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Kolumne: Videospielfutter für die Seele - Unsere Wohlfühlspiele

PortableGaming-Redaktion, am 19.12.2021, Seite 1 von 1

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Wenn das Leben einem Steine in den Weg legt, gibt es kaum etwas Besseres als gute Wohlfühlnahrung. Sei es eine liebgewonnene Fernsehserie, das Lieblingsalbum oder gar tatsächliche Leibspeisen – manchmal sind es die einfachen Dinge, mit denen man sich aus einer bedrückenden Stimmung helfen kann. Bei der Vielzahl an Videospielen auf dem Markt sollte es daher nicht überraschen, dass es auch in diesem Bereich mehr als genug „Comfort Food“-Kandidaten gibt. Zur letzten Vorbereitung auf das besinnliche Weihnachstfest wollen wir daher in diesem Artikel die Spiele nennen, zu denen wir immer wieder zurückkehren, wenn wir einfach nur ausspannen möchten und etwas benötigen, um die Seele baumeln zu lassen. Und wie immer sind wir natürlich auch an euren Favoriten interessiert, also schreibt uns in den Kommentaren, was euch zur inneren Ruhe verhilft!


Nicola Hahn [501.legion] treibt gerne andere an den Rand der Verzweiflung:
Star Wars: Empire at War



Eigentlich wollte ich schon wieder mit SpongeBob Schwammkopf: Schlacht um Bikini Bottom loslegen, da ich das Spiel in- und auswendig kenne, doch das kann eh niemand mehr hören. Stattdessen habe ich ein weiteres Lieblingsgame aus meinem Lieblingsgenre ausgegraben: Star Wars: Empire at War ist eins der wenigen Echtzeitstrategie-Games im Star Wars-Universum und ist wahrscheinlich mit weitem Abstand das Beste. Kein Wunder, denn Entwickler Petroglyph entstammte den berühmten Westwood Studios, die schon an Dune und der Command & Conquer-Reihe arbeiteten. Sogar ihren Haus- und Hofkomponisten Frank Klepacki haben sie mitgebracht, der mit Tracks wie „Hell March“ und „Act on Instinct“ sich selbst ein Denkmal setzte. Über seine Arbeit an Star Wars: Empire at War schreibt er sogar selbst, dass er damit die Höchstpunkte seiner Laufbahn erreichte hätte.

Die damalige Demo zeigte das Grundprinzip des Spiels: Es gilt die Galaxie zu erobern! Dafür müssen nur alle Planeten unter die eigene Kontrolle gebracht werden, was innerhalb von Weltraum- und Bodenkämpfen gelingt. So muss erst die gegnerische Flotte aus dem Orbit gescheucht werden und anschließend macht alle Bodengebäude und -armeen dem Erdboden gleich. In typischer Star Wars-Manier schickt das Imperium die großen AT-AT Walker los und dominiert mit den ikonischen Sternenzerstörern die Umlaufbahn. Wenn die Kämpfe auf dem Boden zu lästig werden, kann kurzerhand der Todesstern den Planeten in einen Trümmerhaufen verwandeln und so reicht die Dominanz im All aus, um die Kontrolle über ein System zu erlangen. Die Helden aus den Filmen bringen dabei nochmal eine interessante Mechanik mit ins Spiel, da sie über passive und aktive Boni verfügen und sich episch untereinander duellieren können. Mit der Erweiterung Forces of Corruption gibt es neben dem Imperium und den Rebellen eine dritte Fraktion: Das Zann-Konsortium, das mithilfe von heimtückischen Methoden wie Erpressung, Bestechung und Entführung die einzelnen Systeme korrumpiert und dadurch die eigene Flotte und Armee finanziert. Auch sonst kam mit diesem einen DLC ein Haufen an Inhalt dazu, sodass Darth Vader endlich mit seinem Flaggschiff Executor unterwegs ist und auch Figuren aus dem erweiterten Universum wie Großadmiral Thrawn eine Bühne bietet.

Das ultimative Argument als Wohlfühlspiel ist aber der unaufhörliche Fluss an Inhalten, der über Mods ins Spiel kommt. Dank einer sehr zugänglichen Art, Mods zu entwickeln und einzubinden, lebt das in 2006 entwickelte RTS bis heute. Inzwischen haben über diesen Weg auch die First Order aus den neuen Filmen und andere Sci Fi-IPs wie Star Trek und Halo ins Spiel gefunden. Dadurch stehen aber nicht nur neue Einheiten zur Verfügung, es gibt teilweise komplett neue Kampagnen und sogar neue Spielmechaniken, die den simplen Technologiebaum aus dem Grundspiel erweitern und Komfortfeatures einführen. Wie in jedem Strategiespiel gefällt mir ein Aspekt aber besonders gut: Eine gigantische Armada aufbauen und den Gegner damit zermahlen, was in diesem Game ohne Weiteres möglich ist und unheimlich viel Spaß macht! Es wird Zeit, dass Petroglyph nach den äußerst erfolgreichen Remasters zu C&C: Tiberian Dawn und C&C: Red Alert endlich wieder zu Empire At War zurückkehrt und mithilfe neuster Technologie das RTS-Genre im Star Wars-Universum bereichert.


