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Graceful Explosion Machine

Kurztest: Graceful Explosion Machine

Sebastian Mauch, 30.05.2017

2

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Vor nicht allzu langer Zeit stellte ich euch einen Shooter vor, der zwar nett ausschaut, aber eigentlich fast nur in Frustmomente ausartet. Die Makel eines Asbach uralten Alpha Mission II-Revivals gibt es zum Glück in Graceful Explosion Machine aus dem Hause Vertex Pop nicht, der Seitwärts-Shooter ist nämlich so ziemlich das Gegenteil wenn es um den reinen Spielspaß geht. Warum das so ist und was für Schwächen auch dieses Shoot ‘em Up aufweist, das erfahrt ihr im folgenden Kurztest.

Alles bunt und eckig!
Wenn man sich dieses Spiel anschaut, fällt zu Beginn vor allem eines auf: der unglaublich verspielte Look. In Graceful Explosion Machine bewegt man sich nämlich in einer extrem bunten Welt, die größtenteils aus geometrischen Formen besteht. Das Design scheint zwar prädestiniert für epileptische Anfälle, doch genau das macht das Abenteuer im GEM Fighter auch so unverwechselbar und spaßig. Durch die simple, aber knallige Darstellung gelang den Entwicklern eine Punktlandung auf dem schmalen Grat zwischen guter Erkennbarkeit und farbkräftigen Effekten.

Der Spieler übernimmt die Kontrolle über die „Graceful Explosion Machine“, kurz GEM. Dieses kleine, flinke Weltraumvehikel muss sich über 30 Level auf vier verschiedenen Planeten stellen. Dort gilt es, sich möglichst fehlerfrei durch hordenweise Aliens zu ballern. Was das angeht, glänzt der Titel mindestens genauso sehr wie mit der Optik. Die Gegnervielfalt kann sich nämlich in Hinblick auf den Umfang des Spiels durchaus sehen lassen. Bis zum Ende führen die Macher immer und immer wieder neue Gegnertypen vor, auf die man sich jedes Mal aufs Neue einstellen muss.

Die wechselnden Gegnertypen und Konstellationen sind aber auch das einzige, was an den diversen Abschnitten einzigartig ist. An sich sehen die Umgebungen nämlich allesamt recht gleich aus. Bis auf kleinere Formänderungen und wechselnde Orte für störende Laserbarrieren gleichen sich die Umgebungen beinahe bis aufs Haar, da hätte etwas mehr Vielfalt gut getan. Immerhin: Hat man alle Level eines Planeten gemeistert, spielt man nochmal zwei Bonuslevel frei. Dabei handelt es sich um das finale Level in einer schwereren Ausführung, sowie ein Highscorejagd-Modus, in dem man alle Abschnitte eines Planeten hintereinander weg bewältigen muss.

Waffensysteme auf 100 Prozent, Captain!
Trotz einer gewissen Monotonie in der Gestaltung zieht einen die Graceful Explosion Machine aber trotzdem recht erfolgreich in seinen Bann. Woran das genau liegt, bleibt mir ein Rätsel, es ist aber wohl letztlich eine subtile Kombination aus der Grafik, den Sounds, dem Gameplay und der besonderen Levelaufteilung. Jede reguläre Stage wird nämlich nochmals in drei Phasen aufgeteilt, in denen jeweils immer unterschiedliche Gegnerwellen auf den Spieler losgehen. Schafft man eine Phase mal nicht, kann man glücklicherweise ganz bequem von dort wieder loslegen. Ein Feature, das einem jede Menge Frust erspart. Auch ist Graceful Explosion Machine zwar fordernd, aber nicht unfair schwer. Man hat stets das Gefühl, Herr der Lage zu sein, auch wenn man quasi um 360° von Aliens aus der Kristallwelt belagert wird.

