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Kurztest: Can't Drive This

Sebastian Mauch, 06.06.2021

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Da ich im echten Leben eher den zweirädrigen Kraftfahrzeugen zugetan bin, ließen mich Rennspiele seit jeher eigentlich recht kalt. Durch meine mittlerweile fast einjährige Asphalt 9-Sucht und durch das hervorragende Forza Horizon 4 hat sich dies aber zuletzt um 180 Grad gedreht. Zwar würde ich mich nicht unbedingt Auto-Nerd schimpfen, doch sind Videospiele rund um Vierräder nun immerhin fester Teil meiner Agenda. Jetzt vergesst ihr mal flink alles was ich bisher geschwafelt habe, denn bis auf die besagten vier Räder hat Can’t Drive This aus dem Hause Pixel Maniacs mit einem traditionellen Rennspiel herzlich wenig zu tun. Was es damit auf sich hat, das erfahrt ihr in meinem zugegebenermaßen extrem verspäteten Kurztest.

Ich kann einfach nicht
Bevor es ans Eingemachte geht, vorweg ein kleiner Disclaimer. Das Spiel an sich ist eigentlich ziemlich kurzweilig und unterhaltsam, aufgrund technischer Mängel und der derzeitigen Pandemie-Situation war es mir leider bis dato nicht möglich, den Titel in seiner Gänze zu begutachten. Davon betroffen sind vor allem die Vierspieler-Modi. Hat man keine vier Personen bei sich daheim (aktuell ja eher schwierig), bricht einem spätestens das Online-Matchmaking das Genick, doch dazu später mehr.

Mal abgesehen vom tatsächlich (für mich) unfahrbaren Vierspieler-Part, legt einem das einzigartige Gameplay zusätzlich etliche Hindernisse in den Weg. Gesteuert wird ein kleiner Truck, auf den ihr in der Rolle des Fahrenden aus der Vogelperspektive herabblickt. Dieses an sich schon recht träge Vehikel wird durch gewollte (oder ungewollte?) Macken in der Steuerung quasi ein einziger Spielerschreck schlechthin. Davon betroffen ist vor allem die Luftkontrolle: Gerade nach schnellen oder sehr spontanen Rampen ist es sehr umständlich, den Truck unter Kontrolle zuhalten. Zu oft löste ich unterwegs ungewollte Salti aus, was zumeist unweigerlich das Aus bedeutet. Bleibt ihr nämlich nicht ständig in Bewegung, läuft euer Fahrzeug zu heiß und explodiert. Dadurch entsteht ein zum Teil spaßiges Chaos, aber auch negativer Stress bleibt nicht aus. Wirklich spielbar fühlt sich das Spektakel irgendwie nie an, aber gut, so steht es ja auch im Namen.

Bob der Baumeister
Die zweite Rolle, nämlich die des Streckenbauers, übernimmt wahlweise man selbst im Wechsel zur Fahrrolle, ein zufälliger Online-Spieler, oder ein lokaler oder ebenfalls online-spielender Freund. Per Direktcode findet man sich gegenseitig recht fix, natürlich braucht aber jeder eine Kopie des Spiels. Das zufällige Matchmaking ist dabei auch nicht wirklich eine Hilfe, denn das Spiel versucht stets erst Leute zu finden, und dann entscheidet die Gruppe was für ein Modus gespielt wird. Bei etlichen Versuchen dauerte die Spielersuche teils an die oder weit mehr als fünf Minuten. Spaß kommt so nicht wirklich auf, da viele Leute auch direkt wieder die Partie verlassen. Scheinbar ist die Switch-Version schlichtweg zu wenig verbreitet oder zu unpopulär um ein verlässliches Matchmaking zu gewährleisten. Bots wären hier definitiv eine große Hilfe gewesen.

Doch was macht man als Erbauer überhaupt? Nun, das Spiel gibt euch im Tetris-Prinzip stets verschiedene Streckenbausteine in die Hand, die ihr dann durch geschicktes Platzierung zu einem möglichst fahrbaren Track zusammenschustert. Der Mitspieler muss dann „lediglich“ versuchen, so viele von euch platzierte Streckenelemente zu überfahren ohne abzustürzen oder zu explodieren. Das Prinzip an sich ist extrem genial und macht vor allem lokal mit guten Freunden einen Heidenspaß, doch fühlt es sich zu oft einfach zu unfair an. Spätestens wenn der gesamte Sichtbereich durch dichten Wasserdampf verdeckt ist und man abschmiert, ist die Laune dahin.

Wenn das Tutorial am unterhaltsamsten ist
Das war es im Prinzip auch schon. Insgesamt gibt es zwar vier Modi, zwei Zweispieler- und zwei Vierspielermodi, doch letztere konnten von mir ja leider nicht getestet werden. An sich tut man aber immer dasselbe, nämlich Bauteile platzieren und abfahren. Ob man dabei nun bestimmte Punkte abfährt, oder schlicht geradeaus baut, macht den Brei dann auch nicht fetter. Auch kann man durch seine Erfolge einige Anbauteile wie Propeller oder Spoiler für seinen Truck freispielen. Wie das erfolgt, verrät das Spiel einem allerdings auch nicht, dementsprechend schnell schwinden die Anreize auch dahin. Lediglich das Tutorial konnte mir dank der witzigen Erklärweise und einem charismatischen Sprecher kurz ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Wenn die Einleitung am ehesten in den Köpfen der Spieler hängen bleibt, sagt das schon viel über die Software aus, ziehen wir daher ein Fazit.

Fazit:
Can’t Drive This ist im Kern eigentlich ein super Spiel. Das Gameplay-Prinzip ist unterhaltsam, chaotisch und hat eigentlich viel Potenzial. Durch die mäßige Umsetzung bleibt davon allerdings viel auf der Strecke. Das unzuverlässige Matchmaking, die geringe Verbreitung und der teils zu unfaire Spielablauf hauen den Maulwurf quasi tot, während dieser noch in der Erde steckt. Habt ihr Geschwister oder spielt generell oft mit Leuten lokal, könnte der Titel euch aber dennoch einige Stunden Spaß bringen. Spätestens im Sale sollten Koop-Fans hier mal ein halbes Auge drauf werfen.

Testfahrer mit Lag: Sebastian Mauch [Paneka] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Pixel Maniacs für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Einzigartiger Koop-Racer mit Potenzial, der aufgrund seiner Schwächen leider kläglich zugrunde geht.

Wertung

Chaotisch-spaßiges Spielprinzip …

Lohnenswertes Tutorial

…das oft einfach demotiviert

Unzuverlässige Online-Partien

Wenig Umfang

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Spielname:
Can't Drive This

Typ:
eShop Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Pixel Maniacs

Developer:
Pixel Maniacs

Genre:
Racing

Release:
19.03.2021 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler, online, lokal

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

eShop Preis:
19,99 €

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