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Preview: My Time At Portia

Nicola Hahn, 01.02.2019

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Mal wieder führt es den Protagonisten eines Spiels zurück zu den Wurzeln seiner Familie und so bricht auch in My Time At Portia die Hauptfigur zur verlassenen Werkstatt seines Vaters auf der Insel Portia auf, um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Damit beschreitet der Titel von Entwickler Pathea Games und Publisher Team17 den gleichen Weg wie sein Genre-Kollege Stardew Valley und genau wie er will auch dieses Spiel in die Kerbe der Animal Crossing- und Harvest Moon-Reihen springen, die sich insbesondere um Erkundung, soziale Interaktionen mit anderen Bewohnern und dem Wiederaufbau des eigenen Hofs beziehungsweise in diesem Fall einer Werkstatt drehen. Da von der Switch-Version momentan kaum mehr als die Ankündigung existiert, behandle ich in diesem Preview die Steam-Version, die im Januar den Early Access-Status hinter sich gelassen hat und nun vollständig erschienen ist.

Papas Erbe will fortgeführt werden
Bevor aber auch nur an den Wiederaufbau des Gewerbes zu denken ist, muss natürlich ein Charakter zusammengebastelt werden, der mich künftig als Spieler repräsentiert. Ist diese Hürde einmal genommen, bringt mich Kapitän Wuwa mit seinem Boot zur Insel Portia. wo auch schon ein aufgeregter Mann mit lustigem Schnäuzer auf mich wartet. Sein Name ist Presley und er stellt sich mir als Kommissar von Portias Handelsgilde vor. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich mit der Insel, der Werkstatt meines Vaters und dem Geschehen drumherum vertraut zu machen. Zuerst geht es zur besagten Einrichtung, die vorher mein Vater bewohnt hat und nun an mich vererbt wird. Das Gebäude ist inzwischen derart heruntergekommen, dass das Häuschen im Laufe der ersten Quest mit Hilfe neuer Bretter wieder einigermaßen in Schuss zu setzen ist. Glücklicherweise befindet sich die Werkstatt etwas außerhalb von der eigentlichen Stadt und nicht unweit davon liegen einige Äste auf den Wiesen. Doch dort treiben sich auch die ersten Tiere herum, die sogar angreifen können. Also schnell an der Werkbank neben dem Haus und eine Axt bauen, um Bäume fällen und Gegner einen Kopf kürzen zu können. Um die typische Abenteurerausrüstung zu vervollständigen, folgen auch gleich Spitzhacke und Schwert.

Nach einigen Besuchen bei der Handelsgilde wird mir auch die Montagestation gezeigt, die künftig für den Bau von größeren Objekten und somit für die Erfüllung von Aufträgen unabdinglich sein wird. Doch zuvor wird mein Können noch in einem Basteltest auf die Probe gestellt, für dessen erfolgreichen Abschluss ich die offizielle Werkstatt-Lizenz erhalte und meine Werkstatt endlich benennen darf. An diesem Punkt ist das Tutorial beendet und die restliche Aktivitäten sowie Gameplay-Mechaniken wollen selbst erkundet werden. So lerne ich auf dem Marktplatz die ersten Bewohner kennen, bringe dort meine gesammelten und gebauten Materialien gegen Geld unters Volk und kann meine Gesprächspartner sogar an Ort und Stelle zu einem Duell herausfordern. Das Kampfsystem lässt dabei schnelle Angriffe hintereinander zu, sodass ich irgendwann höherlevelige Personen mit einer nicht enden wollenden Angriffskette überziehe, aber aufgrund des Levelunterschieds nur wenig ausrichten kann. Sobald ich etwas nachlasse, haut mich der Gegner mit nur einem Treffer um und ich liege nun besiegt im Dreck. Höhere Level machen sich also durchaus bemerkbar, dank eines Skillbaums kann ich mich dann auch noch bei jedem Levelaufstieg noch etwas spezialisieren.

