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Panzer Dragoon: Remake

Hands-On: Panzer Dragoon: Remake

Denis Wewetzer, 21.08.2019

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Wir bekommen derzeit so viele Neuauflagen und HD-Remaster aufgetischt, dass es mit der Zeit gar nicht mehr so leicht wird sich zu überlegen, welches Spiel wohl als nächstes dran sein wird. Und unter all den möglichen Kandidaten bin ich mir ziemlich sicher, dass niemand so schnell auf Panzer Dragoon gekommen wäre, das seiner Zeit (1995) für den Sega Saturn erschienen ist. Damals gehörte Panzer Dragoon zu einem der ersten Titel, die in vollständiger 3D-Grafik erschienen sind. Und auch wenn es im Jahre 2006 bereits einmal für die PS2 erneut erschienen ist (zu dem Zeitpunkt unter dem Label der Sega Ages-Titel – und entsprechend nicht in Europa), gab es genug erfreute Ausrufe, als das neue Remake für die aktuelle Konsolengeneration angekündigt wurde – und dann auch noch exklusiv für die Switch! Auf der diesjährigen gamescom gab es auch bereits eine anspielbare Version, mit der ich mir ein erstes Bild der Neuauflage machen konnte.

Lasst den Drachen fliegen
In der hier vorliegenden Demo-Version habe ich nichts von der Story hinter der Action erleben können, dafür aber umso mehr Action. Bei Panzer Dragoon handelt es sich um einen Rail-Shooter, bei dem sich die eigene Spielfigur auf einem Drachen befindet und einen vorgegebenen Pfad verfolgt. Während man diesem Weg entlanggeführt wird, muss man möglichst dafür sorgen, dass alles, was einem entgegenfliegt, so schnell wie möglich das Zeitliche segnet. Um dies zu erreichen hat man zwei Arten von Angriffen: Durch einfache Betätigung des Angriffs-Knopfes verschießt man ein Projektil in die gewünschte Richtung. Hält man jedoch den Knopf gedrückt, kommt man in die Ziel-Modus. Ist man in diesem Modus, muss man mit dem eigenen Marker über so viele Gegner wie möglich gehen, bevor man den Knopf loslässt, woraufhin jeder anvisierte Gegner mit einem Verfolgungsschuss traktiert wird. Eine Besonderheit dieses Titels ist allerdings auch, dass Feinde aus allen Richtungen kommen können – wenn man auf dem Radar also mehrere Gegner auf der eigenen rechten Seite sieht, muss man die Blickrichtung anpassen. Die Kamera ist dabei nicht frei beweglich, sondern nur auf die vier festen Richtungen, vorne, rechts, hinten und links begrenzt. Und auch wenn mir eine solche Situation in der Demo nicht untergekommen ist, eröffnet dies jedoch die Möglichkeit, mehrere Gegner auf verschiedenen Seiten gleichzeitig bekämpfen zu müssen.

Während all das geschieht, muss man allerdings auch allem ausweichen, was einem so entgegenkommt. Das können die Gegner selbst sein, manchmal werden durch diese aber auch Geschosse auf einen gefeuert. Und leider kommt beim Ausweichen ein Problem des alten Spiels zum Vorschein: Ich hatte das Gefühl, in manchen Bewegungsrichtungen nicht so viel Kontrolle über den Drachen zu haben, wie ich es gerne gehabt hätte. Allem voran die Bewegung nach unten geschah viel zu träge. Die Tatsache, dass ich gefühlt immer nach oben zielen musste und mich entsprechend automatisch auch nach oben bewegte, machte dies nicht viel einfacher. Ein weiteres Problem stellte der Bosskampf dar, den ich im Demo-Level bestreiten konnte. So war für jede Phase des Kampfes vorgegeben, wie viel Lebensenergie der Boss verlieren konnte. Dies lief darauf hinaus, dass ich über recht viel Zeit einfach nur warten konnte, bis ich endlich – ohne einen weiteren Indikator zu bekommen – wieder die Möglichkeit hatte, Schaden anzurichten. Hier zeigt sich leider das Alter des Spiels am meisten. Auch bei der Grafik ist das Alter klar erkennbar. Zwar wurde es etwas verschönert, aber leider macht es das Gesamtpaket immer noch nicht allzu ansehnlich.

Prognose:
Ich war nie ein allzu großer Spieler von Rail-Shootern und zu meiner eigenen Enttäuschung muss ich sagen, dass mich Panzer Dragoon nicht gerade näher an das Genre führt. Obwohl es damals viel positive Kritik geerntet hat, bin ich heute nicht mehr so überzeugt. Das Grundprinzip ist solide und die Tatsache, gegebenenfalls in vier Richtungen kämpfen zu müssen, lässt auf spannende Feuergefechte hoffen. Die Tatsache, dass die Steuerung allerdings wesentlich schwerfälliger ist, als sie sein könnte verpasst dem Gesamtbild leider einen ordentlichen Dämpfer. Gleiches gilt für die wenigen eigenen Manövriermöglichkeiten. Vorausgesetzt im Verlaufe des Spiels wird es nicht anders, sind zwei Angriffsoptionen doch ziemlich wenig und die eigene Spielfigur nur so langsam bewegen zu können, ohne irgendwie anderen Ausweichmöglichkeiten zu bekommen, lässt den Titel schlichtweg steif wirken. Damals mag Panzer Dragoon ordentlich Lob eingeheimst haben, das veraltete Gameplay des Titels lässt mich aber ziemlich kalt. Auch die Tatsache, recht viel Landschaft an einen vorbeiziehen zu sehen ohne dass irgendetwas passiert, ist ziemlich unpassend für einen Vertreter des Genres. Aber vielleicht geschieht ja noch etwas im Verlaufe des Remake-Prozesses.

Lässt lieber im Garten Drachen steigen: Denis Wewetzer [Azure] für PlanetSwitch.de

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Eine Neuauflage eines 1995 erschienenen Titels, der man das Alter des Originals definitiv anmerkt. Schwerfällige Steuerung und wenig Optionen hinterlassen einen faden Nachgeschmack.

Prognose
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Spielname:
Panzer Dragoon: Remake

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Forever Entertainment

Developer:
Megapixel Studio

Genre:
Shoot em up

Release:
4.Quartal 2019

Multiplayer:
nicht bekannt

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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