Sebastian Mauch [Paneka] ist dem Bildrätsel verfallen:
Picross



Sei es zum Einschlafen, wenn die Motivation mal wieder für sonst nichts anderes reicht, oder was auch immer: eine gepflegte Runde Picross lässt sich immer einrichten. Zwar klingt es etwas merkwürdig, sein Hirn zu entspannen indem man Denkrätsel löst, doch ist die Lösungsstrategie von Picross so dermaßen eingängig, dass ich fast schon Brain-afk ein Raster nach dem anderen löse. Ein einziges Spiel, ja nicht mal eine bestimmte Reihe, kann hier als den „Sieger“ deklarieren, dafür gibt es einfach mittlerweile zu viele gute Angebote mit besagtem Spielprinzip.

Einige Beispiele kann ich aber freilich trotzdem nennen. Ein klarer Dauerbrenner sind bei mir schon seit alten Planet3DS-Tagen schon immer die Picross e- und Picross S-Ableger von Jupiter, bieten sie doch den meisten Inhalt, den besten Komfort und auch sonst die polierteste Aufmachung. Aber auch die dreidimensionalen Rätsel in Picross 3D und dessen Nachleger von HAL Labs und Nintendo haben mir jede Menge Freude und vor allem Entspannung bereitet. Natürlich gibt es noch viel mehr Varianten, die sich thematisch etwa auf Pokémon, The Legend of Zelda, Sega oder sonst was für nischige Japan-Trends fokussieren. Was auch immer draufsteht, solange Picross drinsteckt, kann ich das super als Zeitkiller oder Einschlafhilfe verwenden!


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] liest gern mal ein gutes Buch:
Final Fantasy Tactics Advance



Zwar bin ich die Taktik-Niete schlechthin, doch Square Enix' Final Fantasy Tactics-Ableger hat mich gefesselt wie kaum ein anderes Spiel. Nicht nur habe ich auf meinem Modul immer noch den mit rund 78 Stunden mit allen Missionen vervollständigen Spielstand aus meiner Kindheit, das zweite verfügbare Savegame wird in gesunder Regelmäßigkeit neu gestartet, um einfach aus Spaß an der Freude eine neue Truppe aufzubauen und auf die vielen unterhaltsamen Arten das leicht erlern- und durchschaubare Strategierollenspiel zu zerlegen. War War of the Lions tatsächlich über weite Strecken knifflig und Final Fantasy Tactics A2 dank diverser Anpassungen in der Spielbalance bedeutend ausgewogener, sind es – ähnlich wie bei Fire Emblem Awakening – für mich die vielen einfach ausnutzbaren Vorteile für den Spieler, die es für mich zur ersten Wahl einer gemütlichen Partie machen.

Nur zu gern lasse ich Protagonist Marche etwa zu Beginn erst einmal eine Diebeslaufbahn mit Ninja-Beförderung durchmachen, damit er nicht nur aufgrund seines hohen Geschwindigkeitswerts häufiger an die Reihe kommt, sondern auch ohne Wertemalus zwei Hauptwaffen zugleich führen kann – die idealen Startbedingungen vor dem Wechsel in eine kräftigere Klasse, in der er dann mit schwereren Geschützen im Doppelpack auffährt. Oder ich baue mir Gimmick-Gruppen auf, wie etwa Trupps aus einer begrenzten Anzahl nichtmenschlicher Rassen. Und wenn mir der Sinn nach etwas ganz Esoterischem steht, versuche ich mich an den mechanisch ungewöhnlicheren Klassen wie den mit Monsterseelen angetriebenen Wandlern. Raum für Experimente gibt es immer! Nicht zuletzt habe ich immer noch das alte Lösungsbuch von Future Press bei mir, durch das ich mich damals erst richtig ins Spiel fand – und welches mir dank der Missionsübersichten (sowie der Hilfe eines Kumpels mit eigenem Modul) sogar meinen Spielfortschritt rettete. Falls ich Ideen und Denkanstöße suche oder einfach mal etwas zum Schmökern brauche, schnappe ich mir den Wälzer und lese mich direkt in die Welt von Ivalice ein.

Schöner wäre es natürlich, wenn Square den Klassiker mal auf aktuellere Plattformen bringen würde. Klar, auf der Wii U erschien der GBA-Titel bereits und da habe ich ihn auch direkt der alten Zeiten wegen erworben, doch gegen eine Switch-Portierung – vielleicht auch inklusive Nachfolger und Vorgänger – wäre ich nicht abgeneigt. Bis dahin hole ich aber noch reichlich Spielzeit aus meinem GBA-Modul raus.

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1 Kommentar

profil 29 comments
[21.12.2021 - 11:06 Uhr]
pasc:
Ich hab eig nur ne "Wohlfühlserie" (Ryuusei no Rockman).

Wohlfühlspiel fällt mir eig. nur AnimalCrossing ein.
(Und vielleicht SimsBustinOut/Urbz aufm GBA. Die sind auch super chillig :) )
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