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The Elder Scrolls V: Skyrim

Review: The Elder Scrolls V: Skyrim

Nicola Hahn, 05.02.2020

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Als The Elder Scrolls V: Skyrim für die Nintendo Switch kam und jeder in der Redaktion über einen erneuten Kauf für den Handheld nachdachte, war ich es, der sich zu einem Testbericht bereiterklärte. Schließlich konnten mich die Abenteuer in Himmelsrand bis zu dem Zeitpunkt nie richtig überzeugen und das Spiel verließ mich bereits nach den ersten Minuten. Mit der Switch-Version sollte sich nun alles ändern und tatsächlich hielt meine Reise einige Stunden an, aber für so einen Brecher an Videospiel immer noch nicht genug. So wurde aus der Bereiterklärung, den Skyrim-Test zu schreiben, schnell ein Running Gag, der sich bis heute hält, aber mit dem heutigen Tag der Vergangenheit angehören wird!

Willkommen in Himmelsrand!
Also, noch einmal zusammengefasst: Ich habe vorher noch nie ein The Elder Scrolls-Spiel gespielt und mir Skyrim zuvor maximal eine halbe Stunde angeschaut bevor andere Dinge interessanter wurden. So starte ich im Dezember 2017 auf einen erneuten Versuch nach Tamriel, der Welt, in der alle The Elder Scrolls-Titel beheimatet sind. Übrigens sind die Untertitel der Spiele meist nach ihrer Region benannt, wie am Beispiel von Skyrim, das im nördlichen Himmelsrand spielt. Nachdem ich mir meine Spielfigur im Editor zusammengesteckt habe, lande ich in einem Gefangenentransport, der mich direkt zu meiner Exekution bringen soll. Die hier herrschende kaiserliche Legion hat in einem ausgedehnten Bürgerkrieg mit den sogenannten Sturmmänteln zu kämpfen, deren Anführer Ulfric Sturmmantel sich allerdings auch in besagtem Transport gen Hinrichtung befindet. Er wird angeklagt, den König mit seiner Stimme ermordet und anschließend den Thron für sich beansprucht zu haben um infolgedessen einen Krieg vom Zaun zu brechen. Nachdem schon der erste Soldat aus Sturmmantels Reihen seinen Kopf verlor, wird mir irgendeine Rebellion in Cyodiil angehängt und ich darf es mir auf dem Richtblock bequem machen. Doch bevor der Henker seine gewaltige Axt schwingen und die Hinrichtung vollziehen kann, stattet uns der Drache Alduin einen Besuch ab. Während das Ungetüm das Dorf in Schutt und Asche legt, fliehe ich mit dem Gefangenen Ralof und kämpfe ich mich durch das Chaos der Verteidigung gegen den unerwünschten Zaungast. Anschließend folge dem kaiserlichen Soldat Hadvar in den Untergrund. Erstaunlicherweise erweist sich dieser als recht hilfsbereit und zusammen finden wir aus der Höhle hinaus. Unsere Wege trennen sich und ich reise zum in der Nähe gelegenen Dorf Flusswald, in dem fast niemand etwas von der Ankunft des Drachen bemerkt hat.

Dieses Dorf bedeutete bisher immer das Ende meiner Anspielversuche, doch dieses Mal statte ich gleich dem örtlichen Schmied einen Besuch ab um in die Schmiedekunst eingewiesen zu werden. Denn Skyrim erlaubt die Herstellung eigener Waffen und Rüstungen sowie die Verbesserungen derer. Doch natürlich benötigt es für die Erschaffung noch Rohstoffe wie Stahl und Eisen, das erst abgebaut und eingekauft werden muss. Das Thema Handel läuft in Bethesda-Rollenspielen immer nach dem gleichen Muster ab: Nach einem kurzen Gespräch öffnen sich links am Bildschirmrand die Inventare der Handelspartner und benötigte Gegenstände können erworben oder übrige verkauft werden. Beim Wirt namens Orgnar im „Schlafenden Riesen“ stehen also diverse Leckereien wie ein schmackhafter Lachsbraten oder eine deftige Hähnchenbrust zur Verfügung. Im Gegenzug kann ich ihm meine Leckerbissen verkaufen. Haltbarkeit und Hygiene im Allgemeinen spielt hier keine Rolle, allerdings ist das Inventar stark begrenzt und wer sich überlädt, muss sich qualvoll langsam durch die Level schleppen. Die Preise beim Verkauf variieren übrigens von Händler und Händler, es lohnt sich also hin und wieder mehrere Angebote einzuholen um den größten Profit zu erzielen. Nach einer Nacht im Gasthaus - das Zimmer dort gibt es für günstige zehn Gold - breche ich zu meinem eigentlichen Ziel auf: Weißlauf. So manches wildes Tier kann einem Angriff nicht widerstehen und bekommt wenig später meine frisch geschmiedete Klinge zu spüren. Auch beim Kämpfen steht dem Spieler einiges zur Auswahl: So kann man die übliche Kombination aus Schild, leichter Rüstung und Einhandschwerter, aber auch Zweihänder mit schwerer Rüstung oder den Fokus auf der Magie mit Zauberstab und Kutte wählen.

