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Kolumne: Die vielfältige Welt des digitalen Sports - Unsere liebsten Sportspielspäße

PortableGaming-Redaktion, am 28.05.2022, Seite 1 von 1

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Die Sonne scheint, der Himmel ist klar, da wird es Zeit für etwas Sport! Nun könnten wir uns natürlich auf Bewegung an der frischen Luft beschäftigen, doch auch in der Welt der Videospiele finden sich selbst unter den größten Sportmuffeln unserer Redaktion die ein oder anderen Titel, die sogar ihnen Spaß machen. Und passend zum jüngsten Release von Nintendo Switch Sports sowie dem anstehenden Mario Strikers: Battle League Football wollten wir daher eine bunt gemischte Auswahl der Sportspiele präsentieren, die wir zelebrieren. Dabei muss es nicht immer realistisch zugehen oder gar wirklich strikt Lebewesen als Athleten bieten – schließlich begeistert die Welt des Sports auch durch ihre enorme Vielfalt. Aus diesem Grund sind wir ebenfalls neugierig, welche Sportspiele denn bei euch hoch im Kurs stehen. Tobt euch gern in den Kommentaren aus!


Andy Dück [awieandy] genießt pures Fußballvergnügen ohne Downtime:
Mario Smash Football



Meine Sportperle ist, ohne lang nachdenken zu müssen, Mario Smash Football. Dieses Spiel hat mich ab der ersten Minute gepackt, als ich es in der Kindheit auf dem GameCube von Verwandten gesehen habe. Allein die dreckige Aufmachung der Charaktere und die explosiven Persönlichkeiten, die man so von Mario-Sportspielen oder -Charakteren überhaupt nie zuvor gesehen hat, war schon der Hingucker schlechthin. Und nachdem ich es dann selbst spielte, ist es auch für immer hängen geblieben.

Ja, einige Stimmen meinen der Nachfolger Mario Strikers Charged Football auf der Wii sei das bessere Spiel mit der hochgeschalteten Action und neuen Mechaniken. Aber ich finde, diese relative Nüchternheit des Originals ist, was dem Spiel für mich den Charme verleiht. Es ist nicht zu überladen und das Tempo gemütlich und übersichtlich. Das Spiel liefert nur die besten Parts des Fußballs - knackige Passspiele, viele Torschüsse und strategische Manöver. Die langweiligen Parts wie Spielunterbrechungen durch ins Aus geschossene Bälle oder Fouls sind hier fehl am Platz.

Dazu kommt, dass die Steuerung himmlisch simpel ist und das Gameplay nichtsdestotrotz ausreichend Tiefgang bietet. So lässt sich die Flugbahn des Balls beeinflussen, es gibt Stellen auf dem Spielfeld, an denen man mit der richtigen Technik immer ein Tor schießt, der Torwart lässt sich ausknocken, man kann Tackles ausweichen, es gibt Flanken, die in Slowmotion aufs Tor schießen und selbstverständlich gibt es noch den Super Strike, bei dem man zur richtigen Zeit am richtigen Ort, mit dem richtigen Charakter einen speziellen Schuss vorbereiten kann, welcher beim Treffer gleich doppelte Punkte einsammelt. Das allein würde schon für einen spaßiges Match reichen, aber es wird noch haufen Süßkram oben drauf gestreut mit Items, die noch einmal mehr Taktik offenlegen.

Der neueste Ableger Batte League scheint laut Promo-Material schonmal weiterhin diese erfolgreiche Schiene zu fahren und ich kann es kaum erwarten mit die Hände auf dem Fußballplatz dreckig zu machen.


Nicola Hahn [501.legion] schlägt um sich:
Arms



Eigentlich hänge ich seit zwei Jahren regelmäßig an Ring Fit Adventure, doch im Kopf bleibt mir mein Test zu Arms (zum Review). Ihr erinnert euch? In dieser neuen IP von Nintendo treten wackere Kämpferinnen und Kämpfer an, deren Arme durch die kuriosesten Mechanismen ausgetauscht wurden und sich gegenseitig auf die Mütze geben! Dabei setzt das Spiel nicht nur auf die klassische Controller-Steuerung, sondern brilliert mit einer durchdachten Bewegungssteuerung. So müssen bestimmte Angriffe mit entsprechenden Boxbewegungen ausgeführt werden, was nach einigen Stunden ordentlich in die Oberarme geht.

Insgesamt spielt sich das Fighting Game schnell und auf den hohen Schwierigkeitsgraden verzeiht die KI nur noch wenige Fehler. Das sieht im Multiplayer nochmal ganz anders aus, denn dort wartet die ganze Welt, um sprichwörtliche Schellen zu verteilen. Allerdings ist nicht mehr allzu viel in den Lobbys los, sodass das Game vor allem im Singleplayer genossen werden möchte. Für den ein oder anderen Schlagabtausch mit Freunden bietet sich aber auch der lokale Multiplayermodus an, ein zweites Paar Joy-Cons empfehle ich jedoch hier dringend.


Sebastian Mauch [Paneka] mag weder Fußball noch Autos, aber Autofußball:
Rocket League



Im echten Leben kann man mich mit Sport wahrlich jagen. Man schwitzt, fühlt sich unwohl, verletzt sich hier und da mal und vor allem läuft man Gefahr, einen makellosen Astralkörper zu bekommen. Damit könnte ich in meiner Existenz als Gamer einfach nicht leben. Auch war ich nie ein sonderlich großer Fan von Autos und Tuning, da für mich eher Motorräder die Spitze des Fahrspaßes darstellen. Selbes gilt für den in Deutschland und weltweit so beliebten Sport Fußball. Als reiner EM- und WM-Zuschauer ging mir die „bist du Bayern- oder Hertha-Fan“-Diskussion auf Schulhof eigentlich immer am Allerwertesten vorbei. Was ich aber schon immer gut fand, war Stefan Raab und TV total. Der Gute war ja für allerlei Späße zu haben, aber die Autoball-WM war schon von einer anderen Welt.

Stellt man sich das jetzt als Videospiel vor und fügt Raketenbooster hinzu, erhält man im Prinzip Rocket League. Einfach zu lernen, extrem schwer zu meistern, herrlich abstrakt, aber kunstvoll zugleich - so würde ich das verrückte Spiel von Psyonix beschreiben. Abend für Abend habe ich mit einem damals sehr guten Freund geschwitzt (Paradox, he?) und gefiebert, geflucht und auf den Tisch gehauen, als wir versuchten, die Ranked-Leiter hochzuklettern. Irgendwann mal in der lilafarbenen Champions-Liga zu sein, das war der Traum. So sollte es dann auch geschehen und ich hätte euphorischer nicht sein können.

So blöd das auch klingen mag, aber das war einer der größten Triumphmomente in meinem damals noch jungen Leben. Bei Rocket League ist es nämlich so, dass man zwar recht schnell dazulernt und quasi im Schlaf den Ball schießen und fangen kann, doch wird es ab einem bestimmten Skill-Level nötig, gewisse fortgeschrittene Manöver wie Luftrollen oder geschicktes Arbeiten mit der Wand und der Decke der Arena zu lernen. Die Hürde zu überwinden und dann als Duo siegreich zu sein, war einfach grandios. Dann wurde Rocket League von Epic Games gekauft, wurde Free-to-Play und die Freundschaft verlief sich auch im Sande. Tja, so schnell kann's gehen und das Leben geht weiter. Gibt ja noch mehr tolle Spiele die mich zum Schreien bringen. *hust* Apex Legends *hust*


Tjark Michael Wewetzer [Alanar] Golf mit einer Papiertüte als Caddy:
Pangya



Lange Zeit hielt ich Golf für eine der wohl unspannendsten und uninteressantesten Sportarten überhaupt. Einen kleinen Ball über große, unübersichtliche Grünanlagen zu hauen – was soll daran Spaß machen? Doch als in meiner Familie vor etwa 18 Jahren endlich eine dauerhafte Internetverbindung eingerichtet wurde und MMOs dank World of Warcrafts Erfolg links und rechts aus dem Boden schossen, weckte ein kleines Golfspiel namens Albatross 18 meine Aufmerksamkeit. Das nicht (nur) wegen der farbenfrohen Optik, sondern auch wegen der Hintergrundgeschichte. In der Welt des Spiels gab es nämlich einst einen legendären Helden, der einen Energiefluss versiegelte, durch welchen ein böser Herrscher dem Land die Energie raubte. Da die dafür notwendige Magiesphäre jedoch von niemandem berührt werden konnte und zudem mit jedem Stoß an Kraft verlor, musste sie mit möglichst wenigen Schlägen zum Energieleck navigiert werden. Der zuvor erwähnte Held vollbrachte dieses Kunststück und zu seinen Ehren wurde eine neue Sportart ins Leben gerufen, die ebendiese Heldentat emuliert. Und jepp, das klingt nicht nur verdächtig nach Golf: Es ist Golf! Der Trailer für die damals anstehende Season 3, welcher gerade in den ersten Szenen absolut nicht wie ein Golfspiel wirkte, brachte mich dann dazu, dem Spiel eine Chance zu geben.


Auf den US-Servern von Albatross 18 hielt ich mich zwar nicht lange, der Launch der deutschen Version über die damals neu gestartete Vertriebsplattform GOA fesselte mich dann aber schlussendlich. Leider ein paar Versionsnummern hinterher und mitunter ohne Gildenfeature, doch für gemütliche Partien am Nachmittag nach Schulschluss reichte mir das locker. Dabei ist Pangya, wie das Spiel gemäß des koreanischen Originaltitels in der deutschen Version hieß, in vielen Bereichen eigentlich ein recht gewöhnliches Golfspiel. Klar, die Charaktere sind schon fantasievoller aufgezogen, doch bei den spielbaren Figuren beschränkte sich das Spiel maßgeblich auf die üblichen Verdächtigen. Die zwei Teenager-Einsteigercharaktere, die elegante Dame, der etwas stämmigere Mann mittleren Alters, die zu kurz geratene Piratenkapitänin … Viel interessanter waren da schon die Caddys, von denen man mit einer Papiertüte startet und andere zu kaufen hatte. Der Bezahlaspekt war mir leider auch als negativ in Erinnerung geblieben: Klar konnte man vieles (wenn auch nicht unbedingt alles) mit verdienter Spielwährung verdienen, doch das dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Der Echtgeld-Kauf neuer Charaktere, Outfits und Ausrüstung wurde hier ziemlich aggresiv gepusht, zumal die figurenspezifischen Kleidungsstücke nicht nur zur Zierde dienen, sondern die Charakterwerte modifizierten.

Auf dem Golfplatz selbst vergaß ich all die negativen Elemente jedoch schnell wieder. Die fantasievollen Kurse boten reichlich Abwechslung und reichten von einfachen Einstiegsgrünflächen über dezent herausforderndere Wüstenkurse bis hin zu zwei Plätzen, welche alle Spieler in den Wahnsinn trieben: Wind Hill und Silvia Cannon. Ersterer Kurs war ohnehin schon vertrackt zu navigieren und brachte starke Winde mit, letzterer wiederum wurde um Kanonenboote aufgebaut, deren in regelmäßigen Intervalle abgefeuerten Schüsse schlagartig die Windstärke und -richtung beeinflussten. Aber es war alles mit Geduld und Intuition packbar. Zudem gab es mit speziellen Superschlägen, welche den Golfball entweder in einem stabilen Bogen über den Platz scheuchen oder ihn erst flach über den Boden segeln lassen, bevor er nahe des Zielpunktes noch einmal aufsteigt und heruntersegelt, auch einige Werkzeuge, mit denen man sich einen Vorteil verschaffen konnte.

Ich schreibe hier ständig in der Vergangenheitsform, weil so ziemlich alle gängigen – oder zumindest englischsprachigen – Server von Pangya mittlerweile vom Netz genommen wurden. Zum Glück schaffte es die Reihe auch zu drei Konsolenspielen, die sich komplett offline spielen lassen. Pangya: Golf with Style erschien seinerzeit sogar über Nintendo in Europa, der Nachfolger wurde als Super Swing Golf über Rising Star Games in die PAL-Region gebracht. Der PSP-Ableger Pangya: Fantasy Golf blieb leider in den USA hängen. Ebenfalls ärgerlich: Den Konsolenversionen fehlt jeglicher Content, der über Season 3 hinausgeht. Und auch wenn das natürlich immer noch besser als nichts ist, würde ich mich über ein neues Pangya für die Switch immens freuen – auch weil es irgendwie bislang immer noch kein wirklich anständiges Golfspiel für die Plattform gibt.

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