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Mario + Rabbids: Kingdom Battle

Review: Mario + Rabbids: Kingdom Battle

Nicola Hahn, 07.09.2017

6

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BWAAAH! Was habe ich mich auf Mario + Rabbids: Kingdom Battle gefreut! Bei der Ankündigung auf der E3 vor einigen Monaten hat es mich förmlich aus den Socken gehauen, dass das Crossover aus Raving Rabbids und dem Mario-Universum in einem Strategietitel ausgetragen wird. Endlich mehr Strategie für Nintendo-Konsolen! Aber kann das Spiel auch meine Erwartung als bestes Switch-Spiel 2017 erfüllen?

Ein gaaaaanz normaler Tag
Ein (Menschen-)Mädchen werkelt an einer Apparatur in Form einer VR-Brille, die zwei Objekte zu einem verschmelzen lassen kann, und wird dabei vom virtuellen Roboter Beep-0 assistiert. Doch während die Erfinderin kurz verschwindet, landen die Rabbids mit ihrer Zeit-Waschmaschine in ihrem Zimmer und einer der Nager schnappt sich die Brille. Es kommt, wie es kommen muss: Ein paar Momente später stürzen die Rabbids auf die Welt von Mario zu, wobei das Langohr mit der Brille mit dieser verschmilzt und alles mögliche mit den übrigen Rabbids fusionieren lässt. Die daraus entstandenen Hasen sind plötzliche böse und richten Schaden im ganzen Königreich an, während sich Beep-0 mit Mario und zwei Rabbids im Luigi- und Peach-Kostüm zusammentut, um das Chaos wieder aufzuräumen. Hört sich jetzt schon ziemlich unglaublich an? Der Hammer kommt noch: Von einem geheimnisvollen Fan erhält der kleine Roboter Schusswaffen für Mario und seine Begleiter. Ja, ihr habt richtig gelesen: Schusswaffen in einem Mario-Abenteuer! Und Ubisoft macht aus dieser Neuheit auch keinen Hehl.

Aber zurück zum Spiel: Endlich kann sich Marios Crew gegen die bösen Rabbids zur Wehr setzen, was rundenbasiert abläuft. Beep-0 fungiert als Cursor und markiert den Laufweg zu seiner aktuellen Position, wobei sich die Laufreichweite von Charakter zu Charakter unterscheidet. Einen kleinen Wegbonus gibt es, wenn ein Teamsprung durchgeführt wird. Dabei springt ein Held mit Hilfe eines anderen und kann so sogar höhere Ebenen erreichen. Auf dem Weg lassen sich auch Gegner „überrennen“, die dann ohne Abzüge bei der Bewegung Schaden nehmen - sozusagen ein kostenloser Angriff. Ein zweiter Angriff kann durch eine primäre Schusswaffe oder eine sekundäre Waffe wie Granaten, fahrende Bomben und Hammer für den Nahkampf vollführt werden. Ob die Attacke trifft, kann man vorher anhand der Trefferwahrscheinlichkeit ablesen, die allerdings nur die Werte 0%, 50% oder 100% haben kann. Das dürfte besonders für XCOM-Fans bestimmt eine willkommene Abwechslung sein, da die Soldaten dort nur zu gerne ihr komplettes Magazin in die Leere verschießen. Außerdem verfügt jede Figur über zwei spezielle Fähigkeiten, die im Kampf genutzt werden können. Diese einzelnen Aktionen wie Bewegung und Angriff stehen jedem Mitstreiter zur Verfügung und können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Außerdem sind auf zahlreichen Maps weiße Röhren mit Hasenohren verteilt, durch die Mario und Co. hindurchrollen können um höhere Gebiete zu erreichen oder Abgründe zu überwinden.

