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Kurztest: Blaster Master Zero

Sebastian Mauch, 17.04.2017

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Wir schreiben das Jahr 2017, Grafikbeschleuniger sind mittlerweile in der Lage unglaubliche Spielegrafiken auf den Schirm zu zaubern, und doch sind Spiele mit Retrografik nach wie vor sehr beliebt. Das merkt man daran, dass quasi ununterbrochen Titel mit Pixel-Grafik aus dem Boden ploppen. Das sind aber nicht unbedingt immer neuverpackte Auflagen alter Klassiker wie die Spiele der ACA NeoGeo-Reihe, sondern oftmals auch richtige Neuentwicklungen wie im Falle von Blaster Master Zero. Ob der altehrwürdig anmutende Titel aus dem Hause Inti Creates überzeugen konnte, und womit man es hierbei überhaupt zu tun hat, das soll der folgende Kurztest klären.

Wo ist meine Kröte?
Jap, die Überschrift beschreibt so ziemlich genau die Story in Blaster Master Zero. Ok, etwas mehr steckt dann letztlich doch dahinter, sonderlich tiefgreifend wird das Ganze aber zu keiner Zeit. Im Spiel schlüpft man in die Haut des Helden Jason. Dieser hat einen Kampfanzug, der zwar richtig Feuerkraft bietet, aber auch nicht so viel aushält. Besagte Plot-Kröte hört hingegen auf den Namen Fred, ist aber spurlos verschwunden. Ein guter Freund und Tierhalter macht sich also flugs auf den Weg den kleinen Quarkball wiederzufinden. Schauplatz des Geschehens ist die Erde, allerdings eine von bösartigen Mutanten verseuchte Version unseres geliebten Heimatplaneten. Das Problem: In seinem Kampfanzug kommt Jason auf der Oberwelt keine zwei Meter weit, da die Areale recht üppig gebaut sind und er schon bei lächerlich geringen Fallhöhen enormen Fallschaden bekommt.

Zum Glück steht Jason der gut gepanzerte und ebenso durchschlagende Kampfpanzer namens Sophia-III zur Seite. In diesem verbringt man die meiste Zeit und erkundet die Spielwelt. Für ein Jump 'n' Run ist die Panzersteuerung zwar etwas "rutschig", irgendwann gewöhnt sich aber an den Fakt, dass man eigentlich ein Fahrzeug führt. Dementsprechend hüpft man auch irgendwann geschwind durch die Metroidvania-artigen Welten. Dort kriegt man immer bequem das Ziel vorgegeben, vorausgesetzt man hat bereits die Kartendaten für den jeweiligen Abschnitt gefunden. Somit durchläuft man das Spiel meistens recht zielgerichtet, was sich letztlich auch positiv auf den Spielfluss auswirkt. Abseits des Hauptziels stößt man auch oft auf kleine Mini-Dungeons, die man nur betreten kann wenn man Jason Sophia-III verlässt. In diesen Abschnitten wechselt die Ansicht dann von 2D in eine Art Top-Down-Shooter.

Ein interessanter Mix – ohne Anspruch
In diesen kleinen Sonderarealen wartet am Ende meistens ein Boss, der anschließend ein Power-Up für Jasons Panzer fallen lässt. Die Bosse sind meist recht cool designt, vor allem gegen Ende des Spiels ist man aber so overpowered, dass man sich stellenweise schon echt unterfordert fühlen kann. Besondern ein bestimmtes Power-Up macht es oft möglich, einen Boss mit offenem Schwachpunkt quasi instant zu erledigen. Übrigens kommt Jason auch außerhalb der Top-Down-Areale zum Einsatz. Etwa in engen Passagen oder wenn man an bestimmte Stellen nur durch das Erklimmen einer Leiter oder das Aktivieren eines Fahrstuhls gelangt. Dabei muss man aber besonders aufpassen, da man sich in dieser "Mini-Form" ziemlich schlecht verteidigen kann. Die Waffe reicht nicht sonderlich weit und auch nach oben kann er in dieser Form nicht schießen, wie es bei Sophia der Fall ist.

In den Mini-Dungeons kommt übrigens auch ein anderes Upgrade-System zum Einsatz. Hier muss man nichts einsammeln, sondern hat von Beginn an das gesamte Arsenal in petto. Der Clou: Man muss die Skill-Leiste erstmal durch das Einsammeln roter Items aufladen. Je nachdem wie voll die Leiste ist, hat man freie Wahl aus circa zehn verschiedenen Schussarten. Der Letzte ist natürlich am stärksten, da er in Wellenform schießt und Wände durchdringt. Steckt man allerdings einen Treffer ein, verliert man nicht nur etwas Leben, sondern auch die Skills gehen nach und nach verloren. Dann wechselt man automatisch zu einem schwächeren Schuss und muss die Leiste erst wieder durch Items aufladen. Praktischerweise bekommt man aber recht früh im Spiel einen Schutzschild, der beim ersten Treffer die aktuelle Schussart beibehält und sich nach kurzer Zeit wieder regeneriert. Erst bei mehreren Treffern verliert man seinen geliebten Ballermann.



Fazit:
Müsste ich Blaster Master Zero in wenigen Worten beschreiben, wäre das das Ergebnis: Ein entspannter Trip mit dem Panzer um die Welt. Die Areale im Spiel sind alle thematisch abgegrenzt und bieten stets ihre einzigartigen Eigenheiten. Es gibt viel zu erkunden, oftmals führen aber besonders Mini-Dungeon ohne Boss-Markierung einfach nur ins Leere, was enttäuschend ist und weshalb man diese getrost links liegen lassen kann. Sowohl im Jason-, als auch im Sophia-Modus macht die Ballerei jede Menge Spaß, was nicht zuletzt an dem grandiosen Arsenal, der charmanten Optik und dem unaufdringlichen Soundtrack liegt. Einzig der Schwierigkeitsgrad könnte dezent höher ausfallen, oder zumindest die eigentlich recht cool gestalteten Bosse könnten etwas mehr Pepp vertragen. Trotz des geringen Anspruchs habe ich den Trip aber letztlich sehr genossen, und empfand die Story nach knapp sechs Stunden Spielzeit auch als ziemlich interessant, wenn auch nicht sonderlich tiefsinnig. Als Must-Have würde ich Blaster Master Zero nun nicht bezeichnen, wer aber Metroidvania-Spiele mag und etwas kurzweiliges ohne Frustfaktor sucht, der kann hier ruhig ohne schlechtes Gewissen zugreifen.

Findet Kröten irgendwie eklig: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Zwar nicht wirklich herausfordernd, aber dennoch ein unterhaltsamer Shooter-Mix auf einer Mutanten-verseuchten Erde.

Wertung

Angenehm große Spielwelt…

Fetzige Power-Ups

Switch-Version mit Koop-Modus

…die aber oft auch auf Backtracking und Sackgassen baut

Kaum Anspruch

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Spielname:
Blaster Master Zero

Typ:
eShop Spiel

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Publisher:
Inti Creates

Developer:
Inti Creates

Genre:
Shooter

Release:
09.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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