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Hardware: Die Nintendo Switch auf dem Prüfstand - Teil 1

Sebastian Mauch, am 02.03.2017, Seite 2 von 2

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Die Software

Das Betriebssystem
Auch wenn anfängliche Gerüchte so etwas vermuten ließen, so läuft auf dem Switch-Tablet kein Android-Betriebssystem. Wie gewohnt bastelte Nintendo wieder ein proprietäres System ohne Namen. Wie in der Einleitung oben angeschnitten auch bisher noch ohne Funktionen, da das passende Update und die erst im Herbst komplett startenden Online-Services fehlen. Was ich bisher zu sehen bekam, funktionierte aber aufgrund seiner Schlichtheit tadellos. Das Home-Menü ist dabei dem Dashboard der PS4 vom Aufbau her gar nicht mal so unähnlich. Man hat zentral auf dem Bildschirm große quadratische Kacheln für Modul- und Downloadspiele. Auch nicht eingesteckte Modulspiele behalten ihre Kacheln und können so nun jederzeit geupdatet werden. Ordner kann man derzeit noch keine erstellen und auch bewegen lassen sich die Kacheln nicht. Stattdessen ordnen sich diese je nachdem an, was man zuletzt gestartet hat. Das könnte - vor allem für Redakteure oder Vielspieler - allerdings irgendwann ordentlich unübersichtlich werden, daher sollte Nintendo in dieser Hinsicht möglichst bald nachbessern.

Oberhalb der Kacheln hat man in der linken Ecke Zugriff auf seinen Nutzer. Diesen kann man mit Nickname und Avatar erstellen und mit einem MyNintendo-Account verbinden. Das Betriebssystem der Switch ist also auch Multi-User-fähig. Das heißt, es könnte sich etwa jeder aus der Familie einen Nutzer erstellen und hätte dann seine eigenen Spielstände. Umloggen muss man sich dabei nicht, da man beim Spielstart gefragt wird, welchen Nutzer man nehmen möchte. Das spart Aufwand, nimmt aber auch die Freiheit, sich das System eigens zu konfigurieren. Trotzdem ist das ein guter und vor allem wichtiger Schritt in die richtige Richtung. In der oberen rechten Ecke befindet sich nur eine kleine Statusanzeige. Dort hat man Einsicht auf die aktuelle Uhrzeit, den WLAN-Status und die Ladeanzeige. Zu Letzterer entdeckte ich sogar ein kleines Easter Egg. Drückt dazu einfach mal im Home-Menü gleichzeitig ZL und ZR, dann seht ihr was passiert.


Unter den Kacheln befinden sich sechs kleine, runde Schaltfläche mit stilisierten Symbolen. Die ersten beiden sind die Neuigkeitenfunktion und der eShop. Beides konnte ich mangels Update nicht testen und behandle das daher im Teil 2 des großen Switch-Tests. Momentan werden aber in der Nachrichten-App kleine persönliche Tutorials von einer ominösen Anna abgebildet. Wer das wohl sein mag? Neben dem eShop findet sich das Album, wo man Zugriff auf alle Screenshots hat. Ist eine microSD-Karte eingesteckt, werden aufgenommene Schnappschüsse automatisch dort abgelegt. Man kann zudem jederzeit zwischen Systemspeicher und microSD hin- und herkopieren. Neben dem Album kommt man zu den Controllereinstellungen. Hier findet sich ein Menü ähnlich dem Schnellmenü der Wii oder Wii U. Man kann die Reihenfolge der Controller ändern, sich neu verbinden und den Ladestand einsehen. Rechts neben den Controllereinstellungen gelangt man zu den Einstellungen. Dort lässt sich der übliche Kram konfigurieren. Einige Einstellungen sind dabei speziell nur für den TV-Betrieb gedacht, andere hingegen nur für den mobilen Modus - beispielsweise der Surroundsound am TV und der Stereosound für das Tablet. Auch das Design lässt sich ändern, jedoch stehen derzeit nur ein helles und ein dunkles Layout zur Auswahl. Da wird es in Zukunft sicher wie beim 3DS neue, schicke Designs geben. Bleibt nur noch das Powermenü, womit man schlicht und ergreifend den Standby-Modus aktiviert. Das kann man aber auch ohne Home-Menü jederzeit im Schnellmenü oder per Hardwaretaste an der Oberseite erledigen.

Apropos Schnellmenü: Dieses aktiviert man, indem man die Home-Taste ein paar Sekunden gedrückt hält. So erhält man schnellen Zugriff auf die Helligkeitsregelung, den Flugmodus, die Uhrzeit, den Akkustand sowie den erwähnten Standby-Modus. Weckt man die Nintendo Switch aus eben diesem auf, wird man aufgefordert, dreimal in Folge eine beliebige Taste zu drücken. Das verhindert versehentliche Aktivierungen des Gerätes. Übrigens hat sich auch beim Sperrbildschirm ein Easter Egg versteckt. Probiert dazu doch einfach mal alle Tasten durch und dreht vorher den Sound etwas auf - tuut tuut! Das war es dann zum Betriebssystem. Bleibt nur noch zu sagen, dass ausnahmsweise mal bei einem Nintendo-Gerät alles superschnell vonstatten geht. Sei es die Navigation an sich oder das Starten, Pausieren oder Beenden einer Anwendung.


Mein Fazit:
Mann, Mann, Nintendo. Einerseits möchte ich euch lieben für die immer wieder spannenden Gerätschaften, andererseits kriegt ihr aber auch nicht die einfachsten Sachen auf die Reihe… Wo sind der Browser und Streaming-Apps für Netflix und Co.? Wo ist das Achievement-System und eine Cloud-Save-Funktion? Gut, das kann alles theoretisch noch in der Zukunft nachgereicht werden. Aber verflucht noch eins, wo ist das Systemupdate zum vollständigen Testen der Nintendo Switch? Gern hätte ich auch mal einen Blick in den noch leeren eShop geworfen, oder eine Runde Just Dance 2017 mit anderen Testern gezockt. Das alles blieb mir leider bisher verwehrt. Das was ich aber bisher testen konnte, überzeugt mich dafür aber auf ganzer Linie. Für einen nicht ganz so schmalen Startpreis bekommt man ein leistungsstarkes Gaming-Tablet, ein ausgezeichnetes Bedienkonzept (das leider noch an Kinderkrankheiten leidet) und vor allem ein schnelles System. Das beste ist aber immer noch, dass niemand so recht weiß, ob die Switch nun eine Konsole oder ein Handheld ist. Ich sehe es einfach so: Es ist ein extrem leistungsstarker Handheld, den ich bequem auch mit dem Fernseher verbinden kann. Außerdem erfüllt es mich mit enormer Freude, nun Spiele in feinster Konsolenqualität immer und überall spielen zu können. Da sind mir ehrlich gesagt Macken wie ein schwacher Akku herzlich egal. Wie seht ihr das?

Geht dem 3DS mit Begeisterung fremd: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Testmuster.


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1 Kommentar

profil 38 comments
[02.03.2017 - 20:35 Uhr]
Venne:
Eine Powerbank sollte 2.4A haben damit man auf die 12V kommt. Sonst kann eine Powerbank die Laufzeit nur gering verlängern, nicht aber den Akkustand halten oder gar aufladen.
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