Reise durch vier Welten
So viel zum grundlegenden Gameplay der Kämpfe, doch auch außerhalb der Schlachten gibt es einiges zu sehen. Mario und seine Freunde folgen dabei Beep-0, der den dreiköpfigen Trupp wie in den 3D-Oberwelten aus Super Mario 3D World anführt. Das Team besteht übrigens immer aus Mario, einem Rabbid und einer beliebigen, dritten Figur. Ein komplett Rabbid-freier Trupp ist damit nicht möglich. Interessant werden die vier Oberwelten durch zahlreiche Rätsel und Sammelgegenstände. Diese bestehen meist aus Musik und 3D-Modellen, aber auch aus neuen Waffen. Diese können außerhalb der Kämpfe jederzeit in der sogenannten Kampfzentrale, die einfach über das Pausemenü erreichbar ist, gegen gesammelte Münzen eingetauscht werden. Das Geld liegt dabei auf der Straße beziehungsweise in den Oberwelten verteilt oder wird beim Zerstören von Blöcken im Kampf und als Belohnung für erfolgreiche Schlachten gewonnen. Die zweite Währung sind lila Kugeln, die als Erfahrungspunkte dienen. Diese können in Kisten gefunden aber auch nach Kämpfen erhalten werden. Mit ihnen lässt sich bei jedem Charakter ein Fähigkeitenbaum aufleveln, wobei die gesammelten Punkte jeder Figur gutgeschrieben werden. Es haben also alle die gleiche Anzahl an verfügbaren Punkte. Hiermit werden auch die sekundären Angriffe sowie die einzelnen Spezialfähigkeiten freigeschaltet und Werte wie Schaden oder Lebensenergie erhöht.

Nach der ersten Welt geht es in eine Art Hub beim königlichen Schloss, das von freundlichen Rabbids belagert wird. Die Rasselbande schraubt an allen möglichen Gebäuden, welche im Laufe der Geschichte Funktionen wie das Wiederholen von Schlachten freischalten. Denn bei den Kämpfen gibt es immer zwei optionalen Ziele: Alle Helden lebendig durch das Scharmützel geleiten und unter einer bestimmten maximalen Rundenzahl zu landen. Wer beides einhalten kann und so ein Kapitel abschließt (was in der Regel aus zwei Schlachten besteht), der erhält einen ordentlichen Bonus an Erfahrungspunkten und Geld. Übrigens: Nach dem letzten Kampf eines Kapitels wird die Lebensenergie der Mitstreiter wieder aufgefüllt, in allen anderen Fällen wir der Schaden aus der Schlacht mitgenommen und kann zwischendurch nur durch in der Welt verteilten Pilze wieder aufgefüllt werden. Das führt auch dazu, dass nicht beendete Kapitel wieder von vorne starten, sollte man in den Hub oder zu weit an den Anfang der Welt zurückkehren. Ist eine komplette Welt beendet, erhalten alle Charaktere neue und vor allem stärkere Waffen und Beep-0 eine neue Mechanik wie das Verschieben oder das Zertrümmern von Blöcken. Wiederholt man nun die abgeschlossene Welt, dann tun sich dank der neuen Fertigkeit neue Rätsel und Wege auf, die zu weiteren Sammelgegenständen führen. Außerdem werden hier dann Herausforderungen auf den bereits bekannten Schlachtfeldern angeboten, die mit zusätzlichen Erfahrungspunkten oder Geld als Belohnung locken.

Waffen en masse
Über das Thema Waffen muss ich aber noch einmal genauer schreiben: Jeder Angriff hat unterschiedliche Werte in den Bereichen Schaden, Reichweite und zusätzlich noch einen Spezialeffekt wie Honig, der bewegungsunfähig macht, Tinte, der Angriffsaktionen blockiert, oder Sprung, der Gegner durch die Luft schleudert. Hier entscheidet eine Wahrscheinlichkeit, ob der Spezialeffekt wirkt oder nicht. Damit lassen sich auch einige praktische Kombinationen auf dem Schlachtfeld bauen: So kann Luigi seine Spezialfähigkeit einsetzen, mit der er automatisch auf bewegende Gegner schießt - ähnlich dem Wachposten-Modus aus XCOM, wobei Luigi immer trifft. Wenn ich jetzt auf den Gegner schieße und der Sprungeffekt erfolgreich einsetzt, kann ich den Gegner ein zweites Mal mitten in der Luft treffen und - wenn vernünftig gelevelt wurde - Luigi schießt auch ein drittes Mal. In dieser Kombo kann dann auch Mario mitwirken, der ebenfalls diese Wachposten-Fähigkeit besitzt.