Ein Punkt wurde aber bislang in diesem Kurztest sträflichst vernachlässigt, nämlich das Gameplay. Doch wie sagt man so schön? Das Beste kommt zum Schluss! Das Gameplay ist nämlich letztlich der schwerwiegendste Punkt eines Videospiels und das ist den Entwicklern in diesem Testsubjekt hervorragend gelungen. Mit dem linken Analogstick bewegt man den GEM Fighter. Mit den Schultertasten kann man außerdem sein Raumschiff nach links und rechts schwenken sowie bis zu zweimal in kurzer Folge durch Gegnermassen hindurch ausweichen. Auf den vier Aktionstasten liegt jeweils eine bestimmte Waffenart, an die man als Spieler sachte herangeführt wird. Mit Y wird etwa zum Energieschwert gegriffen, eine Waffe, die rund um das Raumschiff einmal kurz leichten Schaden austeilt. Damit kann man sich nicht nur oft aus der Patsche retten, sondern auch gegnerischen Geschosse neutralisieren.

Mit der X-Taste lässt man hingegen einen Raketenschwarm los, eine der wohl wichtigsten Waffen im Spiel. Mit dem linken Analog kann man bestimmten, in welche Richtung der zielsuchende Schwarm fliegen soll. Hält man die Taste gedrückt, darf man sogar im Dauerfeuer austeilen. Die perfekte Waffe, um schnell viele kleine oder sehr schnelle Gegner loszuwerden. Mit der A-Taste feuert man die dritte Spezialwaffe ab, und zwar einen konzentrierten Energiestrahl mit extrem hoher Stärke und Reichweite. Hiermit fokussiert man vor allem die dickeren Widersacher. Allerdings frisst der Strahl, wie auch die anderen Spezialwaffen, reichlich Energie. Diese füllt man auf, indem man kleine Power-Ups von besiegten Gegnern aufsammelt. Als Standardwaffe dient das normale Feuer auf der B-Taste. Zwar verbraucht diese keine Energie, überhitzt dafür aber sehr schnell. Mit diesem gelungenen Mix aus Energiemanagement, verschiedenen Gegnern und Cooldown ist man quasi gezwungen, stets alle Waffensysteme zu kombinieren, was das Spiel letztlich so feierlich macht.

Fazit:
Hach, was habe ich den Ausritt genossen. Eigentlich hatte ich dieses Spiel nicht wirklich auf meinem Switch-Radar. Durch einen unglücklichen Umstand mit einer eShop Guthaben-Rabattaktion und einer nervigen Guthabengrenze von 150 Euro im Switch eShop, habe ich dann aber doch mal Graceful Explosion Machine in den Einkaufswagen gelegt, um auch die letzte erworbene Guthabenkarte einlösen zu können. Kurz angezockt und schon war ich süchtig nach diesem fetzigen Indietitel. Das astreine Gameplay und der verspielte Look haben es mir einfach angetan. Für knapp 15 Euro kann man hier definitiv nicht viel falsch machen, wenn man ein kurzweiliges Actionspiel für zwischendurch sucht. Für die Topwertung reichte es aber letztlich leider nicht, da die Level dafür schlichtweg zu sehr im Einheitsbrei versinken. Das tut dem Spielspaß und Suchtfaktor aber keinen Abbruch, weshalb ich Graceful Explosion Machine ohne schlechtes Gewissen jedem Switch-Besitzer ans Herz legen kann!

Ungraceful Testing Machine: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweilige, monotone Action-Ballerei, die jedoch erstaunlich süchtig macht.

Wertung

Simpler, bunter Grafikstil

Fesselndes Gameplay

Eingängige Steuerung

Levels alle sehr ähnlich

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2 Kommentare

profil 117 comments
[30.05.2017 - 15:53 Uhr]
JoWe:
Sehr cooler Test! Sieht fetzig aus. Hast Du es eher im Handheldmodus oder übern TV gespielt?
profil 151 comments
[31.05.2017 - 23:19 Uhr]
Paneka Sebastian Mauch
Ich habe es überwiegend unterwegs mit feinen Kopfhöhern gezockt. Am Fernseher mit lauter Musik geht das aber auch gut ab :D
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Spielname:
Graceful Explosion Machine

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Vertex Pop

Developer:
Vertex Pop

Genre:
Shoot em up

Release:
06.04.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Screenshots: