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I Hate Running Backwards

Kurztest: I Hate Running Backwards

Nicola Hahn, 29.10.2018

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Schon einmal rückwärts gerannt? Für die Helden aus I Hate Running Backwards ist das eine ihrer leichtesten Übungen, denn sie müssen das ständig machen, sind aber augenscheinlich auch nicht die größten Fans davon. Und das obwohl diese Übung den Körper stärkt, den Bewegungssinn schärft und inzwischen werden sogar Weltmeisterschaften im Rückwärtslaufen ausgetragen! Definitiv ein neues Geschäftsfeld, sollten unsere Helden dieses Spiel überleben…

Story? Serious Sam braucht keine Story!
Der Plot des Titel ist relativ schnell zusammengefasst: Sam „Serious“ Stone und seine Freunde reisen durch Raum und Zeit, um die Gegnerhorden des Oberbösewichts Mental zu besiegen. Tja, und nach dieser doch recht hanebüchenen Story geht es für einen der zwölf wählbaren Helden, die teilweise noch freigespielt werden müssen und unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, in die Hubwelt. Dort angekommen kann zwar anfangs nur ein Baby-Modus ein- und ausgeschaltet werden, der dem Spieler ein Leben mehr verleiht, mit der Zeit werden aber neue Modifikatoren für den anstehenden Run bereitgestellt. Der Titel ist nämlich ein sogenanntes Roguelike, also ein Spiel, das sich mit jedem Durchgang leicht ändert und an dessen Ende der grausame Tod des Spielecharakters steht, der anschließend von vorn starten muss. Glücklicherweise werden je nach Fortschritt neue Waffen, Modifikatoren, Abkürzungen und spielbare Figuren freigeschaltet.

Der Hub enthält neben den einstellbaren Modifikatoren noch ein großes Portal, das den Start des Runs ermöglicht, und zwei Waffenschränke, in denen man die zwei Hauptwaffen durchwechseln kann und somit vier verschiedene Waffen für zwei Ausrüstungsslots zur Auswahl hat. Neben dieser Primärwaffe, die während des Durchlaufs nicht mehr gewechselt werden kann, gibt es noch eine Sekundärwaffe, die anfangs meist ein Flammenwerfer ist und während des eigentlichen Runs gewechselt werden kann. Genug des Vorgeplänkels, ab durchs Portal und hinein in die Gegnerhorden! Wie in jedem guten Shoot 'em Up bewegt sich die Kamera automatisch von unten nach oben, während die Spielfigur aber nicht wie üblich am unteren, sondern am oberen Rand (rückwärts) läuft und auf die unten auftauchenden Gegner zerschießt. Natürlich muss auch gleichzeitig die Umgebung im Blick behalten werden, die allerdings von unten nach oben vorbeizieht und der Spieler so gezwungen wird, sich brav in der Mitte aufzuhalten, um nicht von unten von Gegnern überhäuft zu werden und von oben den Hindernissen des Parcours rechtzeitig ausweichen zu können.

Mehr Zeugs? Mehr Zeugs!
Blöderweise sind die beiden Waffen in Dauerfeuer-Modus relativ fix leergeschossen, herumliegende Kisten enthalten allerdings Munition und sogar Leben, die der Spieler ebenfalls dringend brauchen kann, denn selbst eine läppische Berührung mit dem Gegner zieht gleich eines der zwei bis drei Herzen ab und lassen den Spieltod damit deutlich näher rücken. Glücklicherweise gibt es noch eine Nahkampfattacke, die zwar nach jeder Ausführung Zeit zum Abklingen benötigt, aber dafür unendlich oft verfügbar ist und durch die schnelle Drehung des Charakters ganze Gebäude und Gegnerhorden niederstrecken kann. Das freut auch die Erfahrungsanzeige, die sich bei Zerstörungen von Objekten füllt und einen Levelaufstieg gewährt, sollte der Fortschrittsbalken die rechte Seite erreichen. Dann gilt es zwischen drei permanenten Vorteilen zu wählen, die alle unterschiedliche Spielstile unterstützen. Temporäre Vorteile bringen dagegen Power-Ups, die ebenfalls auf dem Spielfeld verteilt sind und von handelsübliche Schilden, die Schaden absorbieren, über „Serious Damage“, also ein Schadensboost, bis hin zur unendlichen Munition reicht. Aber aufgepasst: Alles nur temporär!

Wer es bis ans Levelende schafft, darf dann noch gegen Bossgegner ran, die ziemlich vertrackt sind und mehrere Anläufe erfordern. Glücklicherweise schaltet man nach Besiegen dieser eine Abkürzung zum nächsten Level frei, die man dann bei jedem Run nehmen kann um die bereits geschafften Level zu überspringen, wodurch einem natürlich auch mögliche Levelaufstiege und Waffenfunde entgehen. Jedes neue Gebiet hat dafür aber jeweils einen anderen thematischen Bezug, an denen sich auch die Gegner, Fallen und Hindernisse halten und entsprechend maptypisch ausfallen. So gibt es im Tal der Könige viel Sand und ägyptische Bauten sowie die aus den Serious Sam-Games bekannten Gegner wie Beheaded Kamikaze, die keinen Kopf haben aber dafür an beiden Händen Bomben und schreiend auf den Spieler zu rennen. Im Dschungel tauchen dann tiefe Schluchten auf, die bei den ersten Anläufen natürlich gern übersehen werden und in einem unschönen Absturz und damit im Game Over enden. Doch nach dem Run ist vor dem Run!

Fazit:
Warum eigentlich in I Hate Running Backwards ständig rückwärts gerannt werden muss, werde ich wohl nie erfahren. Innovativ ist die Idee eines „Shoot ‘em Downs“ dafür allemal und die neuen Gameplay-Möglichkeiten haben die Entwickler voll ausgeschöpft. Am Ende sind es leider die Kleinigkeiten und die fehlende Abwechslung, die dem Spiel die Punkte kosten: So wurde bei der Switch-Version bei der Twitch- und der Leaderboardeinbindung gespart, was die in den Runs erzielten Punkte etwas überflüssig macht, und die ewige Rückwärtsrennerei wird nach ein paar Runs schnell monoton. Spaß machen dagegen der lokale Coop-Modus sowie die zahlreichen Waffen und Power-Ups, die für ordentlich Wiederspielwert sorgen und jeden Durchgang anders aber trotzdem beeinflussbar machen. Insgesamt schneidet das Spiel durchaus gut ab, für eine höhere Wertung fehlt es aber dann aber doch primär an Abwechslung und die Online-Features.

Ist auf ewig mit schreienden Kamikazebombern in Raum und Zeit gefangen: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Devolver Digital für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Spaßiges Shoot 'em Up, das auf Dauer leider etwas eintönig wird

Wertung

Zig Waffen und Power-Ups, die jeden Durchgang etwas anders gestalten

Komfortfunktionen wie Abkürzungen machen schmerzhafte Game Over ertragbarer

Man kann auch zu zweit rückwärts durch die Level rennen!

Auf Dauer fehlt die Abwechslung

Modi wie „Kill the Streamer“ oder das Leaderboard fehlen komplett

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Spielname:
I Hate Running Backwards

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Devolver Digital

Developer:
Croteam

Genre:
Action

Release:
19.10.2018 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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