Weißlauf - die Perle von Himmelsrand
Weiter im Norden, vor den Toren von Weißlauf, ist die Stimmung in Bezug auf Drachen schon deutlicher angespannter. Dort sind die Wachen bereits in Alarmbereitschaft und lassen mich nur mit dem Versprechen einreisen, dem Jarl von meinen Erlebnissen in Helgen mit dem fliegenden Monster zu berichten. Also tue ich wie mir gesagt und durchquere den großen Marktplatz und steige die gewaltigen Treppen bis zur riesigen Drachenfeste empor. Dort empfängt mich der Jarl höchstpersönlich und hört meinen Schilderungen gespannt zu. Um Flusswald zu schützen schickt er gleich eine Einheit los und bringt mich zu seinem Hofmagier, der mich in die Forschung der Bekämpfung der Drachen einweiht. Gleich hier bekomme ich meine erste Botengang-Quest und es wird definitiv nicht die Letzte sein… Doch zuvor steht eine genaue Erkundung von Weißlauf an, denn immerhin ist das die größte Stadt in ganz Skyrim. Mein Weg führt mich zuerst in die Schenke „Betrunkener Jagdmann“, in der mir einer der Inhaber gleich die Herkunft erläutert und erzählt, wie sein Bruder und er angetrunken jagen gingen und ein Pfeil in seinem Allerwertesten landete, wodurch der Name entstand. Gleich gegenüber befindet sich die Kriegsjungfer, die örtliche Schmiede, die von der talentierten Adrianne Avenicci betrieben wird und im Dienste des Kaisers steht. Doch es gibt auch ein weiteres Gasthaus: „Die Beflaggte Mähre“, die später in der Geschichte noch einmal in einer Nebenquest relevant wird.

Doch zuvor geht es zum Ödsturzhügelgrab, an dem Farengar, der Hofzauberer von Weißlauf, einen Drachenstein vermutet. Dafür führt der Weg zurück nach Flusswald und hinein in Ruinen, die von Banditen besetzt sind. Die sind über meine Anwesenheit ganz und gar nicht erfreut und so entbrennt ein Gefecht nach dem anderen. Natürlich packe ich jeglichen Loot in mein kleines Inventar, schließlich können so bessere Schwerter, Schilder und Rüstungen erbeutet und der restliche Loot gegen ein paar Goldmünzen eingetauscht werden. Ab geht ins dunkle Grab, das ein paar Rätsel und zahlreiche Gegner bereithält. Tief im Grab hat sich der Bandit Arvel in einem Spinnennetz verfangen, das auch noch von einer gigantischen Spinne bewacht wird. Nach einem erbitterten Kampf befreit sich Arvel aus dem Netz und beginnt überstürzt eine Flucht, die in der nächsten Falle endet. Dem Leichnam kann ich schließlich die Goldene Klaue entnehmen, die als Schlüssel zur Grabkammer dient. Doch zuvor müssen natürlich weitere Rätsel und noch mehr Gegner bewältigt werden. Mit dem Drachenstein im Besitz geht es nun wieder zurück zum Jarl, der mich gleich weiter zu einem Wachturm schickt, denn der Drache ist aufgetaucht!

Ein Wort zur Technik
Bevor ich meine Reise nach Tamriel ad acta lege, möchte ich noch ein paar Worte über die Grafik verlieren, die natürlich seit 2011 schon etwas in die Jahre gekommen ist. Diese Tatsache hat allerdings den großen Vorteil, dass die Nintendo Switch sehr gut mit dem Spiel zurecht kommt und es kaum Probleme mit der Performance gibt. Nun muss man allerdings auch bedenken, dass Modding ein großes Thema in The Elder Scrolls V: Skyrim ist. Dank des Moddingportals Nexus Mods haben sich inzwischen über 55.000 Einträge angesammelt und besonders die Grafikmods sind sehr begehrt. Leider bietet die Switch-Fassung nicht wie die PC-, PS4- und Xbox One-Versionen eine Möglichkeit Modifikationen zu installieren, sodass dem Spieler nur die eingestaubte Basisversion bleibt. Entsprechend unansehnlich ist das Spiel inzwischen geworden und die fehlenden Modmöglichkeiten kratzen sowohl am Inhalt als auch an der Spielbarkeit, denn bugfrei ist der Titel bei Weitem nicht. Wie es sich für Open-World-Rollenspiele von Bethesda gehört, traf ich des Öfteren auf Clippingfehler (NPCs bleiben an Gegenständen oder der Umgebung selbst hängen) oder sogar schwerwiegende Bugs, die den Spielfortschritt behindern (das Spiel bleibt im Ladebildschirm hängen). Zum Glück hielten sich Letztere stark zurück, dennoch sollte man öfters abspeichern, auch wenn es eine Autospeichern-Funktion beim Betreten von Innen- und Außenbereichen gibt. Denn hier lauert die Gefahr des kaputten Spielstands, der besonders beim Autosave-Slot viele Stunden Spielzeit kosten kann.

Fazit:
The Elder Scrolls V: Skyrim wird nicht umsonst als Zeitfresser und schier unendlich großer Spielplatz bezeichnet. Auf YouTube spielt die 83-Jährige Shirley Curry (zu ihrem Kanal) seit vier Jahren an ihrem Lieblings-RPG und auch Erik Range, bekannt als Youtube-Urgestein Gronkh, hat nun einen Spieldurchgang mit zahlreichen Modifikationen begonnen ( zu seiner Playlist). Skyrim ist auch nach acht Jahren nach seinem Release im November 2011 nicht totzukriegen und fesselt nach wie vor. Allerdings braucht es ein wenig Ausdauer und Durchhaltevermögen um das inzwischen doch recht gealterte Fantasy-RPG auf der Switch zu spielen und nicht von schöneren und ansprechenderen Spielen der aktuellen Zeit abgelenkt zu werden (man nehme ruhig mich als Beispiel). Leider fehlt der Umsetzung auf dem Hybriden jeglicher Modsupport, sodass hier auch die altbackene UI und die staubige Grafik etwas abschrecken. Am Ende steht der Vorteil Skyrim unterwegs zu spielen entgegen dem besseren Spielerlebnis auf dem heimischen PC, das dank Mods um einiges bugfreier, günstiger, moderner und vor allem hübscher daherkommt. Auch wenn mit der Switch-Portierung ganz Himmelsrand ohne nennenswerte Performanceeinbußen auf einen Handheld mitgenommen werden kann, kann ich den Titel beim besten Willen nicht mehr für den Vollpreis von 60 Euro empfehlen. Dafür sollte man wirklich lieber auf eine starke Preisreduzierung für die Retailversion warten oder zur PC-Version greifen, die es meistens unter zehn Euro und bereits in der optimierten Special Edition gibt.

Wird seine Erlebnisse in Himmelsrand nicht so schnell vergessen: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Ein preisgekröntes Rollenspiel zum Mitnehmen, allerdings bleibt die PC-Version unschlagbar.

Wertung

STORY:

7.0

OPEN WORLD:

8.0

TECHNIK:

5.0
67
von 100

Das gesamte Skyrim-Erlebnis ohne Abstriche…

Das Master-Schwert, der Hylian Shield und die Champion-Tunika gibt es als Bonus obendrein!

Die Performance ist gut und die Ladezeiten erträglich

…aber dafür ohne den wichtigen Modsupport

Die Grafik und die UI wirken altbacken

Hier und da gibt es kleine Glitches und Bugs, selten auch spielbeeinflussende Fehler

Wie werten wir?

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Spielname:
The Elder Scrolls V: Skyrim

Typ:
Switch-Spiel

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Zum Shop
Publisher:
Bethesda

Developer:
Bethesda

Genre:
Rollenspiel

Release:
17.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

eShop Preis:
59,99 €

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