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Kurztest: Picross S2

Sebastian Mauch, 20.09.2018

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Videospiele sind toll und eine Bereicherung, das steht vollkommen außer Frage. Leider sind viele Titel heutzutage aber auch sehr leicht und nehmen den Spieler oder die Spielerin zu sehr an die Hand. Wer sein Hirn also mal fordern möchte, kann da zum Beispiel einen Blick ins Rätselgenre wagen. Jupiter gehört hier mit seiner Picross-Reihe schon lange zu den Urgesteinen. Nach der ersten Runde mit Picross S geht es nun mit neuer Rätselkost in Picross S2 weiter. Klar sollte sein, dass man hier mehr vom Alten bekommt, wie das halt so ist mit Rätseln. Doch was gibt es Neues, kann das Spiel womöglich mit frischen Ideen locken? Die Antwort gibt’s im Test!

In der Ruhe liegt die Kraft
Wer jetzt Action erwartet, der kann direkt aufhören zu lesen. Hier geht es selbstverständlich um die Rätselart Picross, in der man anhand von Hinweiszahlen an jeder Reihe und Spalte Felder so markieren muss, dass am Ende ein Bild entsteht. Wer neugierig auf die Pixelkunst ist, muss als behutsam nach und nach das Feld entschlüsseln - so die Basics. Darüber hinaus bot der Vorgänger des heutigen Testobjekts auch noch das Mega-Picross, was natürlich auch im zweiten Switch-Ableger der Reihe wieder mit an Bord ist. Dort geht es schon etwas kniffliger zu, da sich Hinweise auch auf zwei Reihen oder Spalten beziehen können, was wiederum für mehr Wechselwirkungen sorgen mag.

Die etlichen normalen und „megamäßigen“ Picross-Einheiten kann man dabei auf die Art und Weise lösen wie man es selbst für richtig hält. Bewährte Komfortfunktionen des Vorgängers wie das Anzeigen von unbehandelten, aber halbwegs eindeutigen Hinweisen sind wieder am Start, wenngleich aber gerade dieses Beispiel manchmal mehr indiziert als die menschliche Logik hergibt. Neu in Picross S2 ist zudem, dass man beim Halten einer Schultertaste nun die Kästchen abzählen kann. Nach kurzer Eingewöhnung gehört ständiges Verzählen damit der Vergangenheit an. Ungeduldige können aber natürlich auch wieder zu Beginn eines jeden Rätsels einen gewissen Teil per Zufallsprinzip auflösen lassen, was aber ordentlich Reiz wegnimmt und nur zu empfehlen ist, sollte man doch mal feststecken. Puristen können aber freilich auch wieder jegliche Hilfen abschalten und sich rein auf das manuelle Suchen nach Hinweisen verlassen.

Und sonst so?
Nun, beim Erstableger für die Hybridkonsole wäre an dieser Stelle schon Schluss. Zwar ist man mit den hunderten Picross und Mega-Picross locker um die 20 bis 50 Stunden beschäftigt, etwas mager würde das aber bei einer Fortsetzung trotzdem wirken, wenn nur eine Zählfunktion und das Logo neu wären. Darum baute der Entwickler sicherlich auch das mehr oder weniger „neue“ Clip-Picross ein.

Das Rad wird aber auch hier nicht neu erfunden. Eher ist das Clip-Picross eine Abwandlung eines Modus aus der Picross e-Reihe auf dem 3DS. Nur setzt man hier nicht ein Riesenbild aus vielen Einzelrätseln nahtlos zusammen, sondern gibt es hier auch mal Lücken, wodurch die (vom Motiv her sinnfreien) Einzelbilder aber in jeglichen Größen und Schwierigkeitsgraden daherkommen können. Hat man alle Unterrästel aufgelöst, offenbart sich ein Teilclip. Davon hat man insgesamt fünf implementiert, wobei die Teilclips stets umfangreicher und detaillierter werden. Wer als Kind gerne Märchen gelauscht hat oder dies noch tut, der wird nach Abschluss des gesamten Clips auch einen gewissen Zusammenhang erkennen. Was gemeint ist muss aber jeder natürlich selbst herausfinden! Freigeschaltet werden die vielen, kleinen Einzelstücke übrigens durch das Lösen der Standardrätsel. So rotiert man immer ein wenig zwischen den Modi, was schon ein wenig zur Auflockerung beiträgt.

Fazit:
##bild80078rechtsääSeien wir mal ehrlich, diese Art von Spiel ist nicht für jedermann. Wer allerdings dem Denksport etwas abgewinnen kann, der bekommt auch mit Picross S2 wieder reichlich Beschäftigung für wenig Geld. Der Umfang ist zudem durch das Clip-Picross enorm gewachsen und einen Clou hat die Sache sogar auch noch. Die musikalische Begleitung kann je nach Modus einzeln konfiguriert werden, was auch gut so ist. Ein gewisses Stück klingt nämlich wie die Kinderlieder-Dauerschleife im Spielzeugladen und nervt auf Dauer gehörig. Auch kann man Schwierigkeit und Komfort auf die eigenen Vorlieben anpassen und auf eine umständliche Touch-Steuerung hat man wieder verzichtet. Leider bekommt man auch in S2 in der Rubrik Mega-Picross wieder dieselben Ergebnisbilder aufgetischt, wie auch in den Standardrätseln. Durch einen gewissen Mangel an Abwechslung muss der zweite Ableger also erneut mit einer soliden Viererwertung nach Hause gehen. Übrigens: Wer jemand an der Hand hat der die Leidenschaft für Rätsel teilt, darf sogar kooperativ puzzlen.

Endlich wieder Beschäftigung für Zwischendurch: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

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Nach wie vor grundsolide Puzzle-Kost, die jedoch auch wesentlich mehr Abwechslung bieten könnte.

Wertung

Koop-Modus für gemeinsames Rätseln

Beschäftigung für etliche Stunden

„Neuer“ Modus Clip-Picross

Musik-Auswahl nervt schnell und erinnert teils an Kinderlieder

Wieder dieselben Motive in den beiden Standard-Modi

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1 Kommentar

profil 75 comments
[25.09.2018 - 00:09 Uhr]
LaNoir:
Ich konnte den Zelda- und Pokémon-Picrossteilen doch etwas abgewinnen, hat Spaß gemacht. Aber so ein Standard-Spiel? Ist glaube ich nichts für mich...
(Da sieht man mal wieder wie wichtig es ist Gamification endlich schultauglich zu machen!!!)
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Spielname:
Picross S2

Typ:
eShop Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Jupiter

Developer:
Jupiter

Genre:
Denkspiel

Release:
02.08.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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