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Kurztest: Deponia

Nicola Hahn, 03.07.2019

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Rufus hat ein Problem. Er lebt auf dem Schrottplaneten Deponia und hat sein bisheriges Dasein Leid. Die Menschen um ihn herum haben dagegen ihr Schicksal angenommen und führen ein weitgehend zufriedenes Leben, was dem aufmüpfigen Rufus natürlich sehr missfällt. Dennoch oder genau deswegen unternimmt er immer wieder Fluchtversuche auf schier unglaubliche Wege um der tristen Einöde zu entkommen und auch am heutigen Tag scheint sich wieder eine neue Möglichkeit zu bieten…

Der finale Abschied!?
Der sogenannte Organonexpress schippert über scheinbar unerreichbar hohe Schienen über dem Planeten und Rufus will sich mit einer Kapsel als blinder Passagier an den Transporter heften um endlich zu entkommen. Voller Entschlossenheit sucht er seine wichtigsten Habseligkeiten zusammen, darunter ein Seitenschneider, ein Paar Socken, etwas Wegzehrung und seine treue Zahnbürste. Natürlich wollen die Utensilien wie in jedem guten Adventure erst zusammengesucht werden und befinden sie sich niemals dort, wo man sie vermutet. Die Nüsse verstecken sich beispielsweise in den Ritzen des Sofas und die Zahnbürste entwischt flink ins nächste Mauseloch. Nachdem also das Essen aus der Sitzgelegenheit gepult wurde, hilft eine Mausefalle die windige Bürste gefügig zu machen. Blöderweise passt der Seitenschneider nicht mehr in den Koffer, aber der wird bestimmt eh nicht mehr gebraucht. Also verlässt Rufus das Haus und trifft auf seine Exfreundin mit der er sich das aus Müll gezimmerte Eigenheim teilt. Die kommentiert nur hämisch den Fluchtversuch, der sich wohl in die Liste der zahlreichen Fehlschläge einreihen wird. Auch sein Freund Wenzel will das Spektakel nicht verpassen und bekommt dabei von dem sehr überzeugten Rufus sein restliches Eigentum vermacht. Schnell wird der Briefkasten zum Sitz umfunktioniert und die Abschusskoordinaten in einem kleinen Minispielen justiert. Während die Lunte brennt, liest sich Rufus die Antwort auf seine Bestellung für die Einzelteile der Reisekapsel durch und erfährt, dass die Schrauben leider erst später geliefert werden können. Weniger später fliegen der gepackte Koffer und ein entsetzter Rufus durch die Lüfte, nehmen unterwegs zahlreiches Gestrüpp und Stacheldraht mit um trotzdem erfolgreich auf dem Organonkreuzer zu landen. Mit dem Inhalt des Koffers verschafft sich der mutige Reisende Zutritt in das Interior und stößt dabei auf die hübsche Goal, die gerade von einem bösen Minister bedroht wird. Rufus' Rettungsversuch mündet allerdings in einem Absturz der beiden in dem kleinen Städtchen, aus dem der mürrische Teilzeitpilot ursprünglich flüchten wollte…

So beginnt das Abenteuer rund um den selbstsicheren, aber sehr schusseligen Rufus und den zahlreichen anderen Charakteren, die das Adventure mit teils kruden Aufgaben ausschmücken. Mehr von der Geschichte rund um Rufus und Goal will ich auch gar nicht vorwegnehmen, denn darum dreht sich das Spiel primär. Der Spieler steuert dabei Rufus direkt mit dem Pad und kann mit den Buttons alle untersuchbaren Objekte durchschalten und unter die Lupe nehmen, einstecken oder damit direkt interagieren. Die Dialoge bieten mehrere Optionen, die aber schlussendlich alle nacheinander angehört werden können um alle Infos zum aktuellen Rätsel zu bekommen. Meistens wird die Hauptaufgabe und der damit verbundene Fortschritt durch eine ToDo-Liste visualisiert während man sich selbst die einzelnen Bestandteile der Liste durch kleinere Aufgaben erknobeln muss. Eine Hilfefunktion gibt es dabei nicht, wer aber einmal feststeckt kann recht einfach Google bemühen, da das Spiel schon sieben Jahre auf dem Buckel hat. Wer einmal ein Item ausgegraben hat, der kann den jeweiligen Gegenstand jederzeit aus der Schnellauswahl oder aus dem Inventar nehmen und ihn auf ein anderes Fundstück oder auf etwas in der Welt anwenden. Mit dieser Mechanik werden die meisten Rätsel des Spiels gelöst und dabei lohnt es sich jede halbwegs annehmbare Kombination an Gegenständen einmal ausprobiert zu haben.

Fazit:
Mit Deponia lag der deutsche Entwickler und Publisher Daedalic schon vor sieben Jahren goldrichtig, sogar auf dem internationalen Markt. Die Switch-Umsetzung vereint jetzt das ausgeklügelte Gameplay mit einer praktischen Steuerung, die auch schon auf PlayStation 4 ihre Anwendung fand. Wer mag kann natürlich das Spiel auch komplett mit Touchscreen spielen, ein Wechsel ist jederzeit möglich. Ansonsten lässt die technisch saubere Portierung auf eine ähnlich gute Qualität bei den bereits bestätigten Switchumsetzungen der Nachfolger hoffen. Nur der Preis ist im Vergleich zu der Originalversion für Steam und den anderen Versionen recht hoch, für den Preis von 40 Euro hätte gern die Trilogie oder sogar alle vier bisher erschienen Spiele der Reihe dabei sein können. Das trübt leider den sehr guten inhaltlichen und technischen Eindruck. Vielleicht sollten Interessierte vorher noch beim Steam-Sale vorbeischauen und dann die restlichen Ableger nach ihrem Release auf der Nintendo Switch spielen. Möglicherweise reicht Daedalic dann auch eine vollständige Collection der Reihe zu einem besseren Preis nach.

Freut sich auf weitere Abenteuer auf dem Schrottplatzplaneten: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Daedalic für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Ein fantastisches und durchgedrehtes Abenteuer für unterwegs, allerdings für einen stolzen Preis.

Wertung

Handgezeichnete Grafik mit tollen Rätseln

Tolle deutsche Originalsynchro

Passende Steuerung mit Touchscreen-Option

Im Vergleich zum ursprünglichen Spiel etwas teuer

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Spielname:
Deponia

Typ:
eShop Spiel

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Zum Shop:
Publisher:
Daedalic Entertainment

Developer:
Daedalic Entertainment

Genre:
Adventure

Release:
24.04.2019 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

eShop Preis:
39,99 €

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