Tiefe Minenbohrungen
Um die Bauaufträge der Inselbewohner zu erfüllen, bedarf es bald spezieller Erze, die es nur Tief in den Minen der Insel gibt. Gegen ein kleines Entgelt darf ich die Mine mitten in der Stadt betreten und werde auch gleich mit einem Jetpack ausgerüstet, um mich dort unten möglichst angenehm zu manövrieren. Buddeln lässt sich dabei in jede Himmelsrichtung plus nach oben und unten. Bereits gegrabene Wege bleiben übrigens auch nach der Rückkehr an die Oberfläche weiterhin bestehen, der Jetpack verschwindet leider nach dem Verlassen der Mine wieder. Mit einigen besonderen Gesteinen im Gepäck geht's zum zuvor angefertigten Ofen, der allerdings unglaublich lange für die Schmelze braucht. Zwar entsprechen die Minuten in Portia nur einer Sekunde in unserer Welt und durch Schlafen kann gut ein wenig Zeit übersprungen werden, aber hier wurde eindeutig Realismus gegen Spielspaß getauscht. Auch die Mechanik mit der Energie, die besonders Stardew Valley-Spieler hassen gelernt habe, findet in diesem Spiel ihre Anwendung und beschränkt die möglichen Aktionen pro Tag. Ist die Energie einmal aufgebraucht, kann sie zwar noch durch Essen etwas aufgefüllt werden, doch sinnvoller ist es dann ins Bett zu gehen und nach dem Autosave in der Nacht am nächsten Morgen wieder mit der Arbeit fortzufahren. Natürlich stehen auch kleine Feste und Geburtstagsfeten an, wobei Erstere von Jahreszeit zu Jahreszeit wechseln. In der Handelsgilde kreuzt mit der Zeit auch endlich mein großer Rivale auf, der allerdings charakterlich recht blass und motivationslos bleibt. Am Ende ist es nur ein erfolgreicher Werkstatt-Besitzer, dem ich irgendwann später im Spiel wahrscheinlich den Titel abluchsen werde.

Prognose:
My Time At Portia bietet das, was ich mir von Animal Crossing, Harvest Moon und Stardew Valley schon länger gewünscht habe: Eine ansehnliche Grafik in einer 3D-Umgebung mit einer umfangreichen, aber dennoch schnuckeligen Open-World. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, die leider jedoch schnell getrübt wurden. Der Titel versucht augenscheinlich alles, um das Beste der drei Spiele zu vereinen, doch es fällt mir erstaunlich schwer, mich auf die neue Welt und seine Bewohner einzulassen und das obwohl ich ein Fan der Animal Crossing-Spiele bin. So ganz will der Funke der geheimnisvollen Insel, die scheinbar auf den Trümmern einer Apokalypse fußt, nicht überspringen und ich habe so gut wie keine Motivation, die Insel und ihre Mysterien zu entdecken. Die verschiedenen Bewohner sind mir auf dem ersten Blick zu generisch als dass ich mich für sie interessiere und die Quests zu belanglos um sie stetig zu verfolgen. Zwar ist es für solche Titel üblich, dass kein großes Ziel vorgegeben ist und stattdessen Entspannung und Entschleunigung eine wichtige Rolle spielen, ein kleiner, motivierender Schubs in den Anfangsstunden hätte aber durchaus nicht geschadet. Trotzdem habe ich in meinen drei Stunden Spielzeit nur einen Bruchteil des Spiels sehen können und ich bezweifle nicht, dass die Entwickler hinsichtlich Inhalt und Komplexität noch einiges auffahren können. Beispielsweise soll es noch einen Konflikt zweier Parteien geben und die RPG-Elemente sollen später noch deutlich mehr ausgebaut sein. Auch die Grafik samt Animationen kann sich durchaus sehen lassen und Fans von Stardew Valley können ruhig ein paar Blicke mehr riskieren. Am Ende bleibt aber nur eine leicht positive Prognose für den Titel, der im zweiten Quartal 2019 für Nintendo Switch erscheinen soll. Ich bin gespannt, ob mich diese Version vielleicht doch noch überzeugen und am Ende auch wieder fesseln kann.

Verbringt den Inselurlaub lieber entspannt am Touri-Strand: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Team17 für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Für Genre-Fans sicherlich ein Fest, für andere leider etwas schwerer zugänglich.

Prognose
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Spielname:
My Time at Portia

Typ:
Switch-Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Team17

Developer:
Pathea Games

Genre:
Simulation

Release:
1.Quartal 2019

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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Screenshots:
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