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ACA NeoGeo: Shock Troopers

Kurztest: ACA NeoGeo: Shock Troopers

Sebastian Mauch, 22.04.2017

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Gefühlt erscheinen für die Nintendo Switch am laufenden Band alte NeoGeo-Klassiker. Schuld daran ist der Publisher Hamster, in Hinsicht auf die Abstinenz der hauseigenen Virtual Console ist also derzeit für Retronachschub gesorgt – wenn auch nicht aus dem Hause Nintendo. In diesem Kurztest werfe ich für euch mal einen Blick auf den Shooter Shock Troopers, welcher als einer der ersten Titel der ACA NeoGeo-Serie für die Switch erschien. Viel Spaß mit dem Kurztest!

Nicht so „shockierend“ wie der Titel, dafür aber viel Troopers
In Shock Troopers ist ein weiteres Mal der Krieg Gegenstand des Geschehens. Als einer von acht Soldaten gilt es, sich durch zahlreiche Schauplätze zu ballern und dabei möglichst viele Punkte einzuheimsen, oder wie bei älteren Spielen üblich: nicht am laufenden Band zu sterben. Das Interessante an diesem Shooter ist die ungewöhnliche Top-Down-Perspektive. Grundsätzlich sieht man seinen Charakter von oben und ballert sich fast wie in herkömmlichen Bullethell-Spielen durch Gegnerscharen – nur halt ohne das Raumschiff. Die Perspektive ändert sich dabei sogar von Gebiet zu Gebiet und man ist auch nicht immer per pedes unterwegs.

Das liegt an der ungewöhnlichen, aber angenehm abwechslungsreichen Levelaufteilung. Ziel ist immer der Stützpunkt eines Warlords und seiner Armee in der Mitte der Levelübersicht. Dorthin gelangt man über drei verschiedene Pfade, zwischen denen man zu Beginn einer Partie frei wählen kann. Ob man den Weg über die Berge, das Tal oder querbeet durch den Dschungel geht, bleibt also allein dem Spieler überlassen. Teilweise kann man im späteren Verlauf des Pfades sogar auf eine andere Route wechseln, um etwa eine ungeliebte Bossbegegnung zu umgehen. Je nach Gebiet läuft man mal nach oben, mal seitlich, erklimmt vertikal eine Felswand oder ist sogar in der Horizontale auf einem Motorrad unterwegs. Dadurch kommt nicht so schnell Langeweile auf, was sich am Ende sehr positiv auf den Wiederspielwert auswirkt. Das Move-Set ist dabei in jeder Perspektive das Gleiche. Man kann laufen, ballern, die Sekundärwaffe abfeuern und per Rolle oder Sprung ausweichen – letzteres macht den Spieler für einen Moment unverwundbar.

Ballern in Reinkultur
Was sich beim nicht weniger kultigen Metal Slug noch etwas behäbig anfühlt, geht in Shock Troopers umso besser von der Hand, da die Steuerung – wie oben bereits angeschnitten – enorm der von eingängigen Shoot 'em Ups ähnelt. Mit den Richtungstasten, oder bequemer noch dem Analogstick, bewegt man seine Ein-Mann- oder Ein-Frau-Armee in einem 8-Wege-Schema mehr oder weniger gekonnt an gegnerischen Projektilen und Sprengkörpern vorbei. So kann man also beim umherlaufen gleichzeitig wild alles über den Haufen ballern, oder per Tastendruck die Blickrichtung des „Helden“ feststellen. Auf diesem Wege lassen sich gezielt Kugeln in eine Richtung sprühen, um beispielsweise eine feindliche Stellung oder ein gepanzertes Gefährt abzureißen. Sollten die - ja nach Spielfigur unterschiedlichen – Standardwaffen mal nicht ausreichen, dann kann man auch beherzt auf die Sekundärwaffe zurückgreifen. Diese ist zwar wesentlich durchschlagskräftiger, aber auch an eine begrenzte Stückzahl gebunden.

Je nach Protagonist kann man feindlich Einheiten mit Hilfe von Raketenwerfen, Granaten oder auch Gaskatuschen auf die Pelle rücken. Wie gewaltvoll das Spektakel letztlich dargestellt wird, lässt sich auch in diesem Spiel wieder bequem über das umfangreiche Emulatormenü einstellen. Natürlich gehen die Sekundärwaffe und Lebensenergie auch dementsprechend schnell zu neige, wer blickig ist, kann aber oftmals Kisten ausmachen in denen etwa Waffenupgrades, Munition oder Lebensenergie enthalten sind. Auch besiegte Gegner lassen hin und wieder solche Boni fallen. Übrigens kann man sich auch wie in Metal Slug einem verfeindeten Infanteristen nähern und aus direkt attackieren. Die Spielfigur führt dann einen flinken Messerstreich aus, was zwar riskant ist, dafür aber ordentlich Punkte für einen potenziellen Highscore abwirft.



Fazit:
Von allen ACA NeoGeo-Ablegern die ich bisher testen durfte, muss ich sagen, ist Shock Troopers bislang mit Abstand der Fesselndste. Zwar macht auch ein Metal Slug viel Spaß, jedoch mangelt es dort schnell an Abwechslung und auch der Härtegrad rangiert in komplett anderen Gefilden. Bei Shock Troopers hat man meistens das Gefühl, Herr der Lage zu sein, auch wenn es stellenweise auch hier bockschwer werden kann. Die verschiedenen Pfade zum Bossgegner sind ein super Weg den Spieler zum mehrmaligen Durchspielen anzuregen, selbst wenn man kein hartgesottener Highscore-Jäger ist. Für Letztere sind aber auch wieder der Hiscore- und der fünfminütige Caravan-Mode mit am Start. Zwar würde ich den Spielspaß nicht mit einem modernen Titel vergleichen, dennoch ist dieses Kleinod aus alten Zeiten zumindest in der Kurztestrubrik seine fünf Punkte wert. Wer also auf Shooter steht und nichts gegen kurzweilige Arcade-Action hat, der hat hier seine knapp sieben Euro bestens angelegt und dürfte ein paar Stunden Spaß haben mit Shock Troopers.

Zu Land und auch zu Wand unterwegs: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Ein Glanzbeispiel für einen Arcade-Shooter, hier wird einem nicht so schnell langweilig.

Wertung

Drei verschiedene Pfade

Mehrere Charaktere mit eigenen Waffensets

Action in verschiedenen Perspektiven

Flache Rahmenhandlung

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Spielname:
ACA NeoGeo: Shock Troopers

Typ:
eShop Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Hamster

Developer:
SNK

Genre:
Shoot em up

Release:
03.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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