmente ihres Herzens, die einmal zusammengefügt dann die Antwort liefern. Klingt tiefgründig und es gibt tatsächlich auch einen kleinen Kniff bei der Rahmenhandlung, insgesamt fällt die knapp vierstündige Geschichte jedoch ziemlich flach aus und wiederholt aufgrund ihrer spielerischen Natur in dieser Zeit viel Material. Und Englisch solltet ihr für den Lesegenuss auch beherrschen, denn zu den japanisch vertonten Texten gibt es lediglich englische Untertitel.

Die Fragmentsammelei läuft in mindestens fünf Spieldurchgängen ab. Zunächst einmal haltet ihr Asukas Hand und drück mit den Analogsticks oder den Schultertasten auf eine bestimmte Stelle, bis das Mädchen mit dem Fantasieren beginnt. Dann landet ihr beispielsweise in einem Fantasy-Szenario oder habt die Patientin plötzlich als Nachhilfelehrerin vor euch stehen, was unweigerlich in einer richtigen Massage-Session endet – sobald ihr die Ausrichtung durch Berührung bestimmter Körperstellen bestimmt hat. Verschiedenfarbige Wellen geben dabei an, wie die Entspannungskur wirkt und schlussendlich auch auf welches Fragment ihr zusteuert. Von freundschaftlicher Knetkur über beruhigendes Klopfen bis hin zur erregenden Massage ist alles dabei. Die Wahl an sich wird jedoch durch ziemlich lang dauerndes und anspruchsloses Dauergeklicke erreicht. Das langweilt bereits nach dem zweiten Durchmarsch. Habt ihr Asuka entsprechend weichgemacht, dürft ihr zu guter letzt ein spezielles Massage-Werkzeug auswählen und innerhalb eines Minispiels zum letzten Schritt der Session ansetzen. So wird etwa mit Joy-Con-Geschüttel der Oberschenkel weichgeklopft, der Oberarm gebürstet oder… Nein, das letzte Hilfsmittel möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Ich sage nur so viel: Mir wurde plötzlich klar, woher die Ab-18-Einstufung der USK kam. Die Items werden übrigens über die Durchläufe hinweg nach und nach freigeschaltet, bis man diesen für den eigentlichen Story-Fortschritt überflüssigen Schritt sogar komplett überspringen kann.

Und dieses Prozedere wird pro Handlungs-Runde fünfmal durchgezogen, bis ihr ein Herzfragment erhaltet und von vorn beginnt. Das ist tatsächlich alles, was Senran Kagura Reflexions bietet und bei vielleicht 30 bis 40 Minuten pro Partie hat man bereits nach drei bis vier Stunden das wahre Ende erreicht. Das ist leider ziemlich mau. An Bonus-Modi ist leider auch nicht viel zu holen. So könnt ihr Asuka mit freigespielten Outfits und Accessoires einkleiden, die Massage-Minigames direkt aus einem Menü heraus auswählen oder die junge Dame im Diorama-Modus posieren lassen, um Screenshots in allerlei Situationen aufzunehmen. Selbst in technischer Hinsicht gibt es nicht sonderlich viel zu vermelden: Mit Asuka gibt es gerade mal ein Charakter-Modell, das zwar auf einem ähnlich hohen Niveau modelliert ist, wie man es von den PS4-Spielen der Senran Kagura-Reihe kennt, bei diversen Kostüm- und Zubehör-Kombinationen aber schon mal unschöne Clipping-Fehlern mitbringen kann. Abgesehen davon gibt’s eine Reihe statischer Hintergründe und das war es – wirklich aufwendig wirkt die Präsentation keineswegs. Immerhin läuft das Spiel dafür flüssig. Und ja, die Basis-Version bietet wirklich nur einen einzigen Charakter. Vier weitere werden als DLC nachgeliefert, die jeweils auch noch mal 10 Euro das Stück kosten. Ein teures Vergnügen!



Fazit:
Da die Senran Kagura-Reihe besonders auf dem 3DS schon immer gewisse Visual Novel-Züge hatte, ist der Sprung auf eine reine Erzählung gar nicht mal so abwegig. Unglücklicherweise bietet Senran Kagura Reflexions bei dem bisschen Handlung nur ziemlich seichte Kost. Klar wird mit dem Ende tatsächlich noch ein Schuh draus, doch ob dies die fünfmalige Wiederholung des lieblichen Gesäusels zwischen den Massage-Einheiten wert ist, steht wieder auf einem anderen Blatt. Die Entspannungs-Minispiele selbst sind übrigens auch äußerst simpel und mit gerade mal vier End-Einheiten sowie der ziemlich eintönigen Allgemein-Körpertipperei nicht sonderlich anspruchsvoll oder abwechslungsreich. Man hat sich im Prinzip spätestens mit dem Freischalten des vierten und letzten Hilfsgegenstand bereits sattgespielt – wenn nicht sogar schon früher. Das hier ist wirklich nur etwas für Hardcore-Fans der Reihe, die unbedingt ein paar ruhige Minuten in trauter Zweisamkeit mit Asuka oder einem der kommenden Kauf-DLC-Charaktere verbringen möchten.

Könnte wahrscheinlich selber mal eine gute Massage gebrauchen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Marvelous für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Entspannung ohne Abwechslung: Eine inhaltsarme Kurzgeschichte mit eintönigen Minispielen.

Wertung

Kurzweilige Erzählung…

Umfangreicher Kostümkatalog

…die entsprechend schnell abgehandelt ist

Substanzlose Dialoge

Eintönige Minispiele

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Spielname:
Senran Kagura Reflexions

Typ:
eShop Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Marvelous

Developer:
Honey Parade Games

Genre:
Sonstiges

Release:
13.09.2018 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre

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