Die Entwickler - oder genauer: die Designer - haben sich beim Gestalten der Waffen richtig ins Zeug gelegt, denn jeder Charakter hat seine eigenen Waffen, die alle einmalig sind. Ein Wermutstropfen: Bis auf mehr Schaden, einen höheren Preis und hin und wieder bessere Effektwahrscheinlichkeiten sowie verbesserte Reichweite unterscheiden sich die zahlreichen Waffen kaum. Das gilt auch für die Effekte, denn die bestehen lediglich aus Sprung, Tinte, Stein, Feuer, Schubs und Honig, was bei der Masse an Waffen leider sehr schnell langweilig wird. Hier zählen auch die Waffen aus dem ersten DLC und aus den versteckten Kisten hinzu, die teils noch schlechter als die aktuelle Ausrüstung sind.



Fazit:
So ganz konnte Mario + Rabbids: Kingdom Battle mich doch nicht überzeugen. Dafür war das Spiel für mich durchweg zu einfach und da nur ein noch leichterer Schwierigkeitsgrad zur Verfügung steht, der den Helden noch 50% mehr Gesundheit gibt, blieb die Hauptstory durch und durch unterfordernd. Erst die zusätzlichen Herausforderungen, die nach dem Beenden der einzelnen Welten auftauchten, bieten endlich etwas zum Knobeln. Die kleinen Nebensächlichkeiten sowie die versteckten Kisten haben das Spiel für mich noch einmal gerettet, das Grundspiel mit den vier Welten dagegen war gefühlt ein wenig zu schnell beendet. Für eine willkommene Abwechslung zwischen den Kämpfen konnten die zahlreichen Rätsel sorgen, aber auch die Welten selbst, die immer wieder charmant die Rabbids in das Mario-Universum eingebunden haben, weiß zu überzeugen. Überrascht hat mich, dass der Humor durchaus noch junge Erwachsene anspricht, aber die ganze Sache mit der kommentarlosen Einbindung der Schusswaffen hat mir doch immer wieder ein flaues Gefühl im Magen verursacht, besonders wenn ich mir die Altersfreigabe ab sechs Jahren anschaue. Insgesamt bietet Ubisoft mit diesem Titel eine erfolgreiche Vermischung der beiden Universen von Mario und den Rabbids, die auch noch großartig angehende Strategen unterhält, aber für XCOM-Fans und Taktik-Experten wohl größenteils zu simpel ist. Grafisch kann der Titel auch locker mit jedem Mario-Titel mithalten, wobei die Snowdrop-Engine hin und wieder noch ein paar Fehlerchen und Bugs enthält, die man aber meist getrost ignorieren kann.

Freut sich über jede Art an strategischem Nachschub: Nicola Hahn [501.legion] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine gelungene, wenn auch etwas zu leichte Kooperation zwischen Ubisoft und Nintendo in einem neuen Genre - mehr davon!

Wertung

STORY:

7.0

UMFANG:

7.0

TECHNIK:

8.0
74
von 100

Spaßige Kämpfe

Abwechslung durch Rätsel, Herausforderungen und Sammelgegenstände

Zahlreiche Waffen

Umfangreicher Fähigkeitenbaum

Kleinere Bugs

Nur vier Welten

Für geübte Spieler etwas zu einfach

Wie werten wir?

