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The Binding of Isaac: Afterbirth+

Kurztest: The Binding of Isaac: Afterbirth+ (Import)

Nicola Hahn, 10.04.2017

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The Binding of Isaac war Edmund McMillens zweites erfolgreiches Spiel obwohl es komplett in Flash programmiert wurde und somit eher schlecht als recht lief. Zusammen mit dem Entwicklerteam Nicalis brachte McMillen ein Remake unter dem Namen The Binding of Isaac: Rebirth heraus, woraus dann später der DLC The Binding of Isaac: Afterbirth entstand, der auch für den New 3DS erschien. Mit dem kostenlosen DLC The Binding of Isaac: Afterbirth+ erscheint unter gleichem Namen nun auch eine Isaac-Portierung für die Nintendo Switch in Amerika. Ob die durchaus teure Portierung das Geld wert ist, erfahrt ihr im Test!

Verstörend zu Beginn, episch am Ende!
Wer The Binding of Isaac noch nicht kennt, der wird wohl beim Anschauen der Screenshots anfangs leicht verstört sein: Ein kleines Baby bewegt sich inmitten von Urin, Kot und Blut. Außerdem sind zahlreiche religiöse Symbole sichtbar und der kleine Junge beweint Monster mit Tränen. Wer den Titel des Spiels übersetzt, der wird auf die Bibelgeschichte rund um die Opferung des jungen Isaaks aufmerksam, der von seinem Vater an Gott geopfert werden soll, der dieses Vorhaben im letzten Moment stoppt und damit die Opferung an die Götter beendet. Die Hintergrundgeschichte um The Binding of Isaac sieht tatsächlich relativ ähnlich aus: Der junge Isaac wohnt zusammen mit seiner Mutter in einem kleinen Haus auf einem Berg. Dann spricht eine gottesähnliche Stimme zur Mutter und fordert sie auf die Spielzeuge und Kleidung von Isaac wegzunehmen, da diese verflucht sein sollen. Am Ende befiehlt er ihr die Opferung von Isaac, die sie anstandslos ausführen will. Vor der eigenen Mutter fliehend, stürzt sich also der Junge Hals über Kopf in den Keller, den er zuvor nie betreten hat.

Ich wache also als Isaac am Kellerboden auf und kann mich sowohl mit dem linken Analogstick als auch mit den Pfeiltasten in alle Himmelsrichtungen bewegen. Mit dem rechten Analogstick, beziehungsweise den Aktionstasten rechts kann ich Tränen in jede Richtung verschießen, unabhängig davon in welche Richtung ich gerade laufe. Die Umgebung um meinen Charakter herum ist wie ein Dungeon aus dem allerersten Zelda aufgebaut: Rechteckige Räume sind zufällig aneinander angereiht und können über Türen betreten werden. Diese sind allerdings verschlossen, wenn noch nicht alle Gegner im Raum besiegt wurden. In meinem Abenteuer durch den Keller und dessen Untergrund stehen mir außerdem zahlreiche hilfreiche Items zur Verfügung: Mit Bomben kann ich verschlossene Türe, Gegner, Steine und geheime Verstecke aufsprengen. Schlüssel öffnen abgeschlossene Truhen und Türen ganz ohne Explosionen. Ganz wichtig sind die sogenannten Pickups, die dauerhafte Verbesserungen oder temporäre Aktionsmöglichkeiten bieten. Die Permanenten verändern dabei das Äußere von Isaac, sodass irgendwann der ganze Körper mit allen möglichen Auswüchsen überwuchert ist. Die Temporären müssen dagegen erst mit einem Druck auf die linke Schultertaste aktiviert werden und füllen sich danach mit jedem geschafften Raum wieder auf.

Neuer Run, neues Glück
Die Räume im Spiel befinden sich auf verschiedenen Ebenen, wobei Bossräume den Fortschritt zur nächstgelegenen Ebene versperren. Erst wenn der Boss der Ebene besiegt ist, wird die Kellerklappe entsperrt und Isaac kann die Nächste betreten. Auf der sechsten Ebene muss ich dann erstmal gegen Mutter persönlich als Boss antreten und bekomme nach erfolgreichem Sieg das erste Ende samt Credits zu sehen. Da das Spiel rogue-typisch in mehrere Durchgänge unterteilt ist, kann ich erst in der nächsten Runde die nachfolgenden Tiefen des Untergrunds betreten. Mit der Zeit werden dann neue Endbosse, Gegner, Items und Challenges freigeschaltet, wobei letztere vorgegebene Nach- und Vorteile bieten und unabhängig vom aktuellen Durchgang im Hauptmenü nacheinander gespielt werden können. Außerdem gilt es zahlreiche Charaktere auf unterschiedlichste Weisen freizuschalten, die auch wieder Besonderheiten haben und mit denen ich dann das Spiel bestreiten kann.

Da aber in jedem einzelnen Run die Ebenen samt Räume, Gegner, Bosse und Items zufällig generiert werden, bietet jeder Durchgang unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, die man allerdings zuvor nicht einschätzen kann. Dementsprechend frustrierend kann es für Anfänger werden, falls sie einen Run erwischen, der nur schlechte Items bietet. Allerdings hat McMillen mit eintippbaren Levelseeds, einem Timer sowie einer Übersicht aller Items den Speedrunnern das Leben mit Isaac erleichtert. Sogar lokaler Koop ist im Remake möglich, der auf der Switch dank der beiden Joy-Cons extrem einfach gestartet werden kann und unheimlich viel Spaß macht. Einzig der Weichzeichner ist aus den Einstellungen zwischen PC- und Switch-Version verschwunden, mit dem man den verstärkten Pixellook weicher anzeigen lassen konnte.



Fazit:
Die Portierung auf die Switch ist eindeutig gelungen und eigentlich seine 40 Dollar wert - vorausgesetzt man möchte sich gleich in die volle Ladung Isaac stürzen. Neulingen ist nämlich beim Preis von 40 Dollar und dem fehlenden Release in Europa noch abzuraten. Stattdessen sollte man sich zuvor die Flash-Demo vom Rebirth-Vorgänger anschauen, die es kostenfrei überall im Netz gibt. Außerdem lassen sich bei Steam die einzelnen DLCs separat erwerben, wobei die Grundversion gerade einmal 15 Euro kostet. Auch auf dem New 3DS ist Rebirth erschienen und wurde von meinem Kollegen Alex gut bewertet. Zuletzt muss ich erwähnen, dass Afterbirth+ für die Switch aktuell nur in Amerika als Modul und als Download verfügbar ist und ein europäischer Release noch ungenau auf den Sommer 2017 datiert ist. Ansonsten kann ich eigentlich jedem Zocker Isaac ans Herz legen, vorausgesetzt sie kommen mit einem fast kompletten Fortschrittsreset und den religiösen Anspielungen sowie dem Umgang mit Exkrementen und Blut klar. Technisch läuft das Spiel einwandfrei und für jeden Isaac-Fan ist die Switch-Version auch mobil ein Fest! Für zuhause empfiehlt es sich einen Pro-Controller zu besitzen, ist aber nicht zwangsweise nötig.

Beweint das ausgegebene Geld - mit Freudentränen: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

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Super mega gutes Spiel, Roguelike (fast) in seiner Reinform

Wertung

Jede Runde ist neu und überrascht stundenlang!

Einfacher lokaler Koop-Modus

Zahlreiche Challenges und neue Bosse für die Langzeitmotivation

Neulinge sollten erst zum Basisspiel greifen

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Spielname:
The Binding of Isaac: Afterbirth+

Typ:
Switch-Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Nicalis

Developer:
Nicalis

Genre:
Action

Release:
2.Quartal 2017

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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Screenshots: