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LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Review: LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Nicola Hahn, Tjark Wewetzer, 31.05.2022

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Es ist so weit: Das ultimative Lego Star Wars-Game ist endlich in Form von Lego Stars: Die Skywalker Saga erschienen! Vielleicht ist es auch das bis dato größte Lego-Videospiel, denn an Inhalt ist der neueste Ableger der Reihe kaum zu überbieten. Alle neun Hauptfilme der Krieg der Sterne-Saga sind hier inbegriffen und damit können viele Missionen bestritten, zahlreiche Planeten bereist und unzählige Charaktere gespielt werden! Doch reicht diese Flut an Content aus, um auch wirklich das ultimative Lego Star Wars-Spiel zu werden?

Eine neue Hoffnung?
Wer Lego Stars: Die Skywalker Saga das erste Mal startet, darf sich gleich zwischen den drei Trilogien entscheiden: Entweder kann mit Episode 1, 4 oder 7 gestartet werden, die mit jeweils drei Filmen die Geschichte der Familie Skywalker sowie die verschiedenen Epochen aus dem Star Wars-Universum abbilden. So geht es in den Episoden 1 bis 3 in die Zeit der Galaktischen Republik, die in Episode 4 bis 6 durch das Galaktische Imperium ersetzt wurde. In Episode 7 bis 9 wird die neue Republik durch die Erste Ordnung erschüttert und muss vom Widerstand verteidigt werden. Zuvor bildeten Lego Star Wars die Filme 1 bis 3, Lego Star Wars: Die klassische Trilogie die Filme 4 bis 6 und Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht den siebten Film ab. Außerdem beschäftigte sich Lego Star Wars III: The Clone Wars mit der TV-Serie The Clone Wars, die allerdings in diesem Ableger keine Rolle spielt.

Sobald der geeignete Einstiegspunkt gewählt wurde, geht es auch gleich in den berühmten Opening-Crawl, welcher in Form eines gelben Textes, der ins Unendliche des Alls fliegt, den Ausgangspunkt der Story erklärt. So wird in Episode 4 von einem Bürgerkrieg gesprochen, der die Galaxis erschüttert. Rebellen haben sich gegen das fiese Galaktische Imperium zusammengeschlossen und die Pläne für eine Superwaffe erbeutet. An Bord der Tantive IV versucht die besagte Rebellion, die wichtigen Daten zu ihrem Stützpunkt zu schmuggeln, als ein Sternenzerstörer die Jagd aufnimmt und den Trupp unter der Führung von Prinzessin Leia über dem Planeten Tatooine abfängt. Das ikonische Intro ist natürlich größtenteils aus Lego-Steinen zusammengesetzt und der typische Humor der Reihe darf natürlich auch nicht fehlen: Gleich in der ersten Sequenz auf dem Raumschiff wird ein Doppelgänger-Duo von C-3PO und R2D2 von einer Radarschüssel erschlagen und als der Alarm die Gänge in rotes Licht taucht, ist eigentlich nur der Kaffee für Captain Antilles fertig zubereitet. Doch mit dem letzten Kaffeetropfen gelangen auch die heißbegehrten Pläne in seine Hände und somit geht es an der Seite der Prinzessin endlich los in Richtung Rettungskapseln, um die Daten auf dem Planeten unter ihnen zu verstecken.

Ein Novum: Die frei drehbare Kamera!
Spielerinnen und Spieler der ersten Ableger werden sofort bemerken: Die Kamera kann endlich gedreht werden! Das Entwicklerteam von Traveller's Tales hat sich endlich von der starren Kameraperspektive verabschiedet, sodass sich auch die Figur in alle Himmelsrichtungen drehen und bewegen kann. Geblieben ist zum Glück der Drop-in-Drop-out-Koopmodus, sodass jederzeit der beste Freund oder die beste Freundin ein Paar Joy-Cons oder den Pro-Controller schnappen und mitzocken kann! Während in Lego Star Wars III: The Clone Wars und Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht der Bildschirm dabei dynamisch getrennt und bei Bedarf zusammengeführt wurde, falls sich der Kameraausschnitt weit genug überlappte, ist das bei diesem Ableger aufgrund der freien Kamera leider nicht mehr möglich. Stattdessen trennt ein schwarzer Balken wie gewohnt die beiden Bildschirmhälften und nimmt dabei viel vom Überblick. Nur mit wenigen Klicks kann die Mitspielerin oder der Mitspieler auch wieder aussteigen, sodass auch mitten in der Mission Verstärkung dazugeholt oder weggeschickt werden kann. Online geht das ganze leider noch nicht, der Multiplayer ist komplett auf Couch-Coop beschränkt.

Doch zurück zum turbulenten Geschehen: Während durch alle möglichen Türen die Sturmtruppen ins Schiff einfallen, schießen und schlagen sich Leia und ihr Kompagnon Antilles bis zum hinteren Teil durch, wo besagter Notausstieg liegen soll. Falls dann doch ein imperialer Soldat in seine Einzelteile zerfällt, können sich die beiden diese Rüstung schnappen und selbst überstülpen. Sobald die Sturmtruppen-Uniform mit Hose, Torso und Helm vervollständigt ist, werden sie von den Feinden ignoriert und können sogar auf deren Konsolen zugreifen. Ein kleines Minispiel erscheint und nach dem erfolgreichen Abschluss öffnen sich Türen oder Truhen, die neue Waffen beinhalten. Je nach Klasse der Figur können verschiedene Aktionen an bestimmten interaktiven Elementen unternommen werden. Beispielsweise können Astromechs eigene Terminals öffnen und auch Protokolldroiden haben ihr eigenes Instrument, das nur für sie gedacht ist. Bestimmte Elemente wie Kisten können mit machtsensitiven Charakteren wie Jedi hochgehoben und gestapelt werden. Daneben können alle Figuren Dinge aus Lego zusammenbasteln, was in den vorherigen Ablegern der Reihe noch den humanoiden Charakteren vorbehalten war.

Sammeln, sammeln und noch mehr sammeln!
Apropos Interaktion: So gut wie alle Konstruktionen, die in diesem Spiel aus Lego bestehen, können auch zerstört werden. Dabei werden sogenannte Studs freigesetzt und landen quer verteilt auf dem Boden, sodass diese eingesammelt werden können. Diese runden Steinchen stellen die Währung in dem Spiel dar und sind inzwischen ein Markenzeichen von Traveller's Tales. Primär werden diese zum Erwerb von neuen Figuren eingesetzt, die mit dem Durchspielen der Missionen zum Kauf freigeschaltet werden. Daneben können sie auch für Verbesserungen eingesetzt werden. Diese sind in einem Skillbaum aufgelistet, der allgemeine Fähigkeiten wie schnelleres Sprinten und mehr Gesundheit enthält, aber es gibt auch klassenspezifische Upgrades, wenn es beispielsweise ums Hacken von Terminals geht oder mehr Schaden durch die verwendeten Waffen. Doch Geld alleine reicht nicht für das Verbessern aus, auch sogenannte Kybersteine wollen eingetauscht werden. Diese neuen durchsichtigen, blau schimmernden Steinchen sind wie die Monde aus Super Mario Odyssey teils gut, teils offensichtlich an allen Örtlichkeiten versteckt. Zusätzlich gibt es Kyberboni in Missionen, wenn einzelne Aufgaben erfüllt werden, wie beispielsweise den Status „Wahrer Jedi“ durch das Sammeln möglichst vieler Studs zu erreichen, was alteingesessene Fans bestimmt wiedererkennen.

Daneben gibt es aber auch drei geheime Aufgaben, die jeweils einen weitere Kyberstein freischalten, aber deren Erfüllung ähnlich knifflig ist wie in Kirby und das vergessene Land: Erst wenn die jeweilige Quest abgeschlossen wurde, wird diese auf dem Endscreen auch entsprechend aufgedeckt. Im Unterschied zu Kirby werden aber nicht einmal die Namen der Aufgaben nach Beendigung der Level aufgedeckt, sodass das Raten immer Teil der Jagd nach den verbliebenen Kybersteinchen bleibt. Den meisten Herausforderungen konnte ich keine konkrete Aufgabe zuordnen, hin und wieder zeigten sich aber kleine Anspielungen, wie Han Solos erfolgloser Versuch, die Wachen im Zellentrack des Todesstern von einer „Waffenfunktionsstörung“ zu überzeugen und dieser das Gespräch mit einem Blasterschuss auf das Mikrofon beendet. Dabei sind wir noch gar nicht am Ende der sammelbaren Objekte: Für sogenannte Extras, die unter anderem lustige Boni wie eingesprochene „Pew Pew“, die den normalen Lasersound ersetzen, aber auch Cheats wie Stud-Multiplikatoren umfassen, werden Datenkarten benötigt, die es nur in ausgewählten Gebieten auf den Planeten gibt und meist extrem gut versteckt sind. Und wie in jedem guten Lego-Game von Traveller's Tales dürfen auch hier nicht die Minikits fehlen! Die kleinen weißen Ampeln befinden sich in jeder Mission an fünf versteckten Orten und, wenn alle eingesammelt wurden, ergeben sie ein Fahrzeug oder Raumschiff aus der Microfighters-Reihe, das dann wie alle anderen Vehikel über das Minus-Menü und an Fahrzeug-Spawnpunkten ausgewählt werden kann.

Exkursionen durch die unendliche Galaxis
Abseits der turbulenten Geschichte der Familie Skywalker lassen sich die Storymissionen in einem „Freien Spiel“ wiederholt spielen. Allerdings kann nun zwischen allen bisher gekauften Figuren frei gewechselt werden, um zuvor versperrte Gebiete endlich betreten und das Level komplettieren zu können. Das entsprechende Menü ist dabei in die jeweiligen Kategorien Jedi, Held, Schrottsammler, Schurke, Kopfgeldjäger, Bösewicht, Dunkle Seite, Astromech-Droide, Protokoll-Droide, Andere und Alle Charaktere aufgeteilt, über welches sich dann acht Figurenslots belegen lassen. Diese können im Spiel dann per Pfeiltasten schnell durchgeschaltet werden (vorausgesetzt das Figurenmodell ist bereits geladen worden, sonst dauert der Wechsel der Figur eine gewisse Zeit). Außerdem gibt es pro Figur oft verschiedene Variationen, sodass beispielsweise C-3PO in sechs verschiedenen Arten vorkommt. Wer eine spezielle Figur sucht, kann sich ein Gerücht kaufen, wodurch eine Beschreibung samt dem entsprechenden Film oder Ort angezeigt wird, an dem der Charakter zum Kauf freigeschaltet wird. Gleiches gilt auch für Schiffe, wobei auch Großkampfschiffe wie die Exekutor, die Home One oder sogar die beiden Todessterne mit von der Partie sind. Um diese unter die eigene Kontrolle bringen zu können, müssen sie aber erst im Orbit eines entsprechenden Planeten angetroffen und anschließend gekapert werden. Dafür gilt es erst, die Verteidigungssysteme des Schiffs auszuschalten, also Lasertürme und umherfliegende Jäger, anschließend wird im Hangar gelandet und sich bis zum Kapitän des Schiffs durchgekämpft, der nach einem Bosskampf das Schiff gegen einen stolzen Stud-Preis abgibt. Ab jetzt kann sich unbeschwert im Interieur des Neuzugangs der Flotte bewegt und natürlich noch ordentlich viele Kybersteine gelootet werden. Einziger Wermutstropfen: Ganz originalgetreu, wie es zum Beispiel noch Lego Star Wars III: The Clone Wars mit einem gigantischen Schiffsinneren des Venator-Kreuzers und der Providence-Klasse gehalten hat, ist es in dieser Ausführung nicht mehr. So fehlt die zweite Brücke auf dem Sternenzerstörer-Vorgänger und vom Hangar aus kann man erkennen, dass die bestehende Steuerzentrale gar nicht vorhanden ist. Auch die Größenverhältnisse passen leider nicht ganz, wenn man mit einem kleinen Jäger um das Schiff herumfliegt. Nichtsdestotrotz wurden diese optionalen Levels teils liebevoll eingerichtet, die Vervollständigung des Fuhrparks lohnt sich also.

Im Orbit gibt es neben so manchen Überfall auf Schiffe auch immer einen Asteroiden und einen Raumschiffdieb, die beide aus ihrer Umlaufbahn geschossen werden wollen. Ab und an gibt es auch kleine Minispiele wie ein Checkpoint-Rennen oder Gefechte mit verfeindeten Fliegern. Die richtige Action geht aber auf dem Planeten selbst ab: Vom Weltall aus kann ein Ziel auf der Kugel angesteuert und dann per Cutscene dort gelandet werden. Unten angekommen gibt es meist eine große offene Welt zu entdecken, in der sich NPCs tummeln und unglaublich viele Minispiele und Nebenaufgaben bereithalten. So müssen auf Naboo die alten Statuen richtig sortiert oder ein alter AAT aus der Stadt befördert werden. Auf Tatooine treibt ein gigantischer Krayt-Drache sein Unwesen, der in einen sanften Schlummer versetzt werden will, und Biggs Darklighter wünscht sich Hilfe bei einer Lieferung nach Yavin IV. In den Tempelanlagen dort wartet bereits ein kniffliges Schieberätsel auf seine Lösung und ein Rebell heckt den kühnen Plan aus, die neuen Baupläne für weitere Todessterne aus Tarkins Büro in Coruscant zu entwenden, sodass das Imperium keine neuen Kampfstation mehr bauen kann. Solche Minimissionen mit der ein oder anderen erstaunlichen Wendung tragen viel zur Atmosphäre und dem Langzeitspaß bei. Ein Hauptproblem des Freien Spiels ist eher, dass die Filme nicht mehr komplett erneut gespielt werden können, wie es im ersten Durchlauf noch funktioniert hat: Es sind nur noch dedizierte Missionen wiederspielbar, die Laufwege zwischen den Levels können dagegen nicht mehr erlebt werden - außer das Spiel wird komplett neu begonnen, wodurch aber jeder Fortschritt verloren geht.

Fazit:
Nicola Hahn [501.legion]: Lego Stars: Die Skywalker Saga sollte das ultimative Spiel der Lego Star Wars-Reihe werden und das wurde es. Doch komplett frei von Kritik ist es trotzdem nicht: An vielen Stellen merkt man dem Game den Crunch an, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Traveller's Tales durchmachen mussten. Besonders in den Episoden I bis III merkt man schnell, dass hier Mission an Mission gereiht wurde, was diese fast belanglos anfühlen lässt. Auch die Action im Orbit ist fast vernachlässigbar: In meiner Vorstellung kämpfen im All ständig irgendwelche Großkampfschiffe gegeneinander, mit meiner Hilfe lassen sich die einzelnen Kreuzer in ihre Einzelteile zerlegen und ich kann jederzeit Verstärkung herbeirufen sowie selbst das Schiff kommandieren oder ohne Zwischensequenz und Ladezeit zwischen Space und Boden hin- und herwechseln - wie es schon für Star Wars Battlefront III geplant war. Davon ist leider nichts Realität geworden bis auf die oben genannten Mini-Missionen und die zwar hübsch ausgestalteten Level im Inneren der ausgewählten Schiffe, aber im Gegensatz zu dem, was damals der Clone Wars-Ableger der Reihe abgeliefert hat, ist das leider ein ordentlicher Rückschritt. Auch die großen Schlachten, die ein wenig Echtzeitstrategie-Flair in Lego Star Wars III gebracht haben, wurden hier nicht mehr wiederholt. Dafür wurden die größeren Schlachten der Filme in Zwischensequenzen oder winzigen Missionen abgehandelt: Während in Episode 1 noch die Schlacht der Gungans gegen die Horden an Kampfdroiden und die Weltraumschlacht über Naboo gespielt werden kann, wird der Ausbruch der Klonkriege in Episode 2 sowie die Schlacht über Coruscant in Episode 3 komplett weggekürzt. Ein Jammer, denn selbst der allererste Ableger von Lego Star Wars hat diesen beiden wichtigen Ereignissen jeweils eine eigene Mission gewidmet. Immerhin kann Lego Stars: Die Skywalker Saga in den zahlreichen Nebenmissionen und beim Gamedesign der einzelnen Planeten glänzen. Hier finde ich endlich die liebevollen und witzigen Details sowie vielen Anspielungen, die nur ein Star Wars-Fan hätte gestalten können. In Sachen grafischer Darstellung hat dieser Titel ebenfalls einen weiteren Sprung gemacht, vor allem die frei drehbare Kamera macht Eindruck, da nun alle Gebiete komplett ausmodelliert wurden, was es bisher nur in Lego City Undercover gab. Dass das die Nintendo Switch so problemlos mitmacht, grenzt an ein Wunder, denn auch die Ladezeiten zwischen den Leveln fallen erstaunlich kurz aus. Dabei läuft das Game auch noch stabil und nur selten kippt die Framerate nach unten, obwohl die Grafik durchgehend recht ansehnlich bleibt - leider aber nicht vergleichbar mit den anderen Plattformen, auf denen das Spiel ebenfalls erschienen ist. Ein paar weitere Negativpunkte lassen sich noch in ein paar wenigen fehlenden Figuren und Schiffen finden (deren Fehlen aber teils unerklärbar scheint, wenn man deren Wichtigkeit im Universum bedenkt), die dank möglichen Updates und DLCs eventuell noch dazukommen könnten. Vielleicht lassen sich dann endlich die Herausforderungen der Missionen leichter erledigen, ohne das Internet und Komplettlösungen konsultieren zu müssen. Insgesamt kann der neueste Ableger der Lego Star Wars-Reihe sowohl Star Wars- als auch Lego-Fans überzeugen, wobei natürlich am ehesten Fans der eigentlichen Reihe am meisten Spaß mit diesem Titel haben werden. Aber auch Neulinge, die bisher noch mit keinem der genannten Bereiche Berührungspunkte hatten, sollten einen Abstecher in die Klötzchenwelten wagen. Insbesondere die jüngere Zielgruppe kann mit diesem Game eine tolle Zeit haben!