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6 Kommentare

profil 201 comments
[07.09.2017 - 19:31 Uhr]
android:
Die Level mit den Grobianen finde durchaus fordernd, sofern man immer ein perfektes Rating anstrebt. Die Schwierigkeit besteht wohl darin, die Level in so wenigen Zügen, mit so wenig HP verlust und so effizient wie möglich zu lösen. Geht man jetzt von einer Zielgruppe aus, die bisher keine oder nur sehr wenig Strategiespiele gespielt hat, finde ich den Schwierigkeitsgrad angemessen. Die visuellen "Hickser" der Engine sind mir auch aufgefallen, stören aber nicht weiter. Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich Welt 1 bis 2 abgeschlossen und ich habe immer noch lust auf mehr. Das ist mehr, als alle anderen Ubisoft-Spiele seit Far Cry 3 bei mir erreicht haben.
Daumen Hoch!
profil 33 comments
[07.09.2017 - 21:48 Uhr]
Tatcher:
Ich finde den Humor großartig! Die Rabbids kann man immer wieder bei allerlei Blödsinn beobachten. Was mich anfangs irritiert hat war die Kamerasteuerung. Gelegentlich ist die Kamera fixiert, dann kann man sie wieder frei drehen aber nie nach oben und unten schauen. Das ist für mich dann ein Problem wenn ich versuche den Weg zu versteckten Kisten zu finden.
Bei den Schlachten hat man eine irrsinnige Befriedigung wenn es gelingt eine Reihe von Kombos zu schaffen. Als ein Wirbelsturm die Gegner in die Luft gewirbelt hat und mein Trupp wie verrückt geballert hat, war das schon sehr zum Lachen!
Der Koop-Modus macht auch Spaß. Hier spielt ja jeder nur zwei Charaktere und man muß sich immer wieder absprechen wie es weitergehen soll. Dabei kommt man doch sehr oft zu effizienten und sehr spaßigen Lösungen!
Als alter XCOM Fan fehlt mir aber die Story und die Entwicklung der Gegner und des eigenen Teams ein bißchen. Ich werde nie vergessen, als mir der Plan der Aliens am Ende klar geworden ist!
profil 295 comments
[07.09.2017 - 22:16 Uhr]
Meta-Knight2000:
Zu leicht?! Macht mich nicht depressiv 0_o Ich verkack hier schon bei Welt 2 Kapitel 4 dauernd und komm überhaupt nicht mit der zweiten Mission der zweiten Ko-Op Kampagne durch... und dabei erträume ich mir eigentlich schon, nach allen Mario & Luigi Teilen sowie einigen Fire Emblem Teilen ein halbwegs taktisches Denken zu haben xD
profil 33 comments
[08.09.2017 - 08:28 Uhr]
Tatcher:
Ich habe bei den Prüfungen zum Teil Probleme. Die Prüfung 2-1 kann ich meiner Meinung nach im Moment nicht schaffen. Man startet aus der Defensive und die Rabbids können sich heilen. Ohne Waffen mit denen man die Gegner mit einem Treffer erledigen kann wird das imho nichts. Hat jemand vielleicht eine Strategie dafür?
profil 119 comments
[08.09.2017 - 13:13 Uhr]
JoWe:
Also wenn man die Level auf Perfekt abschließen will, ist es schon recht anspruchsvoll. Im Vergleich zu den neuen XCom-Teilen spielt es sich auch schneller und offensiver: Zum einen, weil man Charakter nicht standardmäßig in den Overwatch-Modus sezten kann und weil die Deckung größtenteils zerstörbar ist. Bei Xcom habe ich eher defensiv gespielt und Feindgruppen in Hinterhalte gelockt.
Die Alterseinstufung ab 6 finde ich okay. In Splatoon (ebenfalls ab 6) schießt man auch aufeinander, die Gewaltdarstellung ist comichaft und morderat. Da lass ich meine Kinder lieber bei Mario+Rabbids zugucken als Bugs Bunny oder Tom und Jerry. Vom Spielprinzip wird es sechsjährige aber dann doch überfordern, so dass ich den Titel eher bei meinem 9 Jährigen angesiedelt sehe - auch durch das Lesen der vielen Textboxen.
Insgesamt finde ich die 74er Wertung recht hart. Objektiv hätte ich gut 80 gegeben, subjektiv kratzt der Titel an der 100. Das Design, die Präsentation, selbst die kleine Story ist alles absolut liebevoll und die Mariocharaktere mit den Rabbids passen echt perfekt zusammen.
profil 324 comments
[08.09.2017 - 13:44 Uhr]
501.legion Nicola Hahn
Zum Thema Schwierigkeitsgrad: Zwar ist dank dem Einfach-Modus Luft nach unten aber eine ähnliche Option um die Hauptmissionen schwerer zu machen (von mir aus einfach mit mehr Leben für die Gegner) würde meiner Meinung nach auch die Strategie-Spieler ansprechen. Die zusätzlichen Prüfungen sind zwar vom Schwierigkeitsgrad her gut gestaltet, aber leider nur Zusatz
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Spielname:
Mario + Rabbids: Kingdom Battle

Typ:
Switch-Spiel

Jetzt Bestellen:
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Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Strategie

Release:
29.08.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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