Tjark Michael Wewetzer [Alanar]: Falls ihr einen lebenden Beweis für Nicolas Aussage, dass man auch ohne Star Wars-Affinität mit Die Skywalker Saga Spaß haben kann, braucht: Hier bin ich! Meine Berührungspunkte mit dem Krieg der Sterne kann ich an zwei Händen abzählen, von den Filmen her kenne ich nur Episode I und die Hälfte von Episode II. Aber ganz wie mir damals auch das erste Lego Star Wars-Spiel gefiel, zog mich auch Die Skywalker Saga direkt in den Bann. Allein die Tatsache, dass es sich nach vielen recht gleichartig strukturierten Lego-Lizenzspielen komplett frisch anfühlt, begeisterte mich vom ersten Start an. Als jemand, der sich sonst eher wenig mit Nebenaufgaben beschäftigt, war ich überrascht, wie sehr mir die Kyberstein-Sammelei in den zahlreichen Gebieten gefallen hat. Bei jeder Ankunft auf einem neuen Planeten nahm ich mir erst Zeit, diesen gehörig auf den Kopf zu stellen und zu schauen, was es alles zu entdecken gibt - und stolperte nicht selten über nette kleine Späße. Die neue Formel hat jedoch auch ihre Schattenseiten. Man merkt beispielsweise an sich teils wiederholenden Puzzles wie etwa dem Stapeln der immergleichen Kisten und relativ wenigen klassischen Lego-Aufbauaufgaben, dass dies der erste ernsthafte Versuch einer solch vollgepackten Spielwelt im Lego-Universum ist. Die „traditionellen“ Story-Level enttäuschten mich zudem in weiten Teilen mit ihrer Kürze. Gerade bei den ersten drei Episoden haben sie mehr Minigame-Charakter als tiefgründigeren Spielwert. Doch all das vergaß ich wieder, sobald ich über die urkomischen Zwischensequenzen lachte, die selbst einen Star Wars-Außenstehenden wie mich mitnahmen. Ein wunderbares kurzweiliges Action-Adventure mit jeder Menge Stoff, den auch ich Fans wie Quereinsteigern wärmstens ans Herz legen kann!

Erkennen das ultimatives Lego Star Wars-Spiel als solches an und haben ihren inneren Frieden gefunden: Nicola Hahn [501.legion] und Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetSwitch.de

Vielen Dank an Warner Bros. für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Das wahrlich beste Lego Star Wars-Spiel aller Zeiten, aber leider nicht perfekt.

Wertung

GAMEPLAY:

8.0

SPIELEWELT:

8.0

TECHNIK:

9.0
85
von 100

Gigantisch viel Inhalt dank neun Filme

Kurze Ladezeiten, wenige Lags und erstaunlich hübsche Grafik

Eine frei drehbare Kamera und vollständige 3D-Open World

Couch-Koopmodus mit Drop-In-Drop-Out

Spannende Nebenaufgaben mit lustigen Wendungen

Riesige Planetenoberflächen, die zum Erkunden einladen

An manchen Stellen inhaltlich sehr dünn

Einiges an Potential geht verloren

Herausforderungen werden nicht erklärt und sind so kaum lösbar

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Spielname:
LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Typ:
Switch-Spiel

Jetzt Bestellen:
Zum Shop
Publisher:
Warner Bros. Interactive Entertainment

Developer:
TT Games

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
05.04.2022 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

eShop Preis:
59